Ab wann ist ein Hund ,,gut erzogen"?

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    Hi :)


    Ich war heute gemeinsam mit Milo mit 2 alten Schulfreundinnen unterwegs (die beide keinen Hund und ja auch keine Erfahrung damit haben) und eigentlich war ich mit Milo ja sehr zufrieden. Er ist die ganze Zeit bei Fuß gegangen, auch ohne Leine bei mir geblieben oder zumindest sofort auf rückruf sofort gekommen, hat alle anderen Menschen und Hunde ignoriert und war allgemein meiner Meinung nach sehr brav und problemlos.


    Dann waren wir noch gemeinsam essen, ich wollte mich mit Milo hinten in die Bank setzen, er hat es aber vorgezogen ein bisschen weiter unter dem Tisch und nicht direkt neben meinen Beinen zu liegen (aber trotzdem so, dass er niemandem im Weg lag oder jemanden anders behindert hätte, einfach weiter unter dem Tisch, von wo aus er mich auch besser im Blick hatte usw...). Ich habe mir nichts dabei gedacht und es war für mich kein Problem, ich habe Milo auch nicht wirklich dazu aufgefordert, direkt bei mir zu liegen. (Habe kurz gesagt, dass er sich hinlegen soll, er war aber in dem Moment noch zu aufgeregt, ist dann ein paar schritte weiter gegangen und hat sich dort hingelegt)

    Plötzlich fing meine eine Freundin damit an, dass mein Hund ja sooo schlecht erzogen sei und ein ,,gut erzogener" hund ja immer sofort hören und folgen würde und sich dann auch direkt neben mich legen müsse. Als ich dann meinte, dass mein Hund ja keine Maschine ist und es für mich ok ist, wenn er ein paar Meter neben mir liegt, solange er niemanden belästigt und entspannt ist, hat sie nicht aufgehört davon zu reden, dass er einfach absolut unerzogen sei und nicht damit aufgehört. Blöderweise habe ich das in dem moment auch persönlich genommen& war dann kurzzeitig ziemlich fertig und hab nur versucht, das Thema zu wechseln. Eigentlich doof von mir, weil die beiden ja keine Erfahrung mit Hunden haben und ich sie ja auch einfach reden lassrn hätte können, aber in dem Moment hat es mich verletzt, vor allem weil ich mit Milo gerade eigentlich ziemlich zufrieden war und jetzt bin ich wieder unsicher :mute:


    Deshalb wollte ich euch jetzt Fragen: ab wann ist ein Hund für euch gut erzogen? Muss er wirklich jedes Kommando sofort ohne zu hinterfragen ausführen (was Milo nur dann macht, wenn es mir wiiirklich ernst und wichtig ist oder wenn ich ein Leckerli in der hand habe, der Rückruf sitzt aber eigentlich immer) oder dürfen sie manche ,,Entscheidungen" (solange sie niemanden gefährden/belästigen) auch selbst treffen? Ich bin gerade unsicher, ob ich nicht manchmal noch konsequenter sein müsste, weil ich ihm das schon manchmal durchgehen lasse...

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  • Hallo,


    lass dich von deinen beiden Freundinnen nicht verunsichern. Sie haben keine Ahnung von Hunden und noch weniger von deren Erziehung.
    Ich habe in meinem (Berufs-)Alltag (Newton kommt mit zur Arbeit) regelmäßig mit Leuten zu tun, die sich nicht mit Hunden auskennen. Die erwarten Dinge von Hunden, die sind absolut utopisch und verstehen nicht, wie viel Arbeit da zum Beispiel geleistet wurde, wenn man einen Hund ins Restaurant mitnehmen kann und er verhält sich da ruhig.
    Halte dich bei der Beurteilung deines Hundes lieber an andere Hundehalter. Die haben eine realistischere und fachmännischere Sicht auf die Dinge.


    Grüße,
    Rafaela

  • Marlene, Mensch lass dich doch nicht von so einem Gebrabbel verunsichern.
    So wie du das schilderst, ist das doch völlig in Ordnung. :bindafür:
    Ha, stell mir das gerade vor, wenn ich mit meinen 3 Hunden in einer Gaststätte oder Biergarten "Platz" sage und die dann versuchen, sich genau neben mich zu legen. :lol:

    Liebe Grüße von Conny, mit ihren Individualisten Sam, Pepples, sowie Sonnenscheinchen Frieda


    Für immer im Herzen
    DSH Charly (Karlchen) *18.03.99 - 22.04.10

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  • Haha danke, ok, das baut mich wieder auf :D Eigentlich bin ich ja zufrieden mit Milo& das ist wohl das wichtigste :) es hat mich in dem Moment nur verunsichert :D

  • Wenn du mit deinem Hund im Alltag gut zurecht kommst und andere Menschen nicht durch ihn gestört werden, kannst du mit vollem Recht sagen, dein Hund ist gut erzogen. Laß dich also nicht ärgern! :streichel:


    Falls du Hundesport betreiben willst, wirst du 'Platz' und andere Kommandos tatsächlich so trainieren, daß der Hund sie sehr schnell und exakt befolgt und niemals selbst wieder auflöst.
    Für den Alltagsgebrauch ist das aber nicht nötig. Ich würde mir z.B. mein sportliches 'Platz' nur versauen, wenn ich es unter dem Restauranttisch verlangen würde. Dort heißt es ganz locker:"mach mal Pause", dann weiß meine Hündin, jetzt passiert vorerst nichts mehr und man legt sich besser hin. Ob nun sofort oder etwas später, unter dem Stuhl oder unter dem Tisch, ist ihr selbst überlassen. Zwischendurch mal aufstehen und die Stellung wechseln ist auch in Ordnung.


    Dagmar & Cara

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Bist Du sicher, dass das "Freundinnen" sind?
    Das würde mich sehr stören, wenn jemand so auf meinem Hund rumhackt.


    Für mich klingt das so, als wär Milo super erzogen. Brav im Restaurant liegen - da gehört schon was zu. Sei also stolz auf Dich und Deinen Hund und lass Dich von so einem Gequatsche nicht verunsichern.


    Ich kenne auch Leute, die sagen: oh, da muss aber noch dran gearbeitet werden! Oder: oh, das würde ich aber unterbinden. Alles Leute entweder ohne Hundeerfahrung oder Leute, die selbst wirklich total "verzogene" Hunde haben. Das geht da rein und sofort auf der anderen Seite auch wieder raus.


    Und ganz ehrlich: solang der Hund niemand anderen belästigt, finde ich Hundeerziehung auch Privatsache. Dem einen genügt es, wenn der Hund sich überhaupt hinlegt und liegen bleibt. Der andere erwartet Millimeterarbeit vom Hund. Bei dem einen darf der Hund ganztägig im Bett liegen. Der nächste findet es schon schlimm, wenn der Hund auch nur versucht, sich auf die Couch zu legen. Solang mein Hund niemand anderen irgendwie belästigt, ist das doch allein meine Sache, was er darf und was nicht und ob mir das langt, wenn er sich auf ein "Platz" nur einfach irgendwo hinlegt in meiner Nähe, oder ob ich drauf bestehe, dass er sich parallel zu meinen Füßen in exakt 20 cm Abstand hinlegt*g*.

  • Ich staune im Alltag eher darüber, wie wenig an Erziehung Leute von Hunden erwarten:


    Ich bekomme häufig ein Lob, dass mein Hund wahrhaftig Sitz machen kann, wenn ein Fahrrad kommt (und ich "Sitz" sage. Von alleine macht sie das nicht).


    Andere Hundehalter finden meinen Hund superbrav, weil sie nicht bellt, wenn uns ein anderer Hund entgegenkommt. Dass sie ihre (ohnehin etwas zweifelhafte) Leinenführigkeit dabei komplett vergisst, hat noch nie jemand erwähnt.


    Unser Superkunststück: Sie kann Sitz machen und unangeleint 3m von mir entfernt sitzen bleiben, während ich mir ein Brötchen kaufe. Alle Angestellten beim Bäcker bewundern mich für diesen tadellos erzogenen Hund.


    Mit "Sitz" und "kein Theater machen" macht so ein Hund hier eigentlich immer schon einen ganz guten Eindruck.
    Mein Hund würde bei jeder Unterordnungsprüfung durchfallen, aber für den Alltag reichts, um gut auszusehen.


    Ich hingegen bin einigermaßen stolz drauf, dass mein Hund kommt, wenn ich rufe. Das wird aber von Beobachtern oft ziemlich abfällig kommentiert: Weil ich mit Futter belohne. Das hält man allgemein für eine Erziehungsschwäche. Leute sind komisch.

    "Es gibt immer Querulanten, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 14 Prozent aller Leute wissen das."

  • Ist doch alles ok ;) lass dich nicht verunsichern.


    Mein Hund darf sich im Restaurant oder Wirtschaft nicht direkt neben oder vor mich legen, vor allem nicht unterm Tisch. Er entspannt dann null, denkt das wäre Arbeit und switcht einfach im Bewachungsmodus. Restaurant bedeutet Freizeit und deswegen gehört der Hund nicht direkt neben mich.


    Letzten Sommer im Biergarten in Garmisch, lag Snoopy ein Meter vom Tisch weg und hat war total relaxt und hat teilweise geschlafen, ging wer an ihn vorüber hat er kurz mit dem Schwanz gewedelt (während er auf der Seite lag). Die Gäste und Wirtsfamilie war begeistert, wie brav er da einfach liegen blieb, als Belohnung gab es ein großes Stück getrocknetes Hirschfleisch.



    Ich sag einfach Freizeit ist Freizeit und Arbeit ist Arbeit (Hundeplatz oder was auch immer).


    Mir wollten auch schon mal Leute die einmal Cesar Milan gesehen haben erzählen: Das Snoopy niemals Vorne laufen darf, immer hinter mir.
    Betonung auf niemals. Na nur zu gut das Snoopy beim bikejöring in Rente gegangen ist, sonst müsste er nun hinterm Rad rennen.

  • Wenn man selbst noch keinen Hund hatte, hat man wirklich oft gar keine Ahnung, wie schwer selbst die einfachsten Sachen sein können, die der Hund dann irgendwann mal kann ...


    Ich zolle jedem Halter heute wirklich Anerkennung, wenn sein Hund niemanden stört, nicht rumbellt, nicht nervt, nicht an der Leine rummacht wie blöd, nicht andere Hunde anmacht und er sich einigermaßen abrufen lässt, er auch mal ordentlich Fuss gehen kann, usw.


    Sich mal unauffällig zu verhalten, zB im Restaurant - dazu gehört echt Arbeit, dass manchem Hund beizubringen - sei stolz und lass Dich nicht verunsichern.

  • Ich hingegen bin einigermaßen stolz drauf, dass mein Hund kommt, wenn ich rufe. Das wird aber von Beobachtern oft ziemlich abfällig kommentiert: Weil ich mit Futter belohne. Das hält man allgemein für eine Erziehungsschwäche. Leute sind komisch.

    Das ist so klasse, präzise, knapp und treffend formuliert.... Da brauch man eigentlich nichts weiter dazu zu sagen! :D :gut:

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