Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil VI

  • hätt ich jetzt auch vorgeschlagen. ich meine, er ist ja auch noch jung und noch nicht fertig. vielleicht ist er einfach etwas unsicherer? wer weiß. würde mir eher nicht den kopf zerbrechen, sondern mehr schauen, was sich machen lässt/noch ändert und einfach schauen, wie er sich entwickelt. ;)

  • U und M: ist ja blöd gelaufen bei euch :(. Hoffentlich habt ihr bald eine (gute) Diagnose und könnt voll durchstarten!

    Caro: ich hab mich da auch schon furchtbar geärgert, wenn der Zwerg was gefressen hat. Aber eher über mich und weil ich mir auch so Sorgen gemacht habe. Hier hilft wirklich nur schneller als der Hund im Sehen zu sein. Aber manche hier trainieren ja das Liegenlassen von Essbarem, vielleicht können die Tipps geben?

    Oregano: so eine grundlegende Skepsis ggü anders ausschauenden Dingen finde ich jetzt nicht soooo komisch. Pudel sind ja doch eher sensible und aufgeweckte Tiere. Die Änderungen im Verhalten würden mich aber wohl auch irritieren. Da hat sich aber beim Zwerg hier viel getan im 2. Lebensjahr - so Umgebung ist ihr total egal, aber andere Menschen wurden immer beäugt. Da gabs dann richtige Misstrauensphasen, die dann mit der Zeit wieder abgeflaut sind. Vielleicht kommt das auch bei Frodo? Was sagen denn Pudelkenner?

  • @oregano Warum solltest du etwas falsch gemacht haben?

    Frodo ähnelt in mancherlei Hinsicht meinem Tim. Schade, dass du ihn nicht kennengelernt hast.

    Tim ist kein ängstlicher Hund, aber ein sehr sensibler und vorsichtiger Hund. Einer, der erstmal im Zweifel rückwärts statt vorwärts geht. Schlechte Erfahrungen speichert er schnell ab.

    Und so dumm ist sein Verhalten manchmal nicht. Gino geht immer vorwärts und sieht dann nach wo er reingeraten ist. Etwas was Tim nie passieren würde.

    Bei anderen Hunden habe ich mit Tim keine Probleme. Er ist unglaublich sicher im Umgang mit anderen Hunden. Was ich dem Umstand zu verdanken habe, dass er zum einen sehr viel Erfahrung mit anderen Hunden hat und dem glücklichen Umstand, dass er nie negative Erlebnisse mit anderen Hunden hatte.

    Tim liebt andere Menschen zutiefst. Hatte allerdings diverse Fremdelphasen, in denen ihn insbesondere einzelne plötzlich auftauchende Menschen verunsichert haben.

    Schnüffeln tut er allerdings extrem viel. :ugly:

    Ich habe immer versucht sein Selbstbewusstsein aufzubauen. Tim braucht Zeit. Jede Form von Druck und sei er noch so minimal in verunsichernden Situationen ist fatal (da habe ich im ersten Jahr einiges falsch gemacht, da ich so einen Hund nicht gewöhnt war). Er braucht die Zeit sich Dinge in Ruhe anzusehen und er braucht die Möglichkeit die Situation *selber* lösen zu dürfen. Gibt man ihm die Ruhe und Zeit dann bringt es ihm einen enormen Schub selbst Lösungen gefunden zu haben.

    Frodo ist so jung. Bei Tim merke ich jetzt mit 3 Jahren wie sicher er geworden ist. Er wird aber immer der Typ bleiben, der erstmal nachsieht ob eine Situation unbedenklich ist. Und Gino wird immer der Typ bleiben, der mitten ins offene Feuer rennt. xD
    Ist immer so die Frage, was die intelligentere Vorgehensweise ist.

    Was ich immer etwas schwierig fand und finde ist, dass Tim so schnell Negativerlebnisse speichert und verknüpft. Es gab beispielsweise mal die Situation als er knapp 1 Jahr alt war im Pflegeheim bei meinem Vater. Eine insgesamt extrem spannungsgeladene Situation, da mein Vater mehr oder weniger im Sterben lag. Ich bin mit Tim am Badezimmer im Zimmer meines Vaters vorbeigegangen. Meine Mutter war in dem Badezimmer. Tim war darauf nicht gefasst, hat sich extrem erschrocken und ist auf den glatten Fliesen schwer gestürzt. Ich habe aus Reflex die Leine festgehalten statt sie loszulassen (was mir heute noch entsetzlich leid tut). Er saß also in der Falle und kam nicht weg. Noch heute haben wir Probleme damit, wenn es irgendwo nach Altenheim oder Pflegeheim riecht.

  • Wie alt ist Frodo denn jetzt?

    Ich glaube, viel legt sich dann auch einfach mit dem Alter.
    Ich habe ja auch so ein Sensibelchen zuhause, aber sie ist mit der Zeit immer sicherer geworden. Anfangs beim Gassi gehen war mein Hund so schreckhaft, ich bilde mir ein, dass das dann mit den Läufigkeiten immer besser wurde. Kann aber natürlich auch Zufall sein.

  • Wir haben zumindest einen kleinen Teilerfolg gehabt heute Morgen :ugly:
    Ich erzählte ja schon gefühlt 1000 Mal, dass es zwei Hunde gibt, bei denen Holly (zu recht!) völlig ausrastet. Innerhalb von Sekunden tropft ihr der Schaum aus dem Mund und sie ist völlig im Wahn. Wo die kleine Assiperle sonst bei einem quer sitzenden Pups erst mit viel Vorlauf ihre imaginären Ärmel hochkrempelt und dann zum Angriff bläst, ist sie bei den Beiden sofort auf 180 :roll:

    Umso erfreuter war ich heute Morgen, als die beiden Herzchen direkt hinter uns zu ihrer Gassi Tour aufgebrochen sind. Alle drei Hunde führten sich auf wie Rumpelstilzchen, pöbelten, drohten und pumpten sich auf :lepra:
    Aber - nach kurzem Berserker Modus konnte ich den Arschkeks doch wieder ansprechen und davon überzeugen, dass sie doch bitte mit mir weiter gehen könnte. Zwar lief sie nur sehr zögernd, grummelte und schaute sich oft um, aber sie hörte und lief mit.
    Das ist ein Anfang! :p

    Die Beiden gingen mit ihrer Besitzerin lautstark über die Straße und überholten uns so, was bei Holly noch mal zu einem kleinen Aussetzer führte. Aber auch da blieb sie ansprechbar und ich konnte sie nach 1-2 Minütchen wieder komplett beruhigen. Immerhin!
    Gute 10 Minuten lang liefen die Hunde vor uns, teilweise gifteten sie auch mal in unsere Richtung - Holly blieb aber cool und ignorierte sie den Rest des Weges :applaus:
    (Und von einem Kanickel konnte ich sie auch abrufen. Gutes Gassi heute! :D )

  • Leia hat ab und an so Angstphasen, aktuell haben wir auch so eine. Blätter, parkende Motorroller oder Dinge die sonst nicht da stehen werden sofort angebellt und sie bleibt panisch stehen. Ich muss sie dann auch die andere Seite nehmen und langsam mit ihr dran vorbei.

    Sie war immer sehr aufgeweckt und freute sich über alle Hunde, seit dem sie aber von einem Staff angefallen wurde ist sie sehr unsicher, unterwirft sich schnell und legt oft die Ohren an und sucht Schutz bei mir. Gestern zum Beispiel trafen wir einen Golden und zwei Terriermixe die zusammen gehörten. Alle stürmten auf sie und beschnüffelten Sie von allen Seiten. Sowas fand Sie früher nicht schlimm, jetzt legt Sie die Ohren an und sucht Schutz bei mir.... Schade ich hoffe das wird wieder.

  • So rüpelig Tarek auch oft ist, so ein sensibelchen bleibt er ...

    Er kommt grad gar nicht damit klar dass ich auf 180 bin (es hat deftig mit der noch mitbewohnerin gekracht) ... er kam gar nicht runter, wusdte nicht so recht wohin mit sich ...

    Bin jetzt ne Runde spazieren gewesen und hoffe dass er jetzt alleine mit whyona schlafen kann (während ich im aquafit bin) ...

    Das kenne ich auch. Ich war letztens wieder mit Emil Fahrradfahren, da kommt von hinten ein Rentner und klingelt Sturm. Also nicht einmal, damit ich ihn wahrnehme, sondern zwanzigmal. und brüllt dann, ich soll den Hund beiseite nehmen. Ich bin abgesprungen, weil Emil mit eingeklemmter Rute nicht wußte wohin mit sich und habe dem alten Sack, als er vorbeigefahren ist so hinterher gepöbelt, wie ein altes Waschweib :mute: . Erst hatte Emil Angst wegen dem Geklingel und dann stand er da mit aufgeblasenen Backen und hat mich mit großen Augen angestarrt, wie ich dem Alten hinterher gebrüllt habe :shocked: .

    @U und M Oje, Euch beiden gute Besserung. Ist ja ätzend sowas.

    Ich war gestern mit Emil mal wieder zu einer Einzelstd., er dreht wirklich meistens ab und bellt, wenn man ihm zu viel Raum läßt. Wenn er arbeiten muss konzentriert er sich und ist total eifrig und hält die Klappe. Zu viel darf es allerdings auch nicht werden, dann bellt er irgendwann aus Überforderung :ugly: . Naja, einen leisen Hund werde ich nie haben.
    Die Trainerin ist jedes Mal begeistert wie intelligent er ist und wie schnell er neue Sachen kapiert. Als ich gestern meinte vllt ist er auch einfach zu schlau für mich, hat sie mir nicht widersprochen |) . Nun ist es also amtlich, bin zu doof für meinen Hund.

  • Nun ist es also amtlich, bin zu doof für meinen Hund.

    Dann schick ihn Brötchen verdienen und du beschränkst Dich auf Spaziergänge, buddelst im Garten und genießt die Sonne! :lachtot: So ein Hundeleben halt... :lol:

    @oregano Du machst mir nicht den Eindruck, als könntest Du Frodo keine Sicherheit vermitteln. Ich glaube, das wird alles noch... Er wird nie zum Terrier ( :hust: ), ist ja schließlich ein Pudelchen und damit etwas ( :hust: ) sensibler. Aber bestimmt wird er noch deutlich selbstbewusster und konstanter in seinem Verhalten.

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