Da muss er durch oder geduldig beibringen?

  • Kann da nur empfehlen mit Mauli drauf mit dem Hund zu spielen. Falls da nicht eh schon was gemacht wird oder so.

    Was spielst du denn dann mit dem Hund? Wenn ich mit Betty spiele, dann nutzt sie ihr Maul dazu, Zergeln, Kuscheltier werfen und zurück holen, mit den Maul und meinen Händen rangeln und sowas. All das würde sie wieder daran erinnern, dass da der Maulkorb störend im Weg ist und dass sie gar nicht richtig spielen kann. Abgesehen davon, dass ich sie schlecht zum spielen animieren kann, wenn sie gerade irgendwas doof findet und sich unwohl fühlt. Dafür ist sie nicht spiel-geil genug.

  • Ganz beliebt Futterrollen, Suchen, mit Frauchen um die Wette laufen, etwas Raufen dabei und natürlich so Sachen wie quer durch den Wald 'hüpfen', irgendwo drauf oder drunter. Auch Tricks und UO (was ja auch nur Tricks sind) findet Knightley super. Er lässt sich aber wirklich auch mit allem für alles begeistern. :D
    Mit dem Schwesterchen spielen steht auch gaaanz hoch im Kurs. Dabei brauch er kein Körbchen, aber immer mal wieder bleibts drauf, nur so quasi.

  • Futterrollen

    Was meinst du damit, Futter auf dem Boden rollen? Liebt Betty aber mit Maulkorb findet sie das voll scheiße, weil der Maulkorb einfach stört um ans Futter ranzukommen und sie wieder dran erinnert wird, dass das Ding scheiße ist. Rennspiele ist das einzige, wo sie das Maul nicht einsetzen müsste, aber dazu kann ich sie nicht animieren, wenn sie sich unwohl fühlt.
    Tricks ausführen geht hingegen (fällt für mich aber nicht unter Spielen). Das ist auch das einzige, was wir dann mit Maulkorb machen, wenn ich den mal beim Gassi gehen aufsetze und ihr den mal wieder schmackhaft machen will. Aber sobald ich aufhöre zu tricksen und einfach so Gassi gehe, werden die Ohren wieder angelegt und sie klebt an mir und verhält sich gehemmt. Wir müssten das wirklich richtig intensiv und täglich üben, einfach nur draufsetzen und ein bisschen spielen / tricksen und dann wird das schon, geht hier nicht.

  • Ja genau. Ich roll das, bzw werf das irgendwo lang oder ins Laub. Knightley hat anfangs auch länger gebraucht Futter mit Korb aufzunehmen, aber inzwischen ist er da echt zackig. Kommt natürlich auch ein wenig auf die Art des Maulkorbs an. Klar.
    Wenn wir mit Korb Tricksen dann meist bekannte Sachen und dann gibts ein gerolltes Futterstück, oder wir rennen zwischen durch oder so. Also mit schön Aktion und quasi Zwischenstops mit Übungen/Tricks um auch Spannung aufzubauen z.B.

    Knightley trägt seinen Korb aber auch fast immer. Denk das spielt auch ne große Rolle.

  • Meinen gruselt es eigentlich vor nichts wirklich.
    Etwas vorsichtiger war er beim ersten Mal Wackelbrücke,
    Gittertreppe oder Glasaufzug, da stutzte er und machte große Augen. Ich mache es dann einfach
    so, dass ich ihn warten lasse und selbst vormache, dass
    nichts passiert. Dann gehts mit aufmunterndem "Komm
    vorwärts" voran, mit viel Stimm-Lob in/ auf das Ding,
    drin/drauf gibts Futter & gut.
    Maulkorb brauchte ich einmal für ne weitere Zugfahrt,
    den hab ich abschnuppern lassen, ein Lecker rein gelegt,
    ihn gelobt. Dann angezogen & gefreut wie jeck, Leckerli
    rein & fertig. Er hat es direkt akzeptiert.
    Box ebenso, kannte er 7 Jahre nicht. Für eine lange
    Autofahrt mit Freunden musste es aber sein. Am Tag
    vorher 1x gezeigt, bisschen Futter rein geworfen, er latscht
    rein, noch ein bisschen gefüttert & gelobt, Tür zu,gefüttert, Bleib da.
    Kippe geraucht neben dem Auto, Hund schiebt sich schon
    sein Nest zurecht. Am nächsten Tag ohne Probleme rein &
    3 Std ruhig drin geblieben. Ausgeschlagen ausgestiegen.
    Mit ihm funktioniert freundliches Überzeugen ohne Druck sm besten und kein zu großes Getue um irgendwas.

  • Also bei uns ging das mit Mauli drauf und los gar nicht. Bei einigen geht's bei anderen nicht.
    Für Duke war der Mauli shit, hat aber damit zu tun, das er an der Schnauze schon einiges durchgemacht hatte. Anfangs ging er immer ganz geduckt, legte die Ohren an und bewegte sich nicht mehr. Somit habe ich den erst mal kleinschrittig aufgebaut. Es ging dann, war aber immer noch nicht optimal. Bis ich dann nen anderen Mauli kaufte, mit extra dicken Polster. Wieder aufgebaut und heute klappt es tiptop. Klar in Stresssituationen nervt ihn der, aber das ist normal. Er ist halt keine coole Socke, bei der Art von Hund das dann auch mal mit der Hauruck Methode klappt.
    Es variiert von Hund zu Hund.

  • Mir selbst liegt beim Training die Gewöhnung deutlich besser als "Da muss er durch!", wobei die Gewöhnung auch nicht unbedingt in Microschritten vorgehen muss. Das passe ich ganz und gar dem jeweiligen Hund ud der Situation an.
    Mein Kangalmäuschen muss bei mir nirgends durch, außer, es ist medizinisch jetzt in diesem Moment gerade notwendig, wie beim Versorgen von Wunden, Ohrmilbenmittel draufpacken oder so was. Ansonsten mache ich alles, was sie neu lernt, vorsichtig und auch in ihrem Tempo. Okay, sie ist auch ein Angsthund, da wäre alles Andere auf lange Sicht kontraproduktiv, da ich möchte, dass mir dieser Hund vertraut. Darf sie Dinge wie ausbürsten, Geschirr anziehen etc. in ihrem Tempo erlernen, sitzt das auch nachhaltig bei ihr drin.

    Meine eigene Angsthündin Senta lernte auch schnell und in ihrem Tempo, durch musste sie grundsätzlich bei allem, was den Tierarzt betraf, da ich sie trotz vieler Versuche nie so weit bekommen habe, dass sie dort keine Angst hatte. Da klappte "muss sie durch" aber aufgrund der Tatsache gut, dass sie mir blind vertraute.

    Pflegling Topi musste durchs Maulkorbanziehen durch, da er den gerade zu Beginn in diversen Situationen mal brauchte. Witzig findet er den Korb noch immer nicht, aber es geht halt einfach nicht anders bei einem Hund, der in bestimmten Situationen zupacken würde.
    Braucht der Hund den Korb nicht zwingend zu einem frühen Zeitpunkt, mache ich die Gewöhnung auch lieber langsam und positiv.

    Spuk hätte die Chance, vieles in Ruhe zu trainieren, er müsste wenig irgendwo durch, aber da er die meisten Dinge einfach so mitmacht, solange ich das mit ihm mache, trainieren wir eigentlich wenig. Die Maulkorbgewöhnung habe ich nicht mit anziehen und losgehen gemacht sondern schön langsam, weil ich wusste, dass ich dank unserer endlos genialen Schaffner in den ersten Wochen mit neuem Hund garantiert nicht dazu aufgefordert werde, ihm das Teil in der Bahn anzuziehen.
    Aber wenn ich dem Hund nen Body anziehen, eine Nikolausmütze aufsetzen, mit ihm Bus, Bahn oder Aufzug fahren möchte, dann macht er das einfach total cool mit, weil Frauchen schon wissen wird, was sie tut.

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