Probleme mit Rückruf - Pfeife einbauen?

  • Hallo,

    brauch mal wieder eure Hilfe.
    Ich habe mit Lucky ein Problem mit Rückruf.
    Sie kennt das Kommando HIER, es funktioniert aber eigentlich nur,
    wenn ich sie vorher absetzten lasse oder manchmal bei ganz wenig Ablenkung,
    da muss ich es aber dann schon sehr scharf sagen.
    Ich glaube ich habe das früher falsch aufgebaut und jetzt geht ein Hier zum einen Ohr rein und zum anderen raus.
    deswegen habe ich nach einem neuen "wort" gesucht und bin auf die Pfeife gekommen.
    Ich finde die Pfeife gut, weil sie immer gleich klingt egal wie viel Panik ich habe.
    Lucky darf bis jetzt NIE frei laufen, weil das Rückrufen einfach nicht klappt (und ich ein kleiner schisser bin)
    In 6 Wochen geht's in Urlaub und es wäre toll, wenn ich Lucky dann endlich mal frei laufen lassen kann.

    Wie baue ich die Pfeife nun richtig ein? Schaffe ich es in sechs Wochen?
    Lucky ist sehr sehr schwer zu motivieren und ich dachte ich baue die Pfeife wie einen Clicker ein,
    also Anfangs: Pfiff-Leckerli, Pfiff-Leckerli usw und dann mal in der Wohnung rum gehen und pfeifen usw usw....
    Das sie die Pfeife als ihre Motivation sieht?!

    Eure Tipps bitte

    Nessy & Lucky :smile:

  • Hallo,

    deine Idee ist schon mal gut :gut:
    Ich persönlich finde eine Pfeife etwas umständlich, deswegen pfeife ich selbst. ;)
    Beim Pfiff gibt es bei uns das absolute Superleckerchen, das ist entweder Leberwurst aus der Tube oder Fährtenwurst.
    Guck' erstmal, worauf dein Hund richtig abfährt und das setzt du genau für den Pfiff ein.
    Ich habe das immer erstmal in ablenkungsfreier Umgebung gemacht, wo ich wusste, es klappt 100 %.
    Nach kurzer Zeit haben meine Hunde alles stehen und liegen gelassen, sobald der Pfiff ertönte.
    Das kannst du dann steigern und auf dem Spaziergang an der Schlepp üben, wenn gerade nicht soviel Interessantes los ist. Wichtig ist, das es möglichst wenig "Fehlversuche" gibt, damit sich das richtig Verhalten etabliert und der Hund später gar nicht mehr groß überlegt, ob er den Pfiff ignorieren sollte.

    Viel Glück

    Katrin

  • So ähnlich hab ichs auch gemacht.
    Rückrufsignal = was superduper geiles beim Frauli - und zwar IMMER!


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  • iCH HABE auch mit der Pfeife angefangen nach das Hier meinen Hund eher mäßig interessiert hat wenns grad was besseres gab :headbash: Ich habe jetzt immer Wiener oder Käse dabei das es dann nur gibt wenn ich eben Pfeife. Ich würde sagen die kommen dann zu 95% angeflitzt..... :gut:

    aufgebaut habe ich das so wie ich es mal bei Onkel Rütter gesehen habe. im Haus anfangen Pfiff-Wurst, Pfiff-Wurst usw. dann draussen weitergemacht und dann wussten die ziemlich schnell das es beim Pfeifen keine langweiligen Trofu Brocken gibt sondern was richtig Gutes! Allerdings von Wild oder so würde ich sie jetzt auch nicht mit der Pfeife kriegen können, aber im normalen Alltag klappts super

  • Hi!

    Na super, ich hab grad schön ausführlich geschrieben und dann war alles weg :muede2:

    Ich hab anfangs immer wenn ihr Fressen bekommen hat das Pfeifsignal gegeben (mit Napf hingestellt - Pfeifsignal - Hund bekommt Fressen).
    Dann hab ich es in der Wohnung getestet - Pfeife - Hund kam zu mir - bekommt Fressen/rohes Fleisch.
    Danach draußen in reizarmer Umgebung (glaub anfangs war sie an Schleppleine und ich hab darauf geachtet, dass sie sowieso zu mir kam als ich gepfiffen habe bzw. hab sie vorher gerufen und danach Pfiff). Draußen gab es immer rohes Fleisch/Herz.
    Das hab ich anfangs regelmäßig geübt - jeden Tag. Jetzt nur ab und an, damit es nicht in Vergessenheit gerät.
    Innerhalb von kurzer Zeit hatte sie es raus, aber sie war sehr jund und es gab wirklich super Essen und wie schon geschrieben gab es kaum Fehlversuche.

    Selber Pfeifen kann ich leider nicht und ich glaub wenn ich in Panik wär täte mir das selbst wenn ich es könnte mißlingen. Ich hab halt immer mei Pfeiferl dabei :rollsmile: und auch eine Ersatzpfeife Zuhause oder im Auto.

    Viel Erfolg!

  • Ich würde zusätzlich zur Pfeife aber immer auch noch ein Wort als Rückrufkommando nehmen. Vergisst man mal die Pfeife zu Hause, kann man den Hund nicht zurückholen, oder man hat sie in der Tasche und muss den Hund aber binnen sekundenschnelle abrufen, kann man meist so schnell die Pfeife nicht rauskramen (es sei denn du kannst selbst mit den Fingern pfeifen, ich kann das nicht :lol: ). Mir scheint, du hast den Rückruf mit einem Wort nicht richtig aufgebaut und solltest noch mal von vorne anfangen.

    Ich habe Rückruf mit Pfeife genauso aufgebaut wie mit Wort. Am Anfang Leckerli vor die Nase halten und ein paar Schritte rückwärts gehen, sodass der Hund dem Leckerli folgt und währenddessen dass Kommando sagen/pfeifen. Dann schön loben (ich habe immer dasselbe Lobwort genommen für alle Übungen) und dann gibt's Leckerli. Erstmal in möglichst ablenkungsfreier Umgebung (ich habe aber dirket auf dem Spaziergang geübt, aber in ruhiger Umgebung). Ich habe mich da an einem Buch orientiert, dass mir praktisch die Übungsschritte Woche für Woche vorgegeben hat. Dieses mit Leckerli rückwärtsgehen sollte man ca. eine Woche lang machen (wobei man das auch je nach Lerngeschwindigkeit von Hund zu Hund variieren kann), dabei die Ablenkung immer ein kleines Stück, also an unterschiedlichen Gassiwegen mit unterschiedlich hoher Abelnkung. Danach, wenn dass einige Male geübt wurde, mal antesten aus ca. 1-2 m Entfernung den Hund zu sich rufen/pfeifen und dann belohnen. Das auch anfänglich mit möglichst wenig Ablenkung und die Ablenkung langsam steigern. Ganz wichtig, immer nur rufen/pfeifen, wenn man 100%ig davon überzeugt ist, dass er reagieren wird. Wenn er in einer sehr ablenkenden Situation ist und der Rückruf noch nicht gut genug trainiert ist, dann ruf irgendwas, aber nicht das Rückrufkommando. Im Training ruftst du das nur, wenn du auch 100%ig sichger bist, dass er kommen wird.
    Ich würde dann von Woche zu Woche Ablenkungsgrad und Entfernung steigern. Dann am besten mit Schleppleine arbeiten und falls der Hund aus weiterer Entfernung mal doch nicht kommen sollte nach dem Ruf, würde ich das Kommando mit Hilfe der Schleppleine durchsetzen. Also den Hund leicht zu dir ziehen und wenn er dann kommt, reichlich loben. Die ENtfernung auch immer mal variieren, also später nicht immer warten bis er möglichst weit weg ist, um zu rufen, sondern auch mal wieder aus 2 Meter Entfernung zu dir rufen, damit der Hund nicht lernt, dass er möglichst weit weg laufen muss, damit das Kommondo kommt, was ein Leckerli verspricht.

    Zusätzlich würde ich auch immer noch Blickkontakte mit Lobwort oder Clicker bestätigen und belohnen. Beim Rückruf sollte auch mal irgendwas spannendes bei dir passieren, also spiel nach dem Rückruf auch mal mit ihm oder mach ein paar Übungen, die ihm Spaß machen, damit es für den Hund auch interessanter wird, zu dir zu kommen.

    Für das Rückruftraining benutzen wir immer ganz besonders tolle Leckerlis. Flieschwurst oder Katzennassfutter aus der Futtertube. Ich glaube nicht, dass du in 6 Wochen einen 100% zuverlässigen Rückruf in jeder Situation hinbekommst. ABer meist kann man dann schon ganz gut einschätzen, in welchen Situationen es klappt und in welchen Bereichen man den Hund lieber angeleint lässt. Man muss dann eben auch immer ein bisschen vorausschauend sein.

  • wir haben das auch klassisch konditioniert. etwas EXTREM leckeres (wir haben lachsanschnitte genommen). dann pfeife-leckerli,pfeife-leckerli.... hat die kleine sehr schnell begriffen. zudem haben wir drinnen geübt, zu 2 oder auch alleine. rückruf kann man sehr gut (sollte man auch) mit kurzen distanzen üben.

    zur pfeiffe haben wir noch ein wort gewählt. "komm".

    auf den rückruf belohnen wir am meisten mit spielen. unser hund ist einfach super verspielt und das ist die grösste bewohnung für sie die's gibt.

    wie schon erwähnt würde ich draussen die blickkontakte grosszügig belohnen. falls er draussen zu abgelenkt ist, zuhause üben. immer einen kecks in der tasche, sobald dich der hund anguckt, clicker und belohnung. der hund wird auch draussen anfangen sich immer öfters zu dir zu orientieren.

  • ok, schonmal vielen Dank für die jetzt doch vielen Antworten.
    Ihr habt mir jetzt schon sehr weiter geholfen.

    Zitat

    Mir scheint, du hast den Rückruf mit einem Wort nicht richtig aufgebaut und solltest noch mal von vorne anfangen.

    Ja das stimmt, aber wir hatten das Problem, dass ich immer drinnen fleißig geübt hat und dann hats immer super geklappt, dann bin ich raus und selbst auf geringer Distanz war es ihr meistens egal (außer ich bin richtig sauer geworden und das ist ja auch nicht Sinn der Sache), also wieder rein und das ganze von vorne...aber es war immer das selbe, drin funktionierts super, draußen ist es ihr egal...

    Also ich war jetzt vorher im dehner und hab mir eine Büffelhornpfeife gekauft, die mit Doppelton (vllt will ich irgendwann ein Stoppsignal einführen)

    Aber jetzt noch ein paar Fragen.
    Was mache ich, wenn sie nicht reagiert? Da war ich halt jetzt auch oft verzweifelt, beim "Hier".
    Wie haltet ihr es mit dem Vertrauen, weil mir graust es jetzt schon, wenn ich nur dran denke sie das erste mal abzuleinen...aber jedes mal wenn sie über die Wiesen fetzten will, tut sie mir so leid wenn die leine zuende ist.
    Ich hätte gern, dass die Pfeife das "Hier" fast vollkommen ersetzt. nicht so wie bei manch anderen als Superrückruf. Kann ich dann die Leckerli (wenn das Kommando natürlich sitzt) auch mal bissel normalisieren und dann halt nur noch so einmal die Woche beim Pfiff eine Super-tolle-mega-super-duper-belohnung?

    Ich habe übrigens heut auch mal angefangen mit einem gekochten Wiener (riecht noch toller) immer:
    Pfiff-Leckerli,Pfiff-Leckerli,Pfiff-Leckerli
    schon beim dritten mal hat sie mich beim runterschlucken ganzerwartungsvoll angeschaut und bei Pfiff glei Leckerli weggeschlabbert.

  • Die Büffelhornpfeife habe ich auch, aber ich finde die so furchtbar laut :lol: Hab mir jetzt eine leisere geholt.

    Wenn dein Hund nicht reagiert, war die Ablenkung zu groß und du musst wieder einen Schritt zurück gehen beim Schwierigkeitsgrad und das ertsmal wieder eine Weile üben, bis es richtig sitzt. Hunde lernen häufig ortsbezogen, deswegen ist es nicht ungewöhnlich, wenn es drinnen gut klappt und draußen nicht. Zumal die Ablenkung drinnen ja auch viel geringer ist. Du musst es draußen dann in genauso kleinen Schritten wie drinnen aufbauen.

    Wenn der Rückruf richtig sitzt, kannst du auch versuchen die Leckerliwertigkeit runterschrauben, du wirst ja sehen, wie der Hund darauf reagiert.

    Den Freilauf hat bei uns anfänglich nur mit auf dem Boden schleifender Schleppleine stattgefunden. Erst als ich damit ein halbwegs sicheres Gefühl hatte, habe ich sie in ruhigen menschenlosen Umgebungen mal für kurze Zeit komplett abgeleint und dass dann immer mehr gesteigert. Man muss ja selbst auch erstmal das Vertrauen zum Hund gewinnen. Wichtig war für mich auf Wegen mit Menschen, Radfahrern, Joggern und anderen Hunden, dass die Kommandos Stopp, Sitz (auch auf Entfernung) und Fuß gut sitzen.

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