Wie erziehe ich konsequent meinen Hund?
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Hier findest du übrigens was zum "Zeigen und Benennen"
https://www.dogforum.de/index.php/Thre…ennen/?pageNo=1 - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hätte ich einen Hund, der Angst vor Fahrrädern hat, würde ich erst mal schauen, dass er zu Fahrrädern vertrauen gewinnt. Fast jeder otto-Normal Mensch ist stolzer Besitzer eines Drahtesels.
Den könnte man draußen hinstellen, mit seinem Hund ums Fahrrad herumtingeln, einfach zeigen, dass alles ganz normal ist- das Fahrrad anfassen, den lenker in die Hand nehmen und den mal von links nach rechts bewegen. So habe ich das damals bei meinem Hund gemacht, als ich ihn ans Radfahren gewöhnen wollte. Mein ziel war es, dass mein Hund lernt, dass es nix schlimmes ist, wenn sich das Fahrrad bewegt. Reagiert Viebeiner unbefangen und gelassen, würd ich mich im nächsten Schritt aufs Rad draufsetzen. Ist das für den Hund okay, wäre die nächste Steigerung- mit dem Rad ein stück zu fahren bzw es zu schieben. Mein Rüde hatte sich damals sehr schnell daran gewöhnt, dass ich auf dem Rad, was sich durchaus schneller bewegen kann- sitze. Ich habe ihn zu den Übungszwecken nicht an die Leine genommen, so dass er sich frei bewegen und beobachten konnte. Vielleicht könnte man das bei einem Angsthund auch so machen? Es ist ja was ganz anderes, wenn Frauchen oder Herrchen auf dem Rad sitzen oder eine Fremdperson an einem vorbeifährt.Ein Alternativverhalten könnte sein, dass Du Deinem Hund beibringst, bei Dir Schutz zu suchen.
Dafür musst Du schneller als Dein Hund werden, damit Du Dich mit Deinem Körper rechtzeitig platzieren kannst. Du siehst den Radfahrer vor Deinem Hund, teilst Deinem Hund mit, dass da jetzt ein Radfahrer kommt (den Hund evtl zu dir rufen!!!), nimmst Deinen Hund hinter Dich oder führst ihn auf der zum Reiz hin abgewandten Seite und wartest, bis der Radfahrer an Euch vorbei ist. Wichtig ist, dass man stehen bleibt und der Hund in Ruhe beobchten kann. Für manch einen Hund mag es auch besser zu sein, in dem Moment sitzen zu können, die anderen stehen lieber.
Wenn Hund ruhig bleibt- loben nicht vergessen. (Ruhiges abstreichen beispielsweise, wenn Du ohne Lecker arbeiten willst).
Manche Hunde mögen es sehr, wenn sie körpernah "gehalten" werden: die Hand liegt auf der Schulter des Hundes und man drückt den Hund ganz leicht an sein Bein. So körpernah"gehalten"zu werden, kann entspannen. -
Da den Hund und sein Verhalten niemand von uns gesehen hat, sich niemand selbst ein Bild machen konnte, finde ich es schier unmöglich auf dieser Plattform Tips anzubieten. Aber ein Verhalten nur negativ zu deckeln wäre für mich niemals eine Lösung. Ein positiv aufgebautes Training zum Umlenken hätte da her gemußt. Nur negativ und das ohne Alternative finde ich unfair!
Ich hoffe, niemand der den Eingangspost liest nimmt die Spritzflasche als ernstzunehmenden Tip.
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genau. der erste schritt wäre herauszufinden warum der hund dieses verhalten zeigt, erst danach sollte man die trainingsmethode wählen. viele hunde haben zb. angst wenn ein fahrrad auf sie zukommt, sie denken dass wäre ein angriff. viele hunde verspüren den drang objekte welche sich schnell von ihnen entfernen zu hetzen. manchmal auch beides.
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Hmh.. ich denke man kann mit jedem Hund mit positiver Verstärkung, Vertrauen und Alternativen aufzeigen arbeiten

Meine Hündin ist nach einem Beißvorfall im Welpenalter immer unsicher gewesen, später im Alter entwickelte sie sich zum Leinenpöbler und nachdem sie einen Hund gebissen hat weil er sie von hinten überrascht hat, haben wir alles versucht. Mit einer Trainerin hatten wir dann mit einer Maulschlaufe gearbeitet (So eine die man mit einem Ruck zuzieht und somit Druck auf die Schnauze gibt - also eine Bestrafung). Hat lange gut funktioniert, bis wir an den Punkt kamen an dem sie wieder ohne laufen sollte. Mit Schlaufe hat sie zu viel Respekt und ich denke auch Angst um zu reagieren, ohne fiel sie in ihre alten Verhaltensweisen. Ich würde es nie wieder so machen.
Seit dem haben wir das Ding weggeworfen und arbeiten mit ihren Lieblingsleckerchen. Wenn ein Hund an uns vorbei geht nehme ich sie auf die andere Seite und bin sozusagen ein Puffer, sie wird abgelenkt und hinterher belohnt. Ebenso wie ich unerwünschte Hunde blocke und versuche meinem Hund so ein sicheres Gefühl zu vermitteln. Das machen wir seit Jahren so und sie ist an der Leine total entspannt, mittlerweile auch ohne Ablenkung. Sie achtet wenn andere Hunde kommen nur auf mich und lässt sich dabei auch nicht beirren wenn ihr die anderen Hunde zu nahe kommen.
Ich denke nass spritzen hätte ihr jegliches Vertrauen genommen und dann hätte ich jetzt vielleicht einen Hund den ich nur mit Maulkorb führen kann.Ich würde auf jeden Fall versuchen dem Hund ein sicheres Gefühl zu vermitteln und das du für ihn die Situation regelst. Dann würde ich ihm alternatives Verhalten zeigen und dies immer wieder bestärken und belohnen. Ich denke so lernt der Hund eben mit der Situation anders umzugehen und muss nicht seine Angst unterdrücken, sondern bekommt einen anderen Lösungsweg - Sozusagen nicht nur die Symptome überdecken sondern an der Ursache arbeiten.
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Wie erziehe ich einen Hund konsequent, der beim Spaziergang Fahrräder und Moppeds attackiert?
Wenn Angst dahinter steckt hilft es meiner Meinung nach am besten, wenn man dem Hund dabei hilft nicht mehr so viel Angst haben zu müssen, sprich selbst für Distanz sorgen. Mit einer Bestrafung wird das Verhalten lediglich gedeckelt. Das miese Gefühl bleibt.
Ich vermute, dass der Hund versucht mithilfe seiner Aggression Distanz zu schaffen. Nun haben es vorbeifahrende Fahrräder etc. leider so ansich, dass sie auf jeden Fall weggehen ;-) Somit ist es für den Hund jedesmal ein Erfolg, da er den Eindruck hat, erst durch sein aggressives Verhalten konnte er seinen "Angstauslöser" in die Flucht geschlagen. Ein Teufelskreis also. Meine Hilfestellung wäre somit, dass der Hund lernt, selbst weg zu gehen / aus dem Weg zu gehen.
So jedenfalls habe ich mit meinem angstaggressiven Hund geübt und er pöbelt nur noch sehr sehr selten. Dennoch würde ich nie die Hand für ihn ins Feuer legen. Neulich hat mein Putzelchen doch tatsächlich versucht einem Pferd in den Schweif zu beissen
und das, obwohl grosse fürchterliche Pferde verbellen seit über einem Jahr überhaupt kein Thema mehr war (ignorieren) und obwohl wir mit loben und Belohnung geübt haben. -
mh, mit beiden Hunden habe ich auch knapp 50kg an der Leine, darf ich also mitreden?
Aus Unsicherheit wurde hier alles angebrüllt was sich bewegt hat, also auch Fahrräder, Roller, Autos und Motorräder.
Meine 1. Maßnahme: Ein Brustgeschirr kaufen
2. Maßnahme: In für den Hund passenden Abstand gegekonditionieren (uuuuh, mit Leckerlis
)3. Alternative bieten: Nach dem Motto "Wenn du Angst hast, geh ein Stückchen weg (oder whatever)"
4..Maßnahme: benennen. Ich möchte einen Hund, der seine Umwelt bewusst und aktiv wahrnimmt. Daher soll er von dem Reiz nicht abgelenkt werden, sondern es soll sich ein "aha. Ein Fahrrad. schön." entwickeln.
Das hat mir zwei sehr unterschiedlichen Hundecharakteren gut funktioniert. Hund 1 "aha, nur ein Fahrrad, braucht mich nicht großartig zu interessieren".
Hund 2 "mh schau mal da ein Fahrrad, was meinst du dazu? Ist es ok? ok!"Das passierte alles ohne Strafe.
Ich finde es schlimm wie zum Teil mit den Emotionen des Teampartners Hund umgegangen wird...

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Wenn der Hund schon dazu gekommen ist, den Radler o.ä. anzupöbeln, ist der Halter schuld - denn dann hat dieser schon viel zu spät reagiert..... Wenn ich rechtzeitig eingreife, brauche ich keine Strafe, allerhöchstens mal ein Abblocken (aber das heißt eigentlich schon wieder, daß ich zu spät reagiert habe...).
Fakt ist, daß es letztlich (erstmal) wurscht ist, warum der Hund sich so aufführt - ich wünsche dies nicht, und fertig. Und wenn ich das schon so autoritär einfach nicht möchte, dann muß ich dem Hund erzählen, was er stattdessen tun darf und soll. Aber nicht erst dann, wenn er schon auf 180 ist (dann ist er nämlcih in keinster Weise merh aufnahmefähig, dn dann braucht´s solche Gewaltaktionen und Strafen, um seine Aufmerksamkeit überhaupt noch zu kriegen!!), sondern dann, wenn er noch aufnahmefähig ist. Das heißt, BEVOR er hochdreht, in ausreichender Entfernung; und das bedingt, daß ich mit offenen Augen durch die Welt laufe, und rechtzeitig mitteile, was er in welcher Situation tun soll. Telefonier-Gassi ist out! Gassi ist Hundezeit, die Konzentration ist beim Hund, gerade wenn ich solche in Problem an der Backe hab.
Will heißen, ich würde, wenn ich ein "potentieller Pöbelopfer" sähe, erstmal den Hund aus größerer Entfernung zu dem Opfer auf mich aufmerksam machen, und ihm zeigen, was ich möchte - hinter mich gehen, umdrehen, auf die Seite gehen, mich angucken, absitzen - was auch immer. Halt irgendwas, das NICHT mit dem vom Hund bislang gezeigten Verhalten des Nach-Vorne-Gehens vereinbar ist. Habe ich die Entfernung richtig gewählt (z.B. umgehend, sobald der Hund das "Opfer" wahrgenommen hat, aber noch nicht hochdreht!), ist der Hund in der Lage, mein Kommando zu befolgen (wenn nicht, dann halt beim nächsten Mal anpassen und schneller reagieren!). Er bleibt ruhig, ich kann bestätigen und damit positiv mit ihm (!) arbeiten. Im Folgenden (wenn das zuverlässig und reproduzierbar mehrfach auf Entfernung X klappt) nach und nach die Entfernung zum "Opfer" verringern, statt Abzusitzen im Bogen dran vorbeigehen o.ä., und immer wieder positives erwünschtes Verhalten bestätigen, und verhindere so bei richtiger Einschätzung des Hundes und der Situation, daß Hund überhaupt erst in Streß kommt. Das gibt dem Hund Sicherheit, DU regelst komische Situationen, es gibt ihm die Sicherheit, daß er weiß, was er tun kann, wenn ihm neue komische Situationen begegnen (weil er lernt, er kann sich auf Dich verlassen) und er geht mit geringerem Streßpegel auf die Straße (und dreht infolgedessen auch wenn Du mal pennst nicht so hoch, weil das Ausgangs-Erregungslevel niedriger ist), weil er weiß, er kann sich auf den Halter verlassen, und guckt nicht schon beim Verlassen der Haustüre nach einem Opfer, an dem er seinen Streß ablassen kann, der dadurch entsteht, daß er nicht weiß, was heute wieder auf ihn zukommen wird unterwegs.
Arbeite ich in Situationen, die eh schon "der Aufreger schlechthin" sind für den Hund, auch noch negativ, wird der Hund die Situation dann nicht als angenehmer empfinden, im Gegenteil - mit ein bißchen Glück kommt er Dir nächstes Mal zuvor (wenn Du dafür den falschen hund erwischst), und schnappt erstmal nach Dir, um sich freie Bahn zum Pöbeln zu schaffen.
Weiteres Risiko: der Hund lernt in der Situation, daß Du als Halter in für den Hund blöden Situationen plötzlich unberechenbar reagierst. Folge: er wird Dir u.U. nicht mehr vertrauen, wird anfangen, Dich zu meiden, etc. Dabei hätte es doch einfach gereicht, ihm zu zeigen, was er tun soll, und ihm die Sicherheit zu geben in dieser Situation, daß Du als Halter damit umgehen kannst, und er nicht aktiv zu werden braucht.
und wenns ganz blöd kommt, lernt der hund nur Eines: DU bist in der Situation unberechenbar - und pöbelt in anderen Situationen weiter: d.h., wenn er bei Radlern ruhig bleibt, pöbelt er bei Mopeds weiter, oder wenn er gar bei Dir immer ruhig bleibt, pöbelt er beim neuen Besitzer wieder, und alle gucken ganz verständnislos. Klar - er hat ja nur gelernt, daß DU in der Situation unberechenbar reagierst (und damit sein Streßlevel erhöhst), bei der anderen Person muß er erst rausfinden, wie die reagiert. Das heißt, er hat u.U. nicht generalisiert, und das kann echt gefährlich sein, weil dann keiner damit rechnet - Du vermittelst den Hund als leinenführig, keiner denkt an was Böses, und beim nächsten (noch unbedarften) Halter geht der am Ende plötzlich auf ein radelndes Kleinkind los...... und dann viel Spaß dem, der mit dem Hund so gearbeitet hat und ihn als "leinenführig in jeder Situation" vermittelt hat.....
Du siehst, es kann nicht nur von den Emotionen beim Hund falsch sein, mit Strafe zu arbeiten, sondern der Schuß kann auch für Dich selbst ganz gewaltig nach hinten losgehen.
Deswegen würde ich persönlich in der Situation anders arbeiten.
Klar kann man auch langfristig daran arbeiten, Radler etc. schönzufüttern, mit "Zeigen und Benennen" zu arbeiten (dazu gibts hier gefühlte 100.000 Threads, da kannst nachgucken), oder einen evtl. dahintersteckenden Jagdtrieb unter Kontrolle zu kriegen. Das bedingt aber, daß man wissen muß, was die Ursache ist, und es kann längere Zeit dauern, daran zu arbeiten. Dagegen ist ein "ich möchte, daß Du, wenn was am Horizont kommt, hinter mir läufst/sitzt/fußgehst/....", einfach deutlicher zu vermitteln und schneller und sofort umzusetzen. Denn dazu kommts eher darauf an, ob Du die Entfernung zum "Opfer" und das Streßlevel des Hundes richtig einschätzenkannst und schnell genug reagierst, als darauf, was der Hund gerade empfindet.
Alles Andere kann man hinterher noch immer tun (denn wenn der Streß beim Hund weg ist, reagiert er nicht mehr so schnell, dreht nicht mehr so hoch, und ist dann auch aufnahmefähig für ein "guck mal, der ist doch gar nicht schlimm" mit Schönfüttern etc. o.ä.)- wenn überhaupt dann noch nötig.... Denn wenn der Hund gelernt hat, neben dir zu gehen, wenn irgendwo was kommt, dann lernt er ja ganz nebenbei, daß Du Situationen regelst, und der Andere ihm keine Gefahr ist, wenn er bei Dir ist - warum sollte er dann noch negative Emotionen mit dem verbinden? Er wird, wenn irgendwas ist, immer gerne zu Dir kommen und dort Schutz finden und es gerne Dir überlassen, Dinge zu regeln.
Ich würde nie wollen, daß mein Hund mir nur gehorcht, weil er befürchtet, daß ich mit irgendwelcher Trietzerei (Wasserflaschen, Wurfketten etc.) ihm gegenüber schneller sei könnte als er mit seiner Reaktion - sowas ist ne wandelnde Zeitbombe, denn spätestens, wenn ich mal krank oder nicht gut drauf bin, oder wer Anderes mit ihm unterwegs ist, kann diese Zeitbombe hochgehen, und er zeigt dieses unerwünschte und hier auch gefährliche Verhalten wieder, weil er fühlt, daß er diesmal damit durchkommen könnte.......
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alle verteufeln diese Methode aber fast jeder trainer arbeitet in irgendeiner Weise damit, wasser, dose, ringe, ketten, discs, ... usw wie das alles heisst.
Selbst der bekannte Trainer Rütter nutzt sie ab und an, grad zu sehen in der aktuellen folge vom sonntag und davor den sonntag.
ein alternativverhalten wird trotzdem aufgebaut.
ich verstehe es so das damit der Hund aus dem "Tunnelblick" geholt wird .ne bekannte hat ne Chi der hat bei jedem hund riesen gebelle gemacht, die hat dann mit anderem hund trainiert und die person hat 1x gesprüht und der Chi war für immer ruhig und ansprechbar und konnte so ab dann im fuss vorbei an alle hunde.
ich persönlich brauchte diese methode noch nie und würde sie auch nur als allerletztes probieren.
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Seit wann ist etwas gut, nur weil 'alle' das machen??
Ich denke, da gibt es mehr als genug Bsp-e dafür, dass das ganz sicher kein Maßstab ist! - Vor einem Moment
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