"Kastration kann die Gesundheit gefährden"

  • Mich würde jetzt eher interessieren, wieviele der kastrierten Hunde mit Gelenksproblemen übergewichtig waren. Viele Kastrate neigen ja schon eher dazu schneller zuzunehmen als ein unkastrierter Hund...


    Ich finde der Text klingt so ein bisschen "kastriere deinen hund nicht und er wird keinen Krebs bekommen!"

  • Und ich dachte ich war schon früh dran, als meine Hündin mit 8 Monaten vor der ersten Läufigkeit kastriert wurde.
    Die Zwerge sind ja schneller ausgewachsen und schneller reif als große Hunde.

    Ich glaube jedoch solchen Studien eher weniger, weil nicht klar ist, ob die Hunde nach der Kastra zu dick gefüttert wurden und was sonst noch da mit reingespielt hat.

  • Zitat

    Ich finde der Text klingt so ein bisschen "kastriere deinen hund nicht und er wird keinen Krebs bekommen!"


    Vorher war es anders: Kastriere deine Hündin, damit sie erst keinen Krebs bekommen kann :lol:


    Im Großen und Ganzen ist es doch so, daß niemand weiß, was geschehen wäre, wenn man den Hund (nicht) kastriert hat. :ka:
    Die Vorgänge im Körper sind einfach viel zu komplex. Ein bißchen Wahres wird wohl auf beiden Seiten vorhanden sein.

    Darum würde ich so eine Entscheidung nicht einfach so übers Knie brechen wollen, sondern immer schauen, was wirklich für DIESEN Hund sinnvoll wäre.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat

    Mich würde jetzt eher interessieren, wieviele der kastrierten Hunde mit Gelenksproblemen übergewichtig waren. Viele Kastrate neigen ja schon eher dazu schneller zuzunehmen als ein unkastrierter Hund...


    Ich finde der Text klingt so ein bisschen "kastriere deinen hund nicht und er wird keinen Krebs bekommen!"

    Das Problem besteht bei frühkastrierten Rüden durch einen veränderten Epiphysenschluss, was sich dann bei Rüden! auf ein erhöhtes HD und Kreuzbandrissrisiko auswirkt.

    Sheltie Power :gut: :gut:

    Und nochmal...es wurde nicht geschaut, welche Krankheiten so ein kastrierter Golden bekommt, sondern aus den Krankenakten von Goldies aus einer Klinik wurde ermittelt, wie viele kranke Tiere kastriert waren. Es gibt, gerade in den USA, auch nich wenig Leute, die bei Auftreten einer Krankheit gleich kastrieren (weil die Tiere dann nicht mehr in die Zucht kommen). Das wurde auch in verschiedenen Reviews kritisiert.

  • Zitat

    Darum würde ich so eine Entscheidung nicht einfach so übers Knie brechen wollen, sondern immer schauen, was wirklich für DIESEN Hund sinnvoll wäre.

    Das sehe ich genauso... bei uns in der Gegend gehört das Kastrieren beider Geschlechter leider noch zum Standardprozedere der meisten TA.

    Ich war zuletzt in der TA-Praxis bei uns im Tal, da war mein Rüde mitten im Zahnwechsel, also quasi noch ein Baby (ich war dort, um Kotproben für die Wurmuntersuchung abzugeben, da war ich eh schon als Freak abgestempelt, weil ich von Anfang an nicht 4x im Jahr prophylaktisch entwurmen wollte :headbash: ).

    Da der letzte Zahn unten etwas komisch aussah, hab ich den TA gebeten, kurz einen Blick draufzuwerfen. Der Wuff war nicht sehr kooperativ und der TA konnte nicht in Ruhe ins Maul schauen. Daraufhin hat er gemeint, ach das schau ich einfach an, wenn er eh für die Kastration in Narkose liegt... als ich hab ihn dann etwas verwirrt angeschaut habe, hat er nur gemeint: sie werden einen Rüden einer grossen Rasse ja wohl bald kastrieren lassen??? Der macht sonst nur Probleme...

    Bei dem TA war ich nie wieder... ich verurteile niemand, der sein Tier kastrieren lässt. Aber nicht einfach so weils "dazugehört".

  • Wenn man sich mal ernsthaft mit Hormonen befasst, dann wird schnell klar, dass es keine Hormone gibt, auf die ein Lebewesen verzichten kann.
    Die evtl. Gewichtszunahme oder schlechtes Fell sind noch vergleichsweise harmlose Folgen einer Kastration.

    Die Hormonforschung beim Menschen ist mittlerweile in ihrem Wissen weiter.
    So weiss man, dass bei einem Eingriff in das Hormonsystem auch die anderen Hormone durcheinander geraten können (z. B. Schilddrüsenhorme).

    Hormone sind Botenstoffe, die innerhalb des Systems miteinander kommunizieren. Die "Geschlechts"hormone sind eben nicht nur für die Vermehrung da, sondern haben vielfältige Aufgaben im Körper. Sie sind Teil eines komplexen Systems.

    Man weiss z. B. dass Progesteron wichtig für die Kollagenbildung ist.
    Nimmt man das Hormon weg, dann wird die Kollagenbildung gestört, was schlaffe Bindehäute zur Folge hat.

    Kollagen ist im Körper überall dort, wo festes Bindegewebe gebraucht wird, z. B. in den Sehnen und Bändern (wenig Kollagen erhöht das Risiko für Kreuzbandrisse).

    Weiterhin werden die Kollagenfasern gebraucht in den Organkapseln, in der Lederhaut des Auges, in der Haut sowie in der harten Hirnhaut usw.
    Auch für Knochen und Zähne ist es von Bedeutung.

    Darum kann man Rückschlüsse ziehen auf die gesundheitlichen Probleme beim Menschen oder Hund, wenn bestimmte Hormone fehlen.

    Östrogene haben im weiblichen Körper eine Vielzahl weiterer Aufgaben: Sie fördern den Knochenaufbau, sind an der Regelung des Fettstoffwechsels beteiligt, schützen die Gesundheit der Blutgefäße, sorgen für die Stabilität des Bindegewebes und sind auch für das seelische Gleichgewicht wichtig.

    Testosteron ist wichtig für Knochen und Muskeln, Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie
    Herz-Kreislaufsystem und Blutbildung. Ein Mangel kann weitreichende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

  • Zitat

    Ich werde trotzdem meine Damen kastrieren lassen, in ein paar Jahren sieht es wiedrr anders aus.
    Das wechselt alle Paar Jahre wieso

    Was wechselt wieso und warum?

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