Kleine Alltagshilfen bei der Erziehung

  • hatten viele Stürmchen dieses Jahr und viele Wums An was kann es denn liegen ? Das frage ich mich immer

    Hat er auch vor Gewitter Angst? Dann könnte das auch damit zusammenhängen. Dann generalisiert er, dass vor Gewitter der Wind kommt und er hat inzwischen schon Angst vor der Angst.

  • Hi,

    @Luna 77: Fühl Dich umarmt, wir haben unseren Leinenpöbler auch bekehrt. Dieses Glücksgefühl kann nur der richtig von ganzem Herzen verstehen, der das bei seinem Tier auch miterleben musste...


    @dalai_Lina: Ja, manchmal find ichs auch beglückend. Ab und an geh ich nur mit der Kamera raus und mach Naturaufnahmen. Bei uns in der Nähe sind Eisvögel und Haubentaucher. Nur wer Interesse hat, Natur in Düsseldorf und Mikkki eingeben.

    In der letzten Zeit war es aber eher seltener, wenn schönes Wetterwar war ich mit Sino draußen...

    LG

    Mikkki

  • Leinenpöbeln: Männe hat mich mal drauf hingewiesen, dass ich relativ unbewusst einen Bogen um fremde Hunde schlage. aus Höflichkeit und um es Maja mit größerem Abstand einfacher zu machen, vermute ich mal -- Maja hat das aber so interpretiert, dass die fremden Hunde irgendwie gefährlich sein müssen... inzwischen gehe ich bewusst geradeaus weiter oder minimal auf den anderen Hund zu und Madame ist meist deutlich entspannter

  • @Michi69 ich kenne solche Phasen von meiner früheren Schäferhündin. Die war eigentlich ein selbstbewußter Sonnenschein, hatte aber immer wieder Phasen von plötzlich auftretender Geräuschempfindlichkeit. Die war weder kastriert noch hatte sie was mit der Schilddrüse, nur wenige Probleme lassen sich damit erklären ;) Ich glaube einfach das sie rassetypisch sensibel war. Das fing an mit 2 Jahren, warum wieso, keine Ahnung. Ich habe gelernt ihr Sicherheit zu geben, einen Moment Zeit und sie dann weiter zu führen. Im Grunde was es kein großes Problem, weil es nur phasenweise auftrat.

    Zum eigentlichen Thema .... die beste Erziehungshilfe ist manche Dinge nicht so ernst zu nehmen. Es gibt tolle Tage und dann wieder solche wo nichts geht. Am besten darüber lachen und es morgen erneut versuchen, wenn ich alles zu verbissen sehe, wird es nur schwerer.

  • Hi,

    da stimme ich Dir voll und ganz zu. Aber wenn man mitten drin ist im Schlammassel, ist ja jetzt egal welche Unart der Hund hat, und an die eigene Schmerzgrenze gekommen ist, dann möchte man halt das sich schnell was ändert.
    Und am liebsten j e t z t .
    Jetzt wo bei uns der Druck raus ist, ja da stellen wir halt auch fst, an manchen Tage kriegt der Hund nicht genug auch neue Dinge zu lernen und an anderen Tagen gehen selbst altbekannte Kommandos nur mühsam. Die Ruhe zu sagen na dann klappts halt morgen wieder und heute eben ein bisschen mehr Leine, die muss man erstmal kriegen.

    Ich will nochmal kurz einen wesentlichen Punkt beim Hundetraining / Erziehung erläutern. Wichtig ist es zwischen Reiz und Reaktion eine Pause fest zu installieren, in welcher man steuernd eingreifen kann.

    Z.B. Hund absitzen lassen Dummy verstecken, zum Hund zurückkehren belohnen und erst dann den Dummy suchen lassen.

    Ihr werdet sehen beim Hund passiert etwas ganz erstaunliches.

    Anfänglich hält er es kaum aus, und er kommt vielleicht sogar hinterher. An dieser Stelle abbrechen den Hund zurückbringen und ablegen. Dann erneut, vielleicht nicht ganz so weit gehen.

    Am Anfang ist der Hund hibbelig bis aufgeregt, dann aber, wenn er merkt er darf tatsächlich etwas zeitversetzt doch noch ran, dann wird er im Laufe der Zeit ruhiger weil er weiss er bekommt sein Erfolgserlebnis. Und dann geschieht die wundersame Wandlung, er wird ruhig, kann abwarten und konzentriert sich auf Euch und das was Ihr ihm vorgebt. Das kann man in allen möglichen Abwandlung auch in den ganz normalen Alltag einbauen, gewürzt mit Belohnungen und feiern habt Ihr einen direkten Draht zum Hund, weil er bereit ist auf Euch zu achten...

    LG

    Mikkki

  • habt Ihr einen direkten Draht zum Hund, weil er bereit ist auf Euch zu achten...

    Und wenn man einen Hund hat, der im Gehorsam noch nicht so weit ist, kann man dieses "auf seinen Menschen achten" üben, indem man überraschende und spannende Dinge tut - ohne den Hund mit Kommandos zu belästigen, die sowieso noch nicht sitzen.

    Da kann man sich einen hohlen Baum von innen angucken, verträumt im Laub herumkramen, in einen Maulwurfshügel pieken oder sich die Schuhe neu binden. Wenn man bei all diesen ernsthaften und wichtigen Tätigkeiten außerdem noch zufällig verborgene Leckerchen entdeckt, passt der Hund von ganz alleine auf, dass er nix verpasst, wenn man zum Abenteuer aufbricht.

    Ich habe das früher ganz oft gemacht, weil mein Hund sich draußen mental komplett von mir verabschiedet hat, ich ihr aber trotzdem den Freiraum und die Entspannung des Rennens ermöglichen wollte.

  • das "Angstproblem" bestand 2 Jahre lang nicht und plötzlich wird der Hund zunehmend ängstlicher.

    Duke ist schon von klein auf ein sehr ängstlicher Hund gewesen. Er erschreckte sich sogar vor einen herunterfallenden Laubblatt, knurrte Ameisen an etc. Die Rasse ist von haus aus eher sensibler, aber bei ihm lief eben bei der Zucht schon einiges schief :-/
    ich meinte damit, 2 Jahre machte ihm der Wind drin nix aus, und dann plötzlich doch und dann noch in solchen Ausmass :-( Wie auch das mit den Flugzeugen plötzlich da war, wie dann auch wieder weg.
    Der Test war letztes Jahr im Sommer, aber werde das dann doch nochmal anschaun lassen. Er entwickelt sich ja jetzt zum Mann, das merk ich auch an dem das er plötzlich scharrt nach seinen Geschäft. Als er Jung war, machte er niemals ausserhalb des Gartens sein grosses Geschäft, er wollte ja nicht entdeckt werden.
    Ok, dann werde ich mich mit unseren TA nächste Woche gleich mal kurzschliessen.

  • Hat er auch vor Gewitter Angst? Dann könnte das auch damit zusammenhängen. Dann generalisiert er, dass vor Gewitter der Wind kommt und er hat inzwischen schon Angst vor der Angst.

    Solange kein Sturm im Spiel ist, macht ihm der Donner etc nix aus. Ich konnte mit ihm auch an Sylvester raus als gebollert wurde. :ka:

  • @Michi69 ich kenne solche Phasen von meiner früheren Schäferhündin. Die war eigentlich ein selbstbewußter Sonnenschein, hatte aber immer wieder Phasen von plötzlich auftretender Geräuschempfindlichkeit. Die war weder kastriert noch hatte sie was mit der Schilddrüse, nur wenige Probleme lassen sich damit erklären ;) Ich glaube einfach das sie rassetypisch sensibel war. Das fing an mit 2 Jahren, warum wieso, keine Ahnung. Ich habe gelernt ihr Sicherheit zu geben, einen Moment Zeit und sie dann weiter zu führen. Im Grunde was es kein großes Problem, weil es nur phasenweise auftrat.

    Zum eigentlichen Thema .... die beste Erziehungshilfe ist manche Dinge nicht so ernst zu nehmen. Es gibt tolle Tage und dann wieder solche wo nichts geht. Am besten darüber lachen und es morgen erneut versuchen, wenn ich alles zu verbissen sehe, wird es nur schwerer.

    Ist interessant, da sich ja die Hunde nochmals zwischen den 2-3 LJ weiter entwickeln. :???: Ich kenne das alles und sehe das auch nicht verbissen . Gerade bei ihm nicht, da er eh ein Mimöschen ist. Diese Phase dauert aber nun schon ein halbes Jahr an, und es wird nicht besser..und wie gesagt hat er draussen kein Problem mit Sturm. Mit allen anderen für ihn schrecklichen Dinge :hust: komme ich ja klar und zurecht, aber damit weiss ich halt nicht mehr weiter :ka:

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