Mein Statement zu diskutierten Themen

  • Hmm das mit dem Loben habe ich evtl etwas zu hart ausgedrückt. Ich Lobe so gesehen schon.
    Wir gehen Spazieren, er macht seine Sachen gut. Er erfüllt seine Aufgaben (wir apportieren und schwimmen zB), dann setz ich mich zu ihm ins Gras, raufe mich ihm (spielerisch), lache, streichel Ihn, renn mit ihm um die Wette und weiter gehts mit seinen Aufgaben. Das ist für mich "Lob".
    Gut, wie das mit der Stubenreinheit ist... ich muss ganz ehrlich zugeben, dass er das irgendwie innerhalb von 3 Tagen kapiert hat, dass drinnen nicht ist.
    Vllt rede ich auch deshalb so locker darüber "dass man das ja nicht tun muss" weil ich nicht weiß, wie hart das sein kann...

  • Ich stimme Dir in dem Punkt zu, das Hunde oftmals vermenschlicht werden - aber den Rest :muede:

    Mit meinem Hund musste ich nie raufen, seitdem ich ihn mit Quietschestimme belohne (was ich zugegebenermaßen hasse - aber mein Hund fährt voll drauf ab) funktioniert es besser mit uns und ohne Leckerlis/Futter hätte ich ein sehr schweres Leben :lol:

    Als Welpen habe ich ihn gelobt fürs Pipi machen draußen, aber als Junghund bzw. Erwachsenen Hund nicht mehr?!

  • Huhu ,

    Erstens möchte ich sagen das ich es etwas traurig finde das hier sofort wieder irgendwelche Kommentare kommen in denen sich lustig gemacht wird. Kann man sich das nicht einfach mal verkneifen wenn jemand kommt und offen sagt wie er über die Hundeerziehung denkt und mal NICHT die Meinung von jemand anderen hat ?

    Ich finde deine Denkweise eigentlich mal gar nicht so verkehrt. Es stimmt schon, im Rudel bekommen die Hunde kein Leckerchen wenn sie was tolles gemacht haben. Da setzt sich auch niemand hin und grübelt Stundenlang ob der Essensplan nun auch wirklich gut und ausgewogen ist :headbash:. Niemand würde sich im Rudel hinstellen und den Hund in einem gequietsche Loben weil er draußen und nicht in der Höhle gepieselt hat.

    Aber.. die Umsetzung ist da wieder was anderes. Kein Hund in der freien Wildbahn hat jemals in einem Bett geschlafen , geschweige denn in einem beheizten Raum gelebt. Ihm wurden nie Zecken gezogen, sie wurden nie geimpft und es kam auch nie das Futter Mundgerecht in einer Schüssel vorbei gelaufen. Damit vermenschlichen wir unsere Hunde ja schon mal ohne das wir es absichtlich machen. Es ist eben so. Meine Hunde werden natürlich auch mal betüddelt und ich vermenschliche sie oft sogar sehr doll. Aber trotz unserer kleinen Problemchen die wir ab udn an mal haben, ist das ein Weg mit dem ich gut leben kann und meine Hunde scheinen auch nicht unglücklich zu sein. Sie bekommen Leckerlie beim Trainieren. Sie dürfen wenn ich grad kuscheln will ins Bett und aufs Sofa. Wenn sich einer weh tut und mal aufschreit dann hole ich sie sofort zu mir betüddel sie, auch wenn es vielleicht falsch ist. Trotzdem wissen sie wo ihre Grenzen sind. Und das ist sehr wichtig.

    Was ich damit eigentlich sagen will. Wir können unsere Hunde oder generell jedes Tier niemals das bieten was sie hätten wenn sie in der freien Natur leben würden. Das ist aber nicht unbedingt schlecht. Und solange kein Tier zu schaden kommt, schmerzen hat oder sonstiges, sollte man jeden Menschen mit den Tieren umgehen lassen wie er es will ohne zu Urteilen oder sich lustig zu machen oder es schlecht zu reden.

  • Zitat

    Gut, wie das mit der Stubenreinheit ist... ich muss ganz ehrlich zugeben, dass er das irgendwie innerhalb von 3 Tagen kapiert hat, dass drinnen nicht ist.
    Vllt rede ich auch deshalb so locker darüber "dass man das ja nicht tun muss" weil ich nicht weiß, wie hart das sein kann...

    Amber war auch nach 1 Woche stubenrein, sie wusste auch ganz schnell was ich von ihr möchte :)
    Ich muss aber ehrlich gesagt gestehen, ich ertappe mich nach wie vor beim loben wenn sie draußen ihr Geschäft verrichtet hat (dabei ist sie jetzt ja schon laaaaange stubenrein) :lol:

    Ich bin auch so eine Kandidatin - wenn Amber etwas ganz toll gemacht hat dann übertreibe ich es gelegentlich auch mit "guuuuuuut gemacht, braaaaaaaav bist du", aber wenn man Ambers Freude dabei sieht ....... da mache ich das gern :lol:

  • Zitat

    Weil man am Beginn ja streiten muss, um seine Position zu finden. Und damit meine ich nicht uns Menschen. Uns ist die Position schon klar, bevor wir den Hund kaufen. Jeder weiß, dass der Hund in der Hierachie unten steht. Das weiß der Hund jedoch noch nicht.
    Ich schreie meinen Hund nie an. Ich ahbe nich umsonst die Größe bzw das Gewicht/Rasse des Hundes erwähnt. Bei einer wirklich ERNSTEN Ruaferei hätte ich mit SICHERHEIT verloren. Es sind Machtkämpfchen. Das ist Normal. Was ist schlimm daran? Ich finde es nicht schlimm zu raufen, ich finde es aber auch nicht schlimm, es nicht zu tun.

    Aber ihr seid kein Rudel. Du bist kein Hund.
    Es ist ein völlig unnatürliche Art des Zusammenlebens zweier Arten mit jeweils ihrer eigenen Sprache. Ich als Hundehalter muss lernen meinen Hund (=seine Sprache) zu verstehen und das bei der Auswahl meiner Kommunikationsmittel berücksichtigen. Genauso lernt mein Hund damit mich (=meine "Sprache") zu verstehen. die "Tricks" wie wir sie verwenden (Sitz,Platz,…) braucht kein Hund im eigenständigen Rudel. Es ist völlig unnötig. nun habe ich für das Zusammenleben mit meinem Hund in einer Großstadt gewisse Regeln, "Tricks" (s.o.), die den Alltag erleichtern, die ich dem Hund aber beibringen muss, weil sie nicht in seinem genetisch verankerten Verhaltensrepertoire vorhanden sind. Das tue ich über Motivation. Wie auch immer die aussehen mag. Ich lobe ruhig leise mit einem "Richtig", mal gibt es einen Keks, mal ein Spiel oder ein Streicheln. Auch das ist schließlich von der individuellen Sprache abhängig und jeder Hund kann lernen, die seiner Bezugsperson zu verstehen.
    Machtkämpfe gibt es nicht, weil mein Hund von Anfang an spürt, dass ich alles Regel und im Griff habe und sich in diese Situation einfügt. Zwischen Erst- und Zweithund gibt es keine Raufereien. Die Alte gibt im Notfall eine Ansage und das meistens ganz ohne den Kleinen zu berühren :roll:

    Ich gebe dir Recht in sofern, dass zu viel vermenschlicht wird. Hier "verhundlichst" du meiner Meinung nach zu sehr.

    LG

  • Zitat


    er soll sich hinsetzen, weil das wichtig für das Rudel ist etc... nicht, weil er dafür ein Leckerli bekommt. Kein Rudelfüher schleckt seinen Hund durch, weil er Platz macht

    Wie bringen sich denn Hunde in einem Rudel gegenseitig "Sitz" und "Platz" bei?


    Zitat


    Wenn mein Hund mal weggerannt ist (beim Spaziergang) und dann wieder kam, habe ich ihn mir Scharfer Stimme klar gemacht, dass das Käse war. Er kommt immer wieder zu mir, weil er natürlich noch wusste um was es ging (dass man Hunde maximal 2 Sekunden nach einem Ereigniss zur Rechenschaft ziehen muss, ist falsch).

    Das ist falsch.

    Komisch, ich behaupte, dass ich eine gute Bindung zu meinem Hund, ohne, dass ich mich mit ihm geprügelt habe.

    Woher stammen deine Theorien?
    Hundewelten?

    LG Themis

  • Danke, dass Du das sagst LesNess, genau darum geht es.
    Leckerlies sind ncihts giftiges, ich mag sie nur nicht, ich möchte anders mit meinem Hund arbeiten. Und ich denke, er ist glücklich.
    Andere Hunde sind auch glücklich, MIT Leckerlies.
    Ich wollte einfach nur Meinungen. Evtl sogar Wertfreie? :D Wenn sowas geht? :D

  • Zitat

    Weil man am Beginn ja streiten muss, um seine Position zu finden. Und damit meine ich nicht uns Menschen. Uns ist die Position schon klar, bevor wir den Hund kaufen. Jeder weiß, dass der Hund in der Hierachie unten steht. Das weiß der Hund jedoch noch nicht.
    Ich schreie meinen Hund nie an. Ich ahbe nich umsonst die Größe bzw das Gewicht/Rasse des Hundes erwähnt. Bei einer wirklich ERNSTEN Ruaferei hätte ich mit SICHERHEIT verloren. Es sind Machtkämpfchen. Das ist Normal. Was ist schlimm daran? Ich finde es nicht schlimm zu raufen, ich finde es aber auch nicht schlimm, es nicht zu tun.


    naja, für uns ists nicht normal
    wir können auch anders kommunizieren

    aber jedem das Seine ;)

  • Wölfe massieren einander (vermutlich) auch nicht den Rücken, aber darauf steht Ylvi total!! Also mach ich´s! Und das Reserl liebt es, auf der Fusselnase gekrault zu werden. Wird gemacht!
    Mein erster Gedanke war auch: Ich bin kein Wolf, meine Hunde sind keine Wölfe und wir leben auch nicht wie Wölfe.

    Zitat

    Hmm das mit dem Loben habe ich evtl etwas zu hart ausgedrückt. Ich Lobe so gesehen schon.
    Wir gehen Spazieren, er macht seine Sachen gut. Er erfüllt seine Aufgaben (wir apportieren und schwimmen zB), dann setz ich mich zu ihm ins Gras, raufe mich ihm (spielerisch), lache, streichel Ihn, renn mit ihm um die Wette und weiter gehts mit seinen Aufgaben. Das ist für mich "Lob".

    Ja gut, aber jeder Jeck ist anders. Wenn ich "feeeeeeeeeeeinnn" quietschen würde, würde Resa sich wahrscheinlich erschrecken und denken, dass ich sterbe, aber ein anderer Hund findet es vielleicht knorke. Meine Hunde wollen draußen auch nicht unbedingt gestreichelt werden, zumindest wäre das für sie glaube ich kein Lob. Mit Raufen würde ich sie verstören und spielen kennen sie nicht, auch nicht mit Spielzeug. Aber Leckerlis finden sie supergroßartig, also gebe ich ihnen fürs Wiederkommen mein Lob in Form eines Leckerlis.

    Man muss halt gucken, womit man gut zurande kommt. Bei meinen ersten drei Hunden brauchte ich nie Leckerlis. Aber alle haben immer welche für´s süß Gucken bekommen. ;)

  • Berechtigte Frage, meine Therorien habe ich aus Büchern von Eberhard Tummler (von dem vor allem), Konrad Lorenz, Helmuth Wachel...
    Gute Bücher, die einem zeigen können, wie wenig ernst man Hunde eigentlich nimmt, ohne dass man es beabsichtigt. Sie zeigen, dass man an sich arbeiten muss um mit dem Hund arbeiten zu können. Das ist wahnsinnig viel was in den Büchern steht. Sind auch wirklich viele (Ich habe 5 Jahre lang von einem Hund geträumt und somit viel Zeit :D), aber tolle Bücher! in meinem Augen mehr Wert als jedes Buch einen "Hundeflüsterers"

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