• Ich sitze im Moment in der Küche und er sitzt auf meinem Schoß alles andere geht nicht. Und der Hundetrainer hat gemeint wir sollen mit der Räumlichen trennung auf Minutenbasis anfangen da Hunde kein Zeitgefühl haben

    Was soll man jetzt dazu sagen? Warum geht's nicht, dass du in der Küche sitzt ohne den Hund auf dem Schoß zu haben?

    Ihr müßt euer Verhalten mal überdenken und euch ändern, bevor ihr euren Hund ändern könnt.
    Wenn das alles ist, was der Trainer gesagt hat und ihr auch nicht mehr gemacht habt, war es kein guter Trainer.

  • Heißt das, der Hund sitzt immer bei einem Familienmitglied auf dem Schoß, sobald ihr euch hinsetzt? Ist er immer in eurer Nähe?
    Ich glaub, ihr habt den Hund nach Strich und Faden verwöhnt und zu einem Kontrollfreak erzogen.

    Ist er auch aber von Anfang an er sitzt jetzt neben mir und ist nur am pienzen und ich weiß noch nicht mal warum. Ist mich nur am ablecken und kratzt an mir.

  • Also wenn ihr immer nur sagt, er macht dieses nicht und er kann jenes nicht, dann werdet ihr nicht weiterkommen...

    Alles was vorgeschlagen wird, wird gekontert... Also irgendwo müsst ihr schon mal die Ärmel hochkrempeln und anpacken... Er bleibt nicht auf seinem Platz? Nun ja, dann wird halt das als erstes trainiert...

  • Kontrollzwang resultiert ja aus Angst. Es klingt eben ein bisschen...unsympathisch, ist aber nur ein Grund für die Angst.

    Die Ursache ist aber meistens eine andere.weswegen man keine allgemeingültige Trainingstipps geben kann.

    Ist es Kontrollzwang, entstanden aus Überbevormundung des Hundes zbs., oder leidet der Hund unter Trennungsangst auf Grund, falsch gelerntem Alleine bleiben, zweiter oder 3. Besitzer, usw.... ;)

    Man muss das Problem im ganzen sehen. Erst dann kann ein gezieltes Training aufgebaut werden.
    Dazu gehört dann eben auch, den Hund live zu sehen. Denn je nach Ursache, die zur Entstehung des Problems geführt haben, zeigt der Hund gewisse Verhaltensweisen und Körpersprache.

  • Ich würde den Hund mal wie einen Hund behandeln und nicht wie ein plüschtier. Runter vom Schoß, Privilegien (garten jederzeit frei benutzbar) einschränken, damit der Hund überhaupt erst mal feste Strukturen kennenlernt, dass er nicht alles immer haben kann.
    Darauf aufbauend das Training auf dem Platz zu bleiben, dabei rumlaufen, Räume verlassen mit offener Tür, tür 1sekunde zu, Tür wieder auf und immer weiter steigern. In der Trainingsphase nicht alleine bleiben, damit er aus der Angst und Panik erst mal heraus kommt. Mit dem täglichen Stress im Nacken kann er gar nicht effektiv neues lernen.

  • Besorgt euch ein Art Welpenstall. Alternativ tuts für den Moment auch eine Leine, um sicherzustellen, dass er den zugewiesenen Platz nicht verlässt ;)
    Und dann wird er nicht direkt alleine gelassen, sondern lernt zunächst nur, dass er euch nicht die ganze Zeit am Hintern kleben muss/soll. während ihr euch im selben Raum aufhaltet.

    Wenn er heult oder Sachen zerstört sind die Anforderungen zu hoch. Es liegt in euer Verantwortung dem Hund die Aufgaben so kleinschrittig zu stellen, dass er sie auch bewältigen kann.

  • Haben wir doch, aber er bleibt noch nicht mal auf seinem Platz liegen.

    Das muß er lernen! Das geht nicht einfach so, nur weil ihr das jetzt so haben wollt.

    Spiel mal neben seinem Platz mit ihm, hock dich neben ihn, werfe Leckerlies - auch auf seinen Platz. Wenn er drin ist, ganz viele hinterher und loben.

    Das ganze mit Clicker aufgebaut - auch den Clicker muß er vorher kennenlernen, hilft sehr gut.

  • er sitzt jetzt neben mir und ist nur am pienzen und ich weiß noch nicht mal warum

    Weil er deine gesamte Aufmerksamkeit haben will.
    Ich würd den Hund vom Schoß verbannen, das muß aufhören.
    Wenn mich irgendwer, egal ob Mensch oder Tier, den ganzen Tag verfolgen und an meinem Rockzipfel hängen würde, ich würd durchdrehen.

    Schick den Hund in sein Körbchen und wenn es sein muß, hundertmal am Tag.

  • Man muss einem Hund natürlich auch erst mal beibringen dass er auf seinem Platz bleiben soll! Wenn er 100 mal aufsteht, packt ihr ihn eben 101 Mal wieder darauf! Irgendwann wird auch er es kapieren.

  • Einen Hund, der so extrem reagiert, wenn er nicht bei euch sein kann, würde ich nicht mal eine Minute am Stück allein lassen zu Beginn.
    Da reichen wahrscheinlich 10 Sekunden und weder um das Weggehen, noch um das Wiederkommen wird viel Bohei gemacht. Es ist das normalste der Welt!

    Vielleicht kauft ihr ihm wirklich eine Box oder einen Welpenauslauf und dann bringt ihr ihm mal bei, dass das sein Platz ist, sein Ort an dem er seine Ruhe hat und entspannen kann.
    Er wird dort gefüttert, bekommt dort sein Kauzeug, vielleicht einen Kong zum Ausschlecken. Anfangs würde ich ihn da nur reinsetzen, wenn ihr im gleichen Zimmer seid und er euch im Blick haben kann, damit er das nicht gleich negativ verknüpft. Beschäftigt euch irgendwie, der Hund ist dabei, aber er ist nicht der MIttelpunkt.
    Wenn das klappt und er wirklich mal entspannt ist und am besten sogar mal schläft, dann würde ich damit anfangen auch mal den Raum zu wechseln. Nichts sagen, einfach kurz rausgehen und wieder reingehen.
    Wenn ihn das nicht mehr interessiert, könnt ihr die Zeit langsam ausdehnen.

    Edit: Wenn er raunzt, ignorier es, solange du ohnehin im selben Raum bist!
    Beim Alleinbleibtraining dann ist es ein Zeichen, dass es einfach zu lange war.


    Das wird sehr lange ((nicht ein paar Wochen, sondern Monate) dauern, bis er sich daran gewöhnt hat, aber wenn ihr dran bleibt und wirklich kleinschrittig übt, denke ich schon, dass er es lernen kann.

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