Nach welchen Kriterien entscheidet ihr ob ihr anleint oder nicht?
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Ich würde es auch nicht machen wenn ich mir bei ihm nicht absolut sicher wäre, dass er gehorcht. Auf der anderen Seite sollen Sachen schon gerissen sein oder der Besitzer kann den Hund kräftemäßig nicht halten, dann nützt auch eine Leine nicht viel.
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Bei mir klappt das, bis auf wenige unrühmliche Ausnahmen und das eine oder andere Versehen (junger Hund, zu spät gesehen), eigentlich ganz gut mit dem "Wenn ich demonstrativ anleine, dann leinen die anderen auch an".
Das KANN aber daran liegen, dass ich drei große bis sehr große Hunde hab, da werden die meisten Leute schon deutlich vorsichtiger ob sie ihren Fiffi laufen lassen oder nicht!

Im Vergleich zu früher, wo ich nur einen hatte, ist es schon interessant wie die da zum Teil in die Hufe kommen.
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Ich gehe mit meinen Hunden nicht in Auslaufgebieten wo eh alle freilaufen und Kontakt haben - erstens habe ich sowas hier nicht und zweitens ist es mit steigender Hundezahl und der jetzigen Gruppenzusammensetzung zu kompliziert geworden.
Der eine Hund ist nur selektiv verträglich (würde auch Löcher machen bzw hat das schon) und 2x im Jahr wegen Läufigkeit nur eingeschränkt gesellschaftsfähig.
Der nächste ist alt und hat mit fremden Hunden nur noch wenig am Hut, ihm ist das alles ein bisschen stressig.
Und wieder der nächste ist absolut lieb und harmlos, findet aber grade (wahrscheinlich auch alters-/entwicklungsbedingt) alle anderen Hunde total super und würde, wenn er könnte und dürfte, gern zu jedem Hund irgendwo am Horizont hinstürmen. Also darf er grade das natürlich nicht.
Alle zusammen haben sie eben ne normale Gruppendynamik, die "einfach laufen lassen" auch nochmal etwas diffiziler macht als bei nem Einzelhund.Also leine ich derzeit IMMER an, wenn ich andere Hunde sehe, egal ob der andere ganz entspannt freiläuft oder die Leute von weitem schon rufen "Meiner ist lieb, sie können ihre loslassen!"
Nur der Senior bleibt manchmal unangeleint, der bleibt auch so meist neben dem Knie. Die anderen beiden sind halt nicht immer lieb bzw respektive noch nicht ausreichend gehorsam, da ist es ganz egal wie lieb oder gut erzogen der andere Hund ist, meine sind halt nicht kontaktwillig oder -fähig.Früher, mit Einzelhund und dann später mit zwei sehr gut verträglichen und recht gut hörenden Hunden, hab ich es auch so gemacht, dass ich angeleint bzw ins Fuß genommen hab, wenn der andere das ebenso gemacht hat, und wenn der anderen laufen ließ, dann hab ich auch laufen lassen.
Hab nur immer zugesehen, dass sie nicht so wild auf andere Hunde zustürmen. -
Ich finde, dass das schon ein wenig den Charakter hat von "Ich wälze die Erziehungsdefizite meines eigenen Hundes auf andere ab".Die anderen können nun doch nichts dafür, dass man selbst seinen Hund nicht genug unter Kontrolle hat bei kürzeren Distanzen, um ihn abzurufen.
Solange ihre Hunde bei ihr bleiben, auch wenn sie erst kurz vorher anleint, hat sie sich doch völlig korrekt verhalten.
Wenn mein Hund nicht in der Lage ist nicht hinzurennen, wenn eine bestimmte Distanz unterschritten ist, bin ich halt in der Pflicht rechtzeitig zu sichern. Aber ich kann doch nicht von anderen verlangen, dass die sich dann so enorm einschränken und schon meilen vorher anleinen, damit ich das sehe und meinen Hund einsammeln kann.Und besonders wenn jemand mit seinem Hund gerade spielt und sich intensiv mit ihm beschäftigt - das ist doch schon Zeichen genug für mich, dass da kein Kontakt erwünscht ist-
Aber da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.... Selbst wenn ich weiß, dass ich einen Hund habe, der auf kurze Distanz nicht mehr auf den Abruf hört, gehe ich davon aus, dass Kontakt erwünscht ist, wenn das Gegenüber nicht anleint. Dementsprechend lass ich ihn laufen. Wenn das Gegenüber dann plötzlich doch anleint, ja, dann ist es in vielen Fällen halt zu spät.
Und es ist in der Realität eben so, dass viele Hunde Freilauf erhalten, die nicht abrufbar sind, geschweige denn auf kurze Distanz. Wenn es mir aus bestimmten oder sogar triftigen Gründen wichtig ist, dass es keinen Kontakt gibt, dann habe ich das frühzeitig klarzumachen. Weil unter Umständen ich diejenige bin, die den problematischen Hund hat, der an die Leine muss und nicht das Gegenüber, das vllt einen unproblematischen Freuhund hat.
Mein Hund ist allgemein verträglich, lässt sich nicht provozieren und geht Streitigkeiten aus dem Weg. Ich müsste von mir aus überhaupt gar nicht anleinen. Weil es von unserer Seite aus überhaupt kein Problem gäbe, wenn Newton zu einem angeleinten Hund hinläuft und guten Tag sagt. Ich leine an aus Freundlichkeit und Rücksicht den anderen gegenüber an. Nicht weil ich es muss, weil mein Hund problematisch ist. Und wenn man es als Halter/in eines Hundes, der aus bestimmten Gründen an die Leine muss, nicht schafft, frühzeitig klarzumachen, dass kein Kontakt erwünscht ist, ja, dann hat man halt Pech gehabt.
Gerade gestern hatte ich so eine Begegnung... Da war ich echt grantig. Ich war gerade angekommen. Newton noch an der Leine. Kein bestimmter Grund. Sie war einfach noch dran. Kommt uns ein Mann entgegen mit freilaufendem Labbi-Rüden. Sieht, dass mein Hund angeleint ist, macht aber selbst keine Anstalten anzuleinen. Gut, dachte ich mir, die Leine wäre jetzt eh abgekommen )und Begegnungen mit freilaufenden Hunden gibt es hier nur ohne Leine) und mach die Leine ab. Newton läuft vor, Richtung Labbi. "Ist das ein Rüde?" Ich sofort "Stopp!" gerufen. "Meiner ist unverträglich mit Rüden!" Ich Newton zurückgepfiffen, Leine wieder dran gemacht. Im Vorbeigehen hab ich ihn dann gefragt, was das soll... Der Mann weiß, dass er einen unverträglichen Rüden hat und macht keine Anstalten anzuleinen... Er hat genau gesehen, dass Newton ein Rüde ist. Er hat selbst so einen... Da war ich echt sauer...
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Ich finde jeder ist alleine für seinen Hund/seine Hunde verantwortlich.
Auch wenn der andere Hund ohne Leine läuft lasse ich meine nicht aus der Distanz einfach hinbrettern.
Man ist selbst dafür verantwortlich dass der eigene Hund gehorcht und die Aussage "tja selber schuld hätte ja ihren Hund früher anleinen können" finde ich ziemlich frech....der andere Hund hat ja kein Fehlverhalten gezeigt...da sollte sich jeder an die eigene Nase fassen

Das Problem dabei ist: Wenn mein unproblematischer, allgemein verträglicher, sich deeskalierend verhaltender Hund nicht auf den Abruf hört, habe ich keine Konsequenzen zu befürchten. Andererseits ist es leider so, dass wenn mein problematischer, unverträglicher Hund diesem Tut-Nix, der trotz Abruf hergelaufen kommt, Schaden zu fügt, dann habe ich ein Problem. Dann darf ich nämlich zumindest die Tierarztrechnung bezahlen. Je nachdem wie der Halter des Tut-Nix drauf ist, bekomme ich es auch noch mit dem OA zu tun und evtl. Leinen- und Maulkorbzwang. Der, der die größere Gefahr darstellt, hat immer mehr Verantwortung. Wenn ich mit meinem Auto einen Radfahrer umbrezel, bekomm ich auch Probleme auch wenn mir dieser Radfahrer die Vorfahrt genommen hat. (Selbst schon erlebt...)
Is halt nicht optimal gelaufen..aber Ziel sollte es sein, dass du deinen Hund auch 5m vor einem anderen noch zurückrufen kannst.
Ansich vielleicht einfach unter "blöd gelaufen" abhaken und gut ists
Natürlich sollte es so sein. Natürlich. Da widerspreche ich gar nicht. Aber wie viele Hund kennst du, die auch im Erwachsenenalter den Rückruf nicht befolgen und trotzdem freilaufen. Von Welpen/Junghunden, die noch lernen ganz abgesehen...
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Das sind glaube ich einfach völlig unterschiedliche Vorstellungen von Hundehaltung.
Nur weil mein Hund nett ist, hat er nicht zu anderen hinzulaufen. Völlig gleichgültig, das von ihm keine Gefahr ausgeht. Mein Gegenüber braucht mir nicht meilen vorher zu zeigen, dass er diesen Kontakt nicht möchte - denn mein Hund hat generell nicht zu anderen hinzurennen, wenn ich nicht mit diesem abgeklärt habe, dass Kontakt erwünscht ist.
Und nur damit andere ihre unerzogenen Hunde laufen lassen können, lasse ich meine sicher nicht dauerhaft angeleint (und das ist ja nun mal die Konsequenz, wenn man in belebteren Gebieten sofort anleint, wenn irgendwo ein Hund am Horizont auftaucht), nur damit andere am Horizont erscheinende Menschen wissen, dass ich keinen Kontakt wünsche und rechtzeitig ihre Hunde einfangen.
Mir fallen nur wenige Situationen ein, die mich dazu veranlassen meine Hunde anzuleinen, bevor der andere in einem 5-10m Radius ist. Gab bisher auch noch nie Probleme - die, die in der Lage sind ihre Hunde ranzurufen und wo die Hunde nicht bereits kilometer vorher durchstarten und man "Tut nix" brüllt, rufen und leinen an - Thema erledigt. Oder man spricht kurz miteinander "Ist Kontakt ok?" - "Ja, allen in Ordnung" und lässt die Hunde laufen.
Die anderen würden auch bei einer Distanz von 100m ihren Hund nicht mehr gefangen kriegen und haben i.d.R. auch gar kein Interesse daran.Liegt aber vllt auch einfach daran, dass nicht für jeden Unangeleinter Hund = Freifahrtsschein für den eigenen Hund bedeutet.
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Brizo grundsätzlich verstehe ich deine Ansicht total. Aber: 1. ist von "meilenweit" ja nicht die Rede, sondern wenn fast auf gleicher Höhe auf einmal angeleint wird.
Und 2. weißt du wie sowas dann in der Realität (zumindest hier) abläuft? Da leinen ich meinen Hund dann an, weil der andere könnte ja eventuell keinen Kontakt wollen und letztlich läuft dessen Hund dann in meinen rein. Das ist leider die Regel.
Ergo finde ich die Mentalität hier: Frontaler Freilauf (das meint weder Fuß noch konzentrierte relativ körpernahe Beschäftigung mit dem Halter) bedeutet man kann auch freilaufen lassen sehr angenehm.
Und wer keinen Kontakt möchte, dazu zähle ich in vielen Fällen leider auch, leine ich ab einer gewissen Distanz an. Und zwar schon bevor irgendeine Kommunikation, die auf die Entfernung noch ein "sich anschreien" nötig und angenehm möglich wäre. Ist man dann näher dran kann man ja fragen ob man wieder ableinen kann.
Aber wird gar nicht erst angeleint und die Person guckt mich an und ist locker, geht man hier davon aus dass es ok ist.Was ich aber auch nicht mache ist eben meilenweit vorher anleinen. Ein Hund braucht so oder so, selbst wenn Kontakt ok ist nicht 100m von seinem Herrchen weg auf uns zugeschossen kommen - meine Meinung.
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Wenn es Vorschrift ist und ich das Gefühl habe "erwischt" zu werden,dann kommt die leine dran. Synchrontänze oder absprachen mit anderen Hundehaltern (keine direkten Nachbarn) interessieren mich nicht. Die Zeiten sind vorbei und wenn ich mal genauer nachdenke, hat es sie auch nie gegeben. Ob andere Hundehalter einen bogen laufen wollen, sich in auffälliger pose am Horizont aufbauen oder durchs Unterholz schleichen, ist ihre Sache. Ich hab manchmal sogar den Eindruck, dass einige sich sogar darüber ärgern, wenn sie auf Hunde und Halter treffen, die sie überhaupt nicht wahrnehmen und links liegen lassen.
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Synchrontänze oder absprachen mit anderen Hundehaltern (keine direkten Nachbarn) interessieren mich nicht. Die Zeiten sind vorbei und wenn ich mal genauer nachdenke, hat es sie auch nie gegeben. Ob andere Hundehalter einen bogen laufen wollen, sich in auffälliger pose am Horizont aufbauen oder durchs Unterholz schleichen, ist ihre Sache. Ich hab manchmal sogar den Eindruck, dass einige sich sogar darüber ärgern, wenn sie auf Hunde und Halter treffen, die sie überhaupt nicht wahrnehmen und links liegen lassen.
und ich habe den Eindruck, daß sich HH mit solcher Einstellung wie Du sie hast, daran ergözen, die anderen HH Tänze vollführen, sich aufbauen, kriechen zu lassen und sich nicht dafür zu interessieren

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Natürlich sollte es so sein. Natürlich. Da widerspreche ich gar nicht. Aber wie viele Hund kennst du, die auch im Erwachsenenalter den Rückruf nicht befolgen und trotzdem freilaufen. Von Welpen/Junghunden, die noch lernen ganz abgesehen...
Du des ist mir eigentlich wurscht...klar gibts da einige. Aber wieder meine Philosophie: Jeder ist für seine Hunde verantwortlich.
MEINE hören auf den Rückruf und sind allgemein gut verträglich.
Ich muss aber immer mit der "Blödheit" der anderen rechnen. Das kann ich nicht beeinflussen sondern nur das, wie meine Hunde in solchen Situationen dann reagieren.In dem konkreten Fall hätte das geheißen: Indem wo die andere sich dann (zu spät) fürs anleinen entscheidet, hätte ich meine Hunde ran gerufen und gut wärs gewesen.
Wenn zu uns ein Fremdhund hingerannt kommt verhalten meine sich neutral und ich schicke den Eindringling bei Bedarf weg, oder wir gehen einfach ruhig weiter und beachten den anderen kollektiv einfach nicht. Der andere Hund/Besitzer kann dann machen was er für richtig hält..."wir" bleiben gelassen und darauf kommt es mir an
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und ich habe den Eindruck, daß sich HH mit solcher Einstellung wie Du sie hast, daran ergözen, die anderen HH Tänze vollführen, sich aufbauen, kriechen zu lassen und sich nicht dafür zu interessieren

Ja richtig. Manchmal muß ich sogar lachen, weil es lustig ausschaut und vollkommen überzogen ist.
Ps: Das "kriechen" hast du eingebaut. Hab noch nie jemanden für mich Kriechen lassen.
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