Junghund lässt andere Hunde nicht in Ruhe

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    Guten Abend,


    mein Vater hat nun auch wieder einen Hund: einen Welpen im Alter von knapp 6 Monaten, eine mittelgroße bis große Mischlingsdame. Zu Beginn waren sie mit ihr in einer Welpenschule, in der alle Welpen meistens nur herumgetollt sind und sie sich immer mit allen gerauft hat.
    Trifft sie nun auf andere Hunde, stürmt sie wie verrückt auf diese zu und bedrängt sie penetrant, damit sie mit ihr spielen. Der meist ältere Hund reagiert zumeist nicht positiv und wehrt sich dagegen. Sie zeigt sich davon allerdings völlig unbeeindruckt und rennt weiter hinterher und springt an ihm hoch.
    Das ganze artet dann völlig aus, sodass nur noch mein Vater als einzige Autoritätsperson sie zurückpfeifen kann, allerdings mit sehr harschen Worten.


    Meine Frage an euch: wie baut man es auf, dass sie den richtigen Umgang mit anderen Hunden lernt?


    Mein Plan war wie folgt: ich würde sie an den Futterbeutel gewöhnen und den ganz toll aufbauen, sodass sie ausflippt, sobald sie ihn sieht. Wenn sie dann an der Leine auf weitere Entfernung auf andere Hunde trifft, würde ich den Futterbeutel langsam ins Spiel bringen, also sie sich hinsetzen lassen o.ä. und dann ganz toll mit dem Beutel belohnen. Dann den Hund immer näher kommen lassen, mit dem Ziel, dass sie eigentlich nur Augen für den Beutel hat. Ist das richtig gedacht, oder hakt der Plan? ;)


    Mein Vater kennt nur die härtere Schule, notfalls gibt es auch mal einen "Stoß" in die Seite. :hilfe:
    Daher muss ich ihm einen alternativen wasserdichten Plan präsentieren, damit er sich möglicherweise darauf einlässt. :hust:


    Danke euch schonmal!

    Liebe Grüße von Zeni & Vereni
    ... und Beppo im Herzen.

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  • Hallo ich habe einen 5 monate alten Welpen der immer aufgedreht ist und alles draussen toll findet. Er möchte auch zu jedem Hund und andere Menschen anspringen. Wenn wir einem Hund begegnen dann hab ich Würstchen oder Käse in der hand, lasse ihn entweder sitz machen und warte bis der Hund vorbei ist. Oder ich führe ihn an dem Hund vorbei. Klappt bisher ganz gut und ich kann es weiter empfehlen. Das müssen aber echt Leckere Leckerlies sein die es nur selten gibt ;)
    Mit fremden Leuten habe ich schon geschimpft. Mein Hund rennt ohne Leine bei uns auf der Wiese rum. Wir waren am üben. Naben an ist eine Strasse, wo kaum ein Auto fährt ( Sackgasse ) Auf der anderen Seite stand eine Frau und guckte uns zu. Dann rief sie "Na du kleiner spielst du fein?" und mein Hund lief direkt zu ihr. Es war weit und breit kein Auto in sicht aber Strasse ist Strasse :omg:
    Sowas bloß nicht durch gehen lassen!!!

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  • Hallo,


    habt ihr die Möglichkeit in eine Freilaufgruppe mit gut sozialisierten erwachsenen Hunden zu gehen? Bei Newton hat das extrem geholfen. Wie er respektvoll auf erwachsene Hunde zugeht, lernt er weder von einem anderen Welpen, noch von dir, noch von deinem Vater. Das lernt er nur von einem gut sozialisierten erwachsenen Hund.
    Das mit dem Futterbeutel ist nett, verschiebt das Problem aber nur. Früher oder später wird er es lernen müssen, wie man sich so ordentlich verhält als Hund.


    Lg,
    Rafaela

  • Ich würde dem Jungdhund (Welpenzeit ist schon vorbei) erst mal ausschließlich Kontakte zu erwachsenen Hunden ermöglichen. Auf keinen Fall sollte sollte sie in einer Jundhundgruppe weiter dieses Verhalten lernen.


    Bei Hundebegegnungen außerhalb der Hundeschule würde ich einfach schauen, wer mir da entgegen kommt und dann erst entscheiden, ob sie Kontakt aufnehmen darf oder nicht. Und dann auch erst nach Freigabe Deinerseits, also Leine ab, Hund muss kurz noch Ruhe bewahren, Dich vielleicht anschauen und dann schickst Du ihn mit einem Kommando. Dafür würde ich mir als Gegenüber dann auch nur Hunde aussuchen, wo ein Kontakt sich für Deinen Hund lohnt, also keine "Opferhunde", keine Kleinhunde, sondern ruhige Tiere, die so einen Kontakt selbstständig managen kommen.
    An allen anderen Hunden würde ich den Hund vorbei führen und den Kontakt unterbinden und auch nicht mit Leine zulassen, denn sie soll ja auch lernen, dass sie nicht zu jedem Hund hin darf.


    Ablenkung wird aus meiner Sicht, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit funktionieren und ändert an dem Problem ja nichts.
    Es macht aber sicherlich Sinn, sie erst mal auszubremsen, wenn andere Hund auftauchen, so dass sie nicht auf 100 Meter hinschießen kann. Also den Hund erst mal bei Dir behalten, Ruhe einfordern und dann den Kontakt, wenn nötig und möglich, zulassen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat von "Vereni"

    Mein Plan war wie folgt: ich würde sie an den Futterbeutel gewöhnen und den ganz toll aufbauen, sodass sie ausflippt, sobald sie ihn sieht.


    Heißt, Du möchtest, dass sie weiterhin in hohe Erregung verfällt, wenn sie andere Hunde sichtet?


    Kann man so trainieren. Mich persönlich würde das nerven, wenn ich zeitlebens bei Hundebegegnungen den Futterdummy-Hype absolvieren müsste. Ich stelle mir das gerade in der Stadt vor, volle Fußgängerzone... Oder an einer vielbefahrenen Straße. Nee, meins wär das nicht. Zu unpraktisch und es steht auch meiner Vorstellung entgegen, dass Hunde im Alltag möglichst "cool" bleiben.


    Aber: Joo, geht bestimmt auch so, wenn man einen Beutejunkie drauß macht.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat von "RafiLe1985"

    habt ihr die Möglichkeit in eine Freilaufgruppe mit gut sozialisierten erwachsenen Hunden zu gehen? Bei Newton hat das extrem geholfen. Wie er respektvoll auf erwachsene Hunde zugeht, lernt er weder von einem anderen Welpen, noch von dir, noch von deinem Vater. Das lernt er nur von einem gut sozialisierten erwachsenen Hund. Das mit dem Futterbeutel ist nett, verschiebt das Problem aber nur. Früher oder später wird er es lernen müssen, wie man sich so ordentlich verhält als Hund.


    Danke für deine Antwort. Unsere Hündin musste ja bereits einige Zusammentreffen mit dem neuen Hund meines Vaters mitmachen, die für sie doch sehr anstrengend waren, da sie den Junghund ( ;) ) immer in Schach halten musste..
    Den Vorschlag, sich an eine Gruppe mit gut sozialisierten erwachsenen Hunden anzuschließen, werde ich ihm mal machen, vielleicht können wir dann zusammen mit beiden Hunden gehen.



    Zitat von "gorgeous2000"

    Ich würde dem Jungdhund (Welpenzeit ist schon vorbei) erst mal ausschließlich Kontakte zu erwachsenen Hunden ermöglichen. Auf keinen Fall sollte sollte sie in einer Jundhundgruppe weiter dieses Verhalten lernen..


    Genau, die Gruppe besuchen sie schon ein Weilchen nicht mehr. Leider haben sie die Auswirkungen zu spät realisiert.



    Zitat von "flying-paws"

    Heißt, Du möchtest, dass sie weiterhin in hohe Erregung verfällt, wenn sie andere Hunde sichtet?


    Den Unterton finde ich recht unangebracht. Ich hatte eine Idee, wie man das Problem eventuell in den Griff bekommen könnte und habe nach euren Erfahrungen gefragt. Dass ich natürlich nicht möchte, dass man dauerhaft mit einem Futterbeutel durch die Gegend rennt und der Hund sich ständig dadurch pusht, ist hoffentlich klar. Mein Fehler; ich hätte den Ansatz weiter durchdenken müssen, entschuldige bitte.

    Liebe Grüße von Zeni & Vereni
    ... und Beppo im Herzen.

  • Kein Unterton. Einfach die Frage, ob Du wirklich das haben möchtest, was Du dann übst ;)


    Wenn es Deinem Ziel entspricht, dann ist es doch okay. ;)

  • leider wieder mal ein Beispiel der negativen Wirkungen von welpengruppen.
    ich würde nicht mit Futterbeutel arbeiten . leine , ruhig vorbeigehen, stimme. möglichst ruhig. futter ist dann der Höhepunkt daheim.

    viele grüße louisa

  • Zitat von "gorgeous2000"

    Ich würde dem Jungdhund (Welpenzeit ist schon vorbei) erst mal ausschließlich Kontakte zu erwachsenen Hunden ermöglichen. Auf keinen Fall sollte sollte sie in einer Jundhundgruppe weiter dieses Verhalten lernen.


    Ich finde diesen Tipp sehr richtig - und gleichzeitig SEHR schwer zu realisieren. Ich bin seit ca. 1 Std wieder von der Hundewiese zurück und wir hatten eine Begegnung mit einer toll erzogenen 3 jährigen Boxerdame, die nur kurz mit Henry spielen durfte, weil die Besitzerin Angst hatte, dass Henry sich beim spielen verletzt und ihr Hund dann schuld sein könnte. Und sowas erlebe ich seit Wochen: ältere Hunde, die keinen Bock auf meinen Junghund haben und ihn schlichtweg ignorieren oder wo halt die Besitzer Angst wegen meinem kleinen Junghund haben (große Hunde und allen voran verfettete Labradore sind hier in der Gegend halt in der absoluten Überzahl). Ich würde mich glücklich schätzen, wenn ich Henry zusätzlich zur Junghundgruppe regelmäßige Kontakte zu älteren Hunden ermöglichen könnte, aber es ergibt sich einfach nicht.
    Wir haben Maren mit Bjarki zweimal getroffen und das dann über mehrere Stunden und nicht nur mal 10 min wie das bei Gassibegegnungen sonst der Fall ist und ich habe gemerkt, wie Henry sich an Bjarki orientiert hat, wie anders sein Verhalten nachher war (auch wenn er zu Beginn aufgedreht und aufdringlich war) - ansonsten erfahren wir von älteren Hund oder deren Besitzern hauptsächlich "Ablehnung" (ist eigentlich zu hart ausgedrückt, aber es ergibt sich halt keine Möglichkeit, Henry regelmäßig mit erwachsenen Hunden zusammen zu bringen).
    Mein Onkel hat einen Toperzogenen 4 jährigen Schäferhund, leider hasst der Henry und knurrt ihn nur an, weshalb das leider auch keine Option ist :-/


    Wer kein eigenes Rudel hat oder schon vorher Kontakte zu anderen Hundebesitzern hatte, darf hier gerne mal Tipps geben, wie man sowas richtig anstellt :-)

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