Leine lernen klappt nicht
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Nur mal für mich zum Verständnis, ich hatte noch nie einen Welpen: Einerseits legt man in dem Alter die Grundlage und andererseits lässt man den Hund dann aber doch ziehen?Das würde mich wirklich mal interessieren, wie andere das mit ihren Welpen gehandhabt haben. Gibt es auch welche hier, die es gleich von Anfang an gelernt haben?
Mein Hund läuft seit ca 3 Jahren "recht" gut an der Leine. Nun ist er ja auch erst 13 Jahre alt. :/
Unser Problem war ja nie der Hund, der nach vorne zieht, sondern das nach hinten ziehende, sich auf den Bauch fallen lassende, eigensinnige Hundemonster.
Da er aber viele Baustellen hatte, haben wir das immer wieder zurückgestellt.
Mein Vorhaben, bevor er irgendwann stirbt, lernt er das auch noch, habe ich erfüllt.
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Ich denke, ich habe es jetzt verstanden: Also wenn man so wohnt, dass man den Welpen viel ohne Leine laufen lassen kann, dann kann man die Leinenführigkeit ab Tag eins durchziehen und wenn man nicht so wohnt, ist man auf das "duale System" angewiesen?
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Jeder Hund ist verschieden, er eine lernt es schneller als der andere. Hier laufen alle Hunde am Geschirr und lernen recht fix das brave laufen an der Leine. Es wird weder am Halsband noch am Geschirr gezogen.
Aber ich hatte auch schon eine Hündin bei der es halt Monate gedauert hat, sie wurde auch nicht anders trainiert als die anderen Hunde, es fiel ihr nur schwerer. Nicht immer hat das etwas mit mangelnden Training zu tun und ich finde es auch nicht schön Haltern sowas vorzuwerfen.Welpen laufen hier möglichst viel ohne Leine, sie sollen ungestört ihre Umwelt erkunden und lernen auf den Menschen zu achten. Natürlich kommt die Leine an den Hund wenn Straßen oder Gefahrenquellen in der Nähe sind. Das gehen an der Leine wird langsam aufgebaut, das braucht eben Geduld. Das wichtigste ist das der Hund lernt NIE an der Leine zu ziehen und keine Erfolg mit dem ziehen hat.
Dual würde ich niemals arbeiten, warum dem Hund das ziehen erlauben bzw es beibringen. -
Ich denke, weil nicht alle so wohnen wie du. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich täglich fahren müsste, um einen Welpen hauptsächlich frei laufen zu lassen.
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Ich verstehe gar nicht, warum man immer so ganz selbstverständlich voraussetzt, dass ein Welpe, der keine Leine kennt, freiwillig locker dran läuft, als hätte er nie was anderes getan....
Ein Welpe muss erst mal LERNEN an einer Leine zu laufen. Ich habe damit immer sehr früh angefangen und zwar im Haus. Ohne Ablenkung. Von Flur in Küche und zurück. Dann im Garten. Von links nach rechts und zurück. Und danach in freier Wildbahn. Immer fein belohnt und irgendwann hat sich Hundi dran gewöhnt.
Würde ich in der Pampa wohnen, würden meine Hunde auch ohne Leine aufwachsen. Tue ich aber leider nicht, d.h. es gibt viele Gefahren und Reize, die ablenken. Ich gebe @RafiLe1985 recht und setze noch einen drauf: Meine Hundin kam im ersten Jahr nicht von der Leine. Freilauf gabs mit Schlepp auf gut überschaubaren Wiesen. So habe ich ihre Jagdambitionen in den Griff bekommen und einen wirklich guten Rückruf festigen können. Ich kann es jedem nur empfehlen, man vermeidet einfach die Situationen, in denen man hilflos dem davon galoppierenden Hund hinter her ruft, man kann sofort korrigieren und richtiges Verhalten belohnen.
Mir ging es auch hauptsächlich um den Sicherheitsaspekt und eher weniger um erzieherische Überlegungen. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass es tatsächlich Hundehalter gibt, die einen Hund von der Leine lassen, der nicht 99,9%ig auf den Abruf hört...
Letztens erst wieder erlebt auf Newtons Standardrunde. Da ist ein unbeschrankter Bahnübergang. Schon auf dem Weg dorthin hörten wir lautes Rufen. Wir überquerten dann (ich hatte Newton noch im Kommando), kommt uns ein Jack Russel entgegen und hinter ihm ein aufgebrachtes Frauchen. "Kommst du her, kommst du wohl her jetzt!" Sie hat sich die Seele aus dem Leib gebrüllt... Der Hund kam nicht; den hat das gar nicht interessiert...
Bei einem Welpen ist es vollkommen klar, dass er den Rückruf noch nicht sicher beherrschen kann, auch wenn er bei geringer Ablenkung quasi im Flug umkehrt. Kommt doch mal wider Erwarten eine starke Ablenkung, hat sich das mit der Abrufbarkeit... Was ich auch schon hatte... Wo ich GOT FROH war, dass die Schleppleine dran war... Wir waren am Seepark und liefen entlang einer Häuserreihe, die die Balkone zur Seeseite hat. Plötzlich fängt eine Frau auf einem Balkon an, ihre Teppiche zu klopfen. Newton hat sich so erschrocken (ich mich auch), wenn die SL nicht dran gewesen wäre, wäre er mir ab Richtung Straße (die zwar schon noch ein Stück weg war, aber trotzdem...).
Im Endeffekt war es so, dass ich Newton kurz vor Weihnachten 2014 mit 8 Monaten das erste Mal "offiziell" (ohne die Absicherung eines erwachsenen Hundes") von der Leine gelassen hatte. Ende Januar 2015 hing er dann schon wieder dran, weil es dann mit der Pubertät losging. Im Mai 2015 konnte sie aber schon wieder ab, weil der Grundstein aus Welpen-/Junghundtagen offenbar gut genug war. So war er im Endeffekt sein erstes Lebensjahr (mit einer kurzen Unterbrechung) immer an der Schleppleine.
Geschadet hat es ihm nicht. Im Gegenteil. Ich habe nun einen Hund, der 99,9%ig abrufbar ist, nicht jagt, trotz der vielen Reize (gerade im Frühjahr/Sommer) durchweg aufmerksam und ansprechbar ist und generell sehr gut im Gehorsam steht. Ich würde es beim nächsten Hund nicht anders machen. Man sagt nicht umsonst, ein Jahr Schleppleine sichere 10 Jahre Freilauf.
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Die duale Variante ist sicher eine, die gut funktionieren kann. Wir haben uns trotzdem dagegen entschieden, und wohnortbedingt musste Marley von Anfang an viel an der Leine laufen. Wir haben auch die "Stop&Go"-Methode genutzt. Das muss dann aber von beiden Besitzern konsequent durchgezogen werden! In eurem Fall würde ich, wie andere hier es auch schon empfohlen haben, die Leine positiv verknüpfen und mich dann für EINE Methode entscheiden, die dann auch BEIDE wirklich befolgen. Sonst macht ihr es euch und dem Hund nur unnötig schwer.
Wenn du einfach stehen bleibst und dein Welpe dann so rumspinnt, beruhigt er sich da eigentlich irgendwann auch wieder? Oder was genau machst du dann in den Momenten? Ansonsten: mach dir nicht so viele Sorgen wegen der Leinenführigkeit. Dein Knirps ist noch sooo jung... klar sollte man frühzeitig anfangen mit solchen Sachen, aber ohne Stress und Druck, sonst macht es weder euch noch dem Welpen Spaß

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Geschadet hat es ihm nicht. Im Gegenteil. Ich habe nun einen Hund, der 99,9%ig abrufbar ist, nicht jagt, trotz der vielen Reize (gerade im Frühjahr/Sommer) durchweg aufmerksam und ansprechbar ist und generell sehr gut im Gehorsam steht. Ich würde es beim nächsten Hund nicht anders machen. Man sagt nicht umsonst, ein Jahr Schleppleine sichere 10 Jahre Freilauf.
Genauso ist es und ich hatte Hunde, da habe ich es auch anders gemacht. End vom Lied war, dass mein Jungrüde in der Pubertät, bei dem ich der Meinung war er hört, auf einen ca. 500m entfernten Rentner zustürmte...das ist jetzt 15 Jahre her, aber es hat mich eins gelehrt: Der Hund darf gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, sich so weit zu entfernen.
Für mich war der verlässliche Rückruf eigentlich das wichtigste mit in der Erziehung, weil ich meinem Hund später den maximalen Freiraum gönnen will. Und da es in der Entwicklung des Hundes immer wieder Phasen gibt, wo die Ohren auf Durchzug stehen, ist dass unter Umständen ein langer Prozess.
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Na ja, was soll ich sagen: Wie hund an der Leine geht, hat Charly auch schnell gelernt. Das ist ja echt nicht kompliziert.
Aber, dass er auch unterwegs zuverlässig einigermaßen ordentlich ging, war eben erst viel später der Fall. Halt auch einer der vielen Labbis, die auf dem Hundeplatz super Leinenführigkeit zeigen, aber unterwegs, zB bei Sichtung von Spannendem, doch einen "gewissen" Zug entwickeln ... in reizarmer Umgebung ist vieles einfacher ... ;-) Da waren wir schon früh zufrieden.Denke, bei Hunden mit starkem Interesse an ihrer Umwelt, bleibt Ziehen nicht aus. Bei sturen oder ängstlichen Hunden, beobachte ich auch öfter, dass sie eher gezogen werden müssen. Bestimmt auch doof für den Halter.
Hmm...alle meine Hunde haben sich für die Umwelt interessiert....und gezogen werden musste keiner. Erst als sie alt und krank waren...aber da waren sie glücklicherweise auch tragbar.
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Ich glaube @charly2802 meint mit STARKEM Interesse etwas anderes als du ...
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So kann man sich das auch zurechtlegen.
Is halt besonders lebhaft das Hundili.
Unser Hund darf und kann zu 95% seit Welpe frei laufen. Weil wir so wohnen, dass dies gefahrlos möglich ist.
Und ja, ein solch freiheitsgewohnter Hund, benimmt sich an der Leine eben nicht immer vorbildlich. Er ist es gewohnt selbst zu entscheiden und das passt ihm dann nicht, dass das an der Leine grad nicht angesagt ist, sondern Halter entscheidet wohin und wie schnell es geht.
Und? Ich hätte auch keine Lust meinen Hund zwei Stunden am Tag an der Leine auszuführen. Weder in meinem Interesse noch schön für den Hund. Von daher beneide ich keinen, der seinen Hund überwiegend nur an der Leine führen darf/kann/will. Auch wenn der tausend mal brav mit tappt. Der kennt es ja nicht anders.
Und ich halte auch nichts davon, dass Hund erst dann frei laufen darf, wenn der Rückruf zu 99,9% sitzt. Wäre das umweltbedingt nötig, hätte ich erst gar keinen Hund.
Wir kommen auf jeden Fall gut zurecht - auch wenn Charly mal zieht, wenn was besonders spannend ist: ich halte die fast 40 Kilo, auch als Frau - der geht nirgendwo hin, wenn ich das nicht will. In der Stadt und unter Menschen läuft er einwandfrei an der Leine - und das genügt uns.
Wollte aber an dieser Stelle nur noch mal daran erinnern, dass es hier um einen 12 Woche alten Welpen geht, und der Themenstarter sich wundert, dass der noch nicht ordentlich an der Leine geht.
Da wird einfach zuviel erwartet. Ist ja noch ein Baby. Vielleicht sollte man sich in den Antworten darauf konzentrieren, statt Seitenhiebe zu verteilen.
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