Zweithund sinnvoll?
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Deine Züchterin hat einen Wurf mit den gleichen Eltern in Planung? Wann sollen die Welpen denn da kommen bzw wann soll die Hündin gedeckt werden? Ein verantwortungsbewusster Züchter lässt seiner Hündin zwischen den Würfen mindestens 2 Jahre Zeit. Da dein Hund jetzt 7 Monate alt ist wäre das ja denn erst in 1,5 Jahren. Sprich, dein Hund wäre dann etwa 2 Jahre alt und mit der nötigen Arbeit aus dem Gröbsten raus.
Ich selbst habe ja auch 2 Hunde. Die haben jedoch einen Altersunterschied von 8 Jahren. Vorher war das mit einem 2. Hund eigentlich nicht geplant. Bei mir war es am Anfang schon ein wenig Stress. Denn 2 Hunde heißt nicht nur doppeltes Vergnügen. Es bedeutet auch oftmals doppelte Arbeit. Es tun sich dann oft auch schonmal Probleme auf, die man mit nur einem Hund nicht hätte. Zwei Hunde entwickeln auch sehr schnell eine eigene Dynamik. Sie gucken sich halt nicht nur das Positive ab.
Bei uns hatte das einige Monate gedauert, bis es wirklich rund lief. Denn ich lege sehr großen Wert drauf, dass meine Hunde wirklich (nahezu) perfekt erzogen sind und ich mich zu 100 % auf sie verlassen kann. Meine Hunde erfüllen diese Ansprüche.
Sei dir dessen bewusst, dass jeder der Hunde seine Zeit für sich braucht und auch mal einzeln trainiert werden muss. Das Spiel mit dem Kollegen ist nicht alles.
Es sollte alles gut überlegt sein. Ich selbst würde mir zu einem Hund, der unter 2 Jahre ist keinen Welpen dazu holen. Und dass, obwohl ich mich wirklich viel mit dem Thema Hund befasst habe und sogar Übungsleiterin war und nun wieder bin. - Vor einem Moment
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Hallo,
ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen und antworte daher direkt darauf.
Mit sieben Monaten ist dein Nero noch nicht in der Pubertät. Es wird vielleicht noch zwei Monate dauern, dann wird aus deinem super gehorsamen "Welpen" ein Hormon-gesteuerter Junghund und damit wirst du dann erstmal alle Hände voll zu tun haben.
Bei Newton ging die Pubertät mit neun Monaten los. Heute ist er gute 14 Monate alt und wir sind immer noch nicht ganz über den Berg. Ich habe mir sagen lassen, dass es bis zum vollendeten dritten Lebensjahr dauern kann, bis ein Labbi vollständig (im Kopf) erwachsen ist.
Ich stelle mir nun vor, wenn ich zu meinem pubertierenden Jungspund noch einen Welpen gehabt hätte. Oh weh, das wäre gar nicht gegangen.
Ich würde an deiner Stelle warten, bis Nero so zwei oder drei Jahre alt ist und dann einen Welpen dazu holen. Vielleicht kann der neue Welpe sich dann auch schon Einiges bei Nero abgucken, weil er ja dann quasi "fertig" ist. Wenn du jetzt einen Welpen dazuholst, guckt der sich höchstens ab, was man so für Schabernack treiben kann.

Grüße,
Rafaela -
Ein verantwortungsbewusster Züchter lässt seiner Hündin zwischen den Würfen mindestens 2 Jahre Zeit.
Was genau da gerade Sache ist, weiß ich nicht. Meiner Info nach ist der Wurf geplant und soll dann jetzt bald umgesetzt werden. Soweit ich weiß, darf Hund im DRC 3 oder 4 mal werfen, je ein mal im Jahr. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Nungut, der allgemeine Tenor scheint ja zu sein, mir dringend von dem Vorhaben abzuraten, bis Nero mindestens 2 oder noch älter ist.
Was ich da so rausgezogen habe, ist
a) die Pubertät wird mir ins Gesicht schlagen
b) als Rüde wird er evtl ein Problem mit anderen Kerlen bekommen
c) die gucken sich gegenseitg Blödsinn ab, kläffen oder machen die Jagdsau im Doppel
d) Zweithund macht nur Sinn, wenn der Erste tippitoppi hört
e) wenn beide in Rente sind, habe ich krankheits- oder altersbedingt ein ProblemDas sind dann alles Gründe, die gegen einen anderen Hund sprechen. Ich wollte ehrliche Meinungen haben, also schon mal Danke so weit

Spannend hätte ich dann doch noch die positiven Seiten der (gleichrassigen) Mehrhundehaltung gefunden. Aber aus den Schilderungen scheint es mir da gar nicht so viel Gutes zu geben (von Lobisha und Lockenwolf mal abgesehen
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Natürlich gibt es jede Menge gutes :)
Schau mal in meinen Pfotothread rein, wenn du magst.Nur darf man bei all dem schönen nicht die Probleme vergessen, die es machen kann, wenn man irgendwann zwei Pubertäre Köter hat :)
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Es gibt wahnsinnig viel gutes!! Was aber deine gesammelten könnte-schwierig-werden-Punkte nicht vom Tisch wischt. Wie ist es denn, würde dein Freund dich unterstützen, Spaziergänge etc. "abnehmen", dass man besser auch mal gezielt nur mit einem üben kann? Ist halt nicht wirklich vorauszusehen, ob dein Hund noch mal "schwierig" wird, bzw. die beiden sich hauptsächlich Blödsinn abgucken (kann ja auch einfach dein zweiter "verhaltenskreativ" sein und dann stehst du in 8 Monaten da und dein erster ist noch nicht gefestigt genug und zieht bei den "netten" Ideen von Nr. 2 mit
)Rudeldynamik haben wir hier sehr und auch kaum Interesse an Fremdhunden. Die drei miteinander sind aber absolut toll und einen Hund alleine würde ich auch nicht mehr halten wollen
. Ich würde euch gar nicht mal abraten, bald einen zweiten dazu zunehmen, aber man müsste halt mit dem worst-case-Scenario leben können und braucht sicherlich stärkere Nerven, als im Moment mit euerm Musterschüler
.Ein Golden ist ja wirklich meist "nett". Smilla, Sheltie, von der Rasse her auch und die ist nun 16 Monate und hatte nie eine schwierige Phase in welcher Form auch immer. Wäre sie Ersthund, würde mit Sicherheit nun schon ein zweiter einziehen (und Lucy und Grisu sind ja auch nur 1,5 Jahre auseinander). Aber sicher weiß man es ja immer erst im Nachhinein. Und da könntest du aus meiner Sicht beides bereuen: so früh ein zweiter oder aber: so lange gewartet zu haben...
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Also, wir haben im letzten Jahr das getan, was man überhaupt nicht tun sollte und zu unserem Junghund eine zweiten Junghund dazu geholt. Ich kann Dir gerne von unseren Erfahrungen berichten.
Bosse (Straßenmischung aus Fuertevetura, vermutlich Bracken-Malinois-Mix) war ein Jahr und zwei Monate alt, ein Dreiviertel Jahr bei uns, als wir die Anfrage von unserer Trainerin bekamen, ob wir noch einen Notfall-Pflegling dazu nehmen können. Also zog Nevis hier ein, ein Collie-Border-Collie-Mix aus schlechter Haltung, 23 Tage jünger als Bosse.
Da hatten wir also zwei Junghunde, jeder mit anderen Baustellen. Da es bei beiden super harmoniert hat und Nevis sich extrem geschickt "eingeschleimt" hat, wurden wir zum Pflegestellenversager.
Meine Erfahrungen mit zwei Hunden im gleichen Alter und mit Flausen im Kopf: es klappt hervorragend, aber nur, weil wir gute Bedingungen haben.
Wir haben einen großen Garten, in dem die beiden rennen und toben können. Das ist deshalb so wichtig, weil Nevis leider immer noch nur in sehr übersichtlichen Gebieten ohne Leine unterwegs sein kann (hängt halt an seinem ersten Lebensjahr, was total Sch... war).
Bosse hört super und hat einen großen "Will-to-please", obwohl er eine kleine Jagdsau ist.
Mein Mann arbeitet Teilzeit, ich bin auch nicht allzu spät zu Hause, so dass wir oft gemeinsam mit den Hunden unterwegs sind.Man darf natürlich nicht übersehen, dass die beiden sich auch viel Mist voneinander abgeguckt haben (wie Geschwister halt). Beide haben auch noch ihre Baustellen, die werden sie wahrscheinlich aber auch in Jahren nicht los, sie haben halt ne doofe Vergangeheit. Aber für uns kann ich nur sagen, war es die beste Entscheidung und ich würde nicht mehr anders machen wollen.
Wobei ich wahrscheinlich zu einem Junghund auch keinen Welpen dazunehmen würde, das wäre mir wahrscheinlich auch zu anstrengend, aber ich bin eh nicht soooo der Welpenfan.
Wie gesagt, dass sind meine persönlichen Erfahrungen und keine allgemeingültigen Empfehlungen, aber vielleicht ist das ja doch interessant für Dich.
LG, Eva
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a) die Pubertät wird mir ins Gesicht schlagen
b) als Rüde wird er evtl ein Problem mit anderen Kerlen bekommen
c) die gucken sich gegenseitg Blödsinn ab, kläffen oder machen die Jagdsau im Doppel
d) Zweithund macht nur Sinn, wenn der Erste tippitoppi hört
e) wenn beide in Rente sind, habe ich krankheits- oder altersbedingt ein Problemzu a) jep, höchstwahrscheinlich.. ich wünsch dir dafür noch gute Nerven (und vielleicht auch ne Flasche hochprozentiges
)zu b) muss nicht sein, kann aber sein
zu c) höchstwahrscheinlich... blödsinn machen (macht Spaß) wird immer im Doppel gemacht
zu d) NEIN.. aber der Ersthund sollte so weit erzogen sein dass er am Anfang "mitlaufen" kann. Kleinere Baustellen sind nicht so tragisch, aber du brauchst am Anfang deine Aufmerksamkeit für den Nuezugang, da ist so ne Dauerbaustelle an der Leine nicht hilfreich
zu e) man muss wissen ob man damit leben kann... Ein ZU krasser Altersunterschied klappt auch nicht immer (so nen Welpen zu nem 12-jährigen Senior muss man dem Alten auch nicht antun finde ich, gerade wenn der Senior nicht mehr der fitteste ist). Allerdings würde ich es immer bevorzugen mind 3 Jahre zwischen den Hunden zu haben. Gerne auch mehr (Cici und Poco sind ja auch ein gutes Stück auseinander). Einfach weil ich den Senior gerne betüddeln möchte. Und weil ich, ehrlich gesagt, auf keinen Fall 2 meiner Hunde im selben Jahr verlieren möchte. Das wär die Hölle für mich...
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Dann füge ich mal meinen Erfahrungsbericht hinzu.
Vor gut einem Jahr lebte in unserem Haushalt ein zweiter Labrador (Hund meines damaligen Mitbewohner). Holly war damal 1 1/2 und G. 2 Jahre alt. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, es war toll.
Futterneid oder Stress um andere Ressourcen gab es nicht. Es wurde zusammen auf einen Sofa geschlafen, nebeneinander gefressen, zusammen gespielt und rumgeblödelt.
Beide Hunde hatten kleine Baustellen, aber die Grunderziehung saß und das machte es einfach (weshalb ich in deinem Fall ganz stark zu einem älteren Vertreter, so ab 2 J. raten würde - evtl. Rückläufer bei Züchtern?). Kleinere Baustellen heißt, Holly ist absolut distanzlos und hat dazu einen großen Radius beim Spaziergang wenn man sie nicht bremst, G. war Sichtjäger und hat in Hollys Beisein gern mal auf dicke Hose gemacht anderen Rüden gegenüber. Da sich die beiden aber keine Baustelle geteilt haben, konnte man es sehr gut händeln und sich jeweils auf den "Störenfried" konzentrieren.
Du fragtest, ob das Interesse an anderen Hunden durch einen Zweithund abnimmt. Bei Holly ganz klar ja.
Ich würde mich an deiner Stelle nach einem "fertigen" Hund als Zweithund umsehen oder noch ein Jahr warten und dann entscheiden, ob ein Welpe passt. Nach in Frage kommenden Würfen könnte man sich trotzdem schon umschauen.@Nebula kann bestimmt auch was zum Halten zweier gleichaltriger Hunde sagen

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Zu Diensten

AAAlso...
Für alle, die unsere Geschichte nicht kennen: Casanova ist hier als Welpe eingezogen und als er 5 Monate alt war ist seine Halbschwester Livi (damals 8 Monate alt) aus 2. Hand hier ebenfalls eingezogen.Vorteile:
- sie sind ein Herz und eine Seele. Wirklich absolut. Die quetschen sich zusammen in die Box rein oder putzen sich gegenseitig Augen und Ohren, da geht einem das Herz auf
Haben sich noch nie ernsthaft gezofft. Höchstens mal gemeckert.
- sie beschäftigen sich im Garten und unterwegs viel miteinander. So wirds nie langweilig.
- man ist nicht auf Fremdhunde angewiesen
- bei Hunden selber Rasse stimmt einfach die Kommunikation und das Spielverhalten
- sie lernen sehr viel von einander!Nachteile:
- anfangs konnten wir nicht beide gleichzeitig ableinen - denn an RR war nicht zu denken, die sind sofort losgestürmt und haben gerauft, ohne Blick für uns - heißt, sie sind einfach mal weggelaufen
Hat ca. 4 Wochen gedauert, das in den Griff zu kriegen.
- 2 Quatschköpfe bei Hundesichtung einsammeln dauert 5x so lange wie nur einer, in der Zeit können sie jede Menge Unfug machen.
- den hingelaufenen Hund mit anderem Quatschkopf an der Leine einzusammeln endet IMMER in Leinenwirrwar
- sie sind zu zweit deutlich sicherer anderen Hunden gegenüber. Andere sind doch eher eingeschüchtert, wenn sie zu zweit kommen, das kann je nach Pubertätsphase durchaus ausgenutzt werden und es gibt Anflüge von Mobben - also aufpassen!
- kaum tut der eine wieder gescheid und ist durch eine Phase durch, fängt der andere an
- Ruhe ist ein Fremdwort. Das lief hier die ersten Wochen fast NUR über trennen, die pushen sich ständig gegenseitig. Das erfordert schon Konsequenz und gute Nerven, sonst hat man tobende Kälber in der Wohnung, da ist nichts sicher
- sie lernen auch viel Mist voneinander
- die beiden wieder zu trennen kann ein Drama sein (Stichwort Alleinebleiben ohne den anderen)Also man brauch viel Humor und die richtigen Hunde dazu, damit das überhaupt funktioniert. Ich hab hier wirklich 2 Schätze, die einfach nur nett sind und keiner Fliege was zu leide tun und grundsätzlich durchaus kooperatiosbereit sind (zumindest grundsätzlich...)
Dazu kommt, dass ich das nicht alleine mache. Mein Freund ist Livis offizieller Halter, heißt, er geht mit ihr in die HuSchu und ist für sie verantwortlich bzw. gibt die Richtlinien vor, was sie darf und was nicht und was wie gehandhabt wird. Andersrum ich natürlich bei Casanova. Oft gehen wir zusammen spazieren, so hat jeder nur einen Hund, auf den er achten muss.
Und das finde ich auch total wichtig. So ein junger Bursche brauch einfach Aufmerksamkeit und hat ein Recht, richtig beschäftigt zu werden. Wenn ich meine Aufmerksamkeit und Zeit komplett halbieren muss, fände ich das nicht fair dem Ersthund gegenüber, nicht in dem Alter. So ist es hier aber aufgeteilt und keiner kommt zu kurz! Quasi wie eine WG
So, jetzt ist die Nachteil-Liste irgendwie länger geworden. Trotzdem muss ich sagen, dass es bei uns wirklich toll funktioniert mittlerweile, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht
Aber es war eben viel Arbeit, an so viele Dinge denkt man ja anfangs gar nicht.
Wir bereuen nichts! -
Vielen lieben Dank für eure Erfahrungen
Ich lasse mir das noch mal genau durch den Kopf gehen.Ein Punkt über den ich noch nicht nachgedacht habe, ist dieser:
Zitatdie beiden wieder zu trennen kann ein Drama sein (Stichwort Alleinebleiben ohne den anderen)
Nero kann problemlos alleine sein. Das kann sich natürlich ändern, wenn er es gewohnt ist, dass immer ein anderer Hund anwesend ist. Das gleiche Spiel dann auch mit dem Zweithund. Hmm, eine praktikable Lösung fällt mir da aber auch nicht ein.

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