Therapiebegleithunde und Kastration

  • Ich kenne eine Hündin mit kompletter Assistenzhundeausbildung, aber ohne Zertifikat, weil sie nicht kastriert ist. Denn Kastration ist da auch vorgeschrieben. Die Hündin wird aber zur Zucht eingesetzt.

    Es ist ja auch insofern komplett idiotisch, da man dadurch tolle, wesenfeste Hunde mit einer Art "Leistungsprüfung" auch komplett aus der Zucht nimmt. Gerade bei Therapiehunden wäre es doch toll, wenn sich gut geeignete Hunde auch vermehren dürften (auch wenn das hier nicht deine Intention ist und es natürlich auch ohne Zuchtgedanken völlig legitim ist, ohne Not nicht zu kastrieren. Mein Rüde ist auch nicht kastriert).

    Brauchst du den Nachweis denn für deine Tätigkeit oder würde es genügen, dass du die Ausbildung absolviert hast, aber den Zettel halt nicht bekommst?

  • Wozu genau gibst du denn das "viele Geld" aus?
    Wird das von der Schule verlangt?

    Das meiste Geld haben bisher die beiden Seminarwochen gekostet. Da habe ich aber wirklich größtenteils wertvolle Informationen bekommen und es war auch sehr interessant. Darüber möchte ich mich gar nicht beklagen. Auch in den praktischen Einheiten haben Newton und ich viel gelernt.

    Von der Schule "verlangt" wird es streng genommen nicht. Ich fände es eben nur gut, wenn wir danach was "Offizielles" in der Hand hätten, nachdem ich jetzt schon so viel Zeit und Geld investiert habe.

  • Wie solltest du eigentlich durch die Prüfung fallen? So wie ich die kenne ist es eine Prüfung, die ziemlich objektiv ist (ganz geht eigentlich nicht). Und ja bei uns ist es auch so, dass der Hund 100% verträglich sein soll, was ich auch nachvollziehen kann.

  • Ich kenne eine Hündin mit kompletter Assistenzhundeausbildung, aber ohne Zertifikat, weil sie nicht kastriert ist. Denn Kastration ist da auch vorgeschrieben. Die Hündin wird aber zur Zucht eingesetzt.

    Es ist ja auch insofern komplett idiotisch, da man dadurch tolle, wesenfeste Hunde mit einer Art "Leistungsprüfung" auch komplett aus der Zucht nimmt. Gerade bei Therapiehunden wäre es doch toll, wenn sich gut geeignete Hunde auch vermehren dürften (auch wenn das hier nicht deine Intention ist und es natürlich auch ohne Zuchtgedanken völlig legitim ist, ohne Not nicht zu kastrieren. Mein Rüde ist auch nicht kastriert).

    Brauchst du den Nachweis denn für deine Tätigkeit oder würde es genügen, dass du die Ausbildung absolviert hast, aber den Zettel halt nicht bekommst?

    Eine Teilnahme-Bescheinigung über die beiden Seminarwochen samt Nachweis der bestandenen theoretischen Prüfung habe ich schon.

    Das Argument, dass man eine Zuchtzulassung anstrebt, zieht leider auch nicht. Man müsse sich entscheiden. Entweder wolle man einen Deckrüden oder einen "Therapiebegleithund". Weil wenn ein Rüde mal gedeckt hätte, hätte er sowieso keinen Nerv mehr für seine Arbeit...

  • Ja gut, aber es gibt doch Organisationen, die keine Therapiehunde, sondern dezidiert Schulhunde ausbilden. An die würde ich mich wenden, wenn ich was offizielles in der Hand haben möchte, um den Hund in der Schule zu legitimieren.

    Ich weiß halt nicht, was man da noch sagen soll.
    Ich darf meinen Hund mit zur Schule nehmen und habe nie einen Cent für ein Training oder irgendeinen Schein bezahlt. Und niemand hat mir je gesagt, ich müsse meinen Hund kastrieren.
    Ein Zertifikat eines bundesweit anerkannten Vereins hab ich trotzdem, ebenso wie eine Versicherung im Hintergrund. Außerdem kann ich kostenlos alle möglichen Fortbildungen machen und mich jedes Jahr in zahlreichen Seminaren weiterbilden lassen.

    Wenn eine Kastration verlangt wird, würde ich mir in den offiziellen Dokumenten des Vereins vorlegen und zeigen lassen, wo das steht.
    Wenn es drin steht, musst du entscheiden, ob du dich dem fügst. Wenn nicht, müsste man sich einig werden oder du gehst heraus.
    Ggf kannst du dich noch auf diese Klausel stützen, dass ein gesunder Hund Nivht grundlos kastriert werden muss (hab den Tierschutzparagrafen nicht im Kopf).

  • Beim Therapiehund wäre mir die Kastration egal. Denke auch, dass es da nicht drauf ankommt.
    Ein Blindenführhund, der eine behinderte Person sicher durch den Straßenverkehr bringen soll, sollte nicht über die Straße rennen wenn da eine läufige Hündin unterwegs ist. Da würde ich auch zur Kastration raten.
    Man kann das aber auf keinen Fall vergleichen.

  • Die Ausbilderin wrid doch sicher noch etwas mehr zu ihrer Einstellung beitragen können.
    Welche Vorteile sieht sie, welche Gefahren, was hat sie konkret erlebt?

    Die Ausbildungsangebote Therapiebegleithund und tiergestützte xy sind derzeit sehr modern und wahrscheinlich ist die Qualität der jeweiligen Institute auch höchst unterschiedlich und auch die Erfahrungen der Trainer so verschieden wie bei vielen Hundeschulen.

    Bei Blindenführhunden und Behindertenassistenzhunden , die autark und verlässlich arbeiten, kann ich mir den Vorteil einer Kastration bei Rüden gut vorstellen.
    Anders bei den Therapiebegleithunden, die immer unter dem Einfluß des Hundehalters stehen.
    Da sehe ich die Notwendigkeit eigentlich nicht.
    Kommt auch auf den Hund an.
    Vor dessen 3. Lebensjahr und einem gewissen Erwachsensein würde ich keine Entscheidung treffen.

    LG, Friederike

  • Das Argument, dass man eine Zuchtzulassung anstrebt, zieht leider auch nicht. Man müsse sich entscheiden. Entweder wolle man einen Deckrüden oder einen "Therapiebegleithund". Weil wenn ein Rüde mal gedeckt hätte, hätte er sowieso keinen Nerv mehr für seine Arbeit...

    Das klingt fürchterlich inkompetent...so leid es mir tut...

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