Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

  • Smilla ist merklich erwachsener geworden - was viele positive Nebeneffekte mit sich bringt:
    Rein optisch sieht sie nun nicht mehr so zart aus, sondern etwas muskulöser und reifer, wenngleich die Niedlichkeit und die weichen Züge natürlich erhalten bleiben, aber sie ist nicht mehr so dürr und hat einen ernsthafteren Ausdruck.

    Ihr Wesen ist auch gefestigter, sie neigt nicht mehr zu Unsicherheiten, sondern meistert nahezu jede Situation souverän. Manchmal, gerade bei Hundebegegnungen, ist sie noch etwas zu zurückhaltend, aber gerade bei Hunden, die offensichtlich nur harmlos spielen wollen, flaut das sofort ab. Zum Glück lässt sie sich nie auf Pöbeleien ein und ist auch nicht total auf andere Hunde als Spielpartner fixiert, sondern diesbezüglich rundum angenehm.
    Sie fährt absolut ruhig mit den Öffis, sogar extrem lange Fahrten mit Umstiegen und sehr überfüllten Zügen sind kein Problem, nicht einmal das Großstadtleben macht ihr was aus. Ich kann sie in nahezu jedes Café mitnehmen, sie liegt einfach entspannt neben dem Stuhl, selbst abgeleint bleibt sie.
    Freilauf funktioniert ebenso tadellos, sowohl in Hundezonen als auch im Wald/auf freiem Feld oder in der Stadt, wobei ich sie in Risikosituationen doch lieber sichere, obwohl das meist gar nicht nötig ist.
    Sie kann nun sogar alleine bleiben, ohne auszubrechen und hat endlich einen Fremden vollständig als weitere Bezugsperson akzeptiert :herzen1:

    Ein paar Baustellen gibt es aber immer noch:

    • Hetzen von sich schnell bewegenden Objekten - Konsequenz: Schleppleinen-Training oder Dauersicherung in Risikogebieten
    • Hüten von Joggern - Auch SL-Training mit hoffentlich baldigem Erfolg, das nervt nämlich sehr

    und die größte Baustelle:

    • Revierverhalten und Schutztrieb/Ablehnung gegenüber Fremden

    Revierverhalten: Sobald ich Besuch habe, sei es Mensch oder Hund, darf dieser nur in meiner Begleitung aktiv sein und darf mein Schlafzimmer/Smillas Raum nicht betreten, ansonsten wird er angeknurrt und würde wohl auch, bei Missachtung ihrer Regeln, gebissen werden. Sofern ich dabei bin, passiert aber nichts, dann ist sie absolut brav.

    Schutztrieb: Wenn uns draußen jemand begegnet, der mich belästigt oder der Smilla durch auffälliges Verhalten (Aufbauen, auf uns zurennen, wild gestikulieren, laute Stimme) wachsam macht, wird dieser angeknurrt und je nach Situation auch vertrieben. Eigentlich ist das ganz praktisch, weil mir dadurch sicher die eine oder andere dubiose Gestalt vom Leib gehalten wurde, aber manchmal trifft es auch Bettler, Kellner oder Fußgänger im Dunkeln.

    Ablehnung: Sind wir bei für sie Fremden zu Gast, zu denen, sei es auch nur in Momenten, ein angespanntes Verhältnis besteht, haben diese verloren. Das eskaliert dann je nach Person so stark, dass ernsthafte Beschädigungsabsichten bestehen, weswegen wir schon zwei Besuche abbrechen mussten. Sie stellt die Personen dann, knurrt, schnappt und unternimmt auch Beißversuche, die ich bislang zum Glück immer durch gezieltes Dazwischenverwerfen abwenden konnte.
    Wenn ich zu Personen jedoch ein absolut harmonisches Verhältnis habe, ist Smilla neutral bis freundlich. Ich habe leider keine Möglichkeit, das zu trainieren, da Smilla Trainingssituationen durchschaut und dann einfach vollkommen ignorant ist. Mit den Leuten, die sie angreifen wollte, kann ich nicht üben, da die panische Angst vor ihr haben - also bleibt es wohl dabei, dass sie nur noch mit zu Menschen kann, bei denen alles total harmonisch ist. :( : :hilfe:

  • Huiii....da würde ich auch ganz schnell gegensteuern. Schutz- und Wachverhalten schön und gut, aber Leute nicht in "ihren" Raum lassen wenn du nicht dabei bist? Sorry aber da bekämen meine Hunde auch mal richtig eins aufn Deckel, sowas geht gar nicht. Du musst unbedingt daran denken das im Falle eines Bisses, es für Smilla Konsequenten gibt.


    Bei uns steht heute die ZZL an...ich bin nervös.

  • Ich drücke die Daumen für die ZZL :smile:

    Bin mir heute nicht sicher, ob ich die Hundebegegnung als Teilerfolg oder Katastrophe bewerten soll.
    Gehört schon fast in den "Was nervt euch an anderen HH" Thread. Komme mit dem Mini vom Tierarzt, weil sie eine Zecke so blöd am Auge sitzen hatte, dass ich mich nicht dran getraut habe.
    Hundekind ohnehin gestresst hoch 10, Unsicherheitsphase momentan dazu, die Sache mit der Zecke hat sie mir auch übel genommen, dazu musste sie aufs Klo. Also wirklich eine blöde Ausgangslage.
    Lief mit ihr einen engen Weg lang, um zum Auto zu kommen. Uns entgegen kam eine Frau mit Kleinhund.
    Aufgrund der doofen Bedingungen habe ich mich für den Rückzug entschieden, bin also mitten auf dem Weg umgedreht und in die andere Richtung. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass die Frau die Leine vom Hund fallen liess und ihn zu uns schickte. (Ich mein - Hallo?! Deutlicher als eine 180 Grad Drehung geht es doch nicht?!)
    Ich freundlich gerufen, ob sie ihren Hund bitte einsammeln könnte. Keine Reaktion.
    Vor mir war eine Einbuchtung, eingegrenzt von zwei Mülltonnen und einer Hauswand. Hundekind da hinein geschickt, mich davor gestellt. Hund ohne Leine kam näher, hatte aber dann doch schnell Schiss. Große Frau mit bösem Blick, dazu ein völlig ausflippender Aussie senkrecht in der Leine - da würde ich auch nicht freiwillig drauf zu rennen :ugly:
    Der Hund blieb aber vor uns sitzen und traute sich nicht so recht vor oder zurück. Besitzerin kam endlich, sammelte die Leine ein und blieb frontal (!) vor uns stehen. Ich wieder freundlich gefragt, ob sie bitte weiter gehen könnte. Daraufhin kam ein patziges "Mach ich doch!!!!", sie machte sich eine Zigarette an und blieb stehen.
    Durch die Mülltonnen und die Wand kam ich nicht weg, Hundekind immer noch am zappeln wie ein Weltmeister. Ich bin ja wirklich ein halbwegs ruhiger Mensch in solchen Situationen, weil Aufregung uns in dem Moment nicht hilft - ganz im Gegenteil. Aber mir wäre auch fast der Kragen geplatzt.
    Hab es aber runter geschluckt, das Hundekind geschnappt, bin halb über die Mülltonnen gehüpft, Keks in das Hundekind gestopft und bin ganz normal weiter gegangen, als wäre es das normalste der Welt. Als hätte ich mich nicht gerade fast auf die Nase gelegt, beim Versuch meinen wuchtigen Körper über eine Tonne zu hiefen. (Welch Ironie :D )
    Was macht das Hundekind? Findet den halben Sprung so spaßig, dass es an mir klebt und mich feiert :D Kam ganz entspannt mit, schön neben mir. Ist total super weiter gelaufen und hat sich nicht einmal umgedreht.
    Kamen dann ganz easy zum Auto, fast im Fuß gelaufen und wieder total gut drauf. Naja zumindest bis ich ihr eben das Zeckenmittel geben durfte xD
    Aber mal ganz ab vom großen Theater als der Hund vor uns saß, hat Holly den Rest echt nicht schlecht gemacht. Schön an mir orientiert, nicht stehen geblieben, das ist ein Anfang. Am Senkrecht stehen arbeiten wir noch. :hust:

  • Vielleicht solltest du dir Hilfe holen, denn das liest sich nicht so, als würde es verwachsen oder als hättest du schon einen Weg für dich und sie gefunden, dass ihr daran arbeitet.

    Doch, in gewisser Weise schon. Sie lässt sich (abgesehen von der Ablehnung) sehr gut über den Gehorsam regeln. Ein einfaches "Nein" reicht und Besuch wird in Ruhe gelassen und andere dürfen das Schlafzimmer betreten. Wenn ich nicht sofort "Nein" sagen kann, ist Smilla mit mir eingesperrt, dann passiert auch nichts.
    Training funktioniert leider nicht, da sie Trainingssituationen sofort durchschaut, was völliges Desinteresse an der Person zur Folge hat. Ihre "Opfer" haben Angst vor ihr, die scheiden also auch aus.
    Bei normalem Besuch trainieren wir, aber besser wird es erfahrungsgemäß erst, wenn die Person länger als eine Nacht bei uns ist, dann kann sie sich tagsüber auch allein bewegen.

    Huiii....da würde ich auch ganz schnell gegensteuern. Schutz- und Wachverhalten schön und gut, aber Leute nicht in "ihren" Raum lassen wenn du nicht dabei bist? Sorry aber da bekämen meine Hunde auch mal richtig eins aufn Deckel, sowas geht gar nicht. Du musst unbedingt daran denken das im Falle eines Bisses, es für Smilla Konsequenten gibt.


    Bei uns steht heute die ZZL an...ich bin nervös.

    Eins auf den Deckel hilft da nicht.
    In solchen Situationen hilft es eher, wenn die Tür zu ist oder wenn ich, sofern ich dabei bin, "Nein" sage. Wirklich problematisch sind nur die Fremden, zu denen mein Verhältnis nicht tadellos ist - und zu denen darf sie nun nicht mehr mit, weil uns allen das zu riskant ist.

  • So, wir sind wieder zurück vom geburtstäglichen Ausflug in das Ferienhaus an der Ostsee.
    Wir waren insgesamt 9 Leute.
    Zoey hat sich wirklich erstaunlich gut gemacht, für sie war es das Paradies - so viele Menschen, ein riesiger Garten, das Meer so nah.
    Und sie ist tatsächlich auch einmal geschwommen!!
    (Ich wollte unbedingt mal ins Meer, auch wenn es ziemlich kalt war - und windig. Also bei ca. 14 Grad Wassertemperatur kurz mal rein, ein wenig geschwommen... - während ein paar ältere Jacken mit Mütze und Outdoorjacken herumstanden - und der DLRG-Turm nur mich mit dem Fernglas überwachen musste... ;D)
    Zoey rannte von einigen Steinen zum Steg und immer wieder hin und her, um uns so nah wie möglich zu kommen - bis sie sich schließlich wagemutig ins Wasser stürzte.
    Es ging ziemlich lange flach rein, so konnte sie auch lange laufne, aber dann *platschplatsch* - und die Beinchen planschten in der Luft herum - sie kam zu uns(mein Freund musste auch noch mal ganz kurz mit rein)(der Blick von Zoey war echt so niedlich) und drehte dann um und schwamm zurück - da sogar streckenweise mit den Vorderbeinen unter Wasser. :)

    Wie schön!

    Beim Beachvolleyball kam sie den gaaaanzen Strand zurück zu uns gelaufen(sie war mit einer anderen Gruppe mitgelaufen) - um uns den dann immer abzujagen... ;)

    Jo... bis auf dass sie immer gegen 8 Uhr morgens Action haben wollte(dafür ist sie jetzt total platt) - war sie wirklich lieb.
    Sie wurde natürlich immer wieder gestreichelt und freute sich auch immer wieder sehr - wurde aber auch nicht aufdringlich.
    Also sie bettelte nicht am Tisch, sondern hat sich dann irgendwo hingelegt und geschnarcht.

    Bewachen wollte sie das Haus dann schon und meldete alles am Tor oder sonstiges.. aber das ist ja nicht so schlimm.

    Wir waren auch einmal essen - da hat sie auch durchgängig geschlafen.

    Gestern gab es einen kurzen Zwischenhalt in Hamburg, einmal Sushi essen - und auch da hat sie bis auf anfängliches Gepiepe dann geruht.

    Nun ist erstmal runter kommen angesagt!!

    Ich hoffe, dass sie durch den Trip nochmal einen guten Entwicklungsschritt gemacht hat... :)

  • Urks..Bliss ist heute beim Training in eine Biene getreten.
    Aber der Hammer war: Die hat einfach weiter gearbeitet. Dann halt auf drei Beinen :omg: . Hab erst gar nicht geschnallt, was die hat, bis ich den Stachel entdeckt habe.
    Bin dann mit ihr los und hab die Pfote in kaltes Wasser gestellt. Das war Madame dann zu langweilig. Wollte weiter machen. Das ist vielleicht eine...

  • Wääääh - gerade im Wohnzimmer Herrn Hund daran gehindert, etwas zu fressen, was im ersten Moment aussah wie ein kleiner Stein. Also zack-meinen Fuß drauf gestellt.....es war eine vollgesogene Zecke....igitt!!!
    Die Krönung eines Tages, der mit "Ich zerlege mal meine Schlafmatte, weils mir so langweilig ist" anfing, mit "Das kleine Hummelvolk im Erdloch ist aber lustig" (jedenfalls so lange, bis das mobile Einsatzkommando ausrückte....) weiterging und mit "Leinenführigkeit - keine Ahnung, was das ist" wohl wahrscheinlich noch nicht zu Ende ist.....
    Ich liebe diesen Hund! :herzen1:

  • Doch, in gewisser Weise schon. Sie lässt sich (abgesehen von der Ablehnung) sehr gut über den Gehorsam regeln. Ein einfaches "Nein" reicht und Besuch wird in Ruhe gelassen und andere dürfen das Schlafzimmer betreten. Wenn ich nicht sofort "Nein" sagen kann, ist Smilla mit mir eingesperrt, dann passiert auch nichts.Training funktioniert leider nicht, da sie Trainingssituationen sofort durchschaut, was völliges Desinteresse an der Person zur Folge hat. Ihre "Opfer" haben Angst vor ihr, die scheiden also auch aus.
    Bei normalem Besuch trainieren wir, aber besser wird es erfahrungsgemäß erst, wenn die Person länger als eine Nacht bei uns ist, dann kann sie sich tagsüber auch allein bewegen.

    Eins auf den Deckel hilft da nicht.In solchen Situationen hilft es eher, wenn die Tür zu ist oder wenn ich, sofern ich dabei bin, "Nein" sage. Wirklich problematisch sind nur die Fremden, zu denen mein Verhältnis nicht tadellos ist - und zu denen darf sie nun nicht mehr mit, weil uns allen das zu riskant ist.


    hört sich für mich alles eher danach an dass sie deine Unsicherheit spürt und es sich zur Aufgabe gemacht hat die Situationen für dich zu managen. kann ganz schön nach hinten losgehen...

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