Was, wenn es zum Supergau kommt?

  • dass in Aachen bereits Jodtabletten eingelagert sind

    Conny, das ist bereits seit vielen Monaten so - davon wurde mir bereits voriges Jahr etwa um diese Zeit erzählt und im Mai diesen Jahres, als ich da war, war das Thema auch wieder auf dem Tisch. Die Situation ist also im Grunde genommen gerade nicht akuter oder aktueller als vor einiger Zeit. Vermutlich hast du es aber jetzt erst erfahren.

    Je nachdem, wann eine Lage akut wird, hätte ich sogar für mehrere Monate Futter für die Hunde vorrätig - wenn ich von Deutschland zurückkomme, bring ich immer Futter für 6 Monate mit. Allein Wasser würde schwierig, wir brauchen an warmen Tagen täglich zwischen 400-500 Litern, das kann man schwerlich für einige Wochen einlagern.... und am Keller fehlts uns grundsätzlich, egal ob mit oder ohne Fenster...

  • Es kann ja nicht sein, dass es keine Vorsorgemaßnahmen für die Tiere gibt und ich hoffe, die TÄ kann mir da weiter helfen.

    Natürlich kann das sein - die Priorität liegt ganz klar bei der Rettung von Menschenleben, das ist auch richtig so, und Herausforderung genug für den Staat/die Gemeinden.

    Ich lebe im Perimeter 2 eines ältlichen AKWs und habe daher die Jodtabletten von der Gemeinde erhalten. Müsste mal nachschauen, die alten dürften auch noch wo sein (KI wird so schnell nicht schlecht), da könnten sicher die Hunde eine halbe kriegen. Den Nutzen klassiere ich eher in der Kategorie der offiziellen "Kragen und Kapuze hochschlagen"-Empfehlung aus dem kalten Krieg bei Detonation einer A-Bombe, die mich nicht pulverisiert.

    Ich mache mir auch eher Gedanken über wahrscheinlichere GAUs. Wenn wir einen AKW-Super GAU überleben, wird das die Hund aufgrund ihrer eh geringeren Lebenserwartung eher weniger treffen als mich, mal ganz sachlich gesagt.

  • Wenn ich mich an Tchernobyl erinnere. Damals waren wir froh einige Lebensmittel im Haus zu haben.
    Bei Regen nicht raus, kein Obst und Gemüse mehr aus dem Garten, Sand in der Sandkiste austauschen und noch so einiges mehr.

    Heute haben wir TroFu für 4 Wochen im Haus, Nudeln, Wasser und Reis für 2-3 Wochen, Batterien und Dosenzeug. Ist auch mal super praktisch wenn man mit Grippe oder Bruch flachliegt. :ill:

    Wer erinnert sich noch an Tschernobyl und hat das wirklich hautnah mitgekriegt? Die Bedrohung war real und hautnah! Ich war seinerzeit in Berlin und ich war schwanger! Furchtbar! In Berlin standen wir in an der Apotheke Schlange für Trockenmilch... In meiner Uni bin ich zum Physikdozenten und wir haben mit dem Geigerzähler die aktuelle Belastung gemessen. Eine ganz furchtbare Zeit!

    Was haben wir daraus gelernt? Atomkraft, nein danke?

    Ich habe Biblis um die Ecke, abgeschaltet, na und? Das Risiko ist allgegenwärtig... Beim Gedanken daran geht es mir sehr, sehr schlecht...

    Bea

  • Ich erinnere mich gut an Tschernobyl und habe es Hautnah mit bekommen....
    Wir waren so "verseucht" aus Angst vor nuklealen Strahlungen (kalter Krieg, was tun, wenn es zum Erstschlag kommt...), dass die Bedrohung irgendwie täglich präsent war in meiner Jugendzeit.
    Aber das bedeutete irgendwie hauptsächlich: Lebe Dein Leben im JETZT!

    Tschernobyl hat mich genauso geschockt wie alle anderen....
    Und dann aber nach "The Day after" und "So laßt und denn ein Apfelbäumchen pflanzen" etc überrascht, dass nicht die halbe Menschheit ausgelöscht war (ZUM GLÜCK!!!)

    Die Angst vor atomaren Strahlungen ist bei mir in etwa so stark wie die Angst vor einer Massenkarambolage hier im Dorf, oder wie die Angst vor einem Sternenregen, der die Erde in eine andere Umlaufbahn schießt.

    Es gibt soooo viele Gefahren auf dieser Erde, wir müssen und können damit leben.
    Ich verschwende keine wertvolle Lebenszeitmehr damit, mir Gedanken zu machen um Dinge, die ich nicht ändern kann.

    Ich beziehe Stom von einem Anbieter, der teurer ist als ich Strom bekommen könnte, aber dafür eben ohne, dass dieser Anbieter Atomstrom nutzt (es zumindest behauptet, wer weiß schon, was durch die Kabel fließt...) Ich sehe zu, möglichst wenig Strom zu verbrauchen.....

    DAS sind Dinge, an denen ich selber schrauben kann. Alles weiter liegt außerhalb meiner Macht und passiert so, wie es eben passieren soll.....

    Ich habe einige Jahre mit Brokdorf um die Ecke (5km Luftlinie) gelebt, das marode Brunsbüttel ist ziemlich nah.....

    Dadurch lass ich mir das Leben, was ich habe, aber nicht vermiesen!
    Dafür habe ich genug andere, momentan realere "Alltags"Probleme.

  • @ cinnemaus,

    darf ich fragen wofür ihr sooo viel Wasser am Tag benötigt? Habt ihr eine Farm oder ähnliches?

    Ansonsten, ich mache mir über sowas keine Gedanken, es gibt ein paar kleine Dinge, wie z. B. eine Hundebox im Auto mit Fluchtür (habe ich auch schon mal gebraucht nach nem Unfall) aber gegen Naturkatastrophen oder auch solchen wie Kernkraftwerke ist man machtlos.. ich kann mich auch noch an Tschernobyl erinnern - und wenn man die Bilder von dort heute sieht oder auch Fukushima ist es furchtbar, und ich bin sicher einmal Jodtabletten nehmen reicht da nicht, das ist von der Regierung ein Vorlügen von angeblichem Herr über die Lage sein.. Die Atommoleküle sind ja nicht nur einen Tag in der Luft etc. die lagern sich ÜBERALL ab, und das für Jahrzehnte..

    Lg

  • Ich würde mir allerdings wirklich nicht zu viele Sorgen machen. Tschernobyl war ein Einzelfall mit einem furchtbaren Konstruktionsfehler, der nur von einem Ingenieur gemacht werden konnte, der keine Ahnung hatte wie Schwerkraft funktioniert.

  • Ich verschwende keine wertvolle Lebenszeitmehr damit, mir Gedanken zu machen um Dinge, die ich nicht ändern kann.

    Das ist richtig und ich verschwende daran auch keine kostbare Lebenszeit, nur ist die Gefahr vorhanden....
    Tschernobyl habe ich auch noch im Kopf, zumal ich damals in Bayreuth war und dort war die Verstrahlung sehr viel stärker als hier in NRW.

    Gestern sprach ich mit einer Nachbarin, die zum Zeitpunkt des Gaus in Tschernobyl noch in Masuren lebte. Sie ging damals noch zur Schule und alle Schulkinder bekamen an mehreren Tagen irgendein Zeug zu trinken, vermutlich etwas mit Jod. Jedenfalls ist diese Nachbarin wohl auf .

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