Seniorenfutter - warum und wann

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    Guten Abend zusammen,


    zunächst einmal hoffe ich, mein Thema ist in der richtigen Rubrik einsortiert.


    Nun zu meiner Frage:


    meine beiden Hundeweibchen werden überwiegend mit Trockenfutter ernährt. Für die gute Laune gibt es immer wieder neben Dörrfleisch auch flache Rippe oder Hähnchenbollen etc. Jula ist 10 Jahre alt, Molly 7, beide fit, beide viel unterwegs. Da Jula trotz Bewegung ein wenig zum Zunehmen neigt (immer schon!) und beide ja nun leider, leider, leider, leider etc.etc.etc. nicht mehr ganz jung sind, hab ich nun zum ersten Mal Seniorenfutter (Bosch Bio) gekauft, welches sie seit vier Tagen bekommen. Klingt wahrscheinlich bekloppt, aber ich sehe/fühle, dass beide abgenommen haben. Das ist definitiv NICHT der Plan, da beide eine Topfigur haben.


    Nun also endgültig zu meiner Frage :smile: :


    ab wann und aus welchem Grund sollte man Seniorenfutter füttern? Ist es gesünder für den älteren Hund, oder ist es lediglich dafür da, ein Dickerwerden zu verhindern? Kennt sich jemand aus?

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  • Hallo,


    meine Hündin hat nie Seniorenfutter bekommen. Sie war ein sehr schlanker Typ und bis ins hohe Alter aktiv. zur Unterstützung bekam sie Karsivan und Grünlippmuschel. Ich habe mich da auf unseren Tierarzt verlassen der sie jährlich untersuchte. Sie ist über 17 Jahre geworden.
    Mein Rüde litt an Nierenschwäche und bekam in den letzten Jahren ein Nierendiätfutter. Er wurde leider nur 14 Jahre. Er war sehr fit, hatte aber leider einen Bandscheibenvorfall der auf Grund der Nieren nicht mehr operiert werden konnte.
    Ein Seniorenfutter würde ich nur geben wenn es der Hund wirklich braucht und das scheint man nicht generell am Alter fest machen zu können. Ich würde mich da auf den Tierarzt verlassen. Anhand von Blutwerten lässt sich gut feststellen wie gesund ein Hund ist und ob er vielleicht eine andere Futterzusammensetzung braucht.


    LG Terrortöle

  • Hallo Terrortöle,


    danke für Deine Antwort.


    Ich hab das auch zum ersten Mal gekauft. Meine ersten beiden Hündinnen sind bis zum Schluss "normal" ernährt worden. Sally wurde damit sehr fit 15 Jahre alt, Motte wurde leider aufgrund von Krebsgeschichten nur 13.


    Jula und Molly sind kerngesund, haben gerade erst einen Rundumcheck hinter sich. Manchmal hab ich das Gefühl, je älter ich werde, desto bekloppter werde ich auch. Ich denke, der nächste Futterbeutel wird wieder in Normaler sein.


    Aber dennoch wüsste ich gerne, was genau Seniorenfutter nun ausmacht.


    LG


    Sallychen

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  • Ich denke das es zum größten Teil einfach Werbestrategie ist. Klar brauch das ein oder andere Tier im hohen Alter auch mal ne andere Ernährung. Zum Beispiel hat mein ältester Kater seit er 14 Jahre alt ist zu harten Stuhlgang. Überwiegend frass er Trockenfutter. Durch seine Kotabsatzprobleme hab ich ihn umgestellt auf Nassfutter und ganz wenig Trockenfutter und täglich eine Schale Milch mit einem eingerührten Teelöffel Gemüse-Babybrei. Die Empfehlung des Ta war rein vegetarisch zu ernähren was ich für ne Katze ziemlich unbezahlbar halte. Wenn man vegetarisches Katzenfutter überhaupt bekommt. In 4 Monaten wird er 17.
    Mein Ersthund (wurde 15 Jahre) hat sich ein halbes Jahr auf den Gang über die RegenbogenBrücke vorbereitet und hat in dem letzten Lebensjahr auch kein Trockenfutter mehr vertragen. Da reichte eine Umstellung auf Nassfutter.
    Mein Fazit ist wenn Umstellung auf Seniorfutter, dann erst mit 12 Jahren.

  • Seniorsorten sind i.d.R. nicht so energiehaltig wie Adult-Sorten. Wenn ein Hund nun im Alter (evtl. aufgrund weniger Bewegung) zum dickwerden neigt und man die Adult-Futterration so weit kürzen müsste, dass fast nicht mehr im Napf ist, dann ist es sinnvoll auf Seniorfutter (weniger energiehaltig) umzusteigen, damit der Hund auch was im Napf hat und sich nicht mit ein paar wenigen Brocken Adultfutter begnügen muss. ;)

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Im Alter wird der Stoffwechsel langsamer, ein alter Hund benötigt nicht mehr so viel Energie. Seniorfutter ist oftmals fettreduziert. Du kannst ja mal die Werte vergleichen.


    Man sagt auch, dass zum Beispiel ein kastrierter Hund von der Ernährung her umgestellt werden soll, weil der Stoffwechsel sich auf Senior-Niveau verlangsamt. Somit gibt es auch Leute, die einem jungen Hund Seniorfutter füttern aufgrund des niedrigeren Energiebedarfs.


    Ich persönlich würde immer gucken, wie fit mein Hund ist, wie viel Bewegung er hat, wie er Futter verstoffwechseln kann und dann die Ernährung anpassen.


    So könnte es also sein, dass ein junger Hund auch mal Seniorfutter bekommt, ein alter aber nicht, je nach Aktivitätslevel des Hundes.


    Ich habe noch nie bewusst Seniorfutter gefüttert, ernähre meine Hunde aber alle sehr vielfältig und trotzdem individuell.


    Meine Dackel bewegen sich im Winter zum Beispiel deutlich weniger und die Ernährung wird entsprechend angepasst und auf allzu viele Kohlenhydrate verzichtet.


    Mein junger Spinone, der sehr viel draußen und recht aktiv ist, würde ohne ausreichend Energiezufuhr schnell abnehmen.


    Es kommt also wirklich auf den einzelnen Hund an.

  • Benni ist 8 Jahre und musste letzte Woche kastriert werden. Nach Rücksprache mit der Klinik bekommt er ab demnächst erstmal diätfutter (hat auch einige Allergien). Wenn ihm das nicht ausreicht weil er extrem verfressen ist gibt es Seniorenfutter.
    Ich würde das auch vom entsprechenden Hund abhängig machen.

  • Zitat von "DackelTamy"

    Seniorsorten sind i.d.R. nicht so energiehaltig wie Adult-Sorten.


    Das ist ein Irrtum. Seniorsorten enthalten i.d.R. wesentlich mehr Kohlenhydrate und die machen bekanntlich auch dick.

  • Also wir haben bei 2 Hündinnen irgendwann fesrgestellt, dass sie das normale Futter plötzlich nicht mehr so gut verwerten konnten. Sprich öfters Erbrechen, Durchfall, solche Sachen.
    Eine der beiden hat sich im höheren Alter nicht mehr so viel bewegt und hat kalorienreduziertes Seniorfutter bekommen, da sie sonst entweder ständig hungrig war oder zu arg zunahm..


    Für beide Hunde war es für den letzten Lebendsabschnitt eine deutliche Verbesserung.
    Bestimmt ist es nicht bei jedem Hund nötig ein Seniorfutter zu geben. Denke ein Teil Werbestrategie wird es manchmal auch sein.
    Aber bei unseren beiden Hunde die bisher in dieses Alter kamen hat es gut getan

  • Zitat von "Samojana"

    Das ist ein Irrtum. Seniorsorten enthalten i.d.R. wesentlich mehr Kohlenhydrate und die machen bekanntlich auch dick.


    Sie enthalten i.d.R. weniger Protein und weniger Fett und daher sind sie weniger energiereich, egal wieviele Kohlenhydrate enthalten sind - letztendlich kommt es hauptsächlich auf den Fettgehalt an. ;)

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