• Um mit Pferd und Hund sicher und stressfrei ausreiten zu können, musst du zwei Aspekte berücksichtigen. Das Pferd und den Hund. Du solltest dein Pferd einhändig reiten können, um die andere Hand für die Leine frei zu haben. Dein Pferd sollte es gewohnt sein, dass ein Hund neben ihm (links, rechts, weiter vorne, weiter hinten, auch mal im toten Winkel) läuft. Auch sollte dein Pferd es akzeptieren, dass der Hund (kontrolliert) an ihm hochspringt, um an- oder abgeleint zu werden. Dein Pferd sollte souverän und sicher im Gelände sein und nicht vor jedem Pups erschrecken. Immerhin musst du deine Aufmerksamkeit ja auf zwei Tiere verteilen.
    Dein Hund sollte einen guten Grundgehorsam haben, da du zu Pferd nicht so leicht auf ihn einwirken kannst, wie zu Fuß. Prinzipiell sollte ein Hund als Reitbegleithund frei „bei Pferd“ laufen, da die Leine immer eine Gefahrenquelle für Verheddern, Hängenbleiben… ist. Die Leine sollte nur in Ausnahmefällen Verwendung finden, z. B. wenn du eine Straße überqueren musst. Gesicherter Rückruf ist ganz wichtig und auch „Platz“ auf Entfernung ist ein sehr hilfreiches Kommando.
    Ich würde erst mal mit beiden Tieren getrennt üben, Grundgehorsam und Rückruf mit dem Hund und Anti-Schreck-Training mit dem Pferd. Dann mit beiden gemeinsam auf dem Reitplatz und später erst im Gelände.

  • Wie alt ist dein Hund denn?
    Sehe ich das richtig, dass er noch überhaupt keinen Rückruf kennt?
    Ich habe meinen Hunden den Rückruf mit der Flexileine gelernt. Sobald sie am vorauslaufen waren, habe ich "hier" gerufen und wenn sie nicht gehört haben (weil sie es ja noch nicht kannten), dann hab ich schnell den Stopknopf gedrückt, dann hatte ich die Aufmerksamkeit meines Hundes. Dann bin ich rückwärts gelaufen, hab nochmal hier gesagt und wenn mein Hund dann zu mir gelaufen ist, dann gab es ein Leckerlie. Nach 3-4x wusste der Hund, was "hier" bedeutet und man kann weiterüben mit Ablenkungen.
    Ich nehme zum Üben lieber die Flexileine her als die Schleppleine, da ich damit sofort auf den Hund mittels Stopknopf einwirken kann und nicht erst meterweise Schleppleine aufsammeln muss, bis ich endlich mal direkten Leinenkontakt zum Hund habe.
    Das "hier" habe ich einfach so zwischendurch, bei Hundebegegnungen, bei Menschenbegegnungen, bei Wildsichtung usw. monatelang geübt.
    Als das alles an der Flexileine zuverlässig geklappt hat, bin ich noch ca. 2-3 Wochen mit der Schleppleine (da diese länger ist als die Flexi) als Absicherung Gassi gegangen und da hat es auch super geklappt und seitdem läuft meine Dackelhündin (Jagdhunderasse) frei und ist bei allem und jedem abrufbar. Vorher lief sie ausschließlich an der Leine, um nicht herauszufordern, dass sie bei "hier" nicht folgt und durchstarten kann. Denn je öfter der Hund dazu die Möglichkeit hat, desto schwieriger ist es, ihm einen gut funktionierenden Rückruf zu lernen.

  • @griseldis, das sich das Pferd anspringen lässt, damit der Hund an und abgeleint werden kann finde ich jetzt nicht zwingend Voraussetzung.
    Würde mit meinem zb niemals gehen. Ich steige dann einfach ab. Klappt genauso gut.

    Genauso mache ich das auch, wenns mir zu eng wird. Ich steige dann ab und führe Pferd und Hund. Ist für mich stressfreier so. Sowas kommt aber selten vor.
    Im Wald kann man zur Not ja auch meistens irgendwie ausweichen.

  • Also ganz ehrlich das der Hund am Pferd hochspringt würde ich persönlich keinem Pferd zumuten wollen. Ein Pferd ist ein Fluchttier und ein Hund ein Jäger.
    Mit Leine reiten geht nicht hab ich selbst ausprobiert und ist auch viel zu gefährlich. Wenn der Hund nicht hört musst du daran arbeiten, müsstest du aber wahrscheinlich auch wenn du nicht reiten möchtest.
    Spaß macht das ganze erst, wenn es ohne Leine und mit Gehorsam des Hundes gut klappt alles andere ist nur Stress.

    Es können dir auch andere Hunde entgegenkommen, Katzen die über eine Straße rennen auf der Autos fahren und und und...

  • Solange dein Hund keine "Ausritt-relevanten" Kommandos befolgt, würde ich das gemeinsame Ausreiten noch in weite Ferne schieben.
    Und soweit ich das mitbekommen habe, befolgt dein Hund momentan noch nichtmal "Gassigeh-relevante" Kommandos.
    Da hast du noch viel zu Üben mit ihm, bevor du ans Ausreiten denken kannst. ;)

  • ohne perfekt "funktionierenden" Hund würde ich niemals mit dem Gedanken spielen ihn mitzunehmen. Und ich meine PERFEKT. Sonst kann das ganz schnell lebensgefährlich werden.

  • In meiner Hundeschule lernen wir sowas nicht, zum kotz**.
    Da ist es wichtiger ihn ins Platz zu zwingen (aus Unsicherheiten macht er das draußen nicht) als den Rückruf zu üben.
    Heute in der früh hab ichs an der Flexi schon probiert. Bin stehen geblieben, hab ihn 2 mal gerufen und dann ist er zu mir her gekommen (juhu!)

  • Und dann gehört er belohnt, wenn er zu dir gekommen ist.
    Wenn er nicht auf Leckerlies abfährt, dann würde ich es evtl. mit einem besonderen Spielzeug (z.B. Ball mit Schnur) probieren. Ihn als Belohnung kurz daran zergeln lassen, dann den Ball wieder einschieben.

  • dann würde ich es evtl. mit einem besonderen Spielzeug (z.B. Ball mit Schnur) probieren

    Macht er auch nicht, der nimmt sowas draußen einfach nicht..
    Also am Feld haben wir mal einen Ball gefunden, dem läuft er dann hinterher wenn ich ihn schmeiß und meistens dran vorbei. Nur ganz selten hat er ihn dann mitgenommen, kurze Zeit drauf aber wieder fallen gelassen.. Hilft wohl nur noch mit der Stimme loben?

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