• Deshalb tue ich mir persönlich einfach sehr schwer, Vorratshaltung als Muss zu empfehlen. Ich hab es einfach zu sehr als gekoppelt mit tiefgreifenden Ängsten erlebt und verstehe deshalb auch jeden, der sagt, das er sich damit nicht belasten möchte.

    Ich kopple es nicht an Ängste, sondern an Bequemlichkeit..

    Es ist einfach schön, wenn plötzlich Besuch kommt, oder man aus irgendwelchen Gründen nicht einkaufen kann oder will, sich im Kellerregal zu bedienen.

    Pasta, Reis, Polenta mit Sauce ist immer gut.

    Wasser habe ich auch nicht soviel wie empfohlen, aber es gibt ja noch andere Flüssigkeiten.


    Kluger Rat - Notvorrat

    Empfehlung vom schweizerischen Bundesamt für Landesversorgung

    https://www.bwl.admin.ch/de/kluger-rat-notvorrat

  • walkman Es tut mir leid, aber deine Meinung teile ich in keinster Weise. Die Fakten, die von Outdoor Chiemgau kommen, kann jeder selbst nachprüfen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Und ich habe mich auch nie genötigt gefühlt, ihm irgendwas abzukaufen. Wenn ihn jemand einfach nicht leiden kann, gut, da hat jeder seine eigene Meinung.

    Bleiben wir gerne bei diesen angeblichen Fakten: Im derzeit aktuellen Video von vor 6 Tagen hat er 21 Tage bis zur Gasmangellage prognostiziert. Schauen wir also am 17.02.25 einfach mal, ob wir den großen Blackout oder die Abschaltung von Industriebetrieben erleben.

  • Angst ist der schlechteste Treiber für Krisenvorsorge jeglicher Art. Angst lähmt und blockiert das Denken.

    Meine "Ansprüche" an meine Krisenvorsorge hier sind:

    - es muss in den hiesigen Alltag passen

    - bis auf ganz wenige Ausnahmen gibt es hier nichts, was nicht so oder so im Alltag eine Rolle spielt

    - der im Haus vorhandene Vorratsraum (kühl und dunkel) muss dafür reichen (Ausnahme natürlich Heu und Stroh für die Tiere)

    - ich (!) will nichts kaufen, es Zeit X aufbewahren und dann entsorgen, um wieder neu zu kaufen (das wäre für mich (!) nur als Basis vertretbar, wenn man gerade erst mit Krisenvorsorge anfängt und sich erst noch eingrooven will, was wirklich zu einem passt, damit man fürs Erste grundsätzlich für einige Tage versorgt ist)

    - es muss von der Logistik her so einfach und übersichtlich wie möglich bleiben, die Vorräte im Vorratslager sind an den tatsächlichen Verbrauch angepasst, was ein wenig dauert, bis man da sein System entwickelt hat, so dass eine sinnvolle Rotation entsteht, bei der nichts entsorgt werden muss oder Jugend-forscht-Experimente durchgeführt werden, Marke "wie schmeckt der Inhalt einer Konservendose, die 5 Jahre übers MHD raus ist...." (Hat aber zu der fröhlichen Erkenntnis geführt, dass das MHD völlig überbewertet wird und man Vieles noch probieren kann, was ja auch eine wertvolle Erkenntnis ist)

    - meine Krisenvorsorge muss zu meinen sonstigen Werten passen - ich bin zwar pragmatisch genug veranlagt, dass ich in einem wirklichen Notfall auch eine Dose Lunderland Huhn essen würde, obwohl ich sonst nur einmal im Quartal Fleisch aus Jagd oder Weideschuss esse, wenn ich sowas aber geplant vorhalte und verbrauche, dann im Rahmen meiner Werte

    - in einer Krise möchte ich die Eigenversorgung so einfach wie möglich gestaltet haben, weil ich da dann viel unterwegs sein werde und kaum Zeit dafür da sein würde, kompliziertere Abläufe abzuhaken, gleichzeitig möchte ich genau deshalb selbst gut versorgt sein, weil es dann einfacher ist, auch anderen zu helfen, wenn man sich nicht in einem Kaloriendefizit oder Gott bewahre ohne wenigstens einen Becher Kaffee durch die Gegend schleppen muss.

    Meine Krisenvorsorge hat in etwa die Qualität einer Versicherung. Mit dem Unterschied, dass ich das, was ich "einzahle" durch die Rotation auch für mich nutzen kann, das also keine "stillgelegte" Investition ist, die am Ende einfach weg ist. Wie bei Versicherungen auch, gehe ich überwiegend davon aus, dass ich sie nicht brauchen werde, aber für den Fall X ist es gut, sie zu haben.
    Der Prozess, bis hier alles soweit aufgebaut war, dass wir für hier ein gutes System gefunden haben, hat ohne Druck ein paar Jahre gedauert, in denen immer wieder an Stellschräubchen gedreht worden ist, bis es gepasst hat. Ich habs schonmal hier in den Tiefen des Threads geschrieben - ganz zu Anfang bin ich tageweise vorgegangen. Bis ich da bei 7 Tage für 2 Personen, X Hunde, X Katzen, X Rinder/damals noch Ponys angekommen war, fand das Ganze in "Tagesboxen" statt.

    Und wenn es so käme, dass etwas eintritt, bei dem mir die getroffenen Krisenvorsorge-Maßnahmen auch nicht helfen können, dann hab ich immer noch mich mit meinem unerschütterlichen Selbstvertrauen in mich selbst, immer irgendeinen Weg zu finden, mit einer unplanbaren Situation umzugehen. Dazu kommt, dass ich welcher Lage auch immer extrem genügsam bin und mich in schwierige Verhältnisse problemlos einfinden kann, weil ich die Grenzen meiner Komfortzone gnadenlos ausbeulen kann, wenns sein muss.

    Was sich hier in den letzten Jahren geändert hat, ist, dass wir bei Neuanschaffungen von Kopflampen/Taschenlampen/Campinglampen (die hier im Winter tagtäglich im Einsatz sind), zunehmend auf USB-ladbare Modelle statt auf batteriebetriebene umgestellt haben. Einfach weil das Vorhalten von Batterien nervtötend ist und ein Wiederaufladen dank Solar samt Speicher, im Notfall auch durch Kurbeln, für uns unkomplizierter ist. Eine gescheite Vorratshaltung von Batterien ist nicht so einfach - ich hab einfach zu oft festgestellt, dass z. B. bei im Haus deponierten Taschenlampen die Batterien ausgelaufen waren, man nur schlecht kalkulieren kann, wie lange ein Satz Batterien ausreicht, um eine gute Lichtversorgung zu haben und die Unterschiede in der Leistung von Batterien zum Teil erheblich sind.

    Bei den Pfadis war das Motto "Allzeit bereit" und so halte ich es für mich.

  • Bleiben wir gerne bei diesen angeblichen Fakten: Im derzeit aktuellen Video von vor 6 Tagen hat er 21 Tage bis zur Gasmangellage prognostiziert. Schauen wir also am 17.02.25 einfach mal, ob wir den großen Blackout oder die Abschaltung von Industriebetrieben erleben.

    Ja, da bin ich tatsächlich auch gespannt. Aber ich meinte auch, dass die Daten, die Outdoor Chiemgau bringt, durchaus nachprüfbare Fakten sind, die er von öffentlichen Seiten hat. Seine Interpretationen und Schlussfolgerungen sind natürlich eine ganz andere Sache, da muss man schauen, wie sich das entwickelt.

    Ich glaube nicht, dass gleich ganz Deutschland still steht und eine Riesen-Katastrophe passiert, aber Gassparen und vielleicht die eine oder andere Einschränkung mit Teuerung werden schon kommen denke ich mir.

  • wilderbse

    Ich kenn die erwähnten Namen nicht… vielleicht ist es untergegangen, aber kannst du mir mal verlinken/schreiben, wo ich die Info finde, dass Industrieanlagen abgeschaltet werden (sollten)?


    Im Übrigen bin ich sicher, dass da im Zweifel nichts überlegt würde, sondern es längst Pläne gibt. Als Corona noch ganz klein war, so Ende Februar 20, da hat der Betrieb meines Mannes schon Passierscheine für Straßensperren ausgeben können, weil denen schon gesagt wurde, dass sie weiterarbeiten können/müssen würden…

  • Schlimmstenfalls muss mehr Gas importiert werden und die Preise werden steigen.

    Die Preise sind eh nicht immer gleich. Der Verbraucher (also wir) zahlen nur aktuell mehr, wenn wir kurze Verträge haben.

    Dann erhalten wir kurzzeitig die Senkungen müssen aber auch kurzzeitig auch die Preissteigerungen zahlen. Mit langen Verträgen (1-2 Jahre), kann man zumindest besser planen, wenn man das wünscht. (Also ich zum Beispiel).

  • Bleiben wir gerne bei diesen angeblichen Fakten: Im derzeit aktuellen Video von vor 6 Tagen hat er 21 Tage bis zur Gasmangellage prognostiziert. Schauen wir also am 17.02.25 einfach mal, ob wir den großen Blackout oder die Abschaltung von Industriebetrieben erleben.

    Ja, da bin ich tatsächlich auch gespannt. Aber ich meinte auch, dass die Daten, die Outdoor Chiemgau bringt, durchaus nachprüfbare Fakten sind, die er von öffentlichen Seiten hat. Seine Interpretationen und Schlussfolgerungen sind natürlich eine ganz andere Sache, da muss man schauen, wie sich das entwickelt.

    Die "Fakten" die er nennt (irgendwelche Füllstände von Gasspeichern) sind nahezu irrelevant, weil Deutschland in den letzten 2, 3 Jahren weitere Quellen für Gaslieferungen geschaffen hat, u. a. durch den Bau von LNG-Terminals.

    Dass Preise sich abhängig von der Nachfrage verändern ist vollkommen normal, s.Post von Mehrhund .

    Vielleicht magst du mal - gerne nur für dich - seine Schlussfolgerungen unter der Annahme hinterfragen, ob er seine "Fakten" nicht aus der Perspektive Klimawandel-Kritiker und pro-russisch interpretiert.

    wilderbse

    Ich kenn die erwähnten Namen nicht… vielleicht ist es untergegangen, aber kannst du mir mal verlinken/schreiben, wo ich die Info finde, dass Industrieanlagen abgeschaltet werden (sollten)?


    Im Übrigen bin ich sicher, dass da im Zweifel nichts überlegt würde, sondern es längst Pläne gibt. Als Corona noch ganz klein war, so Ende Februar 20, da hat der Betrieb meines Mannes schon Passierscheine für Straßensperren ausgeben können, weil denen schon gesagt wurde, dass sie weiterarbeiten können/müssen würden…

    Bei Youtube "Outdoor Chiemgau Gasmangellage" eingeben, dann findest du mehr als genug.

    Wenn du eine - deutlich links geprägte - Bewertung zu dem Youtuber sehen möchtest, "Outdoor Chiemgau heywolfi" eingeben.

  • Und außerdem zählen ja die Fakten und nicht die politische Ausrichtung von jemanden, jedenfalls für mich.

    Von Fakten kann hier keine Rede sein.

    Er nimmt eine Modellierung anhand von Ist-Werten vor und postuliert keine Gewissheiten/Fakten.

    Die Krisenvorsorge im Allgemeinen geht von KANN- und nicht von IST-Werten aus. Was ist wenn. Somit empfinde ich das erstmal nicht als schwierig, Emotionalisierung dagegen schon. Wobei ich das in diesem Fall weniger stark sehe, mein Filter funktioniert diesbezüglich allerdings auch recht gut, deshalb ist das subjektiv.

    Die Quellen die er nutzt sind offiziell und aktuell gültig. Der Datensatz der Datenbank scheint nach Stichprobe und Vergleich mit offiziellen Seiten ebenfalls aktuell zu sein.

    Die Datensätze für die Berechnung der Leistungstage kann ich nicht nachvollziehen, weil ich nicht weiß, welche Berechnungsgrundlage er nutzt. Da werden offiziell Datenbanken zur Verfügung gestellt, die müsste man durchgehen.

    Es ist eine Modellierung. Er spricht von KANN und gibt ein Zeitfenster von 3-5 Wochen für eine MÖGLICHE Mangellage an. Die Diagramme von der BNA tragen das mit (Verlauf der Füllstände Januar).

    Das was er zu den Importen sagt gibt den Ist-Stand wieder. Das schließt natürlich etwaige Anpassungen/Veränderungen aus. Der Notplan bezieht nicht nur die Füllstände ein, sondern auch andere Parameter. Die Nutzungszusammensetzung hat sich in Teilen geändert,...

    Ich mag weder Politisierung, noch Emotionalisierung, egal aus welcher Richtung. Von daher ist das Video von der Aufmachung nicht meins. Clickbait Überschriften lehne ich ab, auch wenn der Einsatz nachvollziehbar ist. Der WDR Bericht gibt die Lage aber aktuell nach deren Informationsstand wieder. Er müsste die Frage also mit "nein" beantworten, das bleibt aus. Das pitchen von entsprechenden Schlagworten (Propaganda) statt einer rein sachlichen Darstellung lehne ich ab. Wirtschaftliche Interessen müssen eingepreist werden. Das explizite Erzeugen von Angst sehe ich nicht, vielleicht allerdings auch, weil ich dafür nicht empfänglich bin. Wahrnehmung ist stets subjektiv.

    Man wird sehen wie es sich die nächsten Wochen verhält. Wahrheiten in diesen Bereichen existieren ohnehin nur in der Rückschau. Das nachjustieren für die Zukunft scheint festgelegt worden zu sein. Die geplante Stilllegung einiger Speicheranlagen, das Auffangen, weitere Importbeziehungen, Ausbau und Festigung der eigenen Strukturen,... Das läuft ja alles parallel. Das nicht alles ideal gelaufen ist in der Vergangenheit ist bekannt und inzwischen akzeptiert. Ich glaube allerdings an Lernkurven basierend auf Erfahrungswerten. Der Einbezug jedweder Parameter und Möglichkeiten ist kaum zu leisten.

    Bezug Video vom 02.02.2025.

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