• Aaah, es gibt aber auch Hunde, die haben keine eigenen Hobbies. Die bleiben von ganz alleine und ohne Kommando nah bei ihrem Halter. Den ganzen Spaziergang lang.

    Ich kenne solche persönlich. Die Halter finden es meist toll, das mein Hund unterwegs so beschäftigt ist: "Die erlebt ja immer richtig was!" Und diese Leute finden es oft auch ein bisschen langweilig, dass ihr Hund immer nur mitzottelt. "Jetzt lauf doch auch mal! Geh doch mal gucken, was Jil macht!" Diese Faxen interessieren deren Hunde aber irgendwie nicht so...

  • Also meins wäre die hier beschriebene und gemeinte Freifolge auch nicht. Meine Hunde genießen echten Freilauf, auch mit durchaus großem Radius. Bedingung: Sofortiges Kommen bei RR oder auch mal ein Stop auf Distanz. Ich muss aber auch zugeben, dass die Mädels mir (idR) tatsächlich auch folgen und/oder an Weggabelungen von sich aus warten. Wenn wir zum Beispiel um schlecht einsehbare Ecken biegen oder besagte Jogger etc. auf uns zukommen, gibt es ein "Close", dann haben alle Hunde eng bei mir zu sein (an festen Platz) und müssen auf Freigabe warten. Allerdings gibt es ein paar Stellen, an denen Kenzie gerne mal stöbern geht (z.B. im Wald, sie bleibt aber idR abrufbar, ist mir aber zu anstrengend ;) ), da kommt sie dann, wenn ich entspannt und in Ruhe laufen möchte, an die schleppende Schlepp. Das "Close" habe ich übrigens auch mit Hilfe der Leine(n) aufgebaut und muss die Hunde leider auch hin und wieder daran "erinnern". Das will tatsächlich wieder und wieder trainiert werden...

    LG. Bea

  • Meine Hunde folgen mir grundsätzlich aus freien Stücken. Auch, wenn die im Freilauf sind und ich nichts zu denen sage oder großartig nach ihnen schaue. Die schauen immer mal nach mir und darauf lege ich großen Wert, wenn ich den Freilauf mit meinen Hunden übe.

    Bliss kommt alle 20-30 Sekunden an (was ich ihr nicht beigebracht, aber gefördert habe) und Tex, der meist voraustrabt, checkt in regelmäßigen Abständen mit einem Blick nach hinten, ob wir noch alle da sind. Kreuzen sich zwei Wege, wartet Tex dort, bis ich komme und "fragt" mich, wo es lang geht. Bliss kann ich mit Richtungskommandos dirigieren (kennt sie aus dem Zughundesport), aber auch sie würde sich nicht einfach eine Richtung aussuchen.

    Tex hat dabei einen Radius von 10-15 Metern, was sich aber durch seine Schnüffelei relativiert und Bliss entfernt sich in der Regel nicht weiter als 10 Meter von mir, wenn sie nicht gerade ihre Rennerei hat. Dann zieht sie ja gerne mal große Kreise und rennt sich aus. Fällt einer zurück, schließt er selbstständig auf. Ich schau mich auch nicht großartig nach demjenigen um oder rufe. Bliss fällt eh so gut wie nie zurück. Die achtet penibel darauf, immer in meiner Nähe zu sein und Tex, sollte er sich mal festgeschnüffelt haben, düst dann richtig heran, um den Anschluss nicht zu verlieren.

    Das "Ran" ist natürlich ein Kommando, dass sie befolgen müssen, aber ich möchte, dass sie es gerne tun. Es gibt aber tatsächlich Momente, in denen Bliss über eine ziemlich lange Strecke ganz ohne Kommando neben mir her läuft. Sie mag diese Position einfach gerne und damit das so bleibt, gibt es zwischendurch mal einen Streichler oder ein verbales Lob, wenn sie es sich selbst so aussucht. Mit "geh frei" schicke ich sie wieder in den Freilauf, wenn ich denke, dass sie nun genug geklebt hat und mal etwas von der Welt sehen soll.

    Grete muss den ganzen Kram noch lernen. Aber da sie von meiner Mutter geführt wird, soll die sich selbst aussuchen, was sie so braucht. Die ist ja eh unkompliziert, geht nicht jagen und rennt auch nicht weit weg, hört eigentlich immer auf den Rückruf und interessiert sich für keinen, der da des Weges kommt.

  • Selbst wenn ich das mir frei Folgen unter Kommando stelle läuft mein Rüde mir (schon immer) freiwillig nach, weil er oft einfach nicht verloren gehen will. Meine Hündin dagegen würde mir was husten.

  • Will ich das sie in einem sehr engen Radius (so ca. 1 Meter) neben mir laufen, wird das unter ein Kommando gestellt. Das gilt sowohl mit, als auch ohne Leine.
    Ansonsten (ohne Kommando) pendeln sie und wenn ich einen festgelegten Radius (groesser als 1 Meter, aber enger als der von ihnen gewaehlte) haben will, sag ich es ihnen.


    Btw. nur weil irgendwer keine Kontrolle mehr ueber seinen Hund hat, wenn dieser mehr als 10 Meter entfernt ist, gilt das noch lange nicht fuer alle anderen HH und deren Hunde!

  • Aaah, es gibt aber auch Hunde, die haben keine eigenen Hobbies. Die bleiben von ganz alleine und ohne Kommando nah bei ihrem Halter. Den ganzen Spaziergang lang.

    [...]

    Ging mir persönlich die letzten anderthalb Jahre mit meinem Rüden so. Selbst auf Gassigängen mit ein paar Hundefreunden ging er nie voraus um mit ihnen gemeinsam zu schnüffeln z.B. Und wenn er doch mal an Wegesrand "hängen" blieb um zu schnüffeln und zu markieren, kam er hinterher schnell wieder zu mir um sich hinter mir einzuordnen. Das Ganze begann mit dem Suprelorin-Chip. Davor war er kontaktfreudig und sehr aufgeschlossen.

  • naja, meine Hunde kommen mir auch ohne Kommando irgendwann hinterher, wenn ich weiter laufe, Richtung wechsel, etc. :lachtot:

    Ja eben. Ich dachte DAS sei Freifolge. ;)

  • Will ich das sie in einem sehr engen Radius (so ca. 1 Meter) neben mir laufen, wird das unter ein Kommando gestellt. Das gilt sowohl mit, als auch ohne Leine.
    Ansonsten (ohne Kommando) pendeln sie und wenn ich einen festgelegten Radius (groesser als 1 Meter, aber enger als der von ihnen gewaehlte) haben will, sag ich es ihnen.


    Btw. nur weil irgendwer keine Kontrolle mehr ueber seinen Hund hat, wenn dieser mehr als 10 Meter entfernt ist, gilt das noch lange nicht fuer alle anderen HH und deren Hunde!

    Den ersten Absatz unterschreibe ich so.

    Beim zweiten Absatz ist es so dass Du und ich und viele andere Forumsmitschreiber das wissen, aber viele Nicht-Hundler wissen das nicht. Also unterschreibe ich den eigentlich auch, aber...

    Hier ist z.B. ein Gassirevier im Bermuda-Dreieck eines Kindergartens, einer Seniorenwohnanlage und einer Grundschule. Generell eher dicht besiedelte Region. Und ich persönlich möchte eine bestimmte Außenwirkung erzielen, allein schon aus Gründen der Rücksichtnahme und Höflichkeit. Meine Hunde interessieren sich nicht für Fremde, egal welchen Alters, aber das weiß ja der jeweils Entgegenkommende nicht.

    Auch wenn ich sonst nicht immer viel auf die Meinung anderer gebe möchte ich mich mit meinen Hunden so in der Umwelt bewegen, dass sich niemand anderes belästigt fühlt.

  • Kann mir denn jemand sagen wie ich es schaffe dass ich ihn nicht alle paar Meter daran erinnern muss bei mir zu bleiben? Er darf erst gehen wenn ich das sage, aber er versucht es trotzdem immer zwischendurch!

  • Kann mir denn jemand sagen wie ich es schaffe dass ich ihn nicht alle paar Meter daran erinnern muss bei mir zu bleiben? Er darf erst gehen wenn ich das sage, aber er versucht es trotzdem immer zwischendurch!

    Ich habe das sehr kleinschrittig geübt und wirklich erstmal nur zwei Schritte "Ran" verlangt und dann drei, dann vier, dann fünf, dann viele...So lange, wie ich merkte, dass die irgendwie nicht "bei mir" sind dabei, war die Leine dran.

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