Problem mit Nachbarhund

  • Zitat

    dann sag mir mal den hundetrainer der das kann... wir sind wohl anscheinend zu blöd dazu unseren hund den beschützerinstingt abzuerziehen oder ihn abzustumpfen....


    Ich glaub gar nicht, dass das Beschützerinstikt ist. Das ist territoriales Verhalten. Finde ich für (die meisten) Rüden ziemlich normal in der Nachbarschaft. Was aber nicht heißt, dass man sie nicht soweit erziehen kann, dass sie die Klappe halten und sich gegenseitig tolerieren. Das funktioniert allerdings auch eingleisig, der Nachbarhund muß da nicht mittrainieren, Freunde werden die eh nicht mehr.

    Trotzdem finde ich einen blickdichten, sicheren Zaun unumgänglich. Wessen Seite ist es denn? Euer oder Nachbars Geld?

  • Sichtschutz an den Zaun, Gelände einzäunen und ein Alternativverhalten erarbeiten :
    Bellen des Nachbarhundes wird zum Auslöser für ein von euch erwünschtes Verhalten.
    z.B. ins Haus laufen, die Grundstücksseite wechseln, zu euch kommen, hinlegen etc. irgendetwas was euch sinnvoll erscheint und euer Hund ausführen kann :smile:
    Geht mit Konsequenz und gutem Timing auch in kurzer Zeit umzusetzen.

  • Wir werden das wohl mit dem sichtschutz probieren und die Lücken im Zaun stopfen. Hoffentlich ist damit auf beiden seiten ruhe.
    Wenn wir mit Wasser kommen gibts auch nur ärger "der arme hund...."

    Genau genommen müsste der nachbar sogar zaun bauen, aber wir wollen ja nich so sein...

    Übrigens kam gestern ein fremder hund (war beim nachbar zu besuch) auch einfach in unserem Hof spaziert. (Der is offen und felix läuft da auch nicht frei, wegen ner straße) Da regen wir uns auch nich auf und die nachbarn waren gleich ganz kleinlaut...

  • Ich rege mich auch nicht auf, wenn ein fremder Hund zu uns kommt. Wenn der meine Hunde beisst wohl aber schon. Nur weil der andere Hund kläfft, ist das doch keine Entschuldigung, für euer Nichtstun. Meine Hunde kläffen im Grundstück auch alles an.... ich sehe mich da jetzt auch nicht genötigt, etwas dagegen zu tun. Ist doch meine Sache, so lange sie nicht stundenlang durch kläffen...

  • Leider denke ich auch, dass ihr nur mit eurem Hund an dem Problem arbeiten könnt. Die Nachbarn werden ja anscheinend nicht mitmachen.

    Als erstes wäre ein Sichtschutz ein guter Anfang; vielleicht reicht das ja schon aus, um weitgehend für Ruhe zu sorgen. Ansonsten musst du wirklich daran arbeiten, dass Felix den Nachbarshund so gut es geht ignoriert. Wenn Felix sehr gern draußen ist mit euch, könntest du ihn vielleicht reinbringen, sobald er sich reinsteigert. Am Anfang klar kommunizieren, dass Bellan kacka ist und wenn er sich reinsteigert, wortlos rein.
    Eventuell bringt das was ... oder tatsächlich gleich nach einem guten Trainer umsehen. Ich würde es aber erstmal selbst versuchen.

    Noch was: Den Vorschlag mit den Wasserpistolen finde ich ganz furchtbar. An deinem eigenen Hund kannst du dich ja austoben mit Wasserspritzern so viel du magst, aber ich würde NIE den Nachbarshund damit erziehen wollen. Klar, es ist richtig scheiße, dass die Nachbarn da so uneinsichtig sind. Aber es ist ihr Hund, ihre (nicht)Erziehungsmethoden usw. Niemals würde ich mir anmaßen, einen fremden Hund mit Wasser zu bespritzen und so "erziehen" zu wollen ... bitte versuche zuerst, an deinem eigenen Hund zu arbeiten!
    Würde jemand meinen Hund mit solchen Sachen bearbeiten, ich persönlich würde ausrasten und fände das gar nicht witzig.

  • Also Felix würde sich freuen, wenn ich ihn mit Wasser bespritze^^ aber nein, bei anderen Hunden würde ich das auch nicht machen.

    Felix bellt auch immer nur zwei-dreimal zurück und hört dann sofort auf wenn wir rufen. Aber die Angriffe haben sich halt eingeprägt, darum ist er am WE rübergebrescht. Wir wussten erst gar nicht warum, bis wirs bellen gehört haben.
    Mit unserem vorhergehenden Hund haben wir erfolgreich Schutzhundprüfungen abgelegt. Ich bin der Meinung, dass es Beschützerinstingt ist und solang der andere uns anknurrt wird felix das nich vergessen. Bei anderen hunden macht er ja auch nix.

  • Kannst Du Dich dem Nachbarshund bzw. Nachbarn nicht positiv nähern? Mit nem netten Gespräch, was man denn da verändern könne an der Situation? Ob er den Sichtschutz auch für ne gute Idee hält und sich vielleicht dran beteiligen würde? Vielleicht mal rüber gehen ohne Deinen Hund und sich für seinen interessieren? Nicht nervös und aufgeregt reagieren wenn der Hund an den Zaun prescht, sondern hin gehen und ihn beruhigen? Ihm zeigen dass das auf der anderen Seite des Zauns durchaus positiv ist? (Was natürlich klar Sache des Halters wäre, wozu der wohl aber nicht in der Lage ist)

    Was ich gut finde an Deinem Nachbarn ist, das er seinen Hund so hält das andere nicht zu schaden kommen. Er greift ja ein und hält ihn wohl sicher.

  • Wir hatten auch mal so eine ähnliche Situation, in Nachbarsgarten einen Hund der unseren auf den Tod nicht leiden konnte. D.h. die standen sich dann immer am Zaun gegenüber und es gab ewiges Getobe.
    Wir haben dann letztendlich einen Blick -& Beißsicheren Sichtschutz angebracht so dass die Hunde sich nicht mehr sehen konnte. Danach war zum Glück Ruhe.

  • Wir haben persönlich kein Problem mit unserem Nachbarn. Wir können normal reden. Und den Hund haben wir immer komplett ignoriert, wenn er kam. Dem Hund gut zureden nützt nix. Er würde wohl eher etwas strenge vertragen. Aber da können wir natürlich nichts machen und der Besitzer konnte sich noch nie durchsetzen.

    Natürlich werden wir jetzt den Zaun bauen. Wir fanden es bis jetzt nicht so relevant, weil der andere sonst immer eingezäunt war und Felix keinen Grund hatte rüber zu gehen.
    Und ansonsten Sichtschutz, unser Besuch erschreckt sich auch jedesmal zu tode...

  • Hallo,

    ich sehe die Sache etwas anders - nämlich aus der Sicht von Felix. Der wohnt mit seinem Rudel friedlich auf eurem Hof und nebendran ist ein aggressiver Artgenosse, der provoziert und stänkert. Leider ist es aber so, daß sein Rudelführer nichts gegen diesen Stänkerer unternimmt. Schlimmer noch: wenn Felix selbst zurückblafft, wird er von seinem Chef noch zurückgerufen. Das kann er auf Dauer nicht aushalten, also "sagt" er dem anderen irgendwann halt mal gründlich die Meinung. Aus Hundesicht ein völlig normales Verhalten.

    So und bevor ihr jetzt aufschreit, :erschreckt: erkläre ich was ich damit sagen will.

    Natürlich ist es so daß Felix Rudelführer nicht wirklich etwas gegen den Stänkerer unternehmen KÖNNEN, wir Menschen verstehen das, aber Für Felix ist es nicht nachvollziehbar.
    Und daß ihr euren Hund zurückruft, wenn er bellt ist auch richtig - aus Menschensicht gesehen.
    Und selbstverständlich geht es in unserer Gesellschaft nicht, daß Felix rüberläuft und es eine Beisserei gibt (wobei es ja anscheinend glimpflich ausging), aber auch das weiß Felix ja nicht, er wehrt sich halt. Meiner Meinung nach ein völlig natürliches und aus Hundesicht konsequentes Verhalten.

    Ich weiß das bringt jetzt auch keine Lösung, aber ich fand hier wurde das Verhalten des Hundes und der Besitzer zu arg kritisiert.

    Du schreibst, daß die Agressionen des Nachbarhundes vom Kind der Vormieter ausgelöst wurden. Dieser Hund hat gelernt, sich gegen alles was am Zaun ist zu wehren. Damals wurde ER ständig provoziert. Inzwischen ist der Grund dafür längst vergessen, das Ganze ist m. E. schon ritualisiert. Schön wäre es ihn aus diesem Ritual zu befreien, denn für ihn ist das ja auch nicht angenehm.
    Gibt es eine Möglichkeit, euch mit diesem Hund "anzufreunden", so daß er begreift was für nette Wesen ihr eigentlich seid? Also z.B. ohne Felix zu den Nachbarn gehen den Hund kraulen, mit ihm spielen, evtl. auch Füttern (Einverständnis der Besitzer vorausgesetzt). Auf Deutsch: ihr schleimt euch bei ihm ein. ;) In dieser Zeit möglichst wenig Zaunkontakt. Wenn das gut klappt und er euch toll findet dann könnt ihr das am Gartenzaun probieren und langsam auch Felix miteinbeziehen. Auch mit 8 ist ein Hund noch lernfähig! Funktioniert natürlich alles nur mit viel Geduld und Einverständnis des Nachbarn.
    Die schnellere und einfachere Lösung ist der Sichtschutzzaun, was aber nicht funktionieren muß, weil die Hunde trotzdem noch riechen und hören. Ist bei uns z.B. so, allerdings bellt unsere Nachbarshündin nicht, sondern sie jammert weil sie zu uns möchte wenn wir draussen sind...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!