in der Nähe bleiben

  • Hallo liebe Leute,
    ich hätte mal eine Frage und hoffe das die hier rein gehört :)
    Meine Hündin ist jetzt knapp 6 Monate alt.
    Mein Ziel ist es , dass sie irgendwann frei neben mir herlaufen kann. Momentan machen wir das immer so, dass ich vorallem die ruhigen Abendstunden nutze um sie frei laufen zu lassen. Bisher ist es auch so, dass sie mir auf jedenfall folgt und selbst wenn sie mal stehen bleibt und schnüffelt oder ich die Richtung wechsele,sie immer hinterher kommt. Mein Problem ist jetzt aber dass der Abstand den wir haben, mir etwas zu groß ist und ich mir nicht ganz sicher bin wie man sinnvoll ein Kommando einführt,dass soviel heißt wie "bleib bei mir".Noch besser wäre natürlich eine Erziehungsmaßnahme,wie etwa bei der Leinenführigkeit wo man den Hund solange nervt bis er neben einem herläuft.
    Ich stelle mir vor das sie um die 3-4 Meter um mich herum geistert. Sie haut zwar nie ab und selbst wenn sie etwas interessantes sieht,wo sie hin will reagiert sie zwar kein Stück mehr auf den Rückruf aber sie bleibt zumindest in meiner Nähe und haut nicht ab.
    Meine Frage wäre nun folgende: Wie bringe ich meinem Hund bei möglichst selbständig in meiner Nähe zu bleiben.
    Ich habe mir mit dem Husky nicht die leichteste Rasse angelacht aber ich weiß das es sehr wohl möglich ist, den Hund dahingehend zu erziehen,ich brauch nur ein paar Tipps ;)
    Liebe Grüße Alaisa

  • Hm - also ohne dir zu nahe treten zu wollen... wenn du denkst, man bekommt eine gute Leinenführigkeit indem man den Hund so lange nervt, bis er neben einem läuft, dann solltest du dir nicht im Forum ein paar Tipps holen, sondern mit einem Trainer, der sich mit den Nordischen auskennt, gemeinsam trainieren. Denn ansonsten ist es mit ziemlicher Sicherheit so, dass dein folgsamer Begleiter bald über alle Berge ist. Es gibt keine Schablone, keinen "Knopf" am Hund, sondern man muss beim Training individuell auf Hund und Mensch eingehen. Es gibt viele verschiedene Ansätze und sie müssen zum Hund passen (tun lange nicht alle) und zum Menschen ebenfalls.
    Dein Posting liest sich dahingehend noch etwas (nicht bös sein) naiv, darum der dringende Rat: BEVOR der Hund die Erfahrung macht, wie cool es ist, alleine unterwegs zu sein (denn diese Erfahrung nimmt ihm keiner mehr und macht alles gleich 4x so schwer), arbeite gezielt und aktiv mit einem Trainer - und eben einem, der diese Rassen kennt UND kann.

  • Ich habe null Erfahrung mit Huskys, das vorweg. Meinen Aussie habe ich in der Flegelphase einige Monate an der 10m-Schlepp gehabt, seitdem hält er eigentlich automatisch diesen Maximal-Abstand ein.

  • Nimm doch einfach eine Schleppleine in der Länge, wie der Radius des Hundes sein soll und tritt immer dann auf die Leine, wenn das Ende bei dir vorbeikommt. Hund wird sich dann umdrehen, dann kannst du belohnen.

    Wenn du das eine längere Zeit machst, lernt der Hund erst gar nicht, sich außerhalb dieses klar abgegrenzten Radius zu verselbstständigen.

    Es ist immer leichter, erst gar nicht zu viel Freiheit zu geben, als nachher wieder Freiheit zu entziehen. Was er jetzt direkt richtig lernt, wird später weniger zum Problem.

    Gerade bei einer jagenden und zudem noch sehr selbstständigen Rasse, würde ich den Freiraum immer nur dann erweitern, wenn der Hund verlässlich ist und vermeiden, dass er die Erfahrung macht, dass er außerhalb deiner Reichweite sein eigenes Ding machen kann.

    Der Hund ist noch jung, der Jagdtrieb kommt ja erst noch. Von daher würde ich nicht zu früh zu viel Freiheit und freie Entscheidung geben.

  • Alles was ich schreiben wollte, als ich den Eingangspost gelesen habe, hat @gorgeous2000 schon geschrieben. ;) Genauso würde ich es machen.

    Newton hing die ersten 15 Monate seines Lebens größtenteils an der Schleppleine. Ergebnis: Er hat bis heute einen sehr sehr kleinen Radius. :)

  • es kommt auch drauf an, wie du vorhast den Hund später auszulasten. Nur im Umkreis von 3-4 Metern neben dir hergehen wird langfristig bei einem Schlittenhund nicht funktionieren, außer er ist aus reiner Showlinie, aber dann ist es eh kein Husky;-)

  • Newton hing die ersten 15 Monate seines Lebens größtenteils an der Schleppleine. Ergebnis: Er hat bis heute einen sehr sehr kleinen Radius. :)

    Ich denke das ist aber zum Teil auch Rassebedingt. Laila hing (außer in der Brut- und Setzzeit und während der Läufigkeiten) nie an der Schleppleine und hat einen winzigen Radius, ohne dass ich dafür viel trainieren musste.
    Bei einem Husky ist das wieder etwas anderes, die haben einfach einen etwas größeren Radius.
    Ich würde wie vorgeschlagen mit der Schleppleine trainieren. Allerdings nicht kommentarlos trauftreten, wenn sie zu ende ist, sondern "vorwarnen". Sprich irgendein Kommando einführen wie "Stop" oder "Warte"und dem Hund erst mal die Gelegenheit geben selbst anzuhalten, bevor man ihn Stoppt.

  • Ich stelle mir vor das sie um die 3-4 Meter um mich herum geistert.


    Das ist ja so nah dran, da kannst Du ja auch einfach die Leine dran lassen. Das hat ja mit Freilauf nix mehr zu tun.

    Ansonten: Wenn Du denkst, dass Dein Hund über "ich geh ihm auf den Sender" langfristig freudig Anschluss bei Dir suchen wird ... viel Glück. Gerade die eigenständigen Hundetypen lassen sich so was nicht lange gefallen und gehen dann halt einfach ohne den Nervfaktor Gassi. Womit sie auch recht haben. :D

  • Nimm doch einfach eine Schleppleine in der Länge, wie der Radius des Hundes sein soll und tritt immer dann auf die Leine, wenn das Ende bei dir vorbeikommt. Hund wird sich dann umdrehen, dann kannst du belohnen.

    Wenn du das eine längere Zeit machst, lernt der Hund erst gar nicht, sich außerhalb dieses klar abgegrenzten Radius zu verselbstständigen.


    Ich würde diesen Tipp nur nehmen, wenn du es ohne Trainer und mit im Zweifel lebenslangem Schleppleinenknast machen willst.

    Wenn man es einfach so macht, dann ist der Hund vor allem eines: Leinenschlau. Heißt: Der weiß genau, er kann nicht, wenn die Leine dran ist. Ist sie ab - adios. Gerade die Nordischen sind da sehr schlau.

    Ich würde eher jetzt nen Trainer suchen, einen Termin ausmachen - bis dahin an normaler Leinenlänge spazieren und einfach viel zusammen unternehmen - Balancieren, Sachen angucken, Tricks, etc pp. Welpen/früher Junghundkram eben.

    Es ist schon so, dass man mit Rassen die gern mit dem Menschen zusammenarbeiten wollen genug Arbeit mit Freilauf hat. Huskys sind noch einmal ne ordentliche Schippe drauf. Es ist nicht so, dass "normale" Hunde einfach bleiben und bei Huskys braucht man dann einen "Trick".

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