Kleine Alltagshilfen bei der Erziehung

  • Da kann man sich einen hohlen Baum von innen angucken, verträumt im Laub herumkramen, in einen Maulwurfshügel pieken oder sich die Schuhe neu binden. Wenn man bei all diesen ernsthaften und wichtigen Tätigkeiten außerdem noch zufällig verborgene Leckerchen entdeckt, passt der Hund von ganz alleine auf, dass er nix verpasst, wenn man zum Abenteuer aufbricht.

    oh ja :gut:
    das hab ich auch ganz viel gemacht, als Maja klein war. hat uns beiden Spaß gemacht!
    Und sie ist wirklich ein sehr aufmerksamer Hund geworden. ob das nun daran liegt oder Charakter ist, sei dahin gestellt ;)

  • Wenn es um eine Übung geht die nicht lebensnotwendig ist, wie z.B. einen Trick und man nicht weiterkommt. Einfach einige Wochen oder Monate Pause machen. Erstaunlicherweise klappt es manchmal nach einer Trainingspause auf anhieb.

  • Ich hab gestern mal den Trick befolgt, gesteigertes Interesse an dem Loch zu Zeigen an dem Madame geade buddelte. Wegen 'ernst nehmen' und bliblablubb.. So als gemeinsame Aktivität die zusammen schweißt... und dann wollte ich eben was spannenderes für uns beide suchen....
    Joa... Pustekuchen! Ich musste sie mit roher Gewalt am Geschirr da weg schleifen, die hat sich 100% gedacht "Whoa..!!!! Also wenn sogar Frauchen das Loch super findet, muss da mindestens das Bernsteinzimmer drin liegen! Ich bin doch nicht bescheuert und geh hier wech.... :gott: "
    Die war hinterher richtig verwirrt, ich glaub sie konnte nicht verstehen warum ich mich erst wie bolle über nen mysteriösen Schatz freue und ihn dann einfach liegen lassen will :omg: :hilfe:

    Naja, Versuch mach kluch :D

  • Du sollst ja auch nicht Interesse an IHREM Loch haben, sondern ihre Aufmerksamkeit auf DEIN Superdupermegairgendwas lenken. Wenn dein Hund an einem Mauseloch klebt, gehst du fünf Schritte weiter und untersuchst extrem interessiert den Waldboden. Am besten mit dem Rücken zu ihr und unter zuhilfenahme merkwürdiger Lautäusserungen, wie “Hui“ oder “Boah“ und “Wahnsinn“.
    Wenn dann noch wie aus dem Nichts Leckerchen in deinem Dunstkreis auftauchen, sobald der Hund neugierig ist, hast du einen Schatten. :D

  • Hi,

    und zwar einen konzentrierten Schatten. Das Schöne bei Hunden ist, dass sich auf relativ einfache Art solche gewünschten Verhaltensweisen verfestigen lassen. Man muss nur regelmäßig dafür sorgen, dass die gewünschten Verhaltensweisen nicht unbewusst sogar bestraft werden oder man nachlässig damit umgeht.

    Fiktives Beispiel: Wenn Hund raus muss soll er HH am Oberschenkel stupsen. da geht dann ein "Hau ab ich will Fernsehen" gucken gar nicht. ( Blödes Beispiel, hab erst eine Tasse Kaffee getrunken) aber Ihr wisst was ich meine.

    Andereseits: Durch die kleine Denkpause zwischen Reiz und Reaktion kann man ein verhalten wunderbar umlenken. Unterbrechen wir das Fixieren nur kurz mit einem " schau" wird er dafür belohnt und das ganze verhalten nach dem Fixieren sonst unvermeidbar fällt weg.
    Und da es wegfällt hat Sino sogar das Fixieren fast völlig vergessen. Da muss man halt ein bisschen aufpassen dass es sich nicht wieder einstellt.

    Das beschrieben geht mit fast jeder gewünschten Verhaltensweise. Und je entspannter und konzentrierter der Hund ist, und je größer die Bindung, desto leichter und schöner ist das Leben mit Hund...

    LG

    Mikkki

  • Eine kleine Hilfe für verfressene Gierschlunde:

    Einen Topfdeckel auf die Futterschale legen. Erst wenn der Hund ruhig und brav wartet, wird der Deckel abgenommen.
    Kann man auch wunderbar mit Kommandos verbinden.

    Mit dieser kleinen Hilfe (den Tipp hab ich von einer anderen Hundehalterin bekommen) hat sich mein kleiner Gierschlund, der den Futternapf geleert hat, noch bevor er den Boden berührte, innerhalb kurzer Zeit und ganz entspannt zu einem Hund gemausert, der aller Gier zum Trotz sich sofort hinsetzt und auch ohne Deckel wartet, bis er das Ok bekommt.
    Nebenbei hat er dadurch das "Hol's dir" gelernt und das "Warte" hat sich gefestigt.

  • Hallo,

    bei uns ist es auf jeden Fall unerer Hundentrainer, der eine ganz hervorragende Leistung gemacht hat (da unserer Hund aus einem Tierheim ist und am Anfang war es mit dem gehörchen überhaupt nicht einfach), dann hat uns vieleicht etwas überraschend das Spielzeug von unserem Bello geholfen (dank dem hat er vertrauen zu uns bekommen) und was für mich auch eine Hilfe war ist die Pet Monitor App. Ich kann da jeder Zeit von der Arbeit aus nachschauen, wie es so meinem Bello geht und was er so zu Hause treibt (ob er nicht unsere Wohnung zerstört) :)

    LG

  • Ich hab gestern mal den Trick befolgt, gesteigertes Interesse an dem Loch zu Zeigen an dem Madame geade buddelte. Wegen 'ernst nehmen' und bliblablubb.. So als gemeinsame Aktivität die zusammen schweißt... und dann wollte ich eben was spannenderes für uns beide suchen....
    Joa... Pustekuchen! Ich musste sie mit roher Gewalt am Geschirr da weg schleifen, die hat sich 100% gedacht "Whoa..!!!! Also wenn sogar Frauchen das Loch super findet, muss da mindestens das Bernsteinzimmer drin liegen! Ich bin doch nicht bescheuert und geh hier wech.... :gott: "
    Die war hinterher richtig verwirrt, ich glaub sie konnte nicht verstehen warum ich mich erst wie bolle über nen mysteriösen Schatz freue und ihn dann einfach liegen lassen will :omg: :hilfe:

    Naja, Versuch mach kluch :D

    Du hast das Bernsteinzimmer liegenlassen???? Meine Güte, wie konntest Du nur!!! :( :( :( Generationen suchen das Ding, und Du läßt es nach dem Fund einfach liegen......
    *lach.....

    Ich laß den Hund dann einfach buddeln - wenn er meint , es macht ihn glücklich (und ich hab gnügend Zeit!), soll er doch *gg
    Spätestens, wenn er gemerkt hat, das mit dem Bernsteinzimmer war ein Fake, und er findet nix, geht er schon weiter. Aber Fraule hat ihn ernst genommen und auf ihn gewartet. Und Hundi is glücklich. Was will frau mehr.... :-) Meist war das dann auch das letzte Loch auf dem Spaziergang, das ausgebuddelt wurde, weil sie sich ausgetobt haben an dem Einen.

    Meine Frieda wollt sich auch mal durch die Erdkugel durchbuddeln und auf der anderen Seite dann umgucken. Dummerweise stieß sie irgendwann auf nen größeren Stein, den sie mit den Zähnen zu vernichten und entfernen suchte - da kennt die nix... *aua.... Bei sowas brech ich dann auch mal gepflegt ab - die Dinger sind zwar eh hin bei ihr, aber wer braucht schon abgebrochene kaputte Zähne.... *gg

    Nunja - man muß alles mal ausprobieren. Sowohl als Halter als auch offenbar als Hund :-) Muß ja nicht alles bei jedem helfen.

  • Ich habe auch noch einen simplen Alltagstrick: Wenn man irgendwo warten muss oder dem Hund signalisieren will, dass jetzt nichts passiert: Fuß auf die Leine stellen. (Die Handschlaufe kann man ja zur Sicherheit in der Hand behalten.)

    Das klingt so banal, aber es hat bei meinem Hund echt Wunder gewirkt. Wenn man beim Warten (Bushaltestelle, Restaurant, Tratsch mit Nachbarn) die Leine einfach nur in der Hand hatte, hat sie immer angefangen, in irgendeiner Form Mist zu machen und hampelte die ganze Zeit um einen rum. Mit Leine am Boden und meinem Fuß drauf macht sie Pause.

    Mit dem Fuß auf der Leine braucht man auch kein Kommando: Es ist egal, ob der Hund steht, sitzt oder liegt. Man muss nicht dauernd korrigieren oder den Hund ruckartig von irgendwas wegrupfen, wenn er Unfug macht. Man steht einfach locker mit dem Fuß auf der Leine und kann den Hund ignorieren, wenn er doch mal irgendwelche Faxen versucht. Die Leine hat dadurch immer den gleichen (kleinen) Radius und der Hund merkt ganz schnell, dass sich daran vorerst nichts ändert und man sich genausogut entspannen kann.

  • Der Trick ist wirklich gut. Aber man muss aufpassen, dass man wirklich sicher auf der Leine steht und der Hund nur wenig Leine hat. Pino ist mal durchgestartet und mir hat es die Füsse weggehauen. Da sass ich dann auf meinem Hintern. Aua!
    Das passiert, wenn man nicht aufpasst wie man steht. :D

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