Verträgliche Hunde und gar keine Sozialkontakte?

  • Auch wenn Straßenhunde nicht spielen, haben sie doch Sozialkontakt. Je nach Vorliebe mehr oder weniger.

    Grundsätzlich ist es doch völlig normal für erwachsene Säuger, nicht zu spielen. Erwachsene Pferde spielen auch nicht oder selten (mal abgesehen von Wallachen, die durch die Kastration oft ein Junghengst-Spielverhalten behalten) und man würde daraus nicht ableiten, dass sie besser ohne Sozialkontakt dran sind.

    Ich spiele auch nie, aber ich habe ganz gern Kontakt zu anderen Menschen.

    Auch wenn mir mein Hund oft lieber ist - aber daraus leite ich nicht ab, dass ausschließlich interspezielle Kontakte besser wären - weder für mich noch für den Hund.


    Viele erwachsene Menschen spielen gerne - Fußball, Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele,...
    Auch erwachsene Säugetiere spielen mal, aber eben nicht so oft wie Jungtiere.


    Meine Hündin würde auch nie mit einem fremden Hund spielen, nicht mal mit Hunden, die sie seit Jahren kennt und regelmäßig sieht, spielt sie. Sie spielt nur und ausschließlich mit Frodo (und mir).
    Unter fremden Hunden findet sie 1 von 100 oder weniger interessant und würde gerne Kontakt herstellen, aber im Normalfall reicht ihr das Markierungen abschnüffeln.

  • Ich oute mich Mal - hab zwar erst bis Seite sieben gelesen, aber naja - als Einzelhundehalterin die den aller, aller meisten hundebegnungen aus dem Wege geht.

    Warum? Ganz einfach. Meine Tahlly ist damals als zweithund dazu gekommen. Die Kommunikation von Zoe und Tahlly, die Art des sozialen Lebens, die Art des Spielens etc. war etwas komplett anderes, als das was man draußen mit fremd- und Bekannten Hunden sehen kann.
    Andere Hunde können weder Tahlly in ihrer Husky typischen Manier richtig lesen, noch ist das beiderseitige Verständnis so ausgeprägt, dass der Kontakt auch nur vergleichbar wäre mit einem Hund im eigenen Familienverband.

    Nette Hundehalter, mit denen ich mich unterhalten mag, sorgen trotzdem dafür dass es den ein oder anderen Kontakt gibt. Da ist das Interesse der Hunde aber meist auf "Mal eben abchecken" begrenzt. Manchmal wird für 2 Minuten getobt, aber eher um die Energie der Aufregung - durch das Aufeinandertreffen - abzubauen.

    Meine Theorie, dass diese Begegnungen draußen dem Hund kaum was bringen Stütze ich dabei auf 2 Dinge.

    1. Zoe war nach 1 1/2 Jahren der Trennung Mal für ein paar Wochen bei mir.
    Nach einem Tag war es als wären die Hunde nie getrennt gewesen. Kabbeln, schmusen, kommunizieren - alles auf einer Ebene, die draußen bei Begegnungen nie erreicht wird. Egal wie oft wir auf die Hunde treffen.

    2. Ava. Der Welpen "Neuzugang" von Männe und seiner Mutter. Tahlly ist von Anfang an super souverän und toll zu ihr gewesen. Nun ist die kleine 4 Wochen da und erst seit Montag ist das ein wirkliches zusammen leben zwischen den beiden. Genau so wie bei Tahlly und Zoe.
    Innige spiele, bei denen beide Seiten genau wissen was erlaubt ist, wann es zu viel wird, wie weit man gehen kann. Dieses kabbeln im liegen mit offenen Mäulern und großer Geräuschekulisse.. bei Tahlly hauen die meisten Hunde ja schon beim normalen huskygurren ab..
    Das sind so viele Stunden, die die Hunde miteinander verbracht haben, so viele Fütterungen, Gassi Gänge - halt einfach gemeinsame Momente - die es gebraucht hat, bis da überhaupt von echtem Sozialkontakt (wie ich ihn jetzt in diesem Thread hier interpretiere) die Rede sein konnte.

    Wundervoll anzusehen und ja, das tut auch meiner Maus gut. Aber es ist definitiv etwas, was in dieser Intention draußen mit anderen Hunden nie passieren wird und was - um das auch noch zu sagen - "nur Mal hallo sagen" definitiv nicht bringen kann.

    Ich finde ehrlich gesagt, dass das beste was einem Hund mit Interesse an sozialen Kontakten passieren kann, ein (passender) zweithund ist. Diese Art der Zusammengehörigkeit bekommt mMn kein Hund mit einer Gassi Bekanntschaft hin.

    Trotzdem gehe ich gerne in Hundegruppen spazieren, aber da ist es eben auch kein inniger Kontakt und meine Tahlly kann (und auch Zoe, oder früher mein Felix können) da ohne Probleme drauf verzichten

  • Wir können unseren Hunden in menschlicher Gesellschaft nur sehr eingeschränkt bieten was Wölfe und in Rudeln lebende Strassenhunde leben und das wollen wir ja auch gar nicht, sonst hätten wir keine Haushunde.
    Dass Hunde ständig miteinander spielen und toben müssen, sehe ich auch nicht.
    Intakte, souveräne, erwachsene Hunde tun es meistens nicht.
    Die sind aber auch nicht die Regel bei den heutigen Ansprüchen an Hundehaltung.

    LG, Friederike

    In Rudel lebende Straßenhunde gibt es meines Wissens nach, aber nur bei den Pizzahunden von Bloch und selbst er sagte ja, dass das ein Phänomen sei, welches er nur dieserorts beobachten konnte.


    Jetzt mal meine unprofessionelle Meinung dazu:
    Ein Bedürfnis nach artinterner Rudelbildung ist ja bei vielen vielen Hunderassen auch eher kontraproduktiv, wenn man sich die Zuchtgründe der jeweiligen Rasse anschaut, schließlich sollte der Hund mit dem Menschen leben und arbeiten und das auch häufig als einziger Begleiter.
    Außerdem halte ich persönlich rudelbildung durch fremdkontakt oder sporadische Bekanntschaft für unwahrscheinlich - allerdings nicht nur bei Hunden.

    Siehe meine Ausführung zu dem integrieren von Ava in meinem Beitrag oben. So eine vollständige Integration eines bis dato fremden - oder nur sporadisch gesehenen - Hundes, dauert, je nach "Bestandshund" mal länger, mal kürzer. Manche akzeptieren den gegenüber auch nur, ohne ihn wirklich "zu brauchen".

    Hunde sind generell gut in der Lage, andere Lebewesen - egal ob artgleich oder nicht - zu akzeptieren und als "Familienmitglied" zu akzeptieren. Das macht sie einzigartig, weil sie das auf viele verschiedene Spezies ausweiten können.
    Hunde akzeptieren auch Katzen, Hasen, Meerschweinchen, ja sogar Affen und Raubkatzen. Teilweise lieben sie diese sogar, aber das heißt nicht, dass das dann generell auf alle anderen tiere dieser zuhause akzeptierten Spezies zutrifft.

    Kennt doch jeder, der Hund der die Katze Zuhause im körbchen putzt, aber draußen alle anderen Katzen als Klassenfeind ansieht.


    Worauf ich hinaus will: man kann nicht sagen, nur weil der Hund einen Zweithund - welcher ja ins Familienleben integriert wird - als eine Bereicherung empfände, empfindet er im Umkehrschluss andere Kontakte zu fremden hunden als Bereicherung.

  • Einem Hund Sozialkontakte generell zu verwehren käme für mich nicht in Frage.

    Zum Thema meine Hunde brauchen sich untereinander nicht... Wir hatten bis vor 1 1/2 Jahren einen recht komplizierten Tageshund. Fino war etwas über ein Jahr alt als er dazu kam. Bis kurz vor Boomers Tod habe ich jahrelang Stein und Bein geschworen das Naikey den Opi maximal toleriert und Fino ihn absolut nicht braucht und Boomer der einzige ist der profitiert. Es gab über die Jahre viele Schlägereien zwischen Boomer und den anderen beiden und wenig offene freundliche Interaktion aber ich habe mich in meiner Einschätzung absolut getäuscht.

    Kurz vor seinem Tod deutete es sich schon an was für eine Lücke er hier hinterlässt aber nach seinem Tod wurde mir persönlich erst bewusst wieviel an gemeinsamen unbemerkt von mir gelaufen sein muss und wie wichtig er für die Stabilität zwischen Naik und Fino war.
    Es hat recht lange gedauert bis die beiden nicht mehr getrauert haben und wieder ein Team wurden. Eigentlich sind die beiden erst wieder mit Newtons Einzug zusammen gerückt und nun enger miteinander als je zuvor.

  • Jedenfalls meine der, dass Hunde eigentlich nicht mit anderen spielen müssten und er eigentlich keinen Wert auf Hundekontakte legen würde, er würde das maximal kontraproduktiv finden. Jetzt interessierts mich aber doch, ob hier jemand weiß, ob das auf irgendwelche speziellen Erkenntnisse in letzter Zeit zurückzuführen ist, ich war zu perplex um ihn danach zu fragen. Er meint damit wirklich, dass selbst der verträglichste Hund eigentlich keine Sozialkontakte mit anderen benötigen würde.

    Grundsätzlich muss man wohl unterscheiden, ob mit Sozialkontakten sämtliche Interaktionen (auch passive, wie markieren und schnuppern) gemeint sind oder nur aktive Hundekontakte, ebenso wie eine Unterscheidung von Gruppenintern oder extern sinnnvoll wäre.

    Ausgehend von meinen Hunden kann ich sagen, dass Dakota keine gruppenexternen aktiven Kontakte benötigt und auch auf passiven Kontakt mit unbekannten Hunden verzichten kann, sie entspannt sehr, wenn sie eine Weile keine fremden Markierungen wahrnehmen muss (in entsprechend einsamen Umgebungen). Sie wäre mit dem gelegentlichen Kontakt zu ihrem Bruder zufrieden. Weitere Kontakte zu lang bekannten Hunden kann sie in Maßen genießen. Fremde Hunde braucht sie nicht und empfindet diese als sehr störend. Diese Antipathie hat sich dem Ende der juvenilen Phase entwickelt - und das obwohl sie, bedingt durch den Boxer, sehr infantiles Verhalten zeigt / zeigen kann. Bei ihr äußert sich die Zufriedenheit in Abwesenheit von jeglichem Hundekontakt in einem äußerst gelassenen, aufgeschlossenen und gelöstem Verhalten.

    Pepper hingegen ist an Hundekontakten in der eigenen Gruppe aber auch außerhalb (noch) durchaus interessiert, ist allerdings Junghundetypisch sehr stürmisch (und lernt seitens Dakota auch kein anderes Verhalten, da sie dieses duldet). Da Fremdhundekontakte jedoch idR schlecht verlaufen und Pepper von diesen keinen Mehrwert hätte, beschränken sich die Kontakte bei ihm ebenfalls auf gruppeninterne Interaktionen. Hier dulde ich kein gesteigertes Interesse an Fremdhunden. Die Kontakte, die zustande kommen, beschränken sich auf Interaktionen mit mir bekannten Hunden. Auch hier wird nicht gespielt, erwachsene Hunde haben daran auch mit Pepper wenig Interesse und ich habe überhaupt kein Interesse daran, dass er sich die Strategie "sinnlos losballern" angewöhnt (das ist aber von mir gewählt, nicht von ihm).

    Dakota spielt mit ihm, könnte aber auch gut wieder als Einzelhund leben (ihr Interesse an Menschen ist um ein vielfaches größer als das an Hunden) - insgesamt hat sie sich an ihn gewöhnt und genießt manches Maulrangeln mit ihm sehr, die Interaktion verbleibt jedoch sehr unausgegoren ... (was aber an Dakota liegt).

    Ich denke also, dass es (wie bereits einige geschrieben haben) absolut abhängig vom jeweiligen Hund ist. Allerdings bin ich der Ansicht das erwachsene Hunde (auch Einzelhunde) in den allermeisten Fällen kein gesteigertes Interesse an aktiven Fremdhundekontakten haben, diese jedoch durchaus hinnehmen können.

    Die erziehen sich unverträgliche Hunde heran, wobei das bewußt von solchen Typen gewollt ist.

    Ich fürchte, dass die Gründe für verschiedenste Ausprägungen von Unverträglichkeiten deutlich facettenreicher sind, als die Annahme, dass ausbleibende Sozialkontakte (zumal beim adulten Hund) direkt dazu führen. Zu viele, falsche oder zu wenig Kontakte mit Hunden können wahrscheinlich gleichermaßen problematisch sein, genauso wie vieles anderes (z.B. Rasse, Erziehung, Erfahrung, Veranlagung & Charakter, ...).

  • Ich finde ja, hier geht es komplett durcheinander.

    Von Mehrhundehaltung habe ich bei der Frage im Eingangspost nichts gelesen, und es ging auch nicht um Spielen, sondern um Sozialkontakt.

    Außerdem war die Aussage: "Es ist für JEDEN Hund - Einzelhund! - BESSER keinen Kontakt zu haben zu anderen Hunden."

    Nicht manche können drauf verzichten, oder nur zu bekannten Hunden, oder es geht auch ohne - sondern BESSER.

    Im Sinne von: Sozialkontakt (auch ohne Aggressionen, Mobbing) schadet.

    Das hätte mich mal interessiert, ob das wirklich jemand so vertritt. Und zwar NICHT bezogen auf Mehrhundehaltung.

  • Naja gar kein Sozialkontakt ist in unserer stark bevölkerten Welt ja fast unmöglich.

    Ich hab mal eine Doku über Leute gesehen, die alleine auf einer winzigen Insel gelebt haben. Sie hatte einen einzigen Hund und bei dem habe ich mich dann schon gefragt, ob das wirklich "artgerecht" ist :???:
    Ob der andere Hunde wohl noch erkennen würde? Die Hundesprache lesen und sprechen kann?


    Aber vielleicht ist das bei Hunden nicht wie bei Menschen, dass die sich ohne menschliche Zuwendung falsch entwickeln, weil sie eben den Menschen als Hauptbezugsperson haben und sich da fast gleich verhalten :???:

  • Veto.

    Im ausgangspost steht dieser Herr habe gesagt, dass ein Hund im Grunde keine Sozialkontakte zu Artgenossen benötigt.

    Nix mit "das sei schädlich".
    Dass dieser Herr das maximal für kontraproduktiv hält(!), ist auch nicht mit der Aussage gleich zu setzen Sozialkontakte wären schädlich und ist dann auch ganz nebenbei bemerkt seine eigene Meinung - zumindest so wie es im Beitrag geschildert wurde.


    Und für die Frage, dass ein Hund keine Sozialkontakte benötigen würde, ist die Darlegung von "fremdkontakte benötigt er nicht, aber auf Kontakte im eigenen häuslichen Umfeld legt er wert" nicht am Thema vorbei.


    Also ja, wie ich bereits schrieb: Sozialkontakte - im Sinne von hundebegnungen draußen - sind mMn unnötig.

    Kann man machen, bringt aber mMn nichts - da ich den direkten Vergleich hab, auch oben beschrieben warum das meine Meinung ist.

    Vor hundebegnungen abschotten muss ich meinen Hund wegen der Erkenntnis trotzdem nicht?

    Der Herr hat selbst 2 Hunde und hat mit der TE die ja auch mit Hund unterwegs ist gesprochen, also kann er kaum der Meinung sein Kontakte zu Artgenossen wären schädlich.

  • In Rudel lebende Straßenhunde gibt es meines Wissens nach, aber nur bei den Pizzahunden von Bloch und selbst er sagte ja, dass das ein Phänomen sei, welches er nur dieserorts beobachten konnte.

    Was können diese Hunde, was Tandoori- , Tequila- , Döner- , Paella- oder Putinhunde nicht können?

  • Zitat von oregano

    Aber vielleicht ist das bei Hunden nicht wie bei Menschen, dass die sich ohne menschliche Zuwendung falsch entwickeln, weil sie eben den Menschen als Hauptbezugsperson haben und sich da fast gleich verhalten

    Doch, meine Beobachtung nach kann es bei Hunden, die ohne hündischen Kontakt aufwachsen, zu Fehlentwicklungen kommen. So zu erleben bei meinem Pflegeling, der blonden Katastrophe. Herr von und zu wuchs von Welpenbeinen an an einer Kette auf und bekam nach seiner Befreiung im Alter von etwa einem Jahr recht schnell den Stempel "artgenossenaggressiv", weil er alles fressen wollte, was nach Hund aussah.
    Als er bei uns auf dem Hof ankam, stellte sich bald heraus, dass der Kerl kein einziges Wort hündisch verstand und auch nicht sprach. So war jeder Artgenosse für ihn eine Bedrohung, da er einfach keine Ahnung hatte, was der von ihm wollte.
    Wir haben nach einer Weile an dem Thema zu arbeiten begonnen (vorher war ankommen, runterkommen, Menschen als Kooperationspartner akzeptieren dran), und man merkt immer mehr, wie der Blondling das neu gelernte Vokabular erfolgreich einsetzt. Das funktioniert natürlich nur bei bekannten Hunden, von denen er nicht gleich schon mal Prügel erwartet, und die auch Geduld mit ihm haben. Denn fließend spricht er noch längst nicht. ;)

    Mein Spinner ist ein grundsätzlich verträglicher Hund, der nur mit bestimmten Hundetypen zickig wird. Dennoch hat er recht wenig Kontakt zu Gassibekanntschaften, da bei uns hauptsächlich Hallosager und Tutnixe rumlaufen, die im Zweifel eben doch mal zuhacken, oder Halter, die mit einer fairen, unblutigen Maßregelung nicht zurechtkommen. Und damit meine ich nicht zwangsläufig meinen Hund als Maßregler. Spuk wurde von einer Dackelhündin völlig legitim drauf hingewiesen, dass sie nicht am Hintern abgeschnuppert werden will. Frauchen hat der Dackeline dafür den Karabiner der Leine an den Kopf gehauen.
    Da mit solchen Hunden und Haltern Kontakte oft eher stressig sind, beschränken wir uns auf wenige vernünftige Gespanne. Spuk ist aber auch eher ein Kandidat, der sich zwar schon mal über Kontakt freut, dann aber doch lieber mit mir interagiert.
    Er bekommt regelmäßig Kontakt, Gassigänge und auch mal Spieleinheiten mit den Hunden vom Tierhof, wo er mein Hilfstrainer ist. Auch da merkt man, dass der Kontakt inniger wird, wenn sich die Hunde besser und länger kennen. Mit Gina, der Schäferhündin, gehen wir seit über einem Jahr gemeinsam spazieren, so im Schnitt alle zwei Wochen, wobei wir sie mindestens einmal die Woche sehen. Im Lauf der Zeit hat sich eine Beziehung zwischen den beiden entwickelt, die man schon geschwisterlich nennen könnte. Sie orientiert sich sehr an ihm, und er spielt den großen Bruder, zeigt ihr, dass Traktoren keine hundefressenden Monster sind, und wenn sie in Stimmung sind, spielen sie auch mal ne Runde.
    Auch wenn Spuk draußen mit einem Hund ausgiebig gespielt hat (was je nach Sympathie durchaus spontan vorkommen kann), kommt er gern mit mir, wenn wir weitergehen, und fordert mich danach meistens auch noch begeistert zum Spielen auf. Ja, andere Hunde sind durchaus interessant, wobei sich der Kontakt meistens auf kurzes Begrüßen und dann im Umkreis des Neulings sein Ding machen beschränkt, aber er zieht schon den Kontakt zu mir vor. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass er von einem Zweithund profitieren würde, aber da das momentan einfach nicht drin ist, bleibt er Einzelkind und ist ziemlich offensichtlich nicht unglücklich darüber.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!