• Kann mir denn jemand sagen wie ich es schaffe dass ich ihn nicht alle paar Meter daran erinnern muss bei mir zu bleiben? Er darf erst gehen wenn ich das sage, aber er versucht es trotzdem immer zwischendurch!

    Wenn du ihn manchmal auf die Erinnerung hin belohnst hast (auch unwissentlich) kann das auch schon eine Verhaltenskette sein. Er entfernt sich DAMIT du ihn "erinnerst", er dann bei dir bleibt und sich dann wieder entfernt nach Freigabe. Das "Erinnern" allein ist/war eine Belohnung für "sich entfernen", deswegen zeigt der Hund auch ständig dieses Verhalten. Es ist einfach unerwünscht antrainiert. Sowas passiert schnell. Wie Streichelmonster schon schreibt, kleinschrittig aufbauen, halte die Aufmerksamkeit bei dir, belohne währendessen. "Erinnere" ihn nicht, wenn es schon "falsch" gelaufen ist.

  • @Elsemoni
    Ich sage nicht, dass man den Hund immer ewig weit entfernt rumlaufen lassen soll und ich rede auch nicht von der mgl. Aussenwirkung.
    Ich sage nur, dass es mehr als genug HH gibt, die auch bei mehr als 10 Meter Entfernung Kontrolle ueber den Hund haben ;)

  • Ich bin immer wieder überrascht, wofür Mensch, bzw. HH immer wieder neue Begriff erfindet, bzw. bestimmte Bezeichnungen haben muss.
    Ein Hund ohne Leine ist ein Hund der frei läuft. Ein Hund an der Leine ist ein Hund der an der Leine läuft. Ich freue mich seit 30 Jahren immer wieder, was HH, bzw. ein neuer "einzigartiger" und diesmal der Richtige, wieder für neue Wortkreationen hervorbringt.

    Es gibt Hunderassen die von sich auch grundsätzlich beim Halter bleiben und es gibt andere, denen man das, z.B. bei sehr starkem Jagdtrieb gar nicht vermitteln kann, bzw. nur durch ein ständiges, gebetsmühlenartiges heruntergeleiertes "Bleib"durchsetzen kann.

    Wenn man das von Welpen an macht (und der Hund rassespezifisch nicht zu den starken"Ausreissern" gehört), ist die Schleppleine ein gutes und einfaches Mittel um einen "freien" Handlungs-/Bewegungsrahmen festzulegen. Bewegt sich der Hund innerhalb des, durch die Länge derSchleppleine definierten Umkreis, wird nicht eingegriffen. Eingriffe erfolgen erst beim Verlassen des Radius (durch das schlichtes Erreichen des Leinenendes UND verbal begleitet von einem Kommando wie z.B: "Zurück". Es kann ja situationsbedingt vorkommen, dass er die Grenze vergisst). Festigt man das Ganze dann im Rahmen einer positiven Verstärkung (Belohnung bei "Wiedereintritt" in den Bewegungsradius) hat man einen Hund der OHNE jedes Kommando in der Nähe bleibt. Wie gesagt: Das klappt nur dann einfach, wenn es sich nicht um einen Hund handelt, dessen rassespezifische Ausrichtung auf einen größeren Radius ausgelegt ist.

    Da gleiche Prinzip funktioniert auch bei älteren Hunden, ist dann aber um ein vielfaches mühsamer, als wenn man das in der eigentlichen Lern- und Sozialisationsphase des Hundes macht. Das mit dem "Wenn der Hund nicht in meiner Nähe bleibt, kommt er sofort an die Leine" als Erziehung zum "Bleibeverhalten" ist allerdings sehr kontraproduktiv. Zum einen würde das voraussetzen, dass Hunde nicht zusammenhängende Aktionen abstrahieren könnten (was nicht der Fall ist und bestenfalls aus Zufall funktioniert), zum Anderen hat der Hund so überhaupt keinen Anreiz in der Nähe zu bleiben. Was soll dem Hund das sagen? "Du bleibst in meiner Nähe und wenn Du eine für Dich unsichtbare Linie überschreitest, die evtl. noch ziemlich willkürlich, weil situationsbezogen und subjektiv ist, kommst Du an die Leine? Viele HUnde werden das viel eher als:"Wenn ich in der Nähe vom Cheff bin, kommt der irgendwann und leint mich einfach an. Keine Ahnung warum, aber das passiert immer dann wenn es für mich gerade sehr interessant ist. Keine Ahnung was der/die damit erreichen will..."

    Das Beste Mittel umeinen Hund in der Nähe zu halten ist (neben rein aversiven Methoden, die hier ja wohl kaum jemand anwenden will) sich als Halter so interessant zu machen, dass der Hund einen Grund hat, bei ihm zu bleiben. Und das setzt voraus, dass man sich mit dem Hund während der Hunderunden dementsprechend beschäftigt. Leider sehe ich viel zu häufig, wie gerade Halter kleinerer Hunde, diese teils völlig desinteressiert hinter sich herschlörren. Am besten noch, immer direkt neben der Straße (weil da muss ich mir nichts besonderes Anziehen und bleibe trotzdem sauber) mit einem auf Kilometer Länge vollgekackten und gepinkelten Seitenstreifen. Huaptsache der Hund "löst" sich, alles Andere ist egal. Das reicht natürlich nicht.

    Irritiert hat mich am Eingangsthread allerdings, dass die (für mich armen) Hunde, saisonbedingt fast ausschließlich an der Leine gehalten werden und nur zur warmen Jahreszeit abgeleint werden, sich dann aber auch nur in einem festgelegten Radius bewegen dürfen. Vielleicht habe ich das aber auch falsch verstanden?!? Meine Hunde (ich habe jetzt seit über 30 jahren immer mehrere aus Arbeitslinien) dürfen und durften IMMER abgeleint laufen. Die Leine kommt nur dran, wenn es a) gesetzlich vorgeschrieben ist oder b) der Sicherheit Anderer oder der Hunde selbst dient. Es gibt doch nichts schöneres, als zuzuschauen, wie ein Hund oder ein kleines Rudel von Hunden glücklich und frei durch die Gegend rennt, springt oder tollt.

    Auch habe ich nicht verstanden, wie diese Freifolge dafür sogen soll, dass sich das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ändert? Wenn die Agressionen gegenüber anderen Hunden nicht durch Leinenagression ausgelöst werden, dürfte das Ableinen keines Einfluss auf die Reaktion auf andere Hunde haben. Es sei denn, man hat sie, wie es heutzutage leider sehr viele HH machen, durch das Anleinen beim Auftauchen anderer Hunde unbewúßt darauf gedrillt andere zu "hassen", sie also desozialisert. Wenn als keine Leinenaggression vorhanden ist, hilft kein ableinen, sondern nur ein geziehltes Arbieiten dem Hund / den Hunden um sie "sozialverträglicher", bzw. kontrolliert zurückhaltender zu erziehen.

    Meine Kleinen bleiben als HSH rassebedingt eigentlich immer in unserer mittelbaren Nähe (auch ohne besonderes Training), es ist aber (ebenso rassebeding) auch völlig normal, dass sie sich selbständig entfernen um eine wahrgenommene (Schein-Gefahren)Situation zu klären. Hier zu erwarten, dass sie es unterlassen oder das mit Macht zu unterdrücken würde bedeuten, ein über Jahrtausende speziell gezüchtetes Verhalten zu bekämpfen. Und bekämpfen wäre das richtige Wort, denn nichts anderes wäre es, was dann zwischen Hund und Halter ablaufen würde: Ein Kampf. Das dieser aber völlig unsinnig wäre (es sei denn, es geht tatsächlich nur um die Kontrolle über ein anderes Wesen), lasse ich das. Würde ich so ein Verhalten unbedingt wollen, hätte ich mir statt HSH einen reinen "will to please"- bzw. "slave-dog" anschaffen. Wäre mir allerdings etwas zu langweilig.

  • Wenn Hund sich nur im Umkreis von 10 Metern von mir aufhalten darf, dann braucht er keinen Freilauf, das geht an der Schlepp auch.

    Aber wenn ein bestimmer Radius eingehalten wird, dann kann man sich die Schleppleine sparen. Ich habe es gehasst immer mit der Schlepp rumzurennen. Zum Anfang hab ich die benutzt um meinen gewünschten Radius durchsetzen zu können und um trotzdem zugriff auf meinen Hund zu haben, falls andere Hunde kommen. Sie war ja damals richtig böse mit anderen Hunden daher musste ich da absichern.
    Damit ich aber nicht ein Leben lang mit der Schlepp hantieren muss, habe ich dann später die Freifolge geübt. Da wurde der Hund am Anfang begrenzt auf hinter mir laufen...nach ein paar Wochen dann hinter oder neben mir und sobald dieses auch gut gind, durfte sie dann max 3-5 Meter vorlaufen.
    Ich finde , viele Hundehalter machen am Anfang genau den Fehler , dem Hund viel Freiraum nach vorne zu geben wenn er noch jung ist und dann wenn die Pubertät kommt, wird wieder eingeschränkt. Ich halte es eher andersrum das es von innen nach außen geübt wird, also erst kleiner Radius und bei wohlverhalten gibt es mehr Freiraum . Den muss man sich also erstmal verdienen. Und da ist so ein Gedanke, wie armer Hund und sowas total fehl am Platz. Denn je besser erzogen desto mehr Freiheit hat er ja später. Klar gibts auch arme Hunde, die immer nur beim Chef laufen müssen. Das finde ich auch nicht toll.....aber nun ja....


    Der muß doch mal n Stückerl rennen können, oder irgendwo schnuppernd am Zaun stehen dürfen, während ich mich weiterbewege, ohne daß gleich Spannung auf die Leine kommt. Ansonsten muß ich ja dauernd auf den Hund warten, wenn der irgendwo schnuppert, oder ihn weiterzerren - und ich geh doch mit dem Hund spazieren, damit ER Spaß hat.

    Bella darf viel rennen und frei laufen. Weil ich halt weiss das sie mein Regelwerk verstanden hat. Wenn allerdings die Leine drann ist, und ich einen Plan habe wo ich hinwill dann wird gelaufen und nicht geschnuppert. denn manchmal gehe ich auch irgendwo hin und nehme den Hund mit und nicht nur weil er Spass haben soll :D Für sowas gibts bei mir eine Pipitime...dann darf sie pinkeln , schnüffeln , scharren etc..aber wenn ich dann sage auf gehts , dann gehen wir bitte auch weiter ohne Zeitung zu lesen . Man will ja auch mal irgendwann ankommen und nicht ständig stehenbleiben ..

    Irritiert hat mich am Eingangsthread allerdings, dass die (für mich armen) Hunde, saisonbedingt fast ausschließlich an der Leine gehalten werden und nur zur warmen Jahreszeit abgeleint werden, sich dann aber auch nur in einem festgelegten Radius bewegen dürfen.

    wo steht denn sowas ??


    uch habe ich nicht verstanden, wie diese Freifolge dafür sogen soll, dass sich das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ändert?

    Ich kann nur von meiner Hündin sprechen. Die Freifolge oder auch an der Leine neben mir zu laufen oder hinter mir statt VOR mir hat bewirkt , das sie bei Fremdhundebegegnungen einfach besser ansprechbar bleibt. Läuft sie vor mir, macht sie einen auf Kontroletti und scannt die Umgebung ab ob Feinde kommen. Sie hat dann nur die Ohren oben, ist angespannt und glotzt. sie hat dann nichtmal Zeit zum schnüffeln . Läuft sie aber neben mir, liegen die Ohren entspannt an, sie guckt ab und zu mal zu mir ob alles richtig ist und wenn dann ein Außenreiz auftaucht ( Katze, Eichhörnchen, Hund ) habe ich einfach mehr Zeit und einen ansprechbaren Hund, um da irgendwie umzulenken oder durch einen Laut oder Geräusch eine Korrektur zu setzten um zu sagen, Lass das , das übernehme ich.

    Das trifft nicht auf alle Hunde zu, viele brauchen solche Regeln auch gar nicht. Meine Hündin aber schon, ansonsten versucht sie alles selber zu regeln. Zum Anfang fand ich es auch blöd das wir so trainieren sollten, aber nach einiger Zeit fand ich es sehr angenhem , das Bella viel ruhiger und entspannter ist wenn wir so laufen.

    Aber keine Sorge, Bella hat auch viel richtigen Freilauf...sie kann über Felder und Wiesen laufen , wir spielen Ball oder fahren Fahrrad. Auch da darf sie mal weiter vor laufen , aber nur wenn es die Umgebung hergibt und ich weit gucken kann. So ist das halt , wenn man einen nicht so verträglichen Hund hat. Da gelten dann halt andere Regeln als bei anderen :D :p

  • Wenn ich denn mal so n Tempo draufhab (kommt selten vor, irgendwie ist mir aufgefallen, daß ich immer ziemlich renne - ich glaub, die Hunde stecken an!) und verlange, daß die bei mir bleiben, dann fiept es überall um mich rum ungeduldig, und/oder guckt mich dauernd an, ob ich mich net BITTE ein bisserl bewegen könnte *gggg

    Das war bei uns am Anfang auch so. Ich habe mich unbewusst dem Tempo von Bella angepasst und das war dann schon sehr zackig unterwegs. Aber da sie eh damals sehr aufgepusht war haben wir einfach das Tempo verringert und sie musste sich mir anpassen. Wir haben zum Anfang viel rumgestanden , auch da sollte sie in meinem Bereich bleiben. ich nenn das gern Wohlfühlbereich oder Komfortzone. Bei mir gibts Streicheleinheiten, oder auch mal einen Keks oder einfach Ansprache und Aufmerksamkeit. Die erste Zeit hat sie auch ungeduldig gefiept und genervt aber ich war da sehr beharrlich :D Irgendwie kriegt man auch mehr von der Natur und dem drumherum mit, wenn man nicht nur auf der Flucht ist im Stechschritt , sondern auhc mal bewusst langsam spazieren geht und die Natur geniesst. Einer meiner Bekannten geht noch langsamer als ich, vieeeeel langsamer....das wäre dann auch too much für mich.

  • Ich vermute diese Leute tun das, um sich als absolut autoritäre Hundebesitzer zu profilieren... bäh

    Übrigens, wenn du mich mit meinem Hund siehst, könnte man auch meinen, ich würde den nur prügeln und der dürfte nur direkt hinter mir laufen. Ich bin die letzte, die sich autoritär nennen würde. Mein Hund hängt sich einfach oft an meinen Hacken fest, obwohl ich das nicht will. :p

  • Übrigens, wenn du mich mit meinem Hund siehst, könnte man auch meinen, ich würde den nur prügeln und der dürfte nur direkt hinter mir laufen. Ich bin die letzte, die sich autoritär nennen würde. Mein Hund hängt sich einfach oft an meinen Hacken fest, obwohl ich das nicht will. :p

    Ja, das hattest du irgendwann schon einmal irgendwo erwähnt :lol: genieße dein Luxusproblem ;)

    Aber hey, ich bin auch die Tussi mit dem Taschenhund, und das nur, weil ich Nils in einem völlig überfüllten Geschäft mal zehn Minuten auf dem Arm hatte. :lol:

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