• Ich kann nur von mir sprechen... Hier zogen die Hunde mit mind 3 Jahren Abstand ein und das war auch verdammt gut so.

    Darcey ist nun 14 Monate alt- und pupertätsbedingt dermaßen WEICH in der Birne dass ein Welpe dazu zur totalen Überforderung führen würde. Die hat in den letzten.. hmm.. sagen wir 4 Monaten Verhaltensweisen entwickelt- da seh ich nix mehr vom braven Streberwelpen der sie mal war.

    Sie bellt.. viel, laut und lang. Sie mag nicht allein bleiben (war bisher nie ein Problem, nun jault sie wie ein Wolf und heult die Bude zusammen). Sie kann sich neuerdings nicht mehr allein beschäftigen und die Frustgrenze ist wieder gegen 0 gesunken. Neuerdings (seit der Läufigkeit im April) mobbt sie gerne.

    Der Aufwand Darcey und einen Welpen managen wäre mehr als man für 4 erwachsene Hunde braucht. Und noch im Jänner war Darcey eigentlich perfekt. Wirklich.. die konnte mehr als Abbey mit ihren 3 Jahren.


    Ich persönlich würde immer warten bis der Ersthund wenigstens aus der Pubertät raus ist und man sagen kann "ok, da sind noch Baustellen, aber an denen kann ich arbeiten UND die Welt geht nicht unter wenn sie sich der Welpe abschaut". So Dinge wie nicht alleinebleiben können wären für mich z.b fatal. Dass meine Mädels alles gerne kommentieren und noch lieber das letzte "Wuff" haben wollen, damit kann ich leben.

  • Ich persönlich denke bei einem 7 Monate alten Hund kann niemand sagen wohin die Reise mal gehen wird, da kann sich noch vieles tun. Wobei ich nicht davon ausgehe das Ihr übermorgen einen Hund haben werdet, planen für die nächsten Monate kann man schon.
    Natürlich ist es schön wenn Hunde einen geringen Altersunterschied haben, da gibt es aber Vor-und Nachteile. Ich würde einfach noch etwas warten.
    Ich habe durch Zufall jetzt das zweite mal zwei Hunde mit einem Altersunterschied von 7 Jahren, bewusst würde ich glaube ich eher 3-5 Jahre wählen, aber hier zeigt sich der Altersunterschied als optimal.
    Habe ich mal zwei Junghunde in Pflege, die sind dann in der Regel 6 Monate ist das schlimmer als ein Sack Flöhe hüten. Auf der einen Seiten ist es einfacher, weil die Hunde viel miteinander spielen, sie haben aber auch doppelt soviel Unsinn im Kopf und erziehen ist um einiges schwieriger. Ne ich muss das nicht haben , aber da ist auch jeder verschieden.

  • Was dazukommt und man vielleicht bedenken sollte...

    Retriever sind keine kleinen, leichten Hunde. Dazu kommt eine gewisse ED/HD-Problematik. Mit 2 Senioren die beide keine 10 Schritte mehr laufen können oder die man im Notfall auch mal ein Stück tragen muss wird das nicht einfacher. Dazu die üblichen Alters-Wehwechen.

    2 Senioren können unter Umständen genausoviel Arbeit machen wie 2 Junghunde

  • Am schönsten und idealsten ist ein Hund der "FERTIG" ausgebildet ist in einem Arbeits- oder Sportgebiet.

    Ich sag mal Obidience 2 oder Agi 3 oder Trailerfolge oder vergleichbares und ein BH oder vergleichbares.

    Dann der Nachwuchshund, den ausbilden. Das ergibt eine gute Altersmischung und ein harmonisches "Rudel".

  • Mehrere Hunde zu halten ist toll. Hier wird es dauerhaft nie wieder nur einen Hund geben. Momentan leben hier 2 manchmal 3 Grosspudeljungs zusammen. 6, 4 und 2 Jahre alt. Diese Abstände sind optimal. Die Jungs verstehen sich blendend und kennen genau ihren Platz im Leben. Kontakte zu anderen gibt es nicht wenn sie zusammen sind. Das gibt nur Chaos und der andere Hund ist von diesem eingespieltem Team in 99% der Fälle auch nur überfordert.

    Ich mache täglich etwas getrennt mit den Jungs, anfangs zur Erziehung inzwischen eigentlich nur noch wegen dem sport. Mal sind es 5 Minuten, mal eine Stunde. Sie genießen die Zeit aber sie freuen sich auch wenn sie zusammen sind.

    An deiner Stelle würde ich mit einem 2. Hund noch warten bis dein Bub aus dem gröbsten raus ist. Frühestens mit 1 1/2 lieber 2 Jahre alt. Dann kannst du abschätzen wie er sich verhält wenn er mal erwachsen ist. Es ist ein riesiger Vorteil wenn Hund Nr 1 schon so erzogen ist, dass er in der ersten Zeit auch mal etwas nebenbei laufen kann. Auf 2 Halbstarke zu achten die nur auf Blödsinn aus sind kann echt anstrengend sein und Rudeldynamik ist in vielen Situationen nicht zu unterschätzen. Einer sieht einen Hasen und alle stürmen los, einer beginnt einen Buhmann anzukläffen und alle machen mit, ... Nö, das will man nicht wirklich also erst mal den einen so erziehen dass keine Baustellen mehr sind und abwarten wie er sich entwickelt und dann ganz entspannt einen zweithund suchen.

    Aber auch hier finde ich es wichtig dass der Grund dafür nicht der 1. hund ist. Den 2. hund müsst ihr wollen, denn auf euch wird da eine Menge Arbeit zu kommen aber auch viel Freude.

  • 2 Senioren können unter Umständen genausoviel Arbeit machen wie 2 Junghunde

    Das ist ein Argument. Daran habe ich bisher noch nicht gedacht.

    Aber auch hier finde ich es wichtig dass der Grund dafür nicht der 1. hund ist. Den 2. hund müsst ihr wollen

    Ja, da hast du Recht. Es ist nicht so, dass ich da nur an Nero denke, grundsätzlich fand ich zwei-Hundehaltung immer gut. Der "Kompromiss" liegt darin, dass es wieder ein Golden werden würde und keine andere Rasse, weil ich denke dass das am besten harmoniert. :smile:
    @Lockenwolf, Großpudel sind ja auch keine Handtaschenhunde - vermutlich sieht man dann eher davon ab, die Hunde mit ins Restaurant o.ä. zu nehmen, oder?
    Als wir im Urlaub waren, haben wir Nero in alle Lokalitäten mitgeschleift. Das ging auch super, in dem Sinne, dass er sich benommen hat. Allerdings mussten wir schon gucken, dass wir einen Tisch haben, wo der Hund auch ein bisschen Platz zum liegen hat und weder jemanden stört, noch gestört wird. Mit zwei Hunden in der Größe, wirds wohl schwierig.


    Wobei ich nicht davon ausgehe das Ihr übermorgen einen Hund haben werdet, planen für die nächsten Monate kann man schon.

    Richtig, übermorgen passiert noch gar nix. Angenommen es würde die Welpenvariante von Neros Geschwisterwurf, wäre das wohl irgendwann im Oktober. Dann wäre Nero etwas über 10 Monate alt. Wie gesagt, theoretisch.

    Eine Alternative wäre die andere Konstellation: ein erwachsener Hund zu meinem jungen. Auf der Hundewiese habe ich eine zeitlang immer eine Frau mit einem sehr netten Labrador-Mix getroffen. Die hat gerade in einer Trennung gesteckt und hat mir unter Tränen erzählt, dass sie ein neues Zuhause für ihren Hund sucht. Der Ex wollte ihn nicht, sie war zuviele Stunden am Tag außer Haus und hatte Probleme eine Wohnung mit dem Hund zu finden. Irgendwann kam sie dann nicht mehr, ich denke sie hat ihn abgegeben.
    So etwas könnte ich mir auch vorstellen. Also einen solchen "fertigen" Hund zu übernehmen.

  • also wir nehmen auch alle drei mit ins Restaurant wenn wir unterwegs sind. Gehen wir allerdings von Zuhause mal weg, bleiben sie hier. Allerdings trampeln wir nicht mehr wie mit nur einem hund einfach so rein sondern einer geht vor und fragt ob die Königspudel mit rein dürfen. Bisher hat noch niemand abgelehnt und sie benehmen sich auch wirklich gut. Aber ich bin auch hin und wieder froh dass es Pudel sind, da denken die meisten eh dass es keine richtigen Hunde sind und so hab ich am letzten Wochenende auch wieder eine Ferienwohnung bekommen die eigentlich sonst keine Hunde duldet.

  • Ich kann auf jeden Fall unterschreiben was schon einige hier sagten. Ab so ca einem Jahr dreht und wendet sich der Hund nochmal um gute 180 grad! Also warte noch ein bisschen :)

    Was ich aber auch sagen kann, ein Zweithund war bei uns zumindest in vielen dingen eine riesen große Bereicherung. (Wir hatten für ca 2-3 Wochen einen Zweithund zur Probe, und ich habe auch damals schon immer 2 gehalten)
    Es macht so vieles Einfacher. Man hat immer jemanden zum Spielen dabei, der Hund/die Hunde sind nie alleine, der kleinere wird sich dann alles von dem großen abgucken also schau das dein großer gut folgt.

    Wir werden uns auch wieder einen Zweithund anschaffen, allerdings nicht vor nächstem Jahr, und bis wir unsere Probleme wieder in den Griff bekommen haben!
    Für mich eine absolute Bereicherung.

  • Hallo,

    ob ein Zweithund sinnvoll ist ? keine Ahnung.
    Hier waren es früher drei und jeder wäre auch alleine glücklich gewesen. Gespielt haben sie nie zusammen und gekuschelt auch nicht. Sie waren eine Gemeinschaft und zeigten schon das sie zusammen gehören. Das war es aber auch.

    Bis vor kurzem waren es wieder 3. Die älteste und kleinste mit 9 Jahren hatte die Hosen an. Border und DSH, nur 7 Monate auseinander waren ein Dream-Team. Wobei der Border mit eben seinen 9 Monaten genial zuverlässig war und das Schäfertier bespaßt und erzogen hat. Der Schwarz-Weisse hatte gar keine Zeit für Pubertät.
    Diese drei Hunde haben dann bis vor drei Monaten hier zusammen gelebt, wobei die kleine Hündin sich eher zurück gezogen hat. Der war das alles zu unruhig.
    Nun ist meine Tochter ausgezogen und hat die kleine Zicke und den Border mitgenommen.
    Schäferlein hat sich zwar gut daran gewöhnt, aber flippt völlig aus wenn wir alle zusammen sind. Die wäre wohl glücklich mit dem richtigen Hund.
    Mittlerweile ist der Border eben ein Border und hat draußen absolut kein Interesse mit anderen zu spielen, nur mit seinem Ziehkind benimmt er sich wie ein Jungspunt. Dies aber auch nur solange er nicht im Arbeitsmodus ist. Dann zeigt er mehr als deutlich das Spielen jetzt nicht angesagt ist.
    Auch beim Schäferhund merke ich jetzt das sie erwachsen wird. Es gibt zwar Hunde mit denen sie rennt und tobt, aber es werden weniger. Sie will lieber arbeiten, egal ob Übungen oder Suchspiele oder richtig Fährten.

    Wie Retriever gestrickt sind weiß ich nicht. Bleiben die immer verspielt?
    Ich denke es ist schwierig sich mit der Vorstellung "Spielkamerad" einen Zweithund zu holen.
    Das kann passen, muss aber nicht. Spätestens wenn sie erwachsen werden kann es durchaus sein das Spielen miteinander total weg fällt.

    Hier wird es später bestimmt wieder einen zweiten Hund geben, aber ich habe da andere Pläne. Sie sollen sich vertragen, fertig.
    Meine ist jetzt 21 Monate, hat die BH, hört recht gut und ist verträglich, eigentlich ideal für einen weiteren Hund. Doch habe ich im Moment keine Zeit und Nerven für zwei.
    Auf jeden Fall wird der Nächste etwas kleiner und darf kein Weichei sein. Ob er aus dem Tierschutz kommt oder vom Züchter kann ich auch noch nicht sagen.
    Das wird sich ergeben. Rasse und Alter ist auch noch offen, sollte aber keinen Jagdtrieb haben.

    LG Terrortöle

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!