Beiträge von Quietschie

    Das mit dem "stur" finde ich sowieso immer spannend. Hinter diesem einen kleinen Begriff verstecken sich so viele verschiedene Verhaltensbilder...


    Für die einen bedeutet es, dass der Hund schlicht alles außer den eigenen Interessen ignoriert. Die nächsten meinen damit die unglaubliche Hartnäckigkeit, mit der ein Hund sein Ziel verfolgt. Der dritte denkt vielleicht vor allem daran, dass der Hund einfach nie tut was man von ihm erwartet. Na ja, ihr kennt sicher alle noch mehr Beispiele. Da frag ich mich oft: Was genau ist es also, dieses "stur"?

    "Ich tu es, obwohl ich weiß, dass ich das nicht darf, aber es ist so geil", das meine ich mit stur.


    Beispiel: Ein Duft dringt beim Gassi in ihre Nase, läßt sie augenblicklich abdrehen und in die Gegenrichtung marschieren, direkt ins Ende der Leine hinein. Dieses erreicht, hängt sie sich erst mal so richtig rein und versucht robbenderweise weiter zu kommen. Gelernt hat sie "KEIN Zug an der Leine von ihrer Seite aus", was sie zu einer grottenschlechten Schleppleinen und Flexi-Geherin macht. Aber wenns gut riecht...
    Oder: Sie darf sich keinesfalls auf Pölster legen. Na ratet mal, wer sofort Anlauf Richtung Kopfende des Bettes macht, sobald die Haustüre sich von außen schließt. Oder wer SOFORT ins Hochbeet springt, wenns dort was zu jagen gibt.

    Darf ich fragen, was ihr unter will to please/stur versteht? Mich interessieren die Parsons ja auch immer schon, neben einem weiteren Irish, habe nur bedenken das sie mich und Loki in den Wahnsinn treiben könnten, also was Temperament und Jagdtrieb usw angeht xD


    Loki zb ist mMn nicht wirklich stur, er reagiert auf meine Stimmungen sogar recht fein, möchte auch meistens mit mir zusammenarbeiten, ansonsten wäre ja zb die Begleithundeprüfung nicht möglich gewesen, also ist bei Terriern doch auch will to please vorhanden, oder? Natürlich entwickelt er auch eigene Ideen, manche Dinge machen für ihn auch einfach in einem bestimmten Moment keinen Sinn, da braucht er dann ein paar Erinnerungen, bis es zb ausgeführt wird. Andere Dinge müssen immer mal wieder erneuert werden, bzw. gewisse Dinge neu diskutiert.

    Mein Jacky hat null bis keinen will to please, so wie ich diesen Begriff verstehe.


    Sie kooperiert mit mir, zuweilen sogar recht schön und harmonisch, aber NUR, wenn SIE einen Mehrwert darin entdeckt. Alleine, weil ich es will, wird sie nie und nimmer aktiv mitarbeiten. Da muss Spaß für sie drin sein (Breitensport) oder zumindest Leckerli und danach Action (Unterodnung).


    Sensibel ist sie schon, sie zieht sich z.B. zurück, wenn wir Menschen in schärferem Ton miteinander reden, aber weniger, wenn sie etwas Interessanteres zu tun weiß, etwa eine bestimmte Spur verfolgen möchte und ich dezent (normalerweise spreche ich auswärts auf kurze Distanz nur im Flüsterton mit ihr, das kommt besser an) auf die Gegenrichtung hinweise.


    Sie ist einfach sehr autonom, könnte sich auch den ganzen Tag alleine beschäftigen, und wird deshalb niemals darauf warten, dass ihre Menschen etwas mit ihr tun. Außer morgens die Haustüre öffnen. ;-)

    Vielen Dank für eure Meinungen. Ich werde sie mal so an die Besitzerin weiterleiten mit der Empfehlung, sich an einen Trainer zu wenden. Ich selbst will an dem Hund (kastriert, ca. 50 cm, Rasse nicht zu erkennen) nicht rum erziehen. Sie hat zu Hause meiner Meinung nach schon zu viele Bezugs- bzw. Erziehungspersonen. Ich für meinen Teil werde zukünftig Fremdhundebegegnungen vermeiden. Mit meinem Fietje versteht sie sich - wie schon gesagt - super gut. Man rangelt, kaut gleichzeitig an einem Knochen, schläft auf einer Decke.
    Ich hoffe für alle Beteiligten, dass sie sich nicht wirklich zum Problemhund entwickelt.

    Naja, ehrlich gesagt, IST sie schon ein Problemhund im Sinne von "der Hund hat ein Problem".


    Lässt die Besitzerin sie damit alleine, wird es größer statt kleiner.

    ...
    Mogli ignoriert allgemein die meisten Hunde, es sei denn sie sind weiß und sehen nach Jack/Parson Russell aus. Die möchte er alle kennenlernen denn das ist ja alles "Familie". ;)


    ...

    Leya ist da ganz gleich! Jeder gefleckte Hund in annähernd ihrer Größe ist supertoll und MUSS kennen gelernt werden. :D


    Alle anderen sind nur mäßig interessant, aufdringliche Hunde, v.a. große Rüden, die sie beim Beschnuppern halb einatmen oder mit ihrer Nase ihr Hinterteil anheben, kann sie überhaupt nicht leiden.

    :lol: ja, das passt gut :ugly:
    Die anderen Probleme hab ich zum Glück nicht. Blinky frisst wie immer ordentlich, nur ihrer Meinung nach viel zu wenig. :fear: muss nur ihr Auge beobachten, irgendwas gefällt mir da nicht. Ob n kleiner Durchzug möglich ist?

    Was ist dir da aufgefallen?

    Blinky trimmen ist immer soo furchtbar :ugly: als würd ich sie umbringen. 40 Minuten gequält und dabei müsste noch mehr gemacht werden :tropf: halber Hund ist draußen. Jetzt ist sie beleidigt.

    Ich hab meine am Montag gequält. Dank schönem Wetter und Trimmen auf dem Gartentisch mit Aussicht 3/4 vom Hund geschafft.
    Aber es ist echt nervig. Jedes Mal führt sie sich bei einem anderen Körperteil auf, als würde ich sie mit einem glühenden Schürhaken frisieren. :ugly:


    Aber momentan spinnt sie sich ohnehin durch den Frühling. Seit ca. 3 Wochen frisst sie so gut wie nix mehr. Glaub eine vollständige Mahlzeit hat sie in der Zeit verdrückt. Manchmal knabbert sie ein bisschen, oft rührt sie gar nix an.

    @Zittern: Meine zittert nur, wenn ihr kalt ist.


    Ihr Kumpel, 3jähriger Jacky-Rüde, zittert schon bei der kleinsten Aufregung ganz extrem.

    Ich finde "der Hund dachte, der andere Hund wäre eine Ratte/Hase/Katze" im Fall des Falles eine ziemlich doofe Ausrede.
    Als ob es dann weniger schlimm wäre. Damit wird die Schuld einfach von sich geschoben.
    Und selbst wenn es eine Ratte oder ein Hase oder eine Katze gewesen wäre.... ist es dann weniger schlimm, wenn der Hund es getötet hat?

    Das geht am Thema vorbei. Es lässt ja hier ja wohl niemand seinen Hund auf die Minis los. Oder auf Katzen oder Hasen (Mäuse und Eidechsen darf meine jagen, Ratten trifft sie bei uns im Garten hoffentlich keine).


    Es gibt jagdlich ambitionierte Hunde, die so stark auf gewisse Bewegungsmuster reagieren, dass sich im ersten Moment gar kein Hirn dazwischen schaltet. Bei meiner Hündin sind das z.B. Bewegungen im Laub/Unterholz/hohen Gras. Da reagiert sie auch an der Leine in einem Sekundenbruchteil, sodass Eingreifen absolut unmöglich ist.


    Etwas mehr Zeit, da der Reiz eine Runde im Hirn dreht, bieten hoppelnde, laufende Bewegungen von ihr weg. Kaninchen, Katze, Ratte, Maus, aber auch gerade flügge gewordene Vögel sind hier im Visier. Und einmal wars auch ein Mini-Chi-Welpe. Da war sie noch recht jung, vielleicht ein Jahr, ihr Jagdverhalten im jugendlichen Überschwang dicht unter der Oberfläche. Sie hat neben mir stehend am ganzen Körper gezittert und gelautet, weil sie nicht hinterher konnte, ebenso wie sie damals auf ein Kaninchen reagiert hätte. Das war schon gruselig.

    Grundsätzlich mag ich Flexis nicht sooo gerne, sowohl an meinem als auch an anderen Hunden.


    Meine Kröte rennt bei Leinenlänge von 5m 5,10m vor mir, das ist ihr nicht abgewöhnbar. Eigentlich benutze ich sie nur, weil Hund jagt und hier ohnehin durchgehend Leinenpflicht herrscht.


    Ebenso tolles wie aktuelles Beispiel, warum ich Flexis an anderen Hunden hasse: Heute morgen mit Gassibekanntschaft unterwegs, die beiden Kleinhunde sind am Schnüffeln. Kommt eine Frau mit starrender, langbeiniger Akita-Junghündin daher, die zu unseren hin jammert, Frauchen läßt sich hinterher ziehen. Während ich noch den Satz "Mein Hund und ich wollen keinen Kontakt" ausspreche, hat sie schon die Flexi los geschalten und die Hündin ist mit beiden Vorderpfoten voraus auf meine drauf. Nicht böse, klar, aber dennoch. Meine hat gekreischt, die Hündin hat sich auf der Hinterhand umgedreht, ist auf den zweiten Hund zu und hat ihn ebenfalls zum Quieken gebracht. Die HH stand komplett - sorry - blöd daneben und hat nicht gerafft, was grad vor sich geht.


    Wäre die HÜndin an einer kürzeren Leine gewesen, wäre wenigstens Zeit gewesen zu reagieren.


    Aber so wie die Dame heute agiert und reagiert hat, wirds noch lustig. Da geht nämlich der Hund mit dem Menschen spazieren, nicht umgekehrt. Bei einem Radius von 5-8m südlich von suboptimal.