kann Bindung verloren gehen?

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    Hallo Ihr Lieben


    Heute geht es um die Hündin einer Freundin. Meine Freundin hatte eine Asawakh-Hündin mit der sie durch dick und dünn gegangen ist. Sie hat immer mit ihr gespielt , Tricks eingeübt, apportiert und war auch regelmäßig mit ihr in einer Hundeschule, in dem Beschäftigung mit dem Hund satttfand und Erziehung mit positiver Verstärkung. Alles gut. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Bindung der beiden unglaublich stark ist, da ihr Hund sich darußen auch nie weit von ihr entfernt hat hat und wunderbar abrufbar war. (woran sie sehr lange gearbeitet haben). Als ihr Hund 5 Jahre alt war, musste sie ihn aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Sie hat eine ganz tolle Familie gefunden, die sich mit Windhunden auskennen und in die sich ihre Hündin von heute auf morgen sehr gut eingelebt hat. Nach einiger Zeit hat meine Freundin ihre Hündin besucht. Es waren so, ca. 5 Wochen vergangen. Meine Freundin hat sich einerseits für ihre Hündin gefreut, dass sie sich so gut eingelebt hat, andererseits war sie aber auch sehr traurig, denn es schien als ob ihre Hündin sich überhaupt nicht mehr für sie interessiert . Diese Erfahrung wiederholte sich, nach dem sie sie nach 2 Monaten nochmal besuchte. Meine Freundin war plötzlich wie Luft für meine Hündin. Sie wurde kurz , aber auch nicht stürmisch begrüßt und ansonsten hatte die Hündin kein Interesse mehr an ihr. Sie lief auch sofort zu den neuen Herrchen und Frauchen, als diese das Zimmer betraten.


    Nun meine Frage: Kann ein Hudn so schnell die Bindung zu seiner Halterin verlieren? Ich war schon auch etwas geschockt. Sie hat all die Jahre Energie und Zeit in diesen Hund gesteckt und kaum gibt sie ihn zu anderen Leuten, ist sie in so kurzer Zeit Luft für diesen Hund? Sind wir Menschen doch nur Dosenöffner? Ist ein Hund so egoistisch, dass er sobald er andere Menschen findet,die sich mit ihm beschäftigen seine tolle Zeit mit seinem Fraucehn verghisst? Ein bischen mehr Freude, hätte ich auch erwartet. Obwohl es natürlich schön ist, dass sie ihr Hund in dem neuen Zu Hause wohl fühlt. Aber wie ist das Verhalten des Hundes in Bezug auf Bindung zu deuten? Wer kennt sich aus? Bitte um Hilfe! :hilfe: LG Cafedelmar

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  • Hallo,


    Hunde leben im Hier und Jetzt. Sie trauern vergangenen Tagen nicht nach, genauso wie sie sich keine "Gedanken" über ihre Zukunft machen. In welcher Situation hat sie denn ihre damalige Hündin getroffen. Wenn es da viel Ablenkung und andere Hunde gab, finde ich es jetzt nicht "verwerflich", wenn die Begrüßung etwas kürzer ausfiel. Ich würde das jetzt nicht überbewerten.
    Generell denke ich, dass Hunde die Vergangenheit viel einfacher hinter sich lassen, als wir Menschen. Eben, weil sie im Hier und Jetzt leben.
    Ich würde auch den Fokus darauf legen, dass es der Hündin im neuen Zuhause offenbar sehr gut geht und mich daran freuen, auch wenn es schwer fällt.


    Grüße,
    Rafaela

  • Echter Vertrauensverlust und endgültige Abschiede führen bei vielen Lebenwesen dazu, dass innige Bindungen kaputt gehen ...


    Entweder war die Hündin so schockiert oder aber sie konnte tatsächlich akzeptieren, dass ihr Frauchen Abschied nehmen MUSSTE - wer weiß das schon - viele Tiere haben ganz feine Sensoren für so etwas. Und wenn das neue Umfeld passt, gewöhnen sie sich schnell um und sind zufrieden.


    Ich wäre glücklich, sollte ich ein Tier abgeben müssen, dass es auf mich nicht mehr groß reagiert, wenn ich ein paar Wochen später wieder aufkreuze. Denn ich will ja, dass sich nicht grämt, sondern sich wohl fühlt, mich nicht im geringsten vermisst.

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  • Ja natürlich. Du hast deinen Hund aus deinen Familienverbund ausgeschlossen und sie in ein neuen Familienverband gegeben. Was hast du anderes erwartet? Hunde denken und erinnern sich außerdem nicht so wie wir Menschen.

  • Ja darüber freuen wir uns ja auch. Ich würde aber gern meiner Freundin, die wirklich aus meiner Sicht alles für ihren Hund gemacht hat, Trost schenken. Da ich selbst einen Hund habe, interessiert mich das Thema auch. Ich kenne die Theorie, das Hunde angeblich in der Gegenwart leben, habe aber als ich im im Tierheim gearbeitet habe ganz andere Erfahringen gemacht: Viele Hunde vermissen ihre Halter, fressen nicht mehr werden depressiv, wenn ihre Halter auf einmal nicht mehr da sind. Auch wenn ein Geschwisterhund plötzlich stirbt, trauern Hunde. Wenn ich meine Hündin zu einem Hundesitter gebe, weil ich ohne sie in den Urlaub fahre und komme nach 5 Wochen zurück, freut die einen Ast ab.


    Deswegen kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, dss ihre Hündin so schnell desinteressiert ist. Sie hat viel mehr als ich mit ihrer Hündin gemacht. Ablenkung gab es überhaupt keine, sie war ja angemeldet. Beim zweiten Besuch war ich mit. Wir sind mit der Hündin in einen Park gegangen und es schien, als ob sie dort ihre neuen Halter gesucht hatte, sie fiepte sogar etwas.


    Es ist einfach nur für mich so schwer vorstellbar,das Bindung so schnell flöten gehen kann? Oder hat das gar nichts mit der Bindung zu tun?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass es sich um eine gar nicht soooo enge Bindung gehandelt hat, sondern der Hund einfach "nur" sehr gut erzogen war (Rückruf, in der Nähe vom Frauchen bleiben etc)

  • Äh Halllo? Bitte ! Es handelt sich nicht um meien Hündin! Bitte nicht verwechseln!
    Vielen Dank! :-)


    Meine Freundin hat Krebs imn Endstadion und bevor ihr Euch darüber her macht wie schlimm und verwerflich es ist einen Hund weg zu geben, sage ich Euch: Sie hat es aus Liebe zu ihrer Hündin getan, da sie nicht weiß wie lange sie noch leben wird! und auf keinen Fall wollte, dass ihre Hündin im Tierheim landet. Also reißt Euch bitte am Riemen! Ich kann sonst auch böse werden! Denn mir steht auch ein trauriger Verlust bevor!


    Und vielleicht könnt Ihr jetzt auch verstehen, warum ich ihr Trost schenken möchte, kurz vor ihrem Tod.


    Aber es interessiert mich auch persönlich, weil ich wie gesagt auch eine Hündin habe, die lebt aber ganz vergnügt noch bei mir.


    Liebe Grüße

  • Viele Hunde vermissen ihre Halter, fressen nicht mehr werden depressiv, wenn ihre Halter auf einmal nicht mehr da sind.

    DAS finde ich schlimm. Denn diese Hunde sind so abhängig von ihrem Besitzer gemacht worden, dass sie krank werden, wenn der "Stoff" nicht mehr da ist.


    Ich bin sehr, sehr froh, dass meine Hund auch bei anderen normal leben könn(t)en und sie sich völlig normal verhalten, wenn ich wieder da bin.


    Der Hund soll doch so oder so einen Wechsel der Sozialpartner verknusen können. Wenn dem nicht so wäre, dann könnten Welpen niemals zum neuen Besitzer ziehen... Außerdem wäre es für ein im Sozialverbund lebendes Tier ziemlich übel, wenn es sich nicht auf einen anderen Sozialverbund einstellen könnte.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Auch wenn das hier nicht alle wahr haben wollen: vielleicht hat deine Freundin den Hund auch insgesamt mit ihren vielen Bespaßungsaktionen überfordert und total gestresst.
    Dann hatte die Hündin es aus ihrer Sicht nicht so wirklich gut bei deiner Freundin und hat es jetzt eventuell viel "besser".
    Gerade das andauernde "Arbeiten" mit dem Hund, das "jeden Tag körperlich und geistig Auslasten" ist für viele Hunde der pure Stress. Besonders weil sich ja wohl die gesamte Energie deiner Freundin auf diesen einen Hund entlud.
    Dass sich der Hund dann ablehnend gegenüber deiner Freundin verhält, wäre nur nachvollziehbar. Er genießt sein jetziges, ihm wesentlich besser entsprechendes Leben und will nicht mehr zurück.
    "Ich habe so viel Arbeit und Zeit in das Tier investiert…. da kann man doch Dankbarkeit erwarten!" - Dieser Satz ist schlichtweg naiv und furchtbar menschlich gedacht: der Hund weiß nicht was Dankbarkeit ist. wenn er sich wohl fühlt ist er glücklich und "gibt Glück ab".
    Deine Freundin sollte loslassen, final!

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso du dich angegriffen fühlst. Ich habe hier keinen einzigen bösen Post gelesen... Wer hat denn geschrieben, dass es in einer offenbaren Notsituation verwerflich ist, seinen Hund wegzugeben?! Habe ich nirgends rausgelesen... Aber wohl ein sehr emotionales Thema für dich.

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