Zwang-Gewalt-Strafe
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Was ich ja noch interessant finden würde:
Es gibt ja nun die berühmten lerntheoretischen Regeln, die eingehalten werden müssen, damit Strafe langfristig von Erfolg gekrönt ist (Kontingenz, Möglichkeit der Fehlverknüpfungen mit einbeziehen, Kontinuität, Intensität des Strafreizes usw...)
Mich würde interessieren, ob diejenigen, die hier bewußt positiv oder negativ strafen (ich sage das jetzt komplett OHNE Wertung) sich dieser Regeln bewußt sind und versuchen, sich daran zu halten oder ob diese im Alltag eh untergehen weil Zeit, Wissen, nötige Konsequenz usw fehlt?
Lernen beruht ja nunmal auf biologischen Gegebenheiten, die sich nicht wegdiskutieren lassen...Halten diese Regeln im Praxisalltag überhaupt stand?
Mir ist schon klar, dass man sich nicht endlos Gedanken um negative Strafe macht, wenn man dem Hund beim Training das Spieli vorenthält weil er Mist macht....aber wie ist es bei grundsätzlicheren Situationen, in denen ihr Strafreize setzt?
(und nochmal: Das soll weder provokativ noch wertend gemeint sein, ich fände es nur sehr interessant, mal eure Erfahrungen dazu zu hören...)

Nur ums für die nicht so "sicher" in den Lerntexten sind einfacher zu gestalten
Du meinst die 4 Grundregeln der Strafe?Zusammenhang zum unerwünschten Verhalten
Konsequent das nicht erwünschte Verhalten strafen, IMMER und nicht nur ab und zu
Keine stufenweise Steigerung sondern immer gleich
Alternative aufzeigen und bestätigenJa da achte ich drauf wenn ich es gezielt im Training einsetze
Im Alltag, wenn ich "ausversehen" ne negative Strafe einsetze, kanns mir aber schonmal "flöten" gehen aber das ist dann kein Verhalten was geändert werden muss sondern nur ein "Oh das Tele klingelt" *Ball wegleg*
Lilly stinkig - Vor einem Moment
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Hallo,
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Natürlich achte ich darauf konsequent zu sein und nicht heute "ach mach mal" und morgen "geht gar nicht", Fehlverhalten zu ignorieren oder sanktionieren.
Wie heißt doch der alte Spruch "Strafe folgt auf dem Fuß" und werde ich ignoriert und Hund rennt zur Hündin oder Lieblingsfeind, folgt unweigerlich die Strafe.
Und wer dann seinen Spaziergang an der Leine zurücklegen darf, überlegt es sich beim nächstenmal ob er mein Hörsignal mißachtet.
Ich trainiere ja nun nicht viel Unterordnung, nur in der Junghundzeit vermehrt, da ich mich mit meinen Hunden ja anständig auf Ausstellungen und im Alltag bewegen möchte, aber da gibt es keine Strafe für nicht gezeigtes. Da gibt es Wiederholungen und Lob, wenn´s dann klappt.
Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
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Nur ums für die nicht so "sicher" in den Lerntexten sind einfacher zu gestalten
Du meinst die 4 Grundregeln der Strafe?Zusammenhang zum unerwünschten Verhalten
Konsequent das nicht erwünschte Verhalten strafen, IMMER und nicht nur ab und zu
Keine stufenweise Steigerung sondern immer gleich
Alternative aufzeigen und bestätigenIn wie fern ist "keine stufenweise Steigerung" gemeint?
Ich kannte die Grundregeln an sich übrigens nicht, handele aber tatsächlich genau so (nur beider Steigerung weiß ich nicht was gemeint ist), so haben wir es auch in der Hundeschule gelernt.
Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk
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Das sind nicht alle Regeln.
Wie schafft ihr es, dass der Hund nicht euch mit der Strafe verbindet oder sonst irgendwas in der Umwelt? Seid ihr im Timing immer genau? Woher wisst ihr, dass die Intensität richtig ist? Kann der Hund auf Kommando ein geeignetes Alternativverhalten zeigen? Wurde ein Negativ-Marker trainiert, damitd er Hund der Stafe entgehen kann? Usw.Ist nicht wertend gemeint, ich strafe auch hin und wieder.
Welche 4 Grundregeln meinst du, Buddy-Joy?
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ich komme immer mehr von strafen ab. ich denke für uns menschen ist es eigentlich fast unmöglich angemessen zu bestrafen. angemessen in bezug auf das timing und die intensität.
ich trainiere meinem hund alternativen. ich fordere ihn aber nicht dazu auf.
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Es gibt einen Unterschied zwischen Stereotypie, ständigem meiden und "schwänzeln" und erlernter Hilflosigkeit.
Einem Hund mit EH ist es "egal" ob Du ihm eine mitgibst, er zeigt kein Alternativverhalten weil er es "eh nicht ändern kann"
Eine EH ist wohl das schlimmste was man einem Hund antun kann
Wenn man sowas allerdings in einer netten Gesprächsrunde einfach mal so reinklatscht weil man "mal gehört hat" dann könnt ich loszucken, sorry.
Ich hab meine familiären Wurzeln auch im Schäferhundbereich, ich kann mir gut vorstellen was Du meinst ( z.B. Zwangsapport) diese Hunde zeigen aber auch keine EH, sie versuchen noch dem Reiz zu entkommen durch Holz halten, meiden, flüchten usw.
Es ist grausam, es ist pervers aber es ist keine EH und es geht mir persönlich echt aufn Piss ( sorry) das ein Begriff inflationär genutzt wird, der beim nachlesen schon Gänsehaut erzeugt, um die eigene Meinung zu unterstreichen.
Erinnernt mich so langsam an "Godwin’s law" nur das man hier die Parameter einfach durch EH und Gewalt ersetzt.Nö, das meine ich nicht. Ich meine Hunde, die nichts mehr machen, sondern nur noch hinterschleichen, wenn überhaupt, die dann gestraft werden, weil sie nichts mehr machen und nicht mal auf die Strafe reagieren. Diese Hunde meine ich.
Ich finde es schlimm, dass man dem Gegenüber imer gleich Unwissenheit unterschiebt. Auf allen Seiten.

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Wieso soll mein Hund die Strafe nicht mit mir verbinden?

Es kommt eine Warnung, wo der Hund straffrei davon kommt, wenn er drauf achtet, natürlich
hier gibts keine unangekündigte positive Strafe, das finde ich nicht fair -
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Wieso soll mein Hund die Strafe nicht mit mir verbinden?

Es kommt eine Warnung, wo der Hund straffrei davon kommt, wenn er drauf achtet, natürlich
hier gibts keine unangekündigte positive Strafe, das finde ich nicht fairAber der Körperblock, den viele (ich auch) hier einfach mal so einsetzen, ist unangekündigte positive Strafe...
Weil man dann durchaus selbst zum Aversivreiz werden kann. Muss nicht, kann. Ist halt eine mögliche Nebenwirkung. Genau spätestens da ist so gut wie unmöglich, die Regeln der Strafe einzuhalten. Auch dass evtl. Umweltreize verbunden werden, ist ja gegeben.
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ich hab ja mit einigen hunden schleppleinentraining gemacht. also kommando- bei nicht befolgen des kommandos kurzer zug an der leine- als strafe. ich hab damit aufgehört. ganz einfach weil es in der praxis nicht so einfach ist. verbindet der hund nun die strafe mit dem nichtbefolgen des kommandos? oder mit einem umweltreiz (welchen ich eventuell gar nicht wahrnehme)?
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Beim Blocken möchte auch ich als Begrenzung/Strafender wahrgenommen werden. Halte ich nen Stock davor reagieren sie schließlich anders. Man kann natürlich auch sowas als Hilfsmittel hernehmen, aber nen Stock ist immer gleich, während ich je nach Intensität des Hundes regeln kann. Manchmal brauche ich nur einen Blick, manchmal einen Schulterdreher, manchmal muss ich mich auch um 180 Grad drehen, oder ich stelle das Bein davor.
Passenderweise konditioniert man gleich noch ein Kommando mit, sodass man später dann nur noch verbal dran erinnern muss. - Vor einem Moment
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