Rückruf ... bestimmt schon 1000x gefragt !

  • Hallo!
    Ben ist ja seit gut 8 Wochen bei uns und Zuhause hört er wirklich super, macht schön Sitz, Platz, Bleib und kommt auch meistens (zu 98%)!
    ABER wenn wir draußen unterwegs sind und er frei läuft, dann geht leider nicht mehr wirklich viel :verzweifelt:
    Da ist JEDER und ALLES interessanter und wichtiger als ich, da sind die Ohren auf durchzug. Kein "zu Mir" der Welt hilft hier mehr :headbash:
    Ich würde nun gerne mit der Schleppleine arbeiten, könnt ihr mir sagen wie ich über die Schlepp einen gscheiten Rückruf aufbauen kann und mir vielleicht auch Tipps zur Schlepp (Kaufempfehlung?!) geben könnt?

  • Mein ganz persönlicher Weg ist, selbst interessanter zu werden. Was mag der Hund, woran hat er Spaß? Wie sieht euer Spaziergang aus?, viele andere Menschen/Hunde?, könntet ihr erst mal etwas "einsamer" laufen? Ich mache Wald- und Wiesen-Agi, Suchspiele, Tricks, Spielzeug jagen, gemeinsam erkunden und entdecken, wir laufen im Normalfall wirklich gemeinsam..., auch plötzliche Richtungswechsel oder verstecken fördern im Aufbau des Ganzen die Aufmerksamkeit, was aber letztlich genau so wenig Dauerzustand werden soll, wie permanente Bespaßung. Zu mir schauen/Kontaktaufnahme wird bestätigt, anfangs immer.
    Grisu war auch eine Zeit an der Schlepp, aber rein, um den Erfolg beim Durchstarten zu verhindern. Der Rest: siehe oben. Ich setze mit der Schlepp kein Kommando durch und baue darüber auch keinen Radius oder Rückruf auf (weswegen er an der längsten Schlepp war, die ich finden konnte...). Meine Hunde lernen, Frauchen ist eh toller, mit mir hat man den meisten Spaß.
    Mir ist völlig bewusst, dass das sehr viele Hundehalter gar nicht wollen (allerdings wird das mit einem durchschnittlichen Aussie zu schaffen sein, daher habe ich hier geschrieben). Ich will und brauche keine "außenfokussierten" Hunde. Dafür haben es meine Hunde bis auf Grisus Fall des "ausgebremst-werden" wenn nichts mehr zog, fast nur über "Yipieh, Frauchen ist toll!" gelernt. Kein Schimpfen, kein "durchsetzen", keine Machtkämpfe, kein ausdiskutieren. Grundregeln gibt es natürlich (nicht-jagen fällt mir da so spontan ein), aber der Fokus lag und liegt darauf, dass die Hunde sich immer freudig umdrehen, wenn ich sie anspreche und selbst das Gemeinsame und jede Interaktion mit mir sehr schätzen.

    Falls das für dich in Frage käme, würde ich erst mal möglichst einsam spazieren gehen, dazu wirklich Freude an jeder gemeinsamen Aktivität fördern, egal was und jedes Erfolgserlebnis durch Selbständig-machen mittels Schlepp verhindern. Keine Kommandos üben, sondern wirklich rein ein "Yeah, Frauchen/Herrchen will was von mir" aufbauen. Wie gesagt, nur mein Weg, wenn ich einen sehr außenfokussierten Aussie-Junghund aufnehmen würde....

  • Hallo,
    schau mal hier:
    http://markertraining.de/series/komm-zu…cheren-ruckruf/

    Veilleicht findest du was, was du umsetzen kannst/magst.

    Zur Schleppleine:
    Es kommt auch drauf an wie groß und schwer der Hund ist.

    Ich mag ganz dünne Kordelschleppleinen. Ich nutze die 15m ab und zu.
    Arek ist 11kg schwer und auch wenn er sich reinhängt, ist sie reißfest. Arek mekrt die Schleppleine gar nicht so dass ich wirlich den Freilauf simulieren kann.
    (Bei ner dicken schlappeline aus Gurtband, geht Arek keine 5 Meter von mir weg - da ist mit üben nicht viel)

    Nachteil:
    Sie verknotet schnell und kann bei Hundespiele gefährlich werden - durch reibung können Brandverletzungen endstehen (ich mach die Schleppleine grundsätzlich bei hundebebegnungen ab)
    Vorteil:
    sie ist sehr leicht und sehr klein - nimmt wenig Platz weg so dass ich sie immer dabei haben kann.
    Auch bei Nässe wird sie nicht schwer, nimmt kaum Schmutz auf. Einmal in der dusche abspühlen, aufhängen zum trocknen und in 2h kann man sie wieder benutzen.
    Sie ist sehr billig.

    Dann die Biothane-Schleppleine.
    sehr Robust, nimmt keinen Schmutz auf, verknotet nicht, leicht abwischbar, leichter als eine GurtbandSchleppleine.
    Guter Halt/Grifig weil sie halt gummiartig ist.
    Die teuerste Schleppleine.
    (Es gibt neuerdings auch PVC-Leinen die billiger und ähnlich wie Biothane sein soll - habe ich aber noch nie gehabt)

    Gurtband-Schleppleine.
    Sehr griffig und robust - verknotet nicht ganz so schnell.
    saugt sich aber bei schlechtem wetter schnell voll und wir recht schwer.
    Oft haben die einen Ledergefütternen Griff/Handschlaufe die ich sehr angenehm finde (ich nehme die 5m Gurtschlepp für Fährtensuche)

    Wichtig ist dass du die Schleppleine nur mit Geschirr benutzt.
    An weiten, überschaubaren Flächen.
    (Im Wald ohne breiten Waldweg ist das absolut nervig)

    Benutze die Schleppleine nicht um ihm zu zeigen "ich habe die Kontrolle über dich!" - also wenn du rifst und er nicht höhrt, zerre ihn nicht zu dir um ihm zu zeigen, dass er zu höhren hat.
    Ich habe die Schlepp "nur" benutzt um den Hund zu sichern, dass er mir keinen Blödsinn anstellt.
    Ich habe ihn anfangs gar nicht groß gerufen - nur wenn er nicht zu abgelenkt war.

    Jedes mal freiwillig zu mir kommen habe ich belohnt - das hat sehr schnell geklappt. dann habe ich ein Rückrufwort eingebaut, wenn er bereits auf dem Weg zu mir war.
    dann habe ich geguckt dass mein hund nicht zu abgelenkt war (beim schnüffeln, beim buddel, wenn er Vögel fixiert hat - habe ich gar nicht erst gerufen) - wenn er nicht soll abgelenkt war, habe ich ihn gerufen. Dann auch in abgelenkten Situationen.

    Mein Rückrufwort ist nicht gut genug dass ich ihn in doll abgelenkten Situationen zurück rufen kann.
    das ist für mich OK und ich rufe ihn nicht wenn er was "ungefährliches" macht.
    Dafür kenne ich mittlerweile auch meinen Hund gut genug dass er "keinen Blödsinn" anstellt. (Diese Erfahrungen habe ich an der Schleppleine gesammelt)

    Für den Norfall habe ich einen Super-Rückruf.
    ich habe eine Hundepfeife die immer am Schlüsselbund ist (also auch nie vergessen werden kann).
    Während der normale Rückruf mal ne Belohnung, mal gar nichts einbringt, gibt es beim Super-Rückruf IMMER was super tolles.

    Angefangen haben wir in der Wohnung mit Nassfutter.
    Pfiff und dann gabs Nassfutter.
    draußen dann mit Käse, leberwurst, nem tollen Kauknochen usw.

    Erst in Situationen wo er nicht abgelenkt war, mittleriweile und sehr schnell, kann ich ihn von so ziemlich allem zurück"pfeifen".
    Der Superrückruf wird aber nur selten genutzt und auch geübt (1-3 mal am Tag - nicht täglich)
    Wenn ich mal den Pfiff 2 mal am tag anwenden musste, sorge ich dafür dass mein Hund in keine Situation mehr kommt wo ich ihn benutzen muss (er kommt dann an die Schleppleine - meistens in fremder Umgebung-war aber erst 1 oder 2 mal der Fall)

    ganz wichtig beim Rückruf:
    Wenn er nicht sofort kommt, dann irgendwann bei dir ist,d arfst du ihn nicht "betsrafen" - lobe ihn dass er zu dir gekommen ist, Spiele vielleicht kurz was mit ihm.
    Richtig belohnen würde ich ihn aber nicht für den "zögerlichen Rückruf".

    Bleibe beim Belohnen Abwechslungsreich.
    Mein Hund steht total auf Futter - ein zerrspiel oder Streicheln - damit brauch ich ihm als belohnung nicht kommen.
    Aber es gibt viele Hunde für die ist so was auch super. Oder wenn er gerne Bällchen spielt - benutze das als Belohnung.

    Verknüpfe das "an die Leine genommen werden" positiv.
    Wenn mein hund aus dem Freilauf wieder an die Leine kommt, bekommt er meist noch was - was essbares, ein kurzes Spiel, eine kurze Übung - Spass mit mir AN der Leine.
    Mein Hund hat keine Probleme damit - er hat leine nie mit "Freiheitsentzug" verknüpft - sondern mit "gibt noch was schönes wenn der Karabiner zuklickt"

    Viel Erfolg euch!

  • Käse.
    Ich geh in die Knie, mache Handzeichen und rufe ganz freudig "Hiiiieeer!" oder pfeife. Sie ist so verfressen bzw. käsegeil, dass sie auch unterwegs freudig angelaufen kommt. Das untestütze ich mit "Jaaa, schneeell!" plus ausgiebigem Loben.
    Sollte sie sehr abgelenkt sein, laufe ich deutlich hektisch in die Gegenrichtung, haben wir zwar erst zweimal gebraucht, hat aber gut gewirkt.

    Und ich hab mich ein paar Mal, als sie nicht aufgepasst hat, wo ich bin, hinter einem Baum versteckt und gepfiffen. Sie ist gleich angeflitzt gekommen, es gab Bravo-Party und seitdem hört sie zuverlässig auf Pfiffe.

    Als Schlepp haben wir uns für eine dünne Rebschnur aus dem Motorradzubehörhandel entschieden. Ist viel leichter, ebenfalls reissfest (Hundi hat ja nur 3kg zZ) und 20m lang.
    Wirklcih damit aus waren wir erst einmal, zum Wühlmauslöchersuchen. Da hätte ich sie genausogut frei laufen lassen können, weil sie die Länge der Leine nichtmal halb ausgenützt hat.

  • wir haben das rückruftraining von unserer hundetrainerin gelernt. zuerst haben wir das "hier her"zu hause und an abgelegene Plätze geübt, also so wenig ablenkung wie möglich und nun auch draußen, an der schleppleine. draußen hats gedauert , ist ja alles so spannend (und dauert immer noch), aber wir machen fortschritte.

    wenn filou nach dem 2. "hier her" nicht kommt, gibts eine kleinen, leichten ruck an der schleppleine, und je nachdem wie schnell er kommt, gibts auch unterschiedliche leckerlis und lob. wenn er gar nicht kommt, wird er nach und nach zu uns gezogen.
    wichtig finde ich, das hat auch sehr geholfen, den hund zu ermutigen/loben, während er auf dem weg zu dir ist und die körpersprache, also oberkörper leicht nach hinten, und paar schritte rückwärts laufen während der hund kommt, das hat bei uns wunder bewirkt.

    bevor wir richtig mit dem rückruftraining angefangen haben, haben wir filou beigebracht, mehr auf uns zu achten, wenn wir draußen sind. die übung haben wir immer ca. 5-10 min gemacht. da haben wir die schleppleine kürzer genommen (ca. 2 m) oder auch normale leine (das alles am geschirr) und sind auf einer wiese oder im garten einfach umhergelaufen mit vielen richtungswechseln und haben den hund einfach mitgezogen, sehr schnell hat er uns mehr aufmerksamkeit geschenkt.

    den rückruf üben wir immer beim gassigehen mind 3-5 mal, und wenn filou an der schleppleine vor uns läuft, dann loben wir ihn jedes mal, wenn er sich zu uns dreht und schaut ob wir noch da sind.

    was die schleppleine angeht, wir hatten zu erst so eine dünne, aber das war echt nervig, weil sie sich dauernd verhuddelt hat , wenn man die täglich benutzt kommen da schnell knoten rein (hat immer gedauert die auseinander zu friemeln und wenn der hund mal wirklich losschießt (ist uns oft passiert wegen den Kaninchen) hat man richtige verbrennungen an den händen.
    jetzt haben wir eine aus biothanol (ich glaub so heisst der stoff, sieht aus wie gummi, meistens in neonfarben), die finden wir viel besser.
    sie ist zwar schwerer und nimmt mehr platz und v.a. auch teurer, aber sie verknotet sich nicht und es gibt keine Verbrennungen an den Händen. und sie nutzt sich weniger schnell ab .

  • Du kannst unterwegs jedes Zeichen, daß der Hund sich an Dir orientiert, hoch belohnen - ein Blick zu Dir, verbales Lob und Leckerli zücken. Warten an ner Abbiegung, wo Du entlanggehen möchtest - verbales Lob und Leckerli zücken. Langsamer werden, wenn Du stehenbleibst - verbales Lob und Leckerli zücken. Ein paar Schritte in Deine Richtung, wenn Du mit wem zu Quatschen beginnst - verbales Lob und Leckerli zücken. Kopf umdrehen zu Dir im Laufen - verbales Lob und leckerli zücken. usw...usf....

    So bleibt der Hund unterwegs, egal, in welche Situation er kommt, immer mit einem Ohr bei Dir, weil da könnt ja wieder ein Leckerchen abfallen für ihn, wenn er Dich anguckt/auf Dich wartet/irgendein Kommando von Dir kommt....

    Balli einstecken. Einmal auf dem Spaziergang als Bestätigung für irgendein gut befolgtes Kommando werfen (nach hinten, der soll sich ja nach hinten zu Dir orientieren, wenn er sonst vorn läuft, deswegen nicht auf ihn zu werfen, sondern hinter Dich). Der Hund wird den Rest des Spaziergangs (bzw. den ganzen, wenn er sieht, Du nimmst den mit) mit einem Ohr bei Dir sein, weil das Balli könnte ja mal wieder fliegen.

    Nur ganz selten zurückrufen, um anzuleinen. Du rufst den Hund eigentlich nur, um was Tolles mit ihm zu machen, oder ihm Leckerli zu geben. Denn wenn Du ihn nach jedem Rückruf anleinst, dann hat er bald keinen Bock mehr, dem zu folgen, weil dann ist ja der Freilauf-Spaß zu Ende.

    Wenn Du ihn rufst, erstmal nur in Situationen, wo Du auch sicher sein kannst, er kommt (also wenn er eh schon fast auf dem Weg zu Dir ist). Dann kann er Erfolg haben und bestätigt werden, die Gefahr eines nicht befolgtes KOMM-Signals ist minimal. Und aufpassen, wann Du rufst - vielleicht net grad, wenn er ein wichtiges Geschäft erledigt oder so *gg Weil da KANN er halt net... Oder wenn er grad nen fremden Hund abcheckt, der evtl. eh schon gesträubtes Fell hat - da bitte erst die Situation beenden (lassen) vor dem Abruf. Sonst kann er net kommen, weil er ne Klopperei riskiert, wenn er sich beim falschen Hund einfach rumdreht und geht. Oder wenn grad ein Passant den Hund mit "ooooh, Du bist aber ein feiiiiiner" und Leckerli anlockt. Da zu widerstehen ist schwer.... Oder wenn er grad auf nen anderen Hund zurennt. Das klappt anfangs halt noch net. Da muß man eben vorher aufpassen und anleinen, wenn man das erst am Üben ist. Jeder Abruf, der wegen "zu viel verlangt" nicht befolgt wird, zeigt dem Hund, daß der Rückruf nicht so wichtig ist, denn meist ist man als Halter dann nicht in der Lage, umgehend konsequent zu sein - also den Hund herzuholen (während er zu fremdem Hund rennt - der is einfach schneller und hat seinen Erfolg, wenn er dort ankommt), oder den Leuten die Leckerli wohin zu stopfen, damit sie den Hund net fürs Nichtgehorchen noch mit Leckerli bestätigen. Sowas wirft Dich dann wieder zurück, und gefährdet die künftige Zuverlässigkeit des Rückrufs. Daher während der Trainingszeit lieber einmal mehr angeleint belassen, als zu riskieren, daß man wo abrufen muß (wg. Straße o.ä.), wo man nicht sicher ist, ob der Hund schon so weit ist, tatsächlich zurückzukommen auf Abruf.

    Wenn er sich rumdreht, sobald Du ihn rufst - sofort bestätigen verbal, das Loslaufen zu Dir bestätigen, freu Dich, daß er zu Dir kommt: "Jawoll, super, kommer her!", klatsch dabei in die Hände, oder feuer ihn quietschend an: "schnellschnellschnell!!!!". Rückruf ist Halligalli und Spaß! Damit ist der Rückruf an sich schon was Tolles und quasi selbstbestätigend. Mein Bossi findet den Rückruf toll - dann kann er fullspeed auf mich zurasen, mich umrunden (da fliegt der Staub beim Wenden...), und fullspeed wieder wegrennen; wenn er Zeit für Leckerli hat, ist gut, wenn nicht, auch gut - er liebt es einfach um des Rennens Willen.

    Beim Border, der ja gut auf Bewegungsreize reagieren dürfte, würd ich vielleicht sogar, wenn der Hund gerufen wurde und Dich anguckt, vom Hund weglaufen, damit er schnell hinterherkommt. Kannst Dich dabei umgucken zu ihm und rufen "ja schnell, auf gehts! Komm mit! Hopphopphopp....", evtl. Balli in Deine jetzige Laufrichtung werfen, um ihn zu beschleunigen.

    Pfeife wurde ja schon genannt. Daheim vor dem Füttern immer ein Pfiff. Dann mal im Garten testen, mit wenig Ablenkung, dann unterwegs, wenn er in Deiner Nähe ist und nix Spannendes im Blick /in der Nase hat. Immer Jackpot nach dem Pfiff. Das wird ein super zuverlässiger Abruf. Bei Bossi hat der Pfiff erstaunlicherweise geholfen, ohne ihn geübt zu haben. Ich habe einfach mal unterwegs gepfiffen (Doppelpfiff), mit ner ganz schrillen Schiedrichterpfeife, die mir selbst die Ohren wegbläst. Bossi drehte sich im Laufen noch um und raste zu mir her. Vielleicht aus Neugier, was weiß ich, er kannte es jedenfalls definitiv nicht vorher! Dann Jackpot gegeben. Das war offenbar so toll, daß das jetzt immer funktioniert, selbst im Spiel mit Hunden, oder wenn er ewig weit weg von mir ist. Den reißt´s da richtig rum.

    Weiß ja nicht, wie verfressen Dein Hund ist - aber bei meiner Biene reicht´s, wenn ich mit ner Leckerlitüte in der Bauchtasche knistere, oder ein Leckerlidöschen öffne. Egal, was die grad macht - die steht sofort neben mir, ohne daß ich rufen muß. Oft reicht auch schon der Griff in die Hosentasche *ggg Ich glaub, die hat am Hintern auch Augen *gg

    Bei Bossi als Jagdhund war und ist mir der Rückruf so wichtig, daß der heute noch immer bestätigt wird - mit großer Freude meinerseits, Quietschen, Anfeuern, Rennspiel, oder auch ab und an Leckerli/Spieli.

  • wenn filou nach dem 2. "hier her" nicht kommt, gibts eine kleinen, leichten ruck an der schleppleine, und je nachdem wie schnell er kommt, gibts auch unterschiedliche leckerlis und lob. wenn er gar nicht kommt, wird er nach und nach zu uns gezogen.

    Das kann aber auch ganz schön nach hinten losgehen!

    Eigentlich sollte die Schleppleine nur dazu dienen, daß die Hunde abgesichert sind, sprich, daß sie nicht mal eben so auf Wanderschaft gehen können.

    Wenn man diese Leine nun aber als, ähm, nennen wir es mal "aktives Hilfsmittel" verwendet, in Form von Strafe und Heranziehen des Hundes, wenn er nicht hören wollte, dann kann es dazu führen, daß die Hunde ihre Freiheit ohne Schleppleine erst recht "ausnutzen".

    Denn spätestens dann, fangen die Probleme für den Menschen erst richtig an, weil dieser nun nicht mehr auf den Hund "einwirken" kann.


    Ich persönlich würde an der Schleppleine so üben wollen, wie, wenn der Hund tatsächlich ohne Leine ist. :ka:
    All das wird dann auch am Ende ohne die Schlepp als "Hilfsmittel" funktionieren.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Ansonsten: über die Schlepp erarbeitet man keinen Rückruf - die verhindert höchstens, daß der Hund, der wo hinrennen will und dem Rückruf nicht folgt, dort auch hinkommt und Erfolg hat. Sprich, sie dient der Sicherung. Aber solche Situationen sollten, wenn man umsichtig läuft, gar nicht mehr vorkommen - denn allein schon das Lossprinten ist ein erster Erfolg, weil er in Richtung des anderen Hunde laufen konnte, selbst wenn er nicht ganz hinkommt! Er soll sich aber doch beim Rückruf Dir zuwenden und zu Dir laufen. Daher sind solche Situationen beim Üben erstmal zu vermeiden, und die Schlepp würd ich nur als Zusatzsicherung verwenden, wenn ich mal gepennt hab und zu spät zurückgerufen habe oder so.

    Also wie oben schon vonjemandem geschrieben, Rückruf nicht über die Schlepp aufbauen, sondern ausschließlich zur Sicherung bei "verpennt"-Situationen (oder "unvorhergesehene Begegnung"-Situationen) verwenden, nicht vom Ansatz her den Hund damit heranziehen oder immer damit stoppen, wenn er nicht gleich umdreht, sondern lieber rechtzeitig abrufen.

    Mit einem Ruck an der Schlepp würde ich jedenfalls NIE arbeiten, wie von @Doriane vorgeschlagen, denn dann wird das Rückrufsignal mit dem unangenehmen Ruck verknüpft, und das macht das Rückrufsignal nicht zuverlässiger, wenn der Hund lernt "wenn die Alte ruft, tuts gleich am Hals weh" (Nichts anderes lernt er damit!) - das erzeugt eher Meideverhalten, als einen zuverlässigen Rückruf!

    Zum Anleinen: Anleinen ist toll! Wenn ich meine Hunde zurückrufe, um mal anzuleinen, dann sag ich mit Spannung in der Stimme: "Hey, gehn wir zusammen? Ja? Kommst Du mit?-Oooooh, bist Du tooollll...." (gleich das Lob mit rein, bisserl Bewunderung mit Leine :-) )- Du glaubst gar nicht, wie toll das Anleinen plötzlich ist! *ggg Niiiiiemals als Strafe anleinen oder unter Zorn, nachdem der Hund jagen war. Damit kannst ganz schnell einen super funktionierenden Rückruf kaputtmachen.

    sheltie: 2 Dumme ein Gedanke mit der Heranzieherei.... :-)

  • @BieBoss @Sheltie-Power ihr habt im grunde recht was das rucken an der leine angeht, war sicherlich nicht meine erste wahl (hat uns wie gesagt die trainerin so gezeigt) aber ich denke dass das von hund zu hund unterschiedlich ist.
    unser kleiner lässt sich nun mal von allem ablenken und er kann sich ewig auf etwas fixieren, dazu kommt noch, dass er ist überhaupt nicht verfressen ist, wir hätten am anfang mit der größten wurst da stehen können, wenn der baum gut schnüffelt, dann wäre er auch nach einer std nicht gekommen. uns blieb da einfach keine andere wahl. er kann den rückruf mittlerweile recht gut, so dass das rucken mittlerweile kaum mehr nötig ist, und er kommt meistens auch immer sehr freudig auf uns zugestürzt. (wenn er mal länger braucht oder wir ihn 2 mal rufen müssen gibts ja auch das weniger leckere leckerli)

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