Wie erziehe ich konsequent meinen Hund?

  • Ich weiß gar nicht, was daran so schlimm ist, den Hund zu berühren, wenn man was von ihm will. Eine Berührung ist eine Berührung und kein heftiger Tritt in diverse Weichteile. Klar muss ich den Hund nicht berühren, was aber spricht dagegen es zu tun?

    Hund ist in Gedanken versunken und ich will seine Aufmerksamkeit. Ich kann ihn jetzt ansprechen, oder eben kurz berühren. Davon trägt der Hund keinen Schaden davon.

    Ich knuffe auch, aber nur im Spiel mit dem Hund (ich werde auch geknufft) und wenn Hund meine Aufmerksamkeit will, stubbst er mich auch an. :ka:

    Immer eine Frage der Dosis.

  • Okay, in Extremsituationen (z.B. ein großer unkastrierter Rüde nähert sich) funktioniert es nicht, aber da würde bei Basko ein leichtes Anstupsen auch nichts bewirken. Da müsste ich schon viel massiver auf ihn einwirken, um zu ihm durchzudringen.

    was machst du in diesen situationen ?

    denn um diese geht es ja, um situationen wo name, schau, usw nicht funktionieren.

    bei meinem reicht es damit er schaut.

    man stupst menschen ja auch wenn sie grad abwesend sind und auf stimme nicht reagieren. :)

    meine trainerin ist in der liste deines links ;)

  • Stimmt. Rütter arbeitet viel (zumindest in seinen Sendungen) über Schreckreize. Ergo über Angst.

    erschrecken ist nicht gleich angst.

    meiner hund hat keine angst vor wasser trotzdem kann man ihn damit erschrecken.

    genauso wie du dich erschreckst obwohl du keine angst davor hast.

    sondern ist wie er auch selbst sagt, eine methode um zu ihm durch zu dringen und seine aufmerksamkeit zu bekommen und dann alternativverhalten auftrainieren

  • Erschrecken fusst auf Angst! Angst ist unkonditioniert. Der Hund muss dafür KEINE schlechten Erfahrungen gemacht haben. Angst ist biologisch sinnvolles Verhalten. Der Hund erschreckt sich weil ihn etwas ängstigt. Und zwar SITUATIV.

    Ein Hund erschreckt sich nicht sichtbar, wenn die Erregung zu hoch ist - heisst bei zu hoher Erregung ist der Schreckreiz abgeschwächt. Deswegen "muss" man zwangsläufig zu stärkeren Schreck-/Schmerzreizen greifen, je eher der Hund auf 180 ist.

  • Na wenn hinter mir ein Regal runterkracht, bringe ich mich auch erstmal in Sicherheit. Adrenalin und Urinstinkte sei dank. Und wenn ich mich dann umdrehe, habe ich erstmal Angst, ob der Schrank neben dem Regal nicht auch umfällt.

    Ein Unterschied zwischen mir und Hund gibt es allerdings doch: Wenn ich erkenne das die Schrauben aus der Wand gebrochen sind, erwarte ich nicht mehr, dass das Haus zusammen kracht. Ich kann es mir im Zusammenhang (Ursache und Wirkung) erklären. Ein Hund der (aus dem Nichts) irgendwas vor die Füße geklatscht bekommt, nicht. Noch schlimmer wenn er weiß woher der Reiz kommt.

    Erschreckreize lösen Angst aus. Als Beispiel mal wieder meine etwas sensible Hündin. Sie hat Angst vor PET Flaschen (nein, ich habe sie nie damit beworfen oder begossen oder sonst was, keine Ahnung warum) und wenn die gerade am Couchtisch vorbei geht und eine PET Flasche poppt, geht die für 2 Stunden an diesem Tisch NICHT mehr vorbei. Und das ganz ohne, dass der Mensch da irgendwas macht. Der Angstauslösende Reiz (böse Flasche poppt) reicht. Sie erschrickt, hat Angst, meidet.

    Dauert um die dann wieder am Couchtisch vorbei zu bekommen, das kann ich euch sagen. Ein Rinderohr ist da schon das mindeste. :|


  • würde man zb rütter schauen, wüßte man das diese methode die letzte !!! ist, dann wenn alles andere nicht wirksam ist.

    also zb hunde die "tunnelblick" haben und auf sonst nichts reagieren

    und nur rein positiv arbeiten kann man nicht, das klappt nicht mal bei kindern oder unter erwachsenen.

    Nicht unbedingt.
    Ich finde Rütter ist unterhaltsam. Nicht mehr.
    Und klar wirkt Erschrecken und Strafe.
    Aber eben nicht dauerhaft.

  • habe noch keinen trainier gefunden der nicht über leichte körperliche berührungen arbeitet.
    wie soll man sonst die aufmerksamkeit bekommen ?
    einen menschen stupst man auch an wenn er nicht zuhört.

    wir reden nicht von stechen oder schlagen !!!

    Echt?

    Meine Hund hören auf ihre NAMEN!

    Und das wäre das erste, was ein Trainer herausarbeiten muss.
    Ich stupse auch keine Menschen an.
    Wir reden hier von SCHULE.

    Natürlich kann ich auch mal einem Freund freundlich die Hand auflegen, als ein Zeichen. Aber das mache ich NIE!!! mit einem fremden Menschen oder einem fremden Hund.

    Und "anstupsen" hat mit Erziehung nichts zu tun.

    Wie man die Aufmerksamkeit erhält?

    Von einem gestressten Tier zum Beispiel, indem man den Stress verringert.

    Ort oder Anforderung wechselt, nicht straft, nicht schubst oder stubst ect.

    Nicht jeder Mensch ist jedem Hund gewachsen! Ein Trainer muss hier gucken, entscheiden, beurteilen, Hilfestellung geben.
    Da hat stubsen nichts zu suchen.

    Und wenn ein Hund mit Stubsen zu handlen ist, dann ist ers auch ohne!
    Ganz einfache Rechnung!

  • Ich weiß gar nicht, was daran so schlimm ist, den Hund zu berühren, wenn man was von ihm will. Eine Berührung ist eine Berührung und kein heftiger Tritt in diverse Weichteile. Klar muss ich den Hund nicht berühren, was aber spricht dagegen es zu tun?

    Es ist nicht schlimm, aber keine "Trainingsmethode" und ich kenne verdammt gut Trainer. Da käme keiner auf die Idee einen Hund anzufassen.

    Dass ICH meinen Hund anfasse ist doch was anderes. Meine taub Hündin berühre ich auch, wenn sie die Augen zu hat, wie sollte ich sie sonst erreichen?
    Aber das ist kein STUBSEN, das ist eine Berührung, ein "hand auflegen".

    Und wo sollte im Training ein Trainer einem Hund "Hand auflegen"?

    Nein, im Training ist ein Stubsen eine versteckte Drohung, oder wirklich ein ANSPRECHEN.

    Wenn ich im Training meinen Hund so ansprechen muss, dann hat der was.

    ADS oder ADHS oder ist Taub.
    Wenn er nichts HÖRT, weil er auf einem so grossen Erregungsniveau ist, dass sein Gehörkanäle zu sind, dann bedrohe oder erschrecke ich den Hund mit stubsen.

    Und das von einem Trainer?

    Ich kenne dieses "STUBSEN".
    Sinnloses Blocken ist ja auch "gewaltfrei", wird behauptet.
    Eigentlich schliesst sich hier der Kreis zum LEINENIMPULS mittels dosiertem Korrekturruck am Halsband.

    Wurde mir gestern erst wieder als nette "Methode" vekauft.

  • Ich stupse auch Menschen an wenn es sein muss weil Durchzug...(Kopfhörer und so)
    Das geht, man mag es fast nicht glauben, auf eine Art und Weise ohne das sich jemanls jeamnd von mir bedroht gefühlt hat.

    Egal ob eigen oder Fremdhund, wenn einem 5 Hunde wg Leckerli auf der Pelle sitzen und man will sich etwas Raum verrschaffen kann man einfach nach vorne gehen ohne das ein Hund Meideverhalten zeigt.
    Auch blocken...meist macht man das auch nicht sinnlos sondern es hat einen Grund und ja das geht auch gewaltfrei nach meiner Definition.

    Aber ich trainiere meine Hunde auch nicht speziell sondern nur im Alltag. Sie bekommen genau gezeigt wo die Grenzen liegen, was ich gut finde und was nicht.
    Halte ich für fair und für die Hunde am verständlichsten. Ich kann meine Erziehungsmethode vor mir selbst vertreten und es klappt sehr gut mit den Hunden.

    I

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