Mein Statement zu diskutierten Themen

  • FinjaS.
    Da hast du irgendwie recht. Total.
    Aber ist spielen nicht "intimer" als Leckerlies geben?

  • Da fiel mir direkt das hier ein:

    Zitat

    Anführer ist nur, wer sinnvolle Entscheidungen zum Wohl der Gruppe trifft und kein Diktator, der jede noch so stumpfsinnige Sache durchsetzt, weil er der Alphahorst ist.


    http://maulkorbfrei.wordpress.com/2014/01/08/der-kleine-unterschied/

    Hunde sind Opportunisten. Macht er etwas was ich nicht möchte, zeige ich ihm, was er stattdessen machen kann. Welches Verhalten sich stattdessen für ihn lohnt.

    Unser Zusammenleben funktioniert also wunderbar, ohne dass ich sie "besiegt" haben muss.

    Dem Hund ist es tatsächlich nämlich völlig schnuppe "wo er steht". Der möchte sein Futter, der möchte seine Beschäftigung und vorallem die Liebe seines Halters.

    Für mich bedeutet Hundehaltung Spaß, durch und durch. Genuss! :smile:

    Zitat

    FinjaS.
    Da hast du irgendwie recht. Total.
    Aber ist spielen nicht "intimer" als Leckerlies geben?

    Ist irrelevant. Hast du schon einmal von bedürfnisorientierter Belohnung gehört?

  • Zitat


    Hunde leben nach einem sogenannten "Verbotsgesetz". KEIN Hund bekommt von seinem Rufel ein Leckerli weil er sich hinsetzt oder draussen Pipi macht. Er bekommt höchstens eins auf den Deckel, wenn er anderen auf den Nerv geht oder die Höhle beschmutzt. DESHALB tut ers nicht.


    Genau, ein Hund lernt aus Konsequenzen. Er lässt unangenehme Dinge und zeigt angenehme öfter. Er hört nach Bestrafung nicht "fürs Rudel" sondern aus Angst vor Strafe. Meiner Meinung beraubt man sich selbst um die halbe Kommunikation, wenn man nur über Strafe geht. Lob lässt sich auch exakter zuordnen, finde ich. Hund macht was falsch, Strafe folgt. Dann weiß er aber noch nicht, was "erwünschtes" Verhalten ist. Hat was von Blindekuh spielen. Oder man muss ihn ständig in Positionen zwingen. Außerdem ist es mir persönlich am liebsten, der Hund macht die Dinge mit Freude, nicht aus Angst vor Strafe.


    Zitat

    Mein Hund soll mir an der Seite laufen, weil es wichtig für das Rudel ist, er soll sich hinsetzen, weil das wichtig für das Rudel ist etc... nicht, weil er dafür ein Leckerli bekommt. Kein Rudelfüher schleckt seinen Hund durch, weil er Platz macht, das wird erwartet, weil es wichtig ist, damit der Rudel funktioniert, muss sich jeder an Regeln halten.
    Regeln bedeuten aber kein gequietschtes "fein" oder Hundeschokolade.

    Wobei das "im Rudel" auch niemand verlangt. Kein Sitz, kein Platz, kein Fuß, kein jag-nicht-die-Maus, kein Leinelaufen, nichts davon. Da geht es in erster Linie um "meins!" und "nerv nicht!", wenn Hunde über "Verbote" untereinander kommunizieren. Wenn ich dem Hund aber beibringen will, etwas bestimmtes zu tun, nicht etwas bestimmtes zu lassen, ist es meiner Meinung nach über Lob sehr viel einfacher das gewünschte Verhalten überhaupt einzufangen.


    Zitat

    Mein Hund hat gelernt, dass es wichtig ist für das Rudel, dass er alleine sein kann.

    Wie das?


    Zitat

    Wenn mein Hund mal weggerannt ist (beim Spaziergang) und dann wieder kam, habe ich ihn mir Scharfer Stimme klar gemacht, dass das Käse war. Er kommt immer wieder zu mir, weil er natürlich noch wusste um was es ging (dass man Hunde maximal 2 Sekunden nach einem Ereigniss zur Rechenschaft ziehen muss, ist falsch).

    Woher soll der Hund wissen, wofür die anpflaumst? Wie soll er die Verbindung herstellen :???: Ich persönlich halte 2 Sekunden eher schon für zu hoch gegriffen, denn in 2 Sekunden kann so einiges passieren, was der Hund mit dem Lob oder Tadel verknüpfen kann...

  • Das wollte ich Dir auch nicht unterstellen, dass Du so etwas getan hast. Aus Deinem Eingangpost las ich für mich nur heraus, dass ungewünschtes Verhalten im (Wolfs)Rudel ja auch gestraft wird.
    Wenn mein Hund nun aber schon reingepinkelt hat, dann muss er ja nicht mehr. Insofern finde ich es für mich einfacher, draußen, wenn er macht ein "Feeeiniiiii" zu quietschen, als zwei Stunden zu warten und draußen zu stehen, bis er dann wieder muss. Dummerweise ist bei meinem drehen, schnüffeln und zack hockt er schon so ziemlich eins... (nein, der Herr ist nicht wählerisch, was den Platz für's Geschäft angeht :D ).

  • Zitat

    FinjaS.
    Da hast du irgendwie recht. Total.
    Aber ist spielen nicht "intimer" als Leckerlies geben?


    Für den Menschen vielleicht. Dem Hund dürfte es wumpe sein.
    Meine persönliche Meinung: wer glaubt, dass sein Hund aufgrund der charismatischen Ausstrahlung seines Besitzers folgt, tut genau das, wogegen er sich wehrt: er vermenschlicht den Hund. Denn diese Perspektive ist für mein Empfinden ausgesprochen narzisstisch. Ein Wesenszug, der Hunden völlig abgeht.

  • Ja sicher, aber ich gehe FEST davon aus, dass Arkas noch andere Bedürfnisse als Würstchen hat.
    Zuneigung, Zugehörigkeit, Liebe. Neben dem Fressen.
    Also ist das doch auch bedürfnisorientiert oder?

  • Zitat


    Aber ist spielen nicht "intimer" als Leckerlies geben?

    Über die Motivation entscheidet doch im Grunde der Hund, wenn er sich durch Leckerlies besser als durch Spielen motivieren lässt (z.B. beim Rückruf), dann kann ich Leckerlies "verteufeln" wie ich will, umgekehrt das Gleiche.

  • Zitat

    Ja sicher, aber ich gehe FEST davon aus, dass Arkas noch andere Bedürfnisse als Würstchen hat.
    Zuneigung, Zugehörigkeit, Liebe. Neben dem Fressen.
    Also ist das doch auch bedürfnisorientiert oder?

    Vielleicht solltest du nicht davon ausgehen, dass andere Hundehalter nur sinnlos mit Leckerchen durch die Gegend werfen, sondern durchaus auch Ahnung haben. ;)

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