Erziehungshalsband, Zwinger, Abgeben oder aufgeben?

  • Hallo zusammen,
    ich habe ein kleines Problem, weil meine Hunde gelernt haben, sich unter dem Zaun durch zu buddeln und auf Jagd zu gehen. Gelernt haben sie dies wahrscheinlich von einem Fuchs, der im letzten Herbst auf diese Weise meine Kaninchen besuchen wollte und dabei von den Hunden gestellt und verfolgt wurde.

    Wir haben die Hunde angeschafft, weil sie sehr gut im Bewachen unserer anderen Tiere sind, sehr gute Mäuse, Wühlmäuse und Rattenjäger sind sie auch. Seit sie nun wissen, wie sie unter dem Zaun durchkommen, kann ich sie allerdings nicht mehr rauslassen. Tu ich dies, sind sie im nächsten unbeachteten Moment weg. Da reichen ein paar Sekunden. Der Zaun ist ein 160cm hoch, ein engmaschiger Wildzaun und so ausgelegt, daß er einem "Angriff" eines Schafsbock mühelos widersteht.

    Ich habe nun folgende Möglichkeiten:

    1.Ich baue ein Fundament unter den Wildzaun (500m), so daß er nicht mehr untergraben werden kann. Da ich nebenbei anderes zu tun habe, wird sich das über das ganze Jahr hinziehen. Dies ist auch kein einfaches Unterfangen, da der Zaun bewachsen ist, ich muss also ne Menge zurückschneiden, Wurzeln kappen etc. Dies mache ich , ich brauche allerdings eine Zwischenlösung.

    1.1. Erziehungshalsband also so etwas wie Dogtra oder Teletakt, am besten mit einem Handgerät für mehrere Halsbänder. Habt Ihr da links für Geräte mit größter Reichweite?
    1.2 Zwinger als Zwischenlösung? für mich Quälerei und für die Hunde wahrscheinlich auch
    1.3 Zwei Hunde abgeben? Hat meine Frau was dagegen.
    1.4 Der Natur ihren Lauf lassen? Geht ja schon seit Herbst so, obwohl sie da öfter (mit uns) eingeschlossen drin sind. Dies geht im Sommerhalbjahr nicht, weil wir selbst Tag und Nacht draußen sind, auch draußen schlafen. Außerdem sind da die Jäger und die Autofahrer sauer, die Jäger ist klar und die Autofahrer, weil die Hunde nach Stunden getaner Jagd anständig auf der Straße zurückkommen und auch wie gelernt stehenbleiben, wenn ein Auto kommt. Nur eben auch auf der und nicht neben der Straße.

    Da ist noch ein weiterer Punkt, der mir Sorgen macht:
    ZUr Zeit ist das Leben der Hunde wie folgt: Ausbrechen und 10 Stunden jagen, nach Hause kommen, zwei Tage erholen und dann wieder ausbrechen. In der Erholungszeit haben sie auch deutlich weniger Interesse an ihrer Arbeit hier auf dem Grundstück. Selbst wenn es keine Jäger und Autofahrer gäbe, hätte ich so ein Problem.
    Was würdet ihr tun?
    mfg Dirk

  • Hallo, ich würde Stück für Stück ein Fundament unter dem Zaun ziehen und die Hunde solange nur unter Aufsicht in den Garten lassen. Wenn ihr kein Auge drauf haben könnt, dann Hofleine, Zwinger oder eben die Hunde ins Haus packen. Ist doch nur vorübergehend!

  • Punkt 1:
    Einsatz von ERG ist in DE verboten (und es gibt keine Ausnahme!)

    Punkt 2: Zwinger ist Tierquaelerei, aber die Hunde mit nem Tack abschiessen wollen/sie hetzen lassen, ist keine?

    Punkt 3:
    Mich wundert es, dass noch kein Jaeger die Hunde eingesammelt und Anzeige erstattet hat bzw. sie noch nicht erschossen hat..


    Fundament unter den Zaun, die Hunde bis dahin nur unter Aufsicht raus lassen und am Gehorsam/der Erziehung arbeiten. Fertig.

  • Puddeln sie sich richtig untendurch oder nur so weit dass sie den Zaun anheben können und so durchschlüpfen?

    Du könntest auch einfach Gehwegplatten an den Zaun entlang legen.

  • Da ist noch ein weiterer Punkt, der mir Sorgen macht:
    ZUr Zeit ist das Leben der Hunde wie folgt: Ausbrechen und 10 Stunden jagen, nach Hause kommen, zwei Tage erholen und dann wieder ausbrechen. In der Erholungszeit haben sie auch deutlich weniger Interesse an ihrer Arbeit hier auf dem Grundstück. Selbst wenn es keine Jäger und Autofahrer gäbe, hätte ich so ein Problem.
    Was würdet ihr tun?
    mfg Dirk

    Ist das Dein Ernst? Warum bist Du nicht längst eingeschritten?

  • Ich würde sie auch nur noch angeleint im Garten lassen bis dein "Hochsicherheitstrakt" fertiggestellt ist.
    Anleinen würde ich sie so, dass sie sich nicht gegenseitig und auch nicht woanders mit den Leinen verheddern können.
    Und das würde ich nur tun, wenn ich selbst mit im Garten bin, aber nicht ununterbrochen darauf aufpassen kann. Ansonsten würden sie bei mir nicht mehr alleine im Garten bleiben, sondern im Haus.
    Meine Hündin hat den ersten Sommer auch so im Garten verbracht, entweder hab ich ununterbrochen darauf aufgepasst oder ich hab sie an einer 8m Leine angeleint, wenn ich etwas im Garten zu tun hatte und nicht ständig nach ihr schauen konnte. Das war nötig, weil sie ihren Jagdtrieb ausleben wollte und ständig unter dem Maschendrahtzaun durchgeschlüpft ist, weil auf dem anderen Grundstück viele Amseln umhergehüpft sind.
    Jetzt ist der Garten ausbruchsicher und sie kann sich ohne Leine alleine darin aufhalten.

  • Naja - für Tele & Co. wirst hier im Forum mit Sicherheit keine Links bekommen........ Ist tierschutzwidrig, die Anwendung der Dinger in D verboten.

    Wozu auch, was bringt dir das? Du willst die Hunde strafen, aber warum - hast DU ihnen doch nie beigebracht, daß Du das net willst, wenn sie rausgehen. Und dann einfach draufhauen? Voll unfair. Das ist, wie wenn ich Dich frage, was "Mülltonne" auf chinesisch heißt, und Dir dann eine scheuer, weil Du es nicht weißt. Woher sollst das wissen? Kann ich Dich strafen, wenn ich Dir das nie beigebracht habe? Weißt Du die Lösung dann besser, nach dem Schlag? Siehste... Wird Dir nix bringen. Sobald die Tele-Batterie mal ausfällt, oder Ihr in der Stadt seid (außerhalb der Reichweite der Fernbedienung!) sind die Hunde wieder weg. Die Dinger sind eh net ganz billig, v.a. mit entsprechender Reichweite. Und v.a. gehen die ja nur los, wenn Du Knöpfchen drückst. Will heißen, dafür muß Hundi unter Aufsicht sein, damit Du siehst, wenn er ausbrechen möchte. Wenn er aber eh schon unter Aufsicht ist, kannst ihn, wenn er net ganz schlecht erzogen ist, bestimmt auch anders vom Buddeln abhalten, oder? Also völlig sinnlos, das Tele.

    Dann lieber Zwinger. Oder erstmal beibringen, daß sie dazubleiben haben. Das erfordert natürlich Eure Anwesenheit, und die Hunde auch in Sichtweite. Also würde ich daran arbeiten, daß die Hunde im Garten immer in meiner Sichtweite sind, solange der Zaun nicht gesichert ist (ansonsten im Haus, wenn ich nicht gucken kann!). Wenn einer sich dem Zaun mit unlauteren Absichten (buddeln) nähert, NEIN sagen, und wegschicken. Sodaß sie wissen, das ist die Grenze. Ob die dann respektiert wird, liegt an Euch, sprich, wie lange ihr sie kontrolliert, ganz konsequent. Bis halt das Fundament steht. Denn wenn das Reh vorm Zaun steht, fragen die sicher nimmer nach, ob Ihr das möchtet, daß die sich durchbuddeln.

    Mit der selbstgewählten Streunerei könntet ihr derzeit auch richtig Ärger bekommen - es ist Brut- und Setzzeit..... Wenn Ihr da nix unternehmt, braucht ihr die Hunde nimmer abzugeben, weil dann sind sie erschossen vom Jäger.

    M.E. nach hat ein Hund, der im Garten außerhalb meiner Kontrolle ist und das Grundstück dann auch noch verläßt, im Garten ohne Aufsicht nichts zu suchen.

    Habt ihr die Möglichkeit, die Hunde in Eurer Nähe festzumachen? Gibt doch sowas, das könnten Ihr in Eurer Nähe mit längerer Laufleine installieren (oder nen Baum nutzen o.ä.): Bodenanker, ErdspieÃ, Erdanker, Leinenhalter Hund kaufen. Ich weiß nicht, ob eine vorübergehende Anbindehaltung mit langen Laufleinen bei Euch machbar wäre, was das kosten würde etc., aber da kannst Du Dich ja auch mal erkundigen. Denn ich kann mir net vorstellen, daß ein komplettes Fundament so viel billiger ist..... *gg Der Bau eines Zwingers kostet auch ein Heidengeld, dann lieber ins Fundament investieren... Vor allem, wenn der hinterher nimmer genutzt wird und nur für diesen Sommer benötigt wird. Notfalls kann man auch, wenn man viel im Garten unterwegs ist (weiß ja nicht, wie groß der ist), den Hund mittels Bauchgurt und langer Leine immer mitsich führen. Dann kriegt er Bewegung, Ihr braucht nicht zu gucken und könnt auch was arbeiten im Garten - aber weg kann er auch nicht.

    Wenn die Hunde inzwischen 10 Stunden unterwegs sind zum Jagen, habt Ihr da aber, mit Verlaub, schon ne ganze Weile tatenlos zugesehen...... ;-) Hättet Ihr früher eingegriffen, hättet Ihr Euch das Leben leichter gemacht, glaub ich. Aber egal - schön, daß Ihr jetzt die Initiative ergreift!

    Das Argument, daß die Hunde, wenn sie drinnen sind, den Hof nimmer bewachen oder beschützen, zieht für mich nicht. Denn wenn die Hunde grad ihre 10 Stunden unterwegs sind, passen sie auch nicht auf Haus und Hof auf. Dann wähle ich bei den drohenden Konsequenzen doch lieber den Haus-Aufenthalt. Sprich, wenn ich kein Auge auf die Hunde haben kann, sind sie im Haus, Punkt. Also - wär jetzt meine erste Lösung, bis das Fundament steht...... :-) Ist auch am billigsten *gg

    Problem ist auch, wenn die Hunde auf dem eigenen Grundstück Ratten & Co. bekämpfen sollen - wie willst Du denen dann klar machen, daß Wild draußen tabu ist? Daheim werden sie gelobt, draußen beim Gassi gibt´s plötzlich Ärger beim Jagen? Wie sollen die Hunde das verstehen? (wer nix versteht, wählt die Alternative, die ihm am Liebsten ist) Nur meine Gedanken dazu..... Entweder jagen oder net, ganz konsequent (jagen lassen fördert den Jagdtrieb, der Hund steht unter Adrenalin und sobald irgendwo draußen ein Blatt raschelt, haut er viel eher ab, als weenn er entspannt wäre!). Dann gilt das aber auch fürs Grundstück. Ich bin mir grad auch nicht sicher, inwiefern es legal ist (lebst Du in Deutschland?), als Privatmensch den Hund jagen zu lassen, auch auf dem eigenen Grundstück. Wenn jemand böse ist oder ein gelangweilter "Freizeit-Korinthenkacker", der bezeichnet sowas u.U. als Wilderei die entsprechend geahndet werden könnte. Ist ja nicht gewährleistet, daß ein Hund, der nicht entsprechend jagdlich ausgebildet ist, die Viecher tierschutzgerecht gleich tötet und nicht noch ewig rumzieht, bevor er den Ratten ein Ende macht. Lieber Eure Tiere auf dem Grundstück anderweitig sichern. Anständiger Zaun um die Hühner (oder was auch immer Ihr so haltet *gg) oder so halt. Wobei, wenn der Außenzaun ein gescheites Fundament bekommt, kommt ja ein Fuchs auch eh nimmer rein, oder?

    Vielleicht kommen ja noch andere Ideen dazu.

  • Du hast schon viel zu lange den Dingen ihren Lauf gelassen und die Hunde sind schon lange recht eigenständig.

    Es würde sicherlich ausreichen, wenn Du unter dem Zaun etwas abgräbst und dort Wegeplatten aus Beton verlegst. Zusätzlich könntest Du unten drunter Estrichmatten einlegen. Die sind günstig und lassen sich auch entsprechend schneiden.

    Wenn die Hunde ohne Aufsicht sind, würde ich ihnen einen gesicherten großzügigen Auslauf mit Hundehütte zur Verfügung stellen.

  • Zu Deinen im ersten Post aufgeführten Alternativen und der Ursache, wie es dazu kommen konnte, lasse ich mich mal nicht aus, das haben andere schon erledigt.

    Was mir noch einfällt: dicht am Zaun in Bodennähe einen Weidedraht spannen und mittels kleinem Netzgerät betreiben. Fairerweise muß den Hunden natürlich beigebracht werden, daß der Zaun tabu ist, bevor sie arglos erstmalig mit dem Draht in Berührung kommen. Ist nicht schön, aber besser, als überfahren, abgeschossen oder im Zwinger dauereingesperrt zu sein....

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