Kommandos sofort ausführen?

  • Ich find das eigentlich müßig, das zu diskutieren.

    Wenn ich sag "Platz", dann heißt das: jetzt, sofort, nachdenken verboten. Und das kann man auch übers Clickern aufbauen, dafür brauchts keine "bösen" Methoden. Übrigens haben sie mehr Freiheiten, weil sie sowas können. Ein Hund, der erst noch nachdenkt, 3 Schritte läuft und Löcher in die Luft guckt, ist sonst u.U. schon platt gefahren.

    Oder ich sag "leg dich mal hin". Dann können die gern noch ne Runde drehen, Position verändern und sich gemütlich hinplatschen. Das ist dann auch ne ganz andere Situation.

  • Zitat

    Ich find das eigentlich müßig, das zu diskutieren.

    Wenn ich sag "Platz", dann heißt das: jetzt, sofort, nachdenken verboten. Und das kann man auch übers Clickern aufbauen, dafür brauchts keine "bösen" Methoden. Übrigens haben sie mehr Freiheiten, weil sie sowas können. Ein Hund, der erst noch nachdenkt, 3 Schritte läuft und Löcher in die Luft guckt, ist sonst u.U. schon platt gefahren.

    Oder ich sag "leg dich mal hin". Dann können die gern noch ne Runde drehen, Position verändern und sich gemütlich hinplatschen. Das ist dann auch ne ganz andere Situation.

    Genau, ich finde auch, das Hunde eher MEHR Freiheiten haben weil die Kommandos eben sicher sitzen.
    Wieso deswegen weniger Hund sein sollten verstehe ich nicht


    Gesendet mit Tapatalk

  • Zitat

    Genau, ich finde auch, das Hunde eher MEHR Freiheiten haben weil die Kommandos eben sicher sitzen.
    Wieso deswegen weniger Hund sein sollten verstehe ich nicht


    Gesendet mit Tapatalk

    Mein Hund hat alle freiheiten der welt... beschwert sich keiner wenn sie sich nur Langsam hin setzt :headbash:

  • Zitat


    Nur weil ein Hund ein Kommando nicht sofort Ausführt heißt das doch aber nicht das er es nicht kann...

    Das mit dem Absichern bezog sich auf die Phase des Aufbaus. Die dauert ja seine Zeit. Solange habe ich Kommandos nur dann gegeben wenn ich wußte mein Hund kann das jetzt gerade leisten. Ansonsten habe ich die weiter gezielt trainiert und bis dahin die Situationen anders gelöst. Irgendwann war das dann nicht mehr notwendig. Da war er so 1,5 Jahre alt.

    LG

    Franziska mit Till

  • Zitat

    Ich find das eigentlich müßig, das zu diskutieren.

    Wenn ich sag "Platz", dann heißt das: jetzt, sofort, nachdenken verboten. Und das kann man auch übers Clickern aufbauen, dafür brauchts keine "bösen" Methoden. Übrigens haben sie mehr Freiheiten, weil sie sowas können. Ein Hund, der erst noch nachdenkt, 3 Schritte läuft und Löcher in die Luft guckt, ist sonst u.U. schon platt gefahren.

    Oder ich sag "leg dich mal hin". Dann können die gern noch ne Runde drehen, Position verändern und sich gemütlich hinplatschen. Das ist dann auch ne ganz andere Situation.

    So ähnlich läuft das bei uns auch. Sage ich: "Kommst du? oder Komm, wir wollen weiter", oder ähnliches bedeutet das bei uns: Komme mal langsam weiter. Bein heben und schnüffeln unterwegs noch ausdrücklich erlaubt. Erfordert es die Situation aber, daß er sofort und ohne nachzudenken zu mir kommen soll, wie bei Wildsichtung, rufe ich sein Superwort. Würde er darauf nicht zuverlässig und beim ersten Mal hören wäre Freilauf passe, denn dann wäre Herr Hund vermutlich erst einmal ein paar Stunden jagen. :headbash: :headbash:

    LG

    Franziska mit Till

  • Der Autofahrer vor dessen Auto sie rennt, weil sie das Stopp erst ausführt wenn sie das Reh gefangen hat und sich die Sekunden Zeit halt noch lässt oder der Hundehalter dessen Hund sie zusammenbeißt, weil sie sich die Zeit noch nimmt und erst danach "Sitz" macht, wird sich sicherlich beschweren.

    Du kannst nicht nur von deiner Hündin und euren Lebensumständen ausgehen und dann alle die andere Hunde haben, anders Leben, andere Dinge vom Hund erwarten müssen verurteilen...

  • Zitat

    Der Autofahrer vor dessen Auto sie rennt, weil sie das Stopp erst ausführt wenn sie das Reh gefangen hat und sich die Sekunden Zeit halt noch lässt oder der Hundehalter dessen Hund sie zusammenbeißt, weil sie sich die Zeit noch nimmt und erst danach "Sitz" macht, wird sich sicherlich beschweren.

    Du kannst nicht nur von deiner Hündin und euren Lebensumständen ausgehen und dann alle die andere Hunde haben, anders Leben, andere Dinge vom Hund erwarten müssen verurteilen...


    Jetzt wirst du aber ganz schön unverschämt.

    Mein Hund lässt sich vom Wild Abrufen und liebt alle Menschen. Ein sehr unkomplizierter Hund eben was eben auch an ihrer Erziehung liegt ;)

    Aber wie willst du das eigentlich beurteilen du kennst weder mich noch meinen Hund also finde ich es ganz schön unverschämt was du dir da gerade raus nimmst.

  • Moin,

    ein Hund der gut hört und meine Kommandos sicher ausführt, hat einfach mehr Freiheiten - das hat gar nichts mir mehr oder weniger Hund zu tun.

    Ich sehe allerdings für mich deutliche Unterschiede zwischen meinem Alterchen, der mal ein Vollgebrauchsjagdhund war und auch jagdlich geführt worden ist und meinen jetzigen Hunden. Malik hatte einfach sofort und ohne nachzudenken zu tun, was ich wollte - und doch, ich nenn das Jagdhundetypisch ;) , bevor er bei Pfiff kam, schaute er sich erst mal um - ich weiß nicht wie oft ich dann gesagt hab "weil ich es WILL!" Er kam immer.... aber das Umsehen hab ich ihm nicht abgewöhnen können. Bei Pfiff lag er allerdings mitten im Lauf wie im Fluge, das war was anderes.

    Dafür konnte er solche Spielerein wie "zurück zum Weg" oder "Kurz" und weil er so gut gehorchte, durfte er auch in der Brut- und Setzzeit frei laufen, und sich in dem, von mir gesteckten Rahmen, frei bewegen.... aber eben auch nur, weil er so zuverlässig gehorcht hat und die Pächter der angrenzenden Reviere das wussten und mir vertrauten.

    Ich find, es kommt auf den Hund an, mit dem man umgeht.... meine beiden Spanier haben mich da viel Geduld gelehrt, manches war bei ihnen einfach schlicht unmöglich. Ist unmöglich. Lucas etwa, ich komm ja so langsam dahinter, das er ein Pastor Garafiano Mix ist und setze mich grad mit der Rasse ansich auseinander. Seitdem ich das tue, wird mir vieles einfach klarer.... die haben keinen blinden Gehorsam bzw. sie entscheiden ganz selbstständig, ob sie tun, was man von ihnen verlangt oder wann sie tun, was man verlangt. Eine Herausforderung für mich und je mehr ich es schaffe, das mein Hund tut, was ich möchte, desto enger wird unsere Beziehung.

    Beispiel Lucas in einer fremden Umgebung, wenn ich ihm ein "Platz" geb - dann passiert gar nichts..... der steht und schaut sich um und betrachtet die Gegend und die Menschen und wenn es ihm genehm ist - legt er sich hin. Er steht aber auch nur und beobachtet. MANN, was hat mich das aufgeregt - seitdem ich aber weiß, das könnte bei ihm einfach sein Wesen sein (und bei seiner ursprüngliche Arbeit macht es Sinn) kann ich anders damit umgehen. Er legt sich hin, wenn er ausreichend gesichert hat und dann entspannt er auch total, bis wir wieder aufbrechen. Ich könnt jetzt einen Machtkampf (Du hörst wenn ich was sage) mit ihm machen, aber das würde nur unser Vertrauen stören..... auch auf dem HuPla, drei mal hintereinander das Gleiche - geht mit ihm nicht..... hab ich grad beim Mantrailing erlebt. Einmal sitzen super, zweimal sitzen, gut, dreimal sitzen *öh, Chefin, okay....* viermal sitzen *ups* - mein Hund ist taub..... und dann weiß ich, ich hab`s übertrieben...... Jetzt wo ich weiß, das es in seiner Rasse liegen könnte, erklärt es ihn und sein Verhalten besser für mich. Ich überlege viel mehr, was ich von ihm will und warum.

    Ich muss erkennen, das er begriffen hat, was ich von ihm will und darf es einfach nicht übertreiben..... also, warum sollte er sich mitten in eine nasse Wiese werfen? Malik musste das tun, gejagt wird auch bei Regen, warum muss Lucas? Einen logischen Grund find ich nicht.

    Nicht das man denken könnte, Lucas darf tun, was er will, aber bevor ich ihn ins Platz schicke, lass ich ihn einen Moment stehen und dann gibt`s ein Sitz und siehe - SO klappt es und aus dem Sitz, lege ich ihn ab... zu Hause klappen diese Dinge übrigens immer.

    Rückruf bei uns daheim in der gewohnten Umgebung? Vergiss es.... also geht Lucas an der Leine, in unbekanntem Gebiet..... erstklassig, er lässt mich nicht aus den Augen und wenn ich pfeife kommt er auf der Stelle, zuverlässig. Hmh, ich überlege noch, wie ich ihn dazu bewege, auch daheim so zuverlässig zu kommen.

    Eine ganz andere Nummer als Malik je war, unvergleichlich..... sehr anspruchsvoll und mir gefällt das gut.... Lucas fällt überall positiv auf, benimmt sich erstklassig - findet Fremde total überflüssig und würdigt sie keines Blickes - sehr nett bei vielen Dingen, weniger nett für meine Familie, die muss sich Mühe geben. Aber Gehorsam, so wie Malik es war, ist er ganz sicher nicht.

    Sundri

  • Zitat


    Jetzt wirst du aber ganz schön unverschämt.

    Mein Hund lässt sich vom Wild Abrufen und liebt alle Menschen. Ein sehr unkomplizierter Hund eben was eben auch an ihrer Erziehung liegt ;)

    Aber wie willst du das eigentlich beurteilen du kennst weder mich noch meinen Hund also finde ich es ganz schön unverschämt was du dir da gerade raus nimmst.


    Was ist an der Aussage denn unverschämt? Das ist doch nur ein Beispiel! Du schließt hier andauernd von deiner Hündin auf alle anderen Hunde. Ist ja toll, dass deine Hündin so unkompliziert ist - andere Hunde sind es nicht. Was sollen deren Halter machen? Sich vergraben?

  • Ich hab hier einen Roboter und einen der dreimal nachdenkt ob er will oder nicht.
    Leelah hat sich auf das sitz immer sofort zu setzen. Das klappt in den meißten Fällen sehr gut, wenn sie sehr erschöpft ist oder wir viele andere Hunde um uns haben entsprechend einige Sekunden später (es sei denn ich posaune im Befehlston, dann sitzt sie immer!).
    Bonnie findet das alles doof und hat keine Lust zu tun was ich will. Deshalb bleibt sie meißt an der Leine. Ching Chong, so einfach geht das. :p

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