BARF ja oder nein?

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    Hallo zusammen,


    ich spiele mit dem Gedanken meine Laya auf BARF umzustellen. Ich habe nur 2 "Probleme", die ich berücksichtigen müsste. Zum einen hat Laya das Problem, dass eine ihrer Nieren nicht 100% arbeitet. Sie neigt deswegen zu Blasenentzündungen, weil der pH-Wert des Urins schnell zu hoch ist und sich dadurch Kristalle bilden. Das habe ich Dank der Guadarcid Tabletten aber gut im Griff und die Nierenwerte waren zuletzt auch immer top gewesen. Das zweite Problem bei Laya ist, dass sie eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Sie bekommt deswegen am Tag 450mg L-Thyroxin.
    Ist es bei diesen Krankheitsbildern überhaupt sinnvoll zu barfen? Wenn ja, was sollte ich beachten? Was darf/ sollte ich nicht/wenig füttern?


    Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe :-)

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  • Ich bin kein Barf-Profi. Die werden sich hoffentlich hier auch noch zu Wort melden.


    Wenn mein Hund, dass hätte, was Deiner hat, dann würde ich schon gestern barfen.


    Ich vermute mal, dass die Nierengeschichte deines Hundes genauso ist, als wenn Du einen Labrador hättest. Bei einigen Hunden dieser Rasse bilden sich auch schnell Kristalle in der Niere...etc. Da muss man auf niedrige Purinwerte des Futters achten. Wenn ich das bisher richtig gelesen habe, dann ist viel Purin in Innereien, Herz und Haut. Davon soll es dann wenig geben.


    Hier ein Link zu einer Purintabelle: http://www.purintabelle.de/fleisch.php


    Zu der Schilddrüsengeschichte kann ich nichts schreiben.


    Der Thread hier ist ganz toll: http://www.dogforum.de/topic77037.html

    Wir sind das grausamste Lebewesen auf der Erde. Bewahrt uns diese Eigenschaft vor der Ausrottung?

  • In diesem Fall empfehle ich dir, dass du dir einen Futterplan vom TA erstellen lässt. Einige große Tierkliniken bieten das auch online an (z. B. Die Uniklinik München, einfach mal googlen) . Dann bist du auf der sicheren Seite


    Gruß

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  • Mh habe es nicht mehr genau im Kopf, aber so 60-100€ wirst du schon rechnen müssen. Es gibt noch den Futtermedicus, das ist auch ein TA der Futterpläne macht. Musst du dir halt überlegen ob du einmalig das Geld dafür ausgeben willst oder dir das Wissen selber aneignen möchtest. Dann empfehle ich dir aber dringend dir entsprechende Literatur zu kaufen die auch die Krankheiten deines Hundes berücksichtigen. Ich denke aber schon, dass dein Hund von BARF profitiert.


    Meinen Hunden geht es seit ich BARFe viel besser. Ich habe wieder angefangen (habe schon geharft als es den Begriff noch gar nicht so gab aber aus Faulheit einige Jahre wieder Trofu gegeben) als mein alter Rüde immer unfitter wurde und das Trofu kaum noch verwertet hat.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich denke, dass du Recht hast. Wahrscheinlich ist es besser einmal einen Futterplan erstellen zu lassen ehe nachher was falsch zu machen und ein komplettes Nierenversagen oder Harnsteine damit zu provozieren. Kann man dann mit den Fleischsorten trotzdem variieren? Oder bekommt sie dann z.B nur Huhn und Rind?
    Darf ich fragen, was du monatlich für das Barf bezahlst? Ist es wesentlich teurer?

  • Fleisch kannst du auf jeden Fall variieren. Aber ich würde auch einmal das Geld für nen professionellen Futterplan ausgeben, zumindest bei einem Hund mit gleich zwei Erkrankungen. Sonst hat man sicher im Hinterkopf ob man wirklich alles richtig macht, bei einem gesunden Hund wäre es nicht nötig. Ansonsten ist BARF keine Hexerei und auch kein großer Aufwand wenn man mal "drin" ist.


    Ich zahle so ca 40-50€ für Fleisch (je nachdem was ich füttere) pro Monat für zwei Hunde mit insgesamt 60kg (1x 38 und 1x 22kg) und ca 10-15€ für Obst, Gemüse, Jogurth etc. An Zusätzen kommt nochmal ca 10€ umgeschlagen dazu (Öle, Fett, Kalziumpulver für den alten Mann etc das Zeug hält ja mehrere Wochen, deswegen habe ich es grob auf den Monat umgerechnet). Also ca 70-80€ im Monat (mal mehr mal weniger) für zwei Hunde, macht pro Hund 40€.


    Ein hochwertiges Trofu kostet auch locker 60€ und 15kg Trofu hat bei mir max 4 Wochen gehalten, und dann zahle ich da ja noch die Füllstoffe mit....


    Gruß

  • Barf auf jeden Fall JA. Ich würde nie wieder nen Hund anders ernähren. Hab mir meinen BARF-Plan mit der BARF-Broschüre von Swanie Simon erstellt (kostet nur 5€) ging super schnell. Im Grunde sagt eh jeder was anderes - mach einfach mal so wie du es verstanden hast, und nach ner Zeit machste dann mal ne Blutuntersuchung und dann weißte bescheid, ob das so ok ist.


    Meine Hündin hatte erhöhte Schilddrüsenwerte, daher sollten wir Schilddrüsenhormonhaltige Teile wie Schlund etc. meiden. Die könntest du aber zum Beispiel für deinen Hund nehmen!


    Ansonsten bestimmte Vitamine noch extra zugeben musst du eigentlich nicht, wenn du zum Fleisch auch noch püriertes Obst und Gemüse zugibst.


    Ich berechne als Tagesportion 2% des Körpergewichts. Davon werden 2/3 Fleisch (+Knochen + Innereien) und 1/3 Obst und Gemüse. So eine Mahlzeit sollte auch zu mindestens 20% aus Fett bestehen, dann gehts auch nicht auf die Nieren ;)

  • Zitat von "Balufi"

    Barf auf jeden Fall JA. Ich würde nie wieder nen Hund anders ernähren. Hab mir meinen BARF-Plan mit der BARF-Broschüre von Swanie Simon erstellt (kostet nur 5€) ging super schnell. Im Grunde sagt eh jeder was anderes - mach einfach mal so wie du es verstanden hast, und nach ner Zeit machste dann mal ne Blutuntersuchung und dann weißte bescheid, ob das so ok ist.


    Ehrlich, so würde ich das bei einer Vorerkrankung der Niere niemals machen. Nach ner Zeit machste dann mal ne Blutuntersuchung, und huuuch und hoppsa, ganz schlechte Nierenwerte.
    Ich würde mich bei Erkrankungen generell beraten lassen, egal ob ich jetzt barfe oder selbst koche...

    Дай, Джим, на счастье лапу мне, Такую лапу не видал я сроду.
    Давай с тобой полаем при луне На тихую, бесшумную погоду.


    Gib, Jim, mir zum Glücke Deine Pfote, Deine Pfote, einzigartig.
    Lass uns zusammen im Mondschein bellen Bei ruhigem stillem Wetter


    S. Jessenin, An Katschalows Hund

  • Also wenn du barfen willst, solltest du dich wirklich gut informieren darüber.


    Kürzlich eine Studie gelesen (von einer staatlichen Unversität- ein Doktorarbeit - ich sags nur gleich dazu nicht dass wieder Verschwörungstheorien aufkommen), dass bei Blutkontrollen über 80% der gebarften Hund irgendeinen Mangel hatten. Also mit ein bisschen Fleisch auftauen und Pulverchen dazu ist kein Hund gut ernährt.


    Zum anderen werden die meisten gebarften Hunde zu proteinreich ernährt, was auf die Niere schlägt und somit für euch besonders relevant ist. Ich denke ein Fleischanteil wie er beim barfen üblich ist, wird deinem Hund sicher nicht gut tun.


    Zur Schilddrüsenunterfunktion ist nicht so viel zu beachten, du solltest eben nach Möglichkeit kein Kehlkopf oder Schlund füttern. Aber auch da gehen die Meinungen auseinander, aber ohne bist du auf der sicheren Seite.


    Und ehrlich, ich würde bei diesen Vorerkrankungen zweimal nachdenken, ob ich wirklich barfen will. Gibt es irgendeinen speziellen Grund?

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