Ständige Anbaggerei von Leuten an Nilson...
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Irgendwie ist es doch unmöglich alle Menschen zu erziehen. Man kann einem Hund beibringen sich abzuwenden und wegzugehen, wenn Menschen ihn belästigen. Das ist auch viel nachhaltiger für die Personen, denn ein Hund, der bei Gegrapsche rumdreht und geht, ist enttäuschend.
Für den Hund hat es zudem den Effekt, dass er eine Handlung lernt, mit der er sich entziehen kann - das nimmt Stress. Hunde kommen selbst nicht auf die Idee bzw. es ist aus der Sicht des Sozialverhaltens eigentlich "Verboten", daher tun sie das nicht. Aber sie können lernen, dass die Regeln bei Menschen anders sind.
Wenn ich allerdings einen Hund an der Leine habe, der Angst vor fremden Menschen hat, dann setze ich mein Verbot unmissverständlich durch. Ohne Diskussion. Das muss man auch erst Mal üben - Grenzen setzen und durchziehen. So was lernt man z.B. in Selbstverdeidigungskursen. Das Auftreten spielt da eine große Rolle und es gibt Techniken und Wege.
Ich wüsste jetzt nicht wie ich Nilson beibringen nicht zu Menschen zu gehen
. Der ist viel zu freundlich, so wie ich halt. Ich hab schon gesagt, der nächste Hund wird ein Pitbull-Rottweiler
. Ich werde es aber jetzt mit blocken versuchen ggf. mit der hat Flöhe. Ansonsten kann das Unheil seinen Lauf nehmen und wenn er dreckig ist, darf er gerne gewisse Leute anspringen
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Ich bin halt zu lieb für diese Welt, das ist Problem. Ich wohne hier wo ich aufgewachsen bin, viele Leute kennen meine Famile und mich. Da ist die Hemmschwelle natürlich höher als bei ganz Fremden. - Vor einem Moment
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Hi,
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Meine Hunde sind auch alle sehr menschfreundlich. Mein Nian ist wie ein Retriever - schmeißt sich ran, springt hoch und so. Kann man trotzdem trainieren.
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Ich wüsste jetzt nicht wie ich Nilson beibringen nicht zu Menschen zu gehen
Schleppleine dran und wenn er hin will, drauftreten, damit er nicht weiter kann. Anschließend jede Umorientierung zu dir belohnen.
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und Nilson regelrecht gezogen damit er von unserem Nachbarn wegkommt.
Das würde ich nicht tun. Mit wegziehen erreichst Du nichts, sondern verursachst damit im schlechtesten Fall eher Gegenwehr und noch mehr hinziehen zur Person. Er lernt dabei nichts. Bring Nilson bei, dass er auf Dein Kommando weggeht oder weitergeht. Das dauert, das ist klar.
Obwohl ich freundlich sage, bitte nicht machen.
Und genau das würde ich mir komplett abgewöhnen. Zu diskutieren ist völlig sinnfrei. Mich haben ganz sicher schon ganz ganz viele Leute für total unhöflich gehalten. In solchen Situationen bin ich mit einem noch zu erziehenden Hund ausschließlich damit beschäftigt dem Hund zu zeigen, was ich in der aktuellen Situation an Verhalten wünsche und was nicht.
Ich kriege dann oftmals noch nicht mal mit, was die Leute reden. Geschweige, dass ich eine sinnige Unterhaltung führen könnte. Wenn mein Mann dabei ist, wahrt der das Bild der Höflichkeit und redet was mit den Leuten während ich versuche den Hund zu erziehen.
Irgendwie ist es doch unmöglich alle Menschen zu erziehen.
Und das finde ich den Satz des Tages. Was schon mit dem eigenen Partner nicht gelingt und sinnfrei ist, ist es bei fremden Leuten erst recht.
Fremde Menschen kann ich nicht erziehen. Ich kann aber meinem Hund beibringen in unterschiedlichen Situationen klarzukommen. So, dass es gesellschaftskonform und dem jeweiligen Hund angemessen ist.
Bei Tim muss ich da anders agieren, als bei Gino. Tim mag zwar Menschen auch sehr, ihm wird sowas aber auch schnell mal zuviel und er fängt dann an zu fiddeln. Tim musste lernen sich auch selber mal aus Situationen rauszunehmen. Und ich habe da immer einen Blick drauf. Und an mir kommt definitiv kein Mensch vorbei, wenn mein Hund hinter mir steht. Das hat auch noch nie jemand ernsthaft probiert. Wahrscheinlich ist mein Blick dann zu böse.
Solche Threads gibt es ja irgendwie zuhauf. Und der Tenor ist immer, dass alle Menschen doof sind und wie man andere davon abhalten kann den eigenen Hund anzufassen. Ich finde das schade.
Klar, es gibt Hunde, die nicht dafür gemacht sind, dass andere Menschen an ihnen rumtatschen. Meine Schäfis waren auch so. Meine erste Hündin war zwar vom Züchter, aber die Aufzucht lief suboptimal. Sie kannte nur das Hofgelände und hatte in den ersten 9 Wochen wenig Menschenkontakt. Sie hatte eine riesige Individualdistanz und ließ sich never von fremden Menschen anfassen. Sie hätte im Zweifel dann auch gebissen. Das konnte ich nur managen. Mein DSH Rüde mochte zwar Menschen und ließ sich auch streicheln. Aber im Hinblick auf den vorhanden Schutztrieb musste ich das immer im Auge behalten.
U.a. deswegen ist die Wahl beim 3. und 4. Hund auf den Pudel gefallen. Ich wollte Hunde, die ich mitnehmen kann. Aber auch die mussten und müssen das natürlich erst lernen. Pudel neigen zum extrem schnellen Hochdrehen. Hochdrehen heißt bei denen hopsen und gern mal ohrenbetäubend bellen. Wenn ein 63cm Hund hopst (und Pudel sind wie Sprungfedern, die hopsen auch mal 2m hoch), dann ist das nicht zwingend immer lustig. Ich hatte von so einer Hopsattacke mal eine ziemlich dicke Lippe und lockere Vorderzähne.
Ich finde Hunde verbinden Menschen. Sie bauen Brücken. Sie schaffen gute Stimmung. Sie schaffen Kontakte, wo üblicherweise niemals welche wären.
Wenn ich meine Situation letzte Woche am Edeka nehme (über die ich danach noch öfter nachgedacht habe). Mit diesen nach Pennern aussehenden Männern wäre ich normalerweise niemals ins Gespräch gekommen. Ich hätte Abstand gehalten. So habe ich festgestellt, dass der eine davon ein wirklich richtig gutes Fachwissen über Hunde hatte. Derjenige hat gelernt, dass es nicht Riesenpudel, sondern Großpudel heißt. Er hatte gefragt, ob der Begriff Riesenpudel richtig sei, von mir aus korrigiere ich da niemanden. Er weiß jetzt, warum es in den meisten Fällen ziemlich sinnfrei ist, die Wolle beim Pudel extrem lang wachsen zu lassen und dass man Pudel auch selber scheren kann. Das war tatsächlich ein richtig nettes Gespräch. Und die Seniorin am Tisch nebendran, die mit Rollator da war hatte leuchtende Augen, weil sie eine dicke Riesenschnauze auf dem Arm liegen hatte und die Krone wuscheln konnte.
Aber der Weg hin zu solch netten Situationen und Gesprächen ist erstmal etwas steinig. Auch Gino ist nicht gesellschaftskonform geboren worden. Der ist gehopst, hat frustgebellt, gezogen, hat fremde Taschen durchsucht und wollte Jackentaschen anknabbern, Rollatoren umschmeißen und fremden Menschen ins Gesicht springen. Aber ich finde, der Weg lohnt sich. Und der führt für mich nicht weg von fremden Menschen, sondern hin zu einem Hund, der mit Situationen umgehen kann. Ich finde das für den Hund netter und für mich sowieso.
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Aber nur um ins Gespräch zu kommen, muss mein Hund sich nicht betatschen lassen.
Mein Hund geht auf Menschen zu und möchte schnüffeln. Ansonsten sagt er: "gucken ja - anfassen nein".
Viele Hundehalter kennen wir seit Jahren aber anfassen ist nicht.
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Mein Hund geht auf Menschen zu und möchte schnüffeln. Ansonsten sagt er: "gucken ja - anfassen nein".
Ich rede hier aber von Hunden (und gehe bei der Rasse der TS jetzt auch erstmal davon aus), die es grundsätzlich gesehen mögen mit Menschen umzugehen und gestreichelt zu werden. Die einfach nur den entsprechenden Umgang lernen müssen.
Meine beschriebene Schäfihündin wollte auch nicht angefasst werden. Da gab es dann halt keinen Kontakt.
Aber wenn ich Hunde habe, die das grundsätzlich gesehen mögen und dafür geeignet sind, dann finde ich den Weg es ihnen beizubringen sehr viel angenehmer, als immer nur den Weg zu suchen andere Menschen abzuwehren.
Gino ist ein Menschenfänger. Für den wäre es tatsächlich eine extreme Beschneidung keinen Kontakt zu anderen Menschen zuzulassen. Er kann das super. Und er liebt das. Wenn er inmitten einer Menschenmenge ist, dann fühlt er sich wohl. Er ist hochmanipulativ und sehr schlau dabei. Hat gelernt wie er bei unterschiedlichsten Menschen an sein Ziel kommt. Aber er hat auch gelernt seine Ziele so umzusetzen, dass sie gesellschaftstauglich sind. Ich finde das für ihn schön, ich finde das für mich schön und ich finde das für andere Menschen schön.
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Oder noch direkter, grabsch den Nachbarn an.
Am Arm, Am Kopf, am Gesicht ... wenn er dich anmotzt ganz kühl sagen: "sie sahen so süß aus, da musste ich mal ungefragt anfassen"Ja geil, das werde ich auch mal ausprobieren.
Das Problem mit dem Angrabschen und Anlocken haben übrigens nicht nur Welpenhalter. Auch Heini-Halter.
Heini ist ja auch ein Hund, der alle Menschen liebt, aber das heißt noch lange nicht, dass ich alle Menschen liebe und ich kann da auch sehr direkt werden und den Kontakt zu meinem Hund verbieten.
Da habe ich kein Problem mit. -
Ich habe jetzt zugegebenermaßen nicht alles gelesen, aber es kann dir passieren, dass das niemals aufhört mich dem "och, ist der süüüüüß"
Bei uns ist ja in der Sozialisierung das eine oder andere schief gelaufen, weshalb ich zB Hundekantakt nur moderat bis gar nicht zulasse. Es gibt viele Halter, die das nicht verstehen (wollen). Anfangs habe ich mich noch gerechtfertigt und diskutiert. Heute sage ich einfach, dass ich das nicht will und Punkt. Alle anderen haben das einfach zu akzeptieren
Bei Nachbarn ist das vielleicht noch ein bisschen was anderes, weil man da ja nicht unbedingt Streitereien haben möchte. Aber ich würde an deiner Stelle schon vehement vertreten, dass du das nicht wünscht! Denen möglicherweise auch mit Nilson aus dem Weg gehen und wenn du sie doch mal triffst, dich interessant machen (tolles Leckerchen oder so). Anstatt ihn wegzuziehen lernt er vielleicht, dass bei dir dann was ganz tolles passiert
Ach ja: Streicheln haben wir so gemacht, dass ich die Menschen die es wollten gebeten habe, sich hinzuhocken und dann bin ICH mit Hund zu den Menschen hin und nicht die Menschen auf den Hund gestürzt... Der Hundi hat dann gelernt zu warten (oder hätte, wenn die liebe Sippschaft ihn nicht vermurkst hätte
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Und das finde ich den Satz des Tages. Was schon mit dem eigenen Partner nicht gelingt und sinnfrei ist, ist es bei fremden Leuten erst recht.
Fremde Menschen kann ich nicht erziehen. Ich kann aber meinem Hund beibringen in unterschiedlichen Situationen klarzukommen. So, dass es gesellschaftskonform und dem jeweiligen Hund angemessen ist.grundsätzlich ist das auch meine Philosophie, dass man sich selbst anpassen muss.
Zum Beispiel indem man die Leute blockt oder eben auch mal unfreundlich ist.
Dann verändert die sich deren verhalten ja auch AutomAtisch.Und obwohl ich weiß, dass ich andere nicht ändern kann, ärgere ich mich über so Damen wie auf der vorherigen Seite beschrieben, die so dermaßen übergriffig sind.
Oder wenn ich mich eben in meiner Wohlfühlzone verletzt fühle.ZitatIch finde Hunde verbinden Menschen. Sie bauen Brücken. Sie schaffen gute Stimmung. Sie schaffen Kontakte, wo üblicherweise niemals welche wären.
das auf jeden Fall.
Soviel Kontakt zu meinen Nachbarn hatte ich in 12 Jahren nicht, wie seitdem Alfi da ist (12 Wochen). -
Anschließend jede Umorientierung zu dir belohnen.
Und mit einem Wort belegen.
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