Zwang-Gewalt-Strafe

  • Zitat

    Ganz ehrlich? Es nervt, dass man es sich einfach "schön"redet (in Anführungszeichen, weil es ohne Strafe nicht geht und deshalb auch nicht negativ in dem Sinne ist)! Natürlich benutzt du Strafe:


    Das ist Strafe! Negative Bestrafung: Du bestrafst, indem du dem Hund etwas entziehst -> in diesem Fall den Rudelanschluss


    Wollte ich auch schon schreiben. Das ist sogar eine sehr gemeine Strafe (natürlich auch hier: es kommt auch auf den Hund an)! Wenn ich einfach weggehen würde wenn mein Hund (zB) einen Hasen jagt und er irgendwann wieder seine Umwelt wahrnimmt, würde er vermutlich in Panik ausbrechen -> unangehmer Reiz -> positive Strafe.

  • Zitat

    Aber es gibt auch "natürliche Konsequenzen", z.B. wer sein Pausebrot vergisst, der muss bis zum Mittagessen hungern. Und wenn der Hund zu mir nicht zurückkommt, dann geh ich allein heim, und er muss schauen, wo er bleibt. Und was passiert: Madame schaut immer genau, wohin ich gehe.

    "Natürliche Konsequenz" kann mans natürlich auch nennen - hört sich ja auch viel schicker und weniger aversiv an als Strafe! ;)

    Lerntheoretisch strafst du, wie schon gesagt, mittels negativer Bestrafung: Indem du dem Hund etwas für ihn Angenehmes entziehst! (Die Sicherheit, die deine Anwesenheit bietet, der Anschluß an dich)

    Vielleicht gingst du bei deinem Post auch nur von positiven Strafen aus, also von solchen, bei denen dem Bestraften etwas Unangenehmes zugefügt wird.
    Ich finde es verständlich, dass man aversive Einwirkungen vielleicht nicht mit seinem Tun vereinbaren kann und diese erstmal ausschließen will - aber man straft viel schneller als man denkt! Eben oft auch durch die nicht so offensichtliche negative Strafe!

  • Und nochmal: Da wir es so oder so tun, warum soll man zwingend drauf verzichten? Es gibt eben 4 Quadranten der LERN-Theorie, also kann man auch alle 4 nutzen. Natürlich verantwortungsvoll, aber der Strafe die Schuld für ein paar Vollpfosten zu geben ist in etwa so schlüssig wie unsere Rasselisten.

  • Man könnte zB darauf verzichten, weil Strafen recht kompliziert ist: Strafe zieht einen Rattenschwanz an Nebenwirkungen nach sich und funktioniert zuverlässig nur, wenn ganz bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

  • Zitat

    In dem Thread zu "angemessener Härte von Strafe", wird in meinem Verständnis einiges in einen Topf geworfen.

    Ja denk ich auch.

    Besonders fällt mir auf, dass "Grenzen setzen" offensichtlich zwangsweise etwas mit "Strafe, bestrafen" zu tun hat/haben muss. Ein jeder scheint möglichst positiv, belohnungsbasiert, arbeiten zu wollen aber beim "Grenzen setzen" scheint das nicht mehr zu gehen/nicht angebracht zu sein... :???:

    Vielleicht sollte auch einmal definiert werden was eine Grenze ist und wie man sie auf beiderlei Arten setzen kann?!

  • Zitat

    Ja denk ich auch.

    Besonders fällt mir auf, dass "Grenzen setzen" offensichtlich zwangsweise etwas mit "Strafe, bestrafen" zu tun hat/haben muss. Ein jeder scheint möglichst positiv, belohnungsbasiert, arbeiten zu wollen aber beim "Grenzen setzen" scheint das nicht mehr zu gehen/nicht angebracht zu sein... :???:

    Vielleicht sollte auch einmal definiert werden was eine Grenze ist und wie man sie auf beiderlei Arten setzen kann?!

    Ich finde "Grenzen setzen" ist ein Grenzfall (was für ein Wortspiel :lol: ). Was tut man beim Setzen von Grenzen?

    - Der Hund will irgendwo hin (anderer Hund z.B.) und man blockiert -> reale Grenze
    - Der Hund will etwas (ein Leckerlie z.B.) und man verwehrt es ihm -> Grenze im übertragenden Sinne

    Ich finde, man kann es schwer (nicht?) als positive oder negative Bestrafung sehen. Aber es ist ja durchaus eine Strafe, weil das Verhalten weniger gezeigt wird. Oder :???: ?

  • Zitat

    wird das nun zur gleichen Diskussion wie drüben? :???:

    Oder solls zur Begriffserklärung dienen?

    Mir erschließt sich der Sinn hier noch nicht ganz, wenn ich die Posts so lese

    Mir auch nicht, vor allem dann nicht, wenn jeder seine eigene Definition hat. Dann hat man ja sowieso keine Diskussionsgrundlage.

  • Mir ehrlich gesagt auch nicht.

    Ich "zwinge" meinen Hunden jeden Morgen die Halsbänder auf, bestrafe sie damit aber nicht, da es ja dann raus in den Wald geht.

    Ich übe meine "Gewalt" über sie aus, in dem sie sich meinem Willen beugen müssen. Kommen, wenn ich rufe, stehen, wenn ich steh sage, usw.

    Und ich strafe, in dem ich den nicht hörenden anleine.

    Eines geht doch in das andere über.

    Gaby, ihre schweren Jungs und Finn

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