Hund "ignoriert" mich, was tun?
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Hallo zusammen,
ich habe seit 2 Wochen eine Hündin aus Spanien bei mir. Vermutlich Malinois/Labbi Mix. Sie ist nicht mein erster Hund. Mein alter Hund (Schäferhund-Dackel-Yorkshire-Mix) hatte zwar den Sturkopf eines Dackels, aber war sehr gelehrig und schlau...
Nun zu meinem "Problem":
Sie hat in Spanien in einem Rudel gelebt, welches oft auf einem großen Gelände Ausgang hatte. Ich musste also die fehlende körperliche Auslastung, da ich sie noch nicht ableinen kann, irgendwie kompensieren. Nachdem ich sie stubenrein hatte, pendeln sich unsere Spaziergänge auf 4x am Tag a 30 Minuten ein. Samstags fahr ich mit ihr zu einem großen Freilaufgelände (eingezäunt), wo sie nach Herzenslust 2-3 Stunden spielen und toben kann. Zuhause übe ich mit ihr das Apportieren und natürlich die Grundkommandos Sitz, Platz, etc., sowie das Allein bleiben und dabei nicht die Wohnung zerstören...Zwischendurch klappt das Alles auch ganz gut. Ich weiß also, dass sie nichts an den Ohren hat und das sie genau weiß, was ich von ihr will. Aber immer öfter wenn ich mit ihr üben möchte, guckt sie mich an wie einen Alien und schmeißt sich vor mir auf den Boden als hätte ich sie regelmäßig verprügelt. Dann ist mit ihr auch nichts mehr anzufangen und ich muss erst mal abbrechen.
Von Anfang an haben wir sie nach dem Spaziergang in ihr Körbchen geschickt und sie teilweise 30x zurück gebracht wenn sie aufgestanden ist. Natürlich immer ruhig und ohne hysterisch zu werden, immerhin hat sie bisher genau gar nichts kennen gelernt. Allerdings klappt das auch immer schlechter als besser. Wenn wir ihr das Kommando geben in den Korb zu gehen, legt sie sich irgendwo anders hin. Wenn wir dann kommen um sie ins Körbchen zu bringen, macht sie sich komplett steif und rollt sich vor uns auf den Rücken, sodass unsere einzige Chance darin besteht, sie in den Korb zu tragen, was bei 30 Kilo nicht ganz einfach ist.
Dazu sollte man sagen, dass sie keinerlei Angst vor Menschen hat. Sie hat wohl glücklicherweise keine schlechten Erfahrungen gemacht. Draußen rennt sie auf jeden Menschen zu, freut sich tierisch und will gekrault werden... Sie hat ein ganz liebes Wesen, ist aber alles andere als ängstlich. Sie ist eher sehr interessiert an allem.
Habt ihr Tips und Erfahrungen für mich, wie ich damit jetzt am besten umgehen soll? Hunde leben ja bekanntlich im Hier und Jetzt, deswegen haben wir versucht ihr von Anfang an regeln zu zeigen und sie NICHT zu bemitleiden. War das falsch?
Ich würde gern viel mehr mit ihr Arbeiten, das hab ich mit meinem alten Hund auch gemacht, bis er unzählige und schwierige Tricks und Kommandos beherrscht hat. Aber sie macht mir das leider nicht einfach mit ihrem ständigem auf den Boden schmeißen und sich ergeben... Meistens steht sie danach nicht mal mehr auf, egal womit ich es versuche, so als hätte sie einfach keinen Bock und sieht das als ihre Chance nichts tun zu müssen.
Hoffe ihr könnt mir helfen

Gruß
Izzy - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Es klingt, als würde Deiner Hündin Euer Training überhaupt keinen Spaß machen. Nach dem, was Du schreibst, sind die Einheiten von Anfang an viel zu lange und ohne (geeignete) Bestärkung aufgebaut. Beispiel: von Anfang an (also nicht schrittweise gesteigert) 30mal ins Körbchen zurückbringen, kein Erfolgserlebnis zwischendurch aus Hundesicht, ich hätte auch keinen Bock mehr ins Körbchen zu gehen. Das ist kein böser Wille von ihr, Du hast das Körbchen halt mit dieser Art des Trainings mit etwas Blödem verknüpft, und sie hat genau das von Dir gelernt, was Du ihr beigebracht hast.
Dein Ziel bei jeder Form von Training ist, dass es Euch beiden Spaß macht! Spaß machen Deinem Hund alle Dinge, bei denen sie schnell zum Erfolg kommt, bei denen sie den Erfolg (= Leckerli, Spiel, Stimme, usw.) supergern mag, und alle Dinge, die nicht zu lange dauern. Brich ab, lange (!) bevor sie die Lust verliert - stell Dir vor, Du freust Dich auf Deine Lieblingsschokolade. Nach einem Stückchen wirst Du Dich immer noch wie Bolle aufs nächste Stückchen freuen, aber wenn Du schon 5 Tafeln intus hast, braucht keiner mehr mit einem weiteren Stückchen als "Belohnung" kommen. Du willst am Ende jeder Trainingseinheit bei Deinem Hund die Lernerfahrung haben "boah, das war toll, ich könnte sofort weitermachen, ich freu mich jetzt schon aufs nächste Mal!"
Und frag Dich, ob Deine Hündin nach 2 Wochen bereits all diese verschiedenen Trainingsbereiche braucht - es ist unglaublich viel Programm für einen Hund, der vollends damit beschäftigt ist, die hiesigen Regeln und Abläufe kennenzulernen, das Alleinbleiben lernt,...
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Klingt stellenweise nach meiner Hündin. :) Nach 2 Wochen zu verzweifeln finde ich schon etwas verfrüht.
Ich würde mich erstmal darauf beschränken das notwendigste zu machen. Bindung stärken, grundlegende Dinge zu etablieren (bei mir müssen die Hunde nicht auf den Platz, sie gehen freiwillig. Vielleicht passt ihr auch einfach der Untergrund nicht, auf den ihr sie schickt. Meine Hunde haben auch unterschiedliche Präferenzen was Untergründe angehen. Meine Hündin liebt Körbchen, mein Rüde mag eher einfache Decken). Alles andere wie Platz/Sitz und was nicht noch alles, standen bei mir bei meiner Hündin eher im Hintergrund. Mittlerweile kann sie es, aber sie hat es nicht in der ersten Woche gelernt.
Für mich war bei meiner Tierschutzhündin wichtig das die Bindung passt, der Rückruf funktionierte und das sie nicht in die Bude gepinkelt hat. Das war es. Alles andere kam mit der Zeit.
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Moin,
Du lieber Himmel, seit zwei Wochen? Lass das arme Ding doch erst mal bei Dir ankommen.... wenn sie draußen gelebt hat, ist absolut alles neu für sie.... Umgebung, Gerüche, Untergründe, Geräusche, Sprache - sie ist in einer komplett anderen Welt.
Es dauert bis zu einem halben Jahr bis so ein Hund bei einem angekommen ist und zu Hause ist.
Du machst zu viel und Du erwartest zu viel. Meine Jungs (auch aus Spanien) ließen sich auch zu Boden fallen, wenn sie etwas sollten, was sie nicht wollten. Ihren Platz haben sie zwar alle gern angenommen, aber sie zogen es vor, in meiner Nähe zu liegen, was okay war und ist. Hauptsache sie liegen irgendwo wo ich nicht über sie falle.
Sie weiß einfach nicht was Du von ihr willst, weil sie die Sprache nicht spricht und versteht. Viele Hunde kennen keine Kommados.... das muss sie lernen, wie ein Welpe, ganz von Anfang an, mit viel Leckerchen und Bestätigung, nicht mit Durchsetzen dessen, was Du willst - sie in den Korb tragen etwa. Sie zeigt doch deutlich das sie Angst hat - auf den Boden werfen heißt ja nichts anderes als "bitte bitte tu mir nichts!" sehr devot und untergeben, sie könnte auch anders, aber das hat man ihr vermutlich ausgeprügelt.
Menno - armer Hund
Sundri
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Ich finde Dein Programm, dafür dass die Hündin grade zwei Wochen, bei Dir ist, auch ganz schön heftig.
Lass Sie doch erstmal ankommen und das Zusammenleben mit Dir bzw. überhaupt mit einem Menschen kennenlernen. Das hat auch absolut nichts mit Bemitleiden zu tun sondern damit zu wichten, was sie jetzt erstmal braucht und sie gleichzeitig auch nicht zu überfordern.
Warum muss sie gleich in ihrem Körbchen bleiben können? Klar macht sie sich steif, Ihr gebt das Kommando ins Körbchen zu gehen und sie weiß nicht was sie machen soll, da sie das Kommando und als ehemaliger Straßenhund wohl auch ein Körbchen nicht kennt. Dann werdet Ihr körperlich und wollt sie dahin bringen und das verunsichert sie dann völlig.
Gebt Ihr Zeit. Sowas wie ins Körbchen gehen, kann sie auch in einem halben Jahr noch lernen.
ZitatIch würde gern viel mehr mit ihr Arbeiten, das hab ich mit meinem alten Hund auch gemacht, bis er unzählige und schwierige Tricks und Kommandos beherrscht hat. Aber sie macht mir das leider nicht einfach mit ihrem ständigem auf den Boden schmeißen und sich ergeben... Meistens steht sie danach nicht mal mehr auf, egal womit ich es versuche, so als hätte sie einfach keinen Bock und sieht das als ihre Chance nichts tun zu müssen.
Das wirst Du sicherlich auch noch können. Aber Du kannst nach 2 Wochen nicht erwarten, dass sie schon "funktioniert".Ich möchte Dir auch den guten Rat geben, sie nicht mit Deinem vorherigen Hund zu vergleichen. Vielleicht wird sie nie so lernbegierig sein wie er. Vielleicht hat sie einfach kein Interesse am lernen, ist schwer zu motivieren oder ist einfach faul
(aber auch hier gilt, keine Pferde scheu machen, nach 2 Wochen kann man das noch gar nicht einschätzen)Nur mal zum Vergleich: Ich hatte früher einen Golden Retriever - ein Hund der jedes Kommando aufgesogen hat und immer was neues lernen wollte. Jetzt habe ich einen Berner Sennenhund - ein Hund bei dem es schon mal passiert, dass er nach 3 Wiederholungen keine Lust mehr hat, sich umdreht und geht. Kommandos lernen ist nur insoweit interessant als dass es da Leckerlies bei gibt. Aber lernen um des Lernens willen - geht ja gar nicht.
Was das Lernen betrifft sind die beiden wirklich wie Tag und Nacht. Damit musste ich mich auch arrangieren.
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Hallo,
ich finde du machst viiiiiel zu viel. Lass den Hund erst mal in Ruhe. Gerade das Dummytraining kannst du getrost weglassen. Auch das Alleinebleibentraining erfordert schon sehr viel Disziplin, sodass dann das Kontingent an Übungen für den Tag schon fast voll ist. Ich würde an deiner Stelle erst mal nur das Basisprogramm trainieren. Die Grundsätzlichen Dinge, die man so braucht z.B. Abruf im Freilauf, vielleicht noch an der Straße hinsetzen etc. Alleine bleiben ganz klar auch, aber nicht an einem Tag wo du noch 1000x andere Kommandos eingeführt hast. Der Stresspegel von einem Hund der 2 Wochen da ist, ist noch sehr hoch. Am wichtigsten ist erst mal kennenlernen und entspannen. Alles andere kommt von alleine. Deswegen ignoriert sie dich auch, sie hat jeden Tag sooo viele neue Eindrücke etc. und kommt gar nicht dazu das zu verarbeiten. Wenn du z. B. 4 Stunden in einer Vorlesung sitzt, wo alles neu ist, dann kannst du danach auch nicht mehr. Wichtig ist vor allem, Ruhepausen einzubauen, wo sie sich hinlegt und mal döst. Dann verarbeitet sie nämlich. Bloß wenn du dann noch in der Wohnung anfängst mit apportieren usw. da kann sie sich nicht mehr konzentrieren.
Mein neuer Hund ist jetzt bald 5 Monate da und bisher haben wir nur die Grundkommandos etabliert, die mittlerweile auch sehr gut sitzen. Zwischendurch gab es mal den ein oder anderen Trick. Nur außerhalb der ganzen Kommandos gibt es soviele Dinge die er lernt (das darfst du nicht, hier sollst du nicht hin etc.), dass der Tag irgendwann voll ist mit neuen Sachen. -
Zitat
Ich finde Dein Programm, dafür dass die Hündin grade zwei Wochen, bei Dir ist, auch ganz schön heftig.
Finde ich auch. Viel zu oft Gassi, viel zu viel üben... da würde ich mich auch auf den Rücken drehen und blocken...
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Moin,
die Sache geht mir seit heute Morgen nicht mehr aus dem Kopf, da dreht sich ein Hund auf den Rücken, wirft sich zu Boden - nach allem wsa ich weiß, ist das in den allermeisten Fällen eine absolute Unterwerfung "bitte bitte tu mir nichts" selten ist es Verweigerung..... so wie wir Verweigerung verstehen.
Der Hund nutzt nicht irgendeine Chance nichts tun zu müssen, er weiß überhaupt nicht was er tun soll oder was man von ihm will?!
Stell Dir vor, man würde Dich zu den Buschmännern nach Afrika setzen, mitten in die Khalahri, Du verstehst nichts, weder Sprache noch Kultur noch Miteinander, alles ist fremd..... und Du sollst Dinge tun, von denen Du nicht weißt, warum, wieso und überhaupt - verstehst Du nicht mal, was man von Dir will. Das ängstigt...... der Hund wirft sich hin, er kommt nicht wieder, egal wie Du ihn lockst - warum sollte er auch? Würdest Du zu jemandem gehen, der Dich zwangsweise umsetzt oder irgendwo hin schleppt? Die Natur ist anders, die Geräusche sind anders, die Landschaft ist weiter (hier für den Hund enger) - Leine laufen (muss sein, aber das ist voller Konzentration) - Du brauchst keine Beschäfdtigung oder Auslastung, Du fällt Abends totmüde um, voll von Eindrücken und Geräuschen - genauso geht es grad Deinem Hund.
Ich hab schon so einige Hunde aus dem Ausland erlebt, alle - die ich hier hatte oder denen ich nahe war, waren soooo unglaublich bemüht.... sie waren so vorsichtig und ich hab den Eindrucl gehabt, sie wollten so gern mit mir / ihrem Menschen etwas tun. Leckerchen und dafür ging so vieles.... von ganz allein. Ich hab sie ankommen lassen, nur das, was verboten war und verboten bleiben sollte, durften sie von Anfang an nicht.l
Aber da hat körperliche Präzens gereicht, aufrichten auf sie zugehen, da musste ich kein Wort reden und sobald der Hund, etwa aus der Küche wieder raus war, gab eine Belohnung und ein liebes Wort. Diego kannte Sprache nicht, als er hier ankam, da konnte man noch so freundlich reden, er hat einen angeschaut, als könne man nicht bis drei zählen - das kam erst später.... er reagierte aber supergut auf Sichtzeichen. Lucas kannte Sprache, aber natürlich nur spanisch.... er lernte schnell um, brauchte aber auch seine Zeit.
Die erste Woche lasse ich alle Hunde hier einfach nur laufen, bin froh, wenn sie sich anleinen lassen, zum raus gehen. Ich beobachte sie, machen sie etwas, was ich gern hab (etwa in den Korb gehen) gibts eine Bestätigung. Laufen sie mir nach auf Schritt und Tritt - okay.... sie müssen mich ja erst mal kennen lernen. Lou etwa, er kam Ende Oktober, im Dezember, als ich beim Kekse backen war, ist er das erste Mal von ganz allein woanders hingegangen, weg von mir - auf seinen Platz im Schlafzimmer - da wusste ich, so langsam kommt er an.
Lou ist übrigens auch so einer, der keinen blinden Kadavergehorsam hat. Einmal "Sitz" klappt super, zweimal "Sitz" wird noch gemacht, beim dritten mal setzt er sich, wenn er einen guten Tag hat oder die Leckerlies überdurchschnittlich sind, beim vierten Mal wird er blind (wegen der Sichtzeichen) und taub - null Reaktion..... aber - und darauf kommt es mir an, ich Situationen unterwegs - gehorcht er super. Da ist sitz Sitz und wird nicht hinterfragt. Dies Verhalten ist nicht aufsässig oder garstig oder ungezogen, sondern entspricht einfach seiner Art und Rasse - die sind so..... ich hab gelernt mich auf ihn einzustellen, nicht umgekehrt. Jede Härte hätte sein Vertrauen zu mir gemindert bis zerstört.
Sei geduldiger und bau das Vertrauen, das Du grade massiv verlierst wieder auf. Sei verlässlich, bemüh Dich, den Hund zu verstehen und gib ihm einfach Zeit.... wie gesagt, gutes halbes Jahr kann das dauern, bis so einer seine Überraschungen ausgepackt hat. Würde sich Lou vor mir zu Boden schmeißen, ich wäre ernsthaft erschrocken, denn das gehört nicht zu einem Vertrauensverhältnis. Niemand muss vor mir auf dem Bauch kriechen....
Ich bin mal bei Diego zu massiv gewesen, in meiner ersten Reaktion, es hat zwei Tage gedauert, bis er sich mir wieder näherte, von allein.... beoachte Deinen Hund, daraus lernst Du am meisten über ihn.
Und "funktionieren" gehört in so eine sensible Phase einfach gar nicht rein, weder gedacht noch durchgesetzt.
Sundri
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ZitatAlles anzeigen
Moin,
Du lieber Himmel, seit zwei Wochen? Lass das arme Ding doch erst mal bei Dir ankommen.... wenn sie draußen gelebt hat, ist absolut alles neu für sie.... Umgebung, Gerüche, Untergründe, Geräusche, Sprache - sie ist in einer komplett anderen Welt.
Es dauert bis zu einem halben Jahr bis so ein Hund bei einem angekommen ist und zu Hause ist.
Du machst zu viel und Du erwartest zu viel. Meine Jungs (auch aus Spanien) ließen sich auch zu Boden fallen, wenn sie etwas sollten, was sie nicht wollten. Ihren Platz haben sie zwar alle gern angenommen, aber sie zogen es vor, in meiner Nähe zu liegen, was okay war und ist. Hauptsache sie liegen irgendwo wo ich nicht über sie falle.
Sie weiß einfach nicht was Du von ihr willst, weil sie die Sprache nicht spricht und versteht. Viele Hunde kennen keine Kommados.... das muss sie lernen, wie ein Welpe, ganz von Anfang an, mit viel Leckerchen und Bestätigung, nicht mit Durchsetzen dessen, was Du willst - sie in den Korb tragen etwa. Sie zeigt doch deutlich das sie Angst hat - auf den Boden werfen heißt ja nichts anderes als "bitte bitte tu mir nichts!" sehr devot und untergeben, sie könnte auch anders, aber das hat man ihr vermutlich ausgeprügelt.
Menno - armer Hund
Sundri
Sundri
Da kann ich mich nur anschließen.Du hast Dir einen Auslandshund geholt, der im Hunderudel gelebt hat! Keinen Knuschelhund, den Du von Deiner Nachbarin übernimmst. Geh das Ganze langsam an, dein Hund ist ein Lebewesen und muss sich erst auf die neue Situation einstellen. Arbeite zuerst daran, dass Dein Hund Vertrauen zu Dir fasst und er ganz "bei Dir" ist.
Aber wenn ich lese, dass der alte Hund ja unzählige und schwierige Tricks und Kommandos beherrscht hat und mit dem neuen Hund das nun auch gleich (nach 2 Wochen!!) trainiert wird... das macht mich sehr traurig. Da kann auch ich nur sagen: Menno - armer Hund.
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Zitat
Von Anfang an haben wir sie nach dem Spaziergang in ihr Körbchen geschickt und sie teilweise 30x zurück gebracht wenn sie aufgestanden ist. Natürlich immer ruhig und ohne hysterisch zu werden, immerhin hat sie bisher genau gar nichts kennen gelernt. Allerdings klappt das auch immer schlechter als besser. Wenn wir ihr das Kommando geben in den Korb zu gehen, legt sie sich irgendwo anders hin. Wenn wir dann kommen um sie ins Körbchen zu bringen, macht sie sich komplett steif und rollt sich vor uns auf den Rücken, sodass unsere einzige Chance darin besteht, sie in den Korb zu tragen, was bei 30 Kilo nicht ganz einfach ist.
Warum muss denn der Hund unbedingt ins Körbchen? So wie du das machst, verbindet der Hund seinen Platz mit etwas negativem, nämlich mit Druck. Auch wenn du ruhig reagierst, du baust Druck auf. Da würde auch meine Hündin die Mitarbeit verweigern und die kommt nicht aus dem Tierschutz.Worum gehts dir? Willst du das Kommando aufbauen und üben? Oder willst du, dass der Hund aus dem Weg ist? Wenns nur um das Kommando geht und der Hund dieses irgendwann mal zuverlässig beherrschen soll, machst dus meiner Meinung nach völlig falsch. Viel zu stur, viel zu viel Druck. Ich würde mich zu dem Zeitpunkt auch damit zufrieden geben, wenn der Hund wenige Minuten auf dem Platz liegt. Wichtig ist, dass du das Kommando auflöst. Und das musst du zum gegenwärtigen Zeitpunkt viel viel viel früher, noch bevor der Hund auf die Idee kommt, es selbst zu tun.
Ich habe keine Erfahrung mit Tierschutzhunden, aber ich würde hier genauso vorgehen wie bei einem Welpen: So wenig Druck wie möglich, lieber vorbeugen und es gar nicht zu blöden Situationen kommen lassen und erstmal Vertrauen aufbauen.
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