Erziehung/Ausbildung ohne Futterbestätigung

  • Ich würde nie schon von Anfang an irgendetwas ausschließen. Ich sehe es so, warum sich eine Möglichkeit verbauen, die richtig angewendet, einem das Leben und die Erziehung erleichtern kann? Was ich ablehne ist, das ich zum futterautomaten werde oder besteche, statt belohne.
    Meine Hunde wollen bei der "Arbeit" und im "Sport" nicht angefasst werden, somit empfinden sie streicheln in diesen Bereichen als Zumutung und nicht als Lob.

    Ich mache mich aber von leckerlies nicht abhängig, variiere Belohnungen und bin flexibel beim belohnen.

    Den Aufbau des alltagsgehorsams mache ich beim junghund gerne mit Futter, aber relativ schnell wird das mit Futter belohnen weniger. Bei meinen rassen geht das.

    Hüteausbildung ist gänzlich etwas anderes.

    Lg

  • Grinsekatze,
    ich habe mal einen Screenshot von deinen Beleidigungen und Unterstellungen gemacht.

  • Ich würde nie schon von Anfang an irgendetwas ausschließen

    Genau so sehe ich das auch.

    Was ich ablehne ist, das ich zum futterautomaten werde oder besteche,

    Nein, zum Futterautomaten werde auch ich nicht; ich differenziere und entscheide meine Leckerligabe,

    ich mache mich aber von leckerlies nicht abhängig, variiere Belohnungen und bin flexibel beim belohnen.

    Genau so, sehe ich das auch. Es ist alles in einem Verhältnis "geben" und "nehmen" zu sehen.

  • Ich würde nie schon von Anfang an irgendetwas ausschließen. Ich sehe es so, warum sich eine Möglichkeit verbauen, die richtig angewendet, einem das Leben und die Erziehung erleichtern kann?


    So sehe ich es auch und ehrlich? Abgesehen von 'ICH kann das auch anders' oder 'das ist mir zu bloed' faellt mir absolut kein Grund ein, wieso man noch vor Einzug des Hundes beschliesst xyz nicht anzuwenden...

    Ich habe absolut kein Thema damit die Bestaetigung dem Hund anzupassen, im Gegenteil.
    Ich hab das z.B. mit Pan und der Kleinen. Pan hat von Anfang an keine 10% von dem Futter gefressen, welches auf der Faehrte lag und auch im Alltag war Futterbestaetigung nicht wirklich hochwertig fuer ihn. Also durfte er (nach einem Fehler) das Futter auf der Faehrte liegen lassen (das suchen ist hochwertiger fuer ihn) und im Alltag gab es Beute und kleine Jagdspiele.
    Die Kleine wurde im Grunde komplett mit Beute aufgebaut im Fuss, weil Futtertreiben nicht ihr Ding war.

    Aber von Anfang an etwas an Bestaetigung ausschliessen? Nope.

  • Wenn das simpelste Trockenfutter aber schon reicht, um den Hund drüber zu bringen, sprich er nicht mehr denken kann, weil selbst dieser Staubkorn an Futter noch sooo hochwertig ist, dann muss man ja sich was suchen, was nicht so hochwertig ist. Gibt ja auch genügend Hunde, die keine Wurst kriegen dürfen in manchen Situationen, weil es ihnen sonst das Hirn wegballert.

    Genauso mit der Idee, mal werf ich die Frisbee, mal nicht. Mein erster Hund hat ein einziges Mal in einer Einfahrt ne Katze gesehen, die weggelaufen ist. Er ging nicht hinterher, im Grunde war nichts aufregendes da dran. Trotzdem ist er jedes Mal bei dieser Einfahrt gucken gegangen, ob da nicht die Katze ist. Auch 4 Jahre später noch.
    Durfte der also einmal auf einer Wiese einen Frisbee holen, dann hätte er jedes Mal bei der Wiese Theater gemacht.

    Meine kriegen sporadisch mal was, manchmal belohne ich ein simples Sitz, manchmal auch nen ganzen Spaziergang gar nicht mit Futter. Ich hab irgendwo tief in der Jackentasche ne Handvoll Trockenfutter und davon gibt es manchmal was, manchmal auch nicht.
    Und genau dieses gegen anstinken gegen Wild etc. Problem hat mich davon abgehalten, das via Superbelohnung zu üben.

  • Dann kann der Hund auch lernen, dass der Affentanz sich nicht lohnt. Dauert halt u.U. etwas.
    Meine im Bezug auf Beute gestoerten Damen duerfen auch nicht austicken, nur weil ich nen Ball o.ae. in der Hand habe ;)

  • Einfach dem Hund anpassen. Hudson haute es früher bei futterbelohnungen häufiger mal das Hirn raus, mit der Zeit hat er gelernt, dass hirnloses gehampel, Gezappel und generve, das Gegenteil bewirkt. Es war harte Arbeit, er ist eh immer schnell drüber, aber seit einigen Jahren, kann man mit futterbelohnungen mit ihm arbeiten, ohne das ich einen Anfall bekomme und er hirnlos durch die Gegend ballert.
    Aber z.b. in der uo, musste ich andere geschützte auffahren und konnte nicht nur über futtertreiben arbeiten. Gibt ja noch andere Möglichkeiten der Bestätigung.

    Wie gesagt, abhängig machen von der futterbestätigung widerstrebt mir, aber in der uo futtertreiben, oder mal einen Keks springen lassen, weil der Abruf vom Reh super lief, warum nicht? Warum nicht nutzen? Dosiert und angepasst. Den Hund für jeden Pups und jeden Atemzug mit Futter vollzustopfen, ist ja absolut nicht nötig.

    Meine Hunde finden es jedenfalls super, wenn es alle Jubeljahre auf dem gassigang mal Kekse gibt. Ist so selten der Fall, weil ich meist im Stress bin und oft froh bin, dass ich keinen der Hunde vergesse und es kaum schaffe für jeden Hund eine Leine mitzunehmen.
    Leckerlies vergesse ich oft (sogut wie immer).

    Nur für'n hundeplatz da habe ich immer einen trofu Sack im Auto, als guti. Den fahr ich spazieren, damit ich die leckerlies nicht vergesse. :ops:

    Lg

  • Im Endeffekt finde ich das die Belohnung auch zum Menschen passen muss. Ich bin keine die voller juchuuuuuu über die Wiese rennt - das passt nicht zu mir und wirkt dann auf meinen Hund nicht echt. Abgesehen davon das Belohnung für den Hund das ist was er mag und was in dieser Situation passt. Belohnungen können so vielfältig sein, da gibt es viele Wege.

    Jeder so wie er mag. Wenn mir einer sagt "Dein Hund schaut ja nur nach leckerlies " und gleichzeitig sehe ich seinen Hund der nur Augen für den Ball hat .... wo ist da der Unterschied ? Wenn allerdings die Belohnung das ausbleiben der Strafe ist dann ist mir ein Leckerlieregen lieber. Wobei auch die Belohnung mit Futter etliche Facetten hat xD

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