Junghund "fällt" Männer an

  • Man könnte auch erstmal mit der Orga sprechen.

    Falls du meine Klammer nicht gelesen hast, dies wäre eine Option, falls die Orga kein Thema mehr ist (aus welchen Gründen auch immer. Keiner von uns kennt die Vertragsinhalte, ob der Hund faktisch zurück zur Orga müsste, oder nicht, oder ob die Orga den Hund überhaupt zurück haben möchte. Die TE hat ja bereits gesagt, sie würde sich im Falle der Rückgabe einen Anwalt nehmen um den Vertrag prüfen zu lassen. Wenn dieser herausfindet, dass die Orga keinen Anspruch auf Rausgabe des Tieres hat, muss die TE ja nicht mit der Orga sprechen, wenn sie den Eindruck hat, der Hund sei dort schlecht aufgehoben)

  • Zu meinen TierSchutzzeiten war es nämlich so das die Schutzverträge im Härtefall nichtig sein weil Tiere als Sachen gelten und es damit ein Kaufvertrag ist und somit der Vorbesitzer keine Rechte mehr hat.

    Das ist immer noch so. Sobald du Geld für den Hund bezahlt hast, ist es deiner und der Vorbesitzer hat keinerlei Rechte mehr am Hund, egal was im Schutzvertrag steht. Es ist ein Kaufvertrag.

    Nur wenn du den Hund als Pflegestelle im Auftrag des Vereins betreust, gehört er dem Verein.

    Dagmar & Cara

  • Für mich, die selber mit einem überaus schwierigem Hund aufgewachsen ist, bei dem wir Kinder uns nicht mehr frei im Haus bewegen konnten über Jahre, kann dir nur zur Abgabe raten. Ich hatte jahrelang keine Geburtstagsfeiern im Haus, keine Kinder zum Spielen da, und das alles wegen einem Hund.
    Ein Hund soll eine Bereicherung für Kinder sein, keine Belastung, vor der man im Zweifel irgendwann Angst bekommt.

    Ganz ehrlich, deine Kinder werden das nicht leisten können und so sollte Hundehaltung für und mit Kindern auch nicht aussehen.
    Der Hund sollte ihr Kumpel, Partner, Vertrauter sein, nicht derjenige der die Mama Vollzeit in Beschlag nimmt und die Familie belastet. Da kommt ganz schnell Unlust, Neid und ja, sogar Hass auf den Hund auf. Kinder sind emotional und sozial noch weit von Rationalität entfernt und selbst wir erwachsenen haben unsere Gefühle nicht immer so unter Kontrolle wie das wünschenswert wäre.

    Lieben heißt auch loslassen können. So wie die Trainerin den Hund einschätzt, wäre der deutlich besser in einem kinderlosen Zuhause aufgehoben.

    Es gibt sie, die absoluten kinderkumpel unter den Hunden, oder die Hunde, die absolut keine Probleme mit Kindern haben. Ich wünsche euch, dass ihr einen solchen Hund findet und für die kleine Hündin wünsche ich mir, ein ruhiges, kundiges Zuhause ohne Kinder.

    Lg

  • Habt ihr eigentlich irgendeine Vorstellung, was für ein Hundetyp das ist?

    Wir haben hier eine ganz "tolle" Orga, die gerne Herdenschutzhunde als nette Labbi-Mixe vermittelt....natürlich immer kindertauglich (was für die eigenen Kinder der Familie ja auch meist zutrifft. Nur Besuch...)

    Es hilft, wenn man eine Idee hat, wie man trainieren sollte bzw. welches Verhalten für den Hund tatsächlich typisch ist und nicht wegtrainierbar.

    Ich habe in meinem Umfeld mehrere Hunde mit Angstproblemen aus dem Auslands-TS und ich muss sagen, man kann sehr viel üben, es sind auch tolle Hunde, aber diese "Soll-Bruchstelle", die bleibt über eine lange, lange Zeit oder sogar für immer. Wenns spitz auf Knopf kommt, weiß man nie...

    Aus Sicht der Familie, die vielen Einschränkungen für die Kinder, potentielle Gefahren, habt ihr ja schon viele mahnende Worte gehört. Ich sehe das leider auch so.

    Aber auch die Sicht des Hundes ist wichtig. Wenn der Hund so unter Dauerstress steht, wie die Trainerin sagt, dann ist das einfach schlimm. Es ist kein gutes Umfeld für einen ängstlichen und anscheinend von der Pflegestelle gänzlich aufs Leben unvorbereiteten Hund.

    Dem Hund würde es besser gehen, wenn er in ruhigem Umfeld, evtl. mit Zweithund und am v.a. bei einer erfahrenen Person leben dürfte.

    Ihr tut niemandem einen Gefallen, jetzt noch lange dran rumzudoktern...

  • Lieben heißt auch loslassen können. So wie die Trainerin den Hund einschätzt, wäre der deutlich besser in einem kinderlosen Zuhause aufgehoben.

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    Das hab ich mal rausgenommen, weil das so wichtig ist: Bitte, liebe TE - denkt auch an den Hund! Was ihr das plant ist "gut gemeint" und ihr "könnt das schaffen", ja. Aber ist da auch das Beste für den Hund?

    Manchmal ist es egoistischer, den Hund nicht abzugeben als sich dazu ringen.
    Der Hund soll eine Bereicherung der Familie sein. Keine Last. Dieser Hund wird immer "speziell" bleiben für Besucher und Co. Wollt ihr das wirklich? Bei 4 Kindern?

  • Es geht nicht um jahrelange Einschränkungen bei uns. Da würde ich ganz sicher auch nicht mitspielen.
    Sie peilt zu erst 6 Stunden a 2 x 30 Minuten pro Woche an. Und danach langt es sich nur noch 1 mal die Woche. Damit man zeitlich so eine grobe Vorstellung wo es "härter" wird.
    Und das tolle an unserem Haus, es ist auf 3 Etagen verteilt. Da unsere Kinder am liebsten eh draußen spielen, noch richtig Dorf wo einfach geklingelt wird kommst du raus, sind die Kinder zum Spielen meist draußen. Letzte Woche noch hatten sie alle Magen Darm weswegen halt alle drinnen waren. Klar die kleinen sind noch nicht alleine draußen bevor hier missverständnisse entstehen. Da geht Papa halt nun erstmal raus. Und wenn Kinder zu Besuch kommen gibt es prima die Möglichkeit die Kinder spielen unten und Hund ist oben.
    Der nächste Kindergeburtstag ist hier im September und bis dahin sehe ich da keine Probleme die diesen verhindern könnten. Hund hoch, unten Kinder was wir auch bei dem liebsten Hund machen würden da so was halt doch viel Stress für ein Tier ist was von der Situation trennen einfach einfacher macht für dieses.
    Die Trainerin hat ja nicht als Ziel das der Hund die Kinder ignoriert oder so etwas. Sondern das er etwas gutes in ihnen sieht und sie somit diese Freundschaftliche Beziehung aufbauen können.
    Also wir haben da schon alles im Blick und denken in alle Richtungen.

  • Habt ihr eigentlich irgendeine Vorstellung, was für ein Hundetyp das ist?

    Wir haben hier eine ganz "tolle" Orga, die gerne Herdenschutzhunde als nette Labbi-Mixe vermittelt....natürlich immer kindertauglich (was für die eigenen Kinder der Familie ja auch meist zutrifft. Nur Besuch...)

    Oh, ist das eine Masche? Meiner Nachbarin wurden auch 2 Labbimixe (ja, gleich 2 auf einmal) vermittelt, die astreine Anatolische Hirtenhunde sind und übrigens auch, wie bei der TE, im Auslands-Shelter geboren wurden und entsprechend groß sind ...

  • Niemand kann absehen wie lange ein Training dauert. Der Hund wird eh erst in Ca. 6-12 Monaten ganz bei euch angekommen sein und dann auspacken, wie er wirklich ist.

    Sorry, das so zusagen, aber bei hundetraining rechnet man in Monaten und Jahren, nicht in Wochen.
    Verhaltensänderungen brauchen viel Zeit, Geduld, managment usw.
    Und manches lässt sich auch nicht wegtrainieren.

    Nach dem sehr schwierigen Hund meiner frühen Kindheit bekam ich dann einen Golden Retriever Welpen. Eine Seele von Hund. Dieser Hund liebte uns Kinder. Sie hat mir die Freude an Hunden wieder gegeben. Sie war keine Belastung, keine erzieherische Baustelle nach der sich alles richten musste, sie war immer dabei, beim Spielen draußen, beim toben im Haus, überall und immer war sie an der Seite von uns Kindern. Ein traumhafter familienhund.

    Ich kann dich gut verstehen, sehr gut sogar.

    Wünsche euch viel Glück, dass ihr für alle Beteiligten die richtige Entscheidung trefft.

    Lg

  • Ja, das ist eine Masche.

    Oh, ist das eine Masche? Meiner Nachbarin wurden auch 2 Labbimixe (ja, gleich 2 auf einmal) vermittelt, die astreine Anatolische Hirtenhunde sind und übrigens auch, wie bei der TE, im Auslands-Shelter geboren wurden und entsprechend groß sind ...

    Ob die wirklich immer im Schelter geboren sind, oder gefunden (die HSH wachsen in den Karpaten ja auch oft halbwild auf) oder sogar den Hirten geklaut werden als Welpen, sei mal dahingestellt.

    Ich frage mich immer, woher all die Labbimixe in Rumänien immer herkommen sollen...

    Also wir haben da schon alles im Blick und denken in alle Richtungen.

    Ich wünsche euch alles Gute.

    Auf jeden Fall: Macht langsam!!
    Was du da schon alles mit dem Hund in einer Woche geübt hast usw - ich denke das war alles viel zu viel. Ich glaube auch nicht, dass man das mit gezieltem Training 2x die Woche bearbeiten kann. Es geht darum, den Alltag zu JEDER Minute so zu gestalten, dass sich das Verhalten mit der Zeit verändern kann. Es gibt nicht für alles "Tricks" oder Knöpfchen, die man drücken kann.


    Ich hoffe, dass das Verhalten nicht so dramatisch ist wie es für dich aussah und du es beschrieben hast. Vielleicht war es einfach Unsicherheit und Übersprung. Auch da hilft dann aber kein isoliertes Üben, sondern nur ankommen lassen und konsequent richtiges Verhalten ggüber dem Hund - ruhig, souverän, bestimmt aber ohne zu bedrängen.

    Hab ein kritisches Auge auf die Trainerin, höre auf dein Gefühl und mach dir klar, dass sowas immer wieder kippen kann. Rückfälle werden kommen.

  • @Gammur Sorry, dann haben deine Eltern aber massiv bezüglich Management versagt...wieso hatte der Hund keine Box, keinen Zwinger etc. Oder konnte zumindest in einem anderen Zimmer gesichert werden?

    Kenne so viele Leute mit schwierigen Hunden, die das auf die Kette bekommen und deren Kinder sich problemlos frei bewegen und Kindergeburtstage feiern können...

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