Hundemassen und Jojo-Training

  • Was soll ein Maulkorb bringen? Ich lese nix davon, dass Krabat beisst. :ka:


    optische Abschreckung. ;)
    Wie gesagt, bei manchen Menschen hilft es und bei anderen nicht, die einen denken, dass er sicher böse ist und halten Abstand und den anderen ist es erst recht egal weil er ja eh nicht mehr beißen kann.
    Meistens überwiegt die erste Sichtweise aber doch deutlich.
    Da der Hund hier aber eher klein ist und man ihn schon kennt, ist es evtl nicht ganz so effektiv wie bei einem großen Schwarzen unbekannten Hund, aber einen Versuch wäre es wert wenn er den Maulkorb kennt und gut akzeptiert.

    Wenn man manchmal mit Maulkorb und manchmal ohne geht spricht sich evtl auch das Gerücht rum, dass er sicher schon mal gebissen hat und die Leute haben zumindest mehr Respekt wenn ihr mal ohne Mauli unterwegs seid. Ist halt die frage, ob man solche Gerüchte über sich/den Hund möchte oder nicht.

  • Ich glaub, Du solltest zum Ekel mutieren! Wenn der Ruf eh schon ruiniert ist, dann kannst Du das ja jetzt hemmungslos tun. *gg

    Jeder Hund, der sich auf drei Meilen nähert, wird geblockt - noch bevor Deiner anfängt, Sperenzchen zu machen, weil dann hast Du a) die Kapazitäten vom Kopf her und mußt net zugleich mit Deinem "kämpfen", und b) zeigst Du ihm rechtzeitig, daß Du aktiv wirst, daß er nichts zu machen braucht.

    Diskutier doch net mit den Leuten. Sprich die Hunde an: "Ab!" mit Zeigen zum Herrchen, notfalls 2-3 Schritte bedrohlich drauf zu, allernötigenfalls den Schlüssel oder ne Wurfkette vor die Füße. Wenn ein Dreierteam in Euch reinzurennen gedenkt, kurz bevor die da sind, bau Dich vor Deinen Hunden auf, schrei sie an mit nem "Nein! AB!" und schmeiß ihnen zugleich die Wurfkette vor die Füße.

    Wenn sich einer beschwert: "Hier ist Leinenzwang, und ich hab die Schnauze voll von irgendwelchen Angriffen von Hunden auf meine. Wenn Sie Ihren nicht im Griff haben, werde ich jetzt aktiv, ganz einfach!"

    Oder wenn einer herzukommen droht, ganz rechts am Wegrand gehen, Deinen Hund zu Dir nehmen (auf die Außenseite rechts, wo kein anderer Hund kommt), kurze Leine, deutlich "Nein - weiter!" (in nem Tonfall, der ihm keine Alternative läßt), das Tempo beschleunigen, mit festen Schritten weitergehen. Meist hilft das schon, den anderen Hunden deutlich zu machen (auch wenns die Halter net schnallen - die Hunde sind meist intelligenter), daß Du grad keinen Kontakt möchtest. Aber Du mußt echt entschlossen wirken, da zählt Dein Wille und die passende Körpersprache. Du mußt Dich da echt trauen! Wenn Du daran zweifelst, Eindruck schinden zu können, wirst Du auch keinen Eindruck machen, das zeigt dem Hund eine ganze Haltung, er versteht nur, daß Du es nicht ernst meinst oder durchzusetzen bereit bist. Nimm Deine ganze Wut auf diese Leute und pfleg ein gedankliches "ich bring sie alle um!" in Dir drin in dem Moment - dann kommt das Blocken auch überzeugend rüber :-)

    Du kannst auch auf größere Entfernung rufen, daß die Leute ihren Hund bei sich behalten möchten, wenn einer Anlauf zu nehmen droht. Das hören wenigstens gleich mehrere...... Allerdings bist dann wahrscheinlich bei solchen Massen an Leuten spätestens nach dem Hinweg heiser *gggg

    Hast mal probiert, dem Hund nen Mauli draufzusetzen? Weil Hunde mit Mauli sind ja grundsätzlich immer "gefährliche" Hunde *ggggg Da halten die Leute ihre Hunde plötzlich fern, und auf einmal rennen sie sogar, wenn der Abruf nicht funktioniert, hinter ihrem Hundchen her, ums zu "retten".

    Deiner Beschreibung nach nehmen die Leute und Hunde nämlich nicht nur Deinen Hund nicht ernst......

    Wenn Du irgendeine Alternative zum Gassigehn hättest, hättest das wahrscheinlich schon gemacht, schätze ich :-) Und andere Zeiten zu wählen, wird am Wochenende schwer sein, dann sind ja grundsätzlich ganztägig sämtliche Idioten der Welt unterwegs. Aber evtl. unter der Woche?

    Wenn Du ganz "arschig" sein möchtest, dann gib doch dem Jäger/Förster (Ordnungsamt? Keine Ahnung, wer da zuständig wäre, aber das läßt sich ja rausfinden) Bescheid, daß der Leinenzwang dort nicht beachtet wird, und die Hundchen munter im Gestrüpp rumschnuppern - vielleicht stellen die sich dann dort mal hin und kassieren bissel ab?

    Ansonsten - wenn Du von der Arbeit her die Möglichkeit hast, würde ich einfach unter der Woche andere Zeiten suchen, wo net so viele Leute unterwegs sind, oder mit Bus/Auto/Radl/Zug so weit rausfahren, bis man in ruhigere Gefilde kommt. Ich hab die Erfahrung bei uns gemacht, daß die Leute nur icn wohnortnahen Gebieten so gehäuft rumrennen, fährt man auch nur 10 Minuten weiter raus, steht man mutterseelenallein im weiten Feld und hat seine Ruhe. Is zwar nervig, immer Auto satteln zu müssen - aber lang net so nervig wie solche Leute in solchen Massen *ggg Hat Hundi ja auch nix von dem Gassi, wenn er dauernd nur unter Streß gesetzt wird von denen.

    Geht ja gar net, daß man nicht mal in Ruhe spazierengehen kann......

    Notfalls geh doch für Gassi nur noch kurze Runden, und fahr halt am Wochenende irgendwo raus und mach dort größere Wanderungen, damit Hundchens ausgelastet sind. Oder hast evtl. nen Garten, in dem du unter der Woche mal ne Runde Suchspiele machen kannst o.ä., wo die Hunde dabei entspannt sein können?

    Problem ist halt, daß wahrscheinlich nicht nur Dein Hund bei solchen Menschenmengen nicht entspannt bleiben kann, sondern auch die anderen Hunde, und außerdem dazu Halter kommen, die keine Ahnung von nix haben, ihre Hunde icht erziehen geschweige denn beschützen, sondern einfach "machen lassen". Weil man will ja in Ruhe spazierengehen, "Hunde zu erziehen is doch anstrengend".... Davon sind die meisten Hunde dann überfordert, und so kommts zu Kloppereien, weil sie alles selbst regeln müssen. Ist wohl ein bißchen ein Zivilisationsproblem - wo viele Menschen, da viele Hunde, und wenn dazu noch Ahnungslosigkeit kommt, eskalierts halt so wie bei Euch. Wenn also irgend möglich, würde ich woanders hin fahren. und wenn mich das nen Tank im Monat kostet, dann isses halt so, aber ich hätt meine Ruhe. Das wärs mir wert.

    Denn wie Gabi schon schrieb: die anderen Leute wirst net ändern können, und ständig blocken ist ja für Dich jetzt auch kein entspannender Spaziergang, selbst wenn Deine Hunde dann entspannter wären. Is halt ne Notlösung, wenn Du echt nirgendwo anders gehen kannst. Und ohne daß Du blockst, wirst Du Deine Hunde auch nicht entspannter bekommen. Die können nur ruhig sein, wenn sie merken, Du regelst das mit anderen Hunden für sie, sodaß sie nicht aufzupassen brauchen. Und ich schätze mal, zu 100% würde auch dem besten Blocker das in solchen Gebieten nicht gelingen....

  • Oder geh doch in Zukunft immer mit Regenschirm spazieren und spann den auf, sobald sich euch ein Hund unerwüscht nähert. Da du ja eh schon unbeliebt bist, macht der Regenschirm nun den Kohl auch nicht mehr fett ;)

  • Das Problem ist, dieser Hund ist einfach überhaupt nicht abschreckend :tropf:

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    Selbst mit Bürste, Zähne fletschend das die Spucke fliegt lacht man über ihn.
    Ja, und ich bin scheinbar auch der Inbegriff von "Die nehmen wir nicht ernst, weil die hat ja ihre Hunde nicht im Griff."
    Ich befürchte wirklich, dass ein Maulkorb da weniger Abschreckend wirken wird. Nicht zuletzt, weil der Rückruf scheinbar bei einigen Leuten nicht funktioniert.

    Den einen Wald vermeide ich mittlerweile auch. Da hab ich neben den "Hallo-sagern" auch seid einiger Zeit Hundegassigruppen die der Meinung sind "Wir sind die Masse, der Rest soll springen." :lepra:
    Das OA weiß über die Probleme (sind auch viele Kita-Gruppen dort unterwegs die auch mal von Hunden belästigt werden), aber mehr als an manchen Stellen mit dem Auto zu stehen und Leute ohne Leine abzufangen ist da auch nicht. Müsste man sich ja bewegen :tropf: Da die Hundehalter sich untereinander auch warnen kommt es da eher weniger dazu, dass mal einer was drauf bekommt.
    Uhrzeiten hab ich auch schon gewechselt und alle durchprobiert (war ja nun lange wegen einem Unfall und den Folgen daheim). Scheinbar ist dieses Gebiet auch ein gern genutzes Auflugsgebiet für die umliegenden Bezirke geworden. Einige Hunde sehe ich nur einmal und dann nie wieder.
    Und ja, mittlerweile bin ich wirklich oft zum Alexanderplatz gefahren. Bei der Polizeipresenz hat man wirklich mal seine Ruhe vor ungewolltem Fremdhundkontakt.

    Ich werde wohl wirklich mehr aufs blocken umsteigen und hoffen, dass es funktioniert und meine Hunde dadurch lockerer werden.
    Hilfmittel selbst verwenden wird da eher nichts, weil Krabat und Samson da etwas empfindlich sind. Die beziehen das dann eher auf sich. Vielleicht sollte ich auf Spazierstock umsteigen. Bei einigen Besitzern könnte man den eventuell noch brauchen :roll:

    Ich muss wirklich sagen, ich versteh es auch einfach nicht. Mir war das nie so bewusst, wie oft man hier in so doofe Situationen kommt bevor Krabat eingezogen ist. So wie einige Hunde sich verhalten müssten die eigentlich ständig Beißereien haben.
    Aber scheinbar hat dieser Corgi etwas an sich, was ständig für Reibereien sorgt.

  • Bei uns sind es die vom Grundstück rennenden Hunde, ich habe das inzwischen so gelöst dass ich sie mit Wasser abschiesse. Diese kleinen O2 Wasserflaschen spritzen schön weit.
    Neulich kamen 3 Stück keifend auf meine zugerast, nachdem ich 2 eine volle Ladung ins Gesicht verpasst hatte, hatte der 3. keine Lust mehr.
    Ist harmlos aber macht Eindruck und niemand kann dir was weil ja nix zurückbleibt.

  • @Helemaus: Das ist der Fluch von relativ kleinen und sehr niedlichen Hunden.
    Die sind eine Art Freiwild für die Leute und es gibt nur wenig was du tun kannst, leider.

    1. Brüllen wie ein Psycho. Das hat nen Lerneffekt bei den Besitzern, man wird dich meiden und ihr habt mehr Ruhe.
    2. Die Hunde mit Wasser verscheuchen. Da kanns aber sein das manche Halter ausrasten...
    3. Mein Lieblingstipp bei kleinen Hunden, auf den Arm nehmen und einfach weitermarschieren.

    Tip 1 und 3 habe ich oft und gerne angewendet, erst letzens hab ich Arren wieder aufm Arm gehabt und ein verspieltes Riesenkalb abgewehrt.
    Vorteil ist das man das auf den Arm nehmen super trainieren kann, also halt schon zuhause.

  • @Aoleon Er ist zwar nicht klein, aber tatsächlich kommt er bei einigen Hunden mittlerweile auf dem Arm, wenn der Hund doch zu nah ran kommen würde. Hier in unserem Fall "Französische Bulldoggen".

    Das mit dem Wasser ist halt wirklich das Problem mit der Reaktion der Halter, da hat Aoleon schon recht. Da man nicht immer die selben trifft kann man das teilweise schwer einschätzen.
    Mag wie eine Ausrede klingen, aber ich hab ja erst im "Was nervt euch an anderen Hundehalter"-Thread berichtet, das wir letzt von einer Frau (mit Großhund, den sie kaum halten konnte) verfolgt wurden, weil die scheinbar es als Angriff sah, das ich es gewagt habe ihr nicht gleich platz zu machen und erst die Schleppleine eingepackt habe (nachdem ich ihr schon zweimal deutlich ausgewichen bin).
    Bei einem anderen Gespann bin ich sogar mal ausgerastet und habe ihn im Wald meinen ganzen Frust entgegen geschrieen. Seid dem ist Krabat bei dem Gespann ruhiger, aber der alte .... versucht nun gezielt Krabat zu provozieren :dead:

    Aber ich sehe schon, scheinbar gibt es keine Möglichkeit die Leinenaggresion zu trainieren solange wir die Spacken von Berlin anziehen :verzweifelt:
    (zieht nicht nach Treptow, wenn ihr keinen Hallo-Sager-Hund habt der sich im Notfall sofort unterwirft. Und ganz wichtig: Der nur bellt, wenn er ein Spielzeug sieht. Alles andere ist die ausgeburt der Hölle)

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