Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil VI
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Hummel -
27. April 2016 um 10:20 -
Geschlossen
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Ich war auch die ganze Zeit so doof.
Als Balou vier, fünf Monate alt war, hat er mal einen Vogel gefangen. Er hat ihn mir dann gegeben und wurde dann gelobt. Ansonsten hat er als Welpe sowieso immer Vögel aufgescheucht, jagen will ich das noch nicht nennen. Und fliegende Blätter waren auch toll. Nun ja, da denkt man sich ja noch nix.@Eilinel hat den passenden Thread ja schon verlinkt...
Um ehrlich zu sein - ich persönlich glaube, dass es furzegal ist, ob man einen Welpen Blätter jagen lässt oder nicht. Wenn er wirklich Jagdtrieb hat, dann jagt der später so oder so wenn er etwas "richtiges" in erjagbarer Distanz entdeckt. Egal ob man vorher das Jagen von Blättern unterbunden hat oder nicht.
Das Jagen ist ein Trieb, der so tief verwurzelt ist - wenn es denn kein Spaßjäger ist - dass man das eh nicht "aberziehen" kann. Egal, was man tut. Was man tun kann, ist an der Impulskontrolle arbeiten. Er muss lernen es "auszuhalten". Das funktioniert auch, aber nicht (gleich) in allen Reizlagen.
Aber einer gewissen Reizintensität geht eh das Hirn auf Off und er reagiert nur noch. Ein echtes Agieren ist nicht mehr möglich. Und damit eben auch keine Erziehung oder Impulskontrolle.
Uns selbst wenn die Reizlage nicht hoch genug ist, um den Hund abzuschießen, bleibt immer noch die Frage, wofür er sich entscheidet. Jagen oder Frauchen und Belohnung abholen? Was ist wohl besser? Für einen Jungterrier mit Jagdtrieb keine schwere Frage... Weshalb hier zum Beispiel die Frage "Jagen oder Ärger bekommen?" besser greift.In gewissem Maße bleibt da nur Management. Und das bedeutet - Hund anleinen. Was wiederum den Hund extrem einschränkt, vor allem wenn man ein Energiebündel hat, wie es Felix eines ist.
Jaja, schwieriges Thema, was hier evtl. zu weit führt...
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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@whyona ich laufe bisher immer ohne Handschuhe
Auch mit der normalen Leine. Mit der hat er mich mal verbrannt 
Bei uns ist es lustigerweise umgekehrt. Im Wald ist er noch nie hinterhergegangen. Auf dem offenen Feld ist er weg.
Im Wald haben wir auch eher Rehe, keine Fasane und Kaninchen, und diese sind nie so nah an uns, dass ich ihn nicht bremsen kann. Im Feld stehen diese plötzlich zwei Meter neben ihm
Ja, der Thread mit seinen 418 Seiten bietet ordentlich Lesestoff. Wie gut, dass ich nun drei Wochen Urlaub habe

Auf der Morgenrunde haben wir nur Vögel gesehen. Balou hat aufmerksam geschaut und dann zu mir geschaut - sehr fein. Die Schlepp war aber natürlich dran - und das weiß er leider auch.

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Kurzer Zwischenbericht...es wird. Emil bellt weniger. Im Wald ist seit ein paar Tagen die Schleppe komplett ab, hinter anderen Hunden herbrettern macht er nur noch seeeehr selten, bei hoher Erregung (Spiel vorher, zB,), ansonsten wird Hallo gesagt und weiter gegangen. Allerdings nur in gewohntem Gebiet. Mit großer Gruppe Gassi ist noch immer nervig, nach einer halben Std. (bzw., wenn er alle kaputtgespielt hat) sind die Löffelchen weg.
Da drängt sich eine andere Baustelle in meinen Fokus. Er bellt Menschen an, die ihn ansprechen/angucken. Waren gestern auf dem B-day meines Schwiegervaters, beide Hunde dabei. Chica legt sich meist sofort völlig überfordert unter meinen Stuhl und läßt sich nicht mehr blicken, Emil wanderte in seinem Leinenradius herum und beobachtete. Ganz ruhig, ohne bellen. Soweit so gut. Nun reizt ein interessiert guckender Hund die Menschen dazu ihn an zu sprechen. "Ja, was bist du denn für ein Süßer" -
....quittiert wird diese unerhörte Frechheit mit knurren und bellen und vor- und zurückhopsen. Meine Trainerin sagt das darf ich nicht abbrechen, weil er sonst gar nicht mehr Alarm schlägt, sondern vllt direkt tackert. Allerdings habe ich vergessen zu fragen wie ich das ansonsten handhabe
. Hat jemand eine Idee für mich? Ich nehme ihn bisher zu mir ran und sage, dass alles in Ordnung ist, was ihn nicht wirklich beruhigt.
Und die Menschen erziehen, dass sie ihn nicht anquatschen, das hab ich schon versucht. Kapieren die nicht. Der typische Nicht-HH ist da komplett erziehungsresistent. -
@physioclaudi: Wenn ihr solche Situationen vor allem in einigermaßen kontrollierten Momenten habt, würde ich ihn da wohl einfach kommentarlos wegholen und aus der Situation führen, in der Hoffnung, dass er irgendwann kapiert, dass er gehen kann, wenn es ihm zu blöd ist, angequatscht zu werden. Ansonsten gib die Hoffnung nicht auf, vielleicht kannst du die Verwandtschaft doch noch "erziehen"
Bei uns hat's teilweise ganz gut funktioniert, auch im Freundeskreis; die Beratungsresistenten sind in unserem Umfeld eindeutig in der Unterzahl
(von Begegnungen bei Spaziergängen mal abgesehen...). Und möglicherweise lernen sie auch dazu, wenn du dich jedes Mal in diesen Momenten mit dem Hund entfernst... Ich drück die Daumen 
Wenn der Jungspund vom Mantrailing echt fertig ist... er hat das wieder so absolut super gemacht, aber am Ende war er so kaputt, dass er nicht mehr ins Auto gesprungen, sondern geklettert ist
Haben wir selten, normalerweise ist das für ihn ein kleiner Hopser. Heute musste ich fast schieben
Aber es macht immer wieder enorm viel Spaß, ihm wie mir 
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Jo, der Hund liest hier mit... meine Morgenrunde war schon sehr speziell - so jagdtechnisch betrachtet.
Ich zitiere mich mal selbst und verpacke es im Spoiler, da sehr lang.Spoiler anzeigen
Los gings gegen 9 auf der schmalen Ringstraße hier am Ende der Welt. 100m neben uns beim nächsten Nachbar biegt Felix - gesichert an der 20m Schlepp - nach rechts in dessen Einfahrt ab. Die fand er gestern schon so anziehend, daher kam von mir gleich ein deutlicher Abbruch. Er bleibt also stehen, kommt dann sogar wieder raus während ich die Einfahrt erreiche. Ich dachte, ich falle vom Glauben ab: 30m neben der Straße hoppeln in der Einfahrt 5 Karnickel umher! Ich also den Hund gefeiert, innerlich ihm und mir zum Trainingserfolg gratuliert und schon mal im Kopf den begeisterten Post fürs DF formuliert.
Tjaaaa... 500m weiter sehe ich vor uns ein Karnickel seitlich ins Grünzeug verschwinden. Felix hat es nicht gesehen. Wir kommen dorthin... schnüffel, schnüffel, Felix seitlich ins Grünzeug, unterm Zaun durch und ab. Zum Glück hatte ich die 20m Schlepp dran und ne laute Stimme.
Zurück auf der Straße, weiter im Glück. Leider waren die Löffelchen alle. In diesem Stadium kann Felix eigentlich nur noch Rennen und Mäuselspringen. Ich stand also alle paar Meter auf der Schlepp - tolle Möglichkeit, den Stopp-Pfiff zu üben. Leider kreuzten 2 weitere Karnickel unseren weg - eins davon auch noch längere Zeit auf der Straße vor uns her laufend. Wir haben dann 3 km in fröhlichem Wechsel zwischen Vollspeed, Stopp und Warte verbracht, bis er sich soweit beruhigt hatte, dass sogar ein RR wieder im Hundehirn ankam.
Leider springt weitere 500m weiter eine Glückskatze vor uns auf, ich steh auf der Schlepp, er zieht sie unterm Fuß durch und knallt mir das Ende der Schlaufe voll in den Ringfinger. Der wird sofort blau und schwillt an. Mir hat die Glückskatze also kein Glück gebracht. Der kleine Hund steht 20m vor mir an der Schlepp, immerhin - er schreit nicht.
Ich also hingesetzt, gerufen, gepfiffen. Er dreht ab, läuft 2 m auf mich zu, dreht wieder um und voll rein in die Schlepp. Aua, ich hätte die Schlaufe doch in die andere Hand nehmen sollen, denn die Schlepp zieht wieder unterm Schuh durch. Ich bleibe dennoch hocken, wieder gerufen, gewartet. Gerufen, gewartet. Gerufen - er kommt! Und dreht wieder ab. Nach 5 Anläufen packt er es, kommt zu mir, setzt sich kurz ins Beobachten, springt wieder auf, rast los, stoppt immerhin auf Pfiff und kommt zu mir zurück ohne das Ende der Schlepp erreicht zu haben. Weitere 3 Starts und Rückläufe später, setzt er sich ab und ist in der Lage etwas Lachscreme anzunehmen.
Danach ging es im bekannten Blitzstart-Vollspeed-Stopppfiff-Warten-Modus bis nach Hause. Karnickel und Katzen-Frei. Yeeaaah.Zwei Fotos vom Stinkehund:
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Physioclaudi: ich unterbreche das Verhalten bzw. positioniere mich zwischen Hund und Menschen. Die meisten Menschen haben aber auch ziemlich Respekt, wenn der Zwerg knurrt und bellt und lassen sie dann in Ruhe. Was hier gut geht: beim ersten Ansprechen von fremden Menschen lobe ich gerne euphorisch, wenn der Zwerg noch nicht bellt o.ä. Dann konzentriert sie sich auf mich und verbindet etwas Positives mit den Fremden. Klappt nur manchmal bei Männern nicht.
Beim Jagdtrieb glaube ich auch, dass der teilweise so tief verankert ist, dass es nicht einfach umgeleitet werden kann. Ich hatte aber ehrlicherweise nie wirkliche Jäger. Kara findet Wild durchaus interessant, wir haben ja auch ziemlich viel davon - kein Spaziergang ohne mind. 2 Rehe und 3 Hasen. Sie riecht auch gerne Fährten, aber das Highlight schlechthin ist es, wenn ein Hase kurz vor ihr hoch geht. Hatten wir gestern, sie dreht brav auf meinen RR ab nach 3 Metern, aber aufgeregt war sie dann schon noch als wir die Stelle passierten. Aber alles ziemlich harmlos, sie läuft ja auch fast nur ohne Leine.
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Aber auch bei einem Jäger hat ein Hund der unkontrolliert abgeht nichts verloren. Deswegen bin ich der festen Überzeugung das man einen Jagdhund kontrollieren können kann. Wir bieten hier apportieren und alles jagen was er von sich aus bietet wird riguros unterbunden von Anfang an. Woher soll er denn wissen dass er es am Reh im Wald nicht darf wenn er es bei den vögeln im garten darf? Mit Leckerlis schafft man es meiner Meinung nach natürlich nicht da muss man schon an tiefergehende Sinne gehen.
Früher hätte mich meine Mutter auch nicht mit einem Stück Schokolade vom weggehen abgehalten nur so als Beispiel.
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Zoey war gestern wieder einmal bei einer größeren Geburtstagsfeier dabei.
Sie hat es allgemein ganz gut gemacht und durfte auch mal wieder Rumrennen - der Schnitt hat es sogar halbwegs gut verkraftet... .Jedenfalls hat sie später im Garten bei den Eltern von meinem Freund als neue Leute kamen diese mehrmals angebellt, evtl. war es melden+Unsicherheit gleichzeitig, denn sie wedelte auch etwas unsicher dabei.
Ich denke auch, dass ihre Impulskontrolle einfach komplett aufgebraucht war... X-D
Heute Morgen hat sie einen kleinen Hund aus der Ferne angeguckt, ich habe sie einfach wie immer auf die andere Seite genommen - und auf einmal knurrt Zoey richtig böse los und setzt einen Beller aus der Hölle nach.
Nur 1x, aber es klang wirklich sehr heftig.Was Madame da schon wieder gestört hat... >_>
Wieder Klischee erfüllt - Hund mit Maulkorb.
Und dann auch noch der Sockenfuß... .Tjo, evtl. ist es auch die Läufigkeit die iiirgendwann so in 1-2 Monaten wieder kommen sollte... .
Zoey wird nur in der Hinsicht erwachsen - dass sie mehr meldet und öfter mal austeilt/angegangen werden erwidert.(wogegen wir zwar arbeiten, aber es kommt auch zum Glück nicht so häufig vor)
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@Samita auf wen beziehst du dich? Auf mich?
Ich möchte Balou das vorstehen beibringen und ruhig Fährten absuchen.
Genau das lernen doch Jagdhunde. Also wird es meiner vielleicht ja auch können, wenn es ihn so sehr interessiert. -
Ach der Mini...wir hatten heute Training.
Wenn der nicht Laufen kann ist der total Gaga im Hirn.
Dann hat er einen Narren an jemandem aus unserer Staffel gefressen, der freut sich immer wenn er sie sieht und zieht mich halb hinterher.
Er hat mich auch, auf dem Arsch sitzend, einen Sandhügel runter gezogen.UND, ich bin ja ne stolze Mutti, jemand total Fremdes hat ihn angefasst und ins Gesicht gefasst und an die Klöten, keine Reaktion von Mini. Total easy. Komischer Köter^^
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