Da muss er durch oder geduldig beibringen?

  • Ich bringe alles was der Hund können muss adäquat bei. Mag am Anfang gedauert haben, weil ich zu wenig Ahnung hatte. Nun geht das alles ganz fix.

    "Da muss er durch" ist für mich Notfall-Management und keine Trainingsmethode.

  • Bei manchen Sachen kommt man bei bestimmten Hunden nur weiter, wenn er "da durch muss", da hat man teilweise eher Rückschritte wenn man das mit Leckerlies und gut zureden trainieren möchte.

  • Ich habe Aussies, sagt wohl ziemlich alles. Wobei ich beides mache. Beim kelpie ist "da musst du durch" kontraproduktiv. Sie mag keinen Zwang und es wird nur schlimmer, allerdings kommt sie auch nicht mit "ich clickere jeden Atemzug" zurecht. Bei ihr mache ich eine Mischform. Die funktioniert bei meiner Aussiehündin auch super.
    Beim alten Hudson gilt "wer sich ziert, verliert!" Sobald du mit dem diskutierst, hat er Argumente und dann kommst du Jahre nicht von der Stelle. :ugly:
    Ich habe versucht ihm die box schön zu clickern, innerhalb von 5 Monaten steckte er seinen Kopf hinein, um den sofort rauszuziehen um seinen Keks zu bekommen. Sehr produktiv. Es ging echt keinen cm weiter. Irgendwann hatte ich keinen Nerv mehr, Hund rein in die box, Tür zu. Hund einmal um Ruhe gebeten und Hund rollte sich zusammen und schlief. Von da an, hat er noch 3-5 mal die Click-Keks Masche probiert, ließ sich aber auf "geh box" von der Richtigkeit meiner Ansage überzeugen. Er geht teilweise zum schlafen in selbige und findet Boxen durchaus ok.

    Hier gibt es Dinge die langsam aufgebaut werden und welche die mit "da müssen sie durch. Das Leben ist kein ponyhof" "trainiert" werden.
    Eines nehmen meine Hunde krum bei egal welchem Training, nämlich wenn man sich verstellt, wenn man zögerlich etwas macht, wenn man nicht man selber ist. Damit kommen meine Hunde gar nicht gut klar. Nur Hudson dem ist das Recht Wurscht, der ist aber auch so sensible wie eine Dampfwalze. :hust:

    Lg

  • Für Layla ist der Maulkorb keine wirkliche Einschränkung, obwohl ich den nicht mit Tralala auftrainiert hab.

    Es ist einfach ein Teil von ihrem Leben, das ist wie eine Brille tragen beim Menschen. Das vergisst man irgendwann einfach, dass
    man das auf hat.

    Dieses ''augen zu und durch'' klingt hier bei eingen so, als würde man sich einen Ringkampf mit dem Hund haben und den mit vollem Körpereinsatz zu Boden drücken, um den Maulkorb auf die Nase zu drücken.

  • Also Dinge wie Aufzug fahren oder sowas ergaben sich spontan.
    Sie ist kein Fan von Aufzug fahren, geht aber brav mit rein und gesittet wieder raus.
    Da mache ich kein Tantam drum, auch wenn sie sich jetzt nicht soooo wohl fühlt dabei.

    Und bin mir sicher: würde ich sie sachte an einen Fahrstuhl gewöhnen, bekämen wir sie erstmal gar nicht mehr rein.
    Weil sie merken würde, sie hat ein "Mitspracherecht".

    Da wir sehr selten Aufzug fahren, muss sie wenn, dann eben da durch.

  • Bei Dingen, die in unserem Alltag laufend vorkommen, gab es kein behutsames Ranführen. War aber auch nicht nötig. Newton ist vom ersten Tag an Aufzug gefahren, war mit im Café, mit beim Besuch bei Freunden und Familie, etc. Ging immer ohne Probleme.

    An die Box und den Maulkorb habe ich ihn allerdings langsam herangeführt, weil er beides am Anfang nicht so prall fand.

    Wobei man mit einem Labrador da halt auch echt in einer Luxusposition ist. Ich glaube, viele andere Rassen hätten das eventuell nicht so mir nichts dir nichts mitgemacht.

  • Da es hier in 35 Jahren Hundehaltung erst 1x nötig war, dass einer unserer Hunde einen Maulkorb anziehen musste wegen einer Schifffahrt, trainiere ich sowas nicht.

  • Bei mir ist es in knapp 3 Jahren Hundehaltung mit einem Kleinhund schon 3x vorgekommen :D Ist jetzt auch nicht sonderlich oft, deswegen ist der Maulkorb auch nur so traniert, dass sie ihn kurze Zeit ok findet (Bergbahn fahren, öffentliche Verkehrsmittel mit Maulkorbpflicht). Damit Gassi zu gehen findet sie immer noch uncool, aber da wir das nicht brauchen, trainiere ich da auch nicht dran. Bräuchten wir das, würde ich trainieren.

  • Ich mach das auf beide Arten, eben, wie die meisten auch schreiben, je nach Situation.
    Bei meinem Mörbchen ist es meist auch viel wichtiger das ich die Situation gelassen hinnehme als das ich da drum rum clicker oder so. Da ist schon teilweise eine gesteigerte Aufmerksamkeit meiner seits das bisschen zu viel. Oder ich lenk seinen Fokus nochmal extra auf die Situation/den Gegenstand und er kann sich da schön reinsteigern.
    In von mir als ungefährlich eingestuften Situationen muss der Hund also 'da durch'.


    Und weils u.a. um den Maulkorb ging:
    Den hab ich übrigens so auftrainiert das Knightley erstmal einen Halti auf hatte. Der ist super leicht. Da durfte er einfach nicht dran und wir haben uns ansonsten verhalten wie immer. Hab da nix groß schön gefüttert.
    Den Metallkorb hat er gehasst (passte auch nicht gut), den jetzt aus Biothane findet er aber nicht schlimm. Beide hab ich 'einfach' drauf gepackt und raus. Gespielt, gefressen damit, getan als wäre er nicht da, Spaß zusammen gehabt, alles gut.

    Fand und find nur wichtig das der Hund den nicht nur in blöden Situationen auf hat, egal wie auftrainiert.

    Und auch wenn z.B. Knightley beschwichtigt wenn man uns trifft (weil das jemand erwähnt hatte), liegt das nicht an dem Körbchen, sondern an der Begegnungssituation. Könnte bei den jeweils gesehenen Hunden auch sein.

  • Und auch wenn z.B. Knightley beschwichtigt wenn man uns trifft (weil das jemand erwähnt hatte), liegt das nicht an dem Körbchen, sondern an der Begegnungssituation. Könnte bei den jeweils gesehenen Hunden auch sein.


    Ich hatte das geschrieben, es ging bei mir um mir bekannte Hunde, keine Hunde, die ich nicht kenne und unterwegs begegne. Deren Besitzer bestätigten auch, dass das am Maulkorb liegt und die den einfach scheiße finden.

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