Hundeschule Nummer Vier...
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... soll uns also mal wieder einen Schritt weiterbringen. Ich lese hier häufig als Tipp: "such dir eine GUTE Hundeschule".
Ich bin nun also bei Nummer vier angelangt und im Moment hoffe ich, dass wir wieder einen Schritt weiter kommen.
Ben ist ja ein Tierschutzhund mit Anfangs einigen "Baustellen" und ich kann nicht sagen, dass ich Hundeschulen Nr. 1-3 total daneben fand. Alle haben mich in irgendeiner Form weiter gebracht und mir neue Erkenntnisse gegeben. Manches fand ich im Nachhinein betrachtet auch daneben, aber nirgendwo alles. Alle haben sehr unterschiedliche Konzepte gehabt. Irgendwann war leider nur immer der Punkt erreicht, dass ich mit einem bestimmten Problem nicht mehr weiter kam. Also doch nochmal was Neues ausprobieren... Eigentlich wollte ich jetzt schon aufgeben und mich mit den "Restbaustellen" arrangieren, aber jetzt pack ich es also doch nochmal an. Und bisher bin ich überrascht was doch noch drin ist.
Wie ist das bei euch - habt ihr EINEN Trainingsweg oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
LG Betty
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Hallo,
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Ich bin seit der Welpengruppe in ein und der selben Hundeschule.
Von der grundsätzlichen Philosophie her, stimme ich zu gut 98-99 % mit dem überein, was meine Trainerin vertritt.Zur Lösung von Problemen gibt es bei meiner Trainerin nicht den einem Ansatz. Sie schaut da individuell nach dem Team, guckt sich das Problem vor Ort, um besseren Einblick zu bekommen etc.
Bisher hatte ich nicht das Problem, dass ich mit der vorgeschlagenen Methode nicht weiter gekommen wäre (*auf Holz klopf*), aber ich bin mir sicher, dass sie dann noch andere Möglichkeiten aufzeigen könnte, um weiter dran zu arbeiten. -
Ich habe keinen Hund mit Baustellen, sondern einen sehr pflegeleichten. Bei uns war also keine Problembearbeitung angesagt, sondern Welpenstunde, Grunderziehung, Sport und Spaß, von daher ist meine Perspektive eine andere als deine.
Ich finde es sehr wertvoll, wenn man bei verschiedenen Trainern lernen kann, verschiedene Ansätze und Methoden kennenlernt, seine eigenen Möglichkeiten erweitert. Ich bin zb mit meiner Vereinstrainerin für Obedience sehr zufrieden, trotzdem halte ich Ausschau nach Seminaren mit anderen Trainerinnen, man kann immer etwas dazulernen.Dagmar & Cara
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@ Sternenwolf: Das klingt super, so hätte ich mir das echt auch gewünscht!

Ich frag mich eben nun auch schon die ganze Zeit, ob mir das so gegangen wäre, wenn ich gleich bei Nr. 4 angefangen hätte. :?
Sicher bin ich mir da aber nicht, vielleicht war auch alles irgendwie ein notwendiger Weg. Natürlich eher für mich als für den Hund... Ich weiß jetzt zumindest was bei ihm alles nicht "funktioniert".

@ Dagmar: mit den Seminaren und Ansätzen hast du sicher recht, wobei ich eben auch bei Seminaren war, wo ich im Nachhinein sagen muss, dass mich persönlich das eher in die falsche Richtung geführt hat. Lag sicher auch an mir, nicht jeder kann vielleicht mit jeder Methode gut umgehen. Und so ist es dann vielleicht auch mit den Hunden, was beim einen zum Erfolg führt muss es beim nächsten noch lange nicht??
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Betty,
muss es denn mit euren Baustellen unbedingt ne Hundeschule sein? Manchmal machts ja Sinn sich einen Trainer nach Hause zu holen und im alltäglichen Rahmen Probleme anzugehen. Dazu muss der Trainer ja nicht unbedingt aus einer Hundeschule kommen. Das kommt natürlich auf die jeweiligen Baustellen an. Leinenpöbelei, Jagdtrieb usw. können meistens besser im Einzeltraining angegangen werden, wenn der Grundstein in der HuSchu gelegt wurde.
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Sorry, das war missverständlich von mir! Bei uns ist das quasi das gleiche, wir haben hier Trainer die Gruppenstunden wie auch Einzelstunden geben. Ich hatte immer zuerst Einzelstunden und darauf aufbauend teilweise mal Gruppenstunden auf dem Hundeplatz oder als Social Walk.
Für die Anfangsproblematik (Aggression gegen Besucher) kam die Trainerin auch ins Haus.Aber die Ansätze der Trainer sowohl auf dem Hundeplatz als auch im Einzeltraining waren sehr unterschiedlich.
LG Betty -
Nur interessehalber zur Reflektion:
Was habt ihr denn so gemacht, und woran ist es deiner Meinung nach gescheitert? (bzw. weshalb wurde dann eine andere Hundeschule gesucht)
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Mir ist es auch ein Rätsel, wie man als hundeunerfahrener Mensch einen "guten Trainer" finden soll. Ich habe auch einen "Problemhund", der nicht nach Schema F funktioniert und habe daher auch ein paar Hundeschulen und Trainer durch.
Hundetrainerin Nr. eins erklärte mir, dass Leinenruck die einzig funktionierende Methode sei, mit der man Leinenführigkeit vermitteln könne. Wenn ich das nicht wollte, würde mein Hund mich eben ewig durch die Gegend ziehen. Und wenn ein Hund nicht Platz machen will, müsse er einmal ruckartig am Hals zu Boden gezogen und dort fixiert werden. Danach würde er nie wieder beim Platzkommando zögern. Sie würde diese Aktion mal eben kurz selber durchführen, das müsse man mit sicherem Griff machen, denn einige Hunde würden aggressiv darauf reagieren. Das war's dann für uns.
Trainerin Nr. 2, bei der ich ein ganzes Weilchen war, lockte die Hunde mit vorgehaltenen Leckerchen durch die Übungen und hielt die Halter an, möglichst durchgängig mit den Hunden motivierend zu sprechen. Harmlos, aber wenig zielführend.
Trainer Nr. 3, bei dem ich mal versehentlich ein angeblich gewaltloses Leinenführigkeitsseminar gemacht habe, führte (während des Seminars!) einen Hund am (verdeckten!) Stachler.
Trainerin Nr. 4 war bislang die Beste – obwohl es auch da durchaus Kritikpunkte gab, gab es da Hundeverstand, flexible Trainingsansätze und eine vernünftige Mischung aus Lob und Anschiss für den Hund.
Trainer Nr. 5, bei dem ich mal Mantrailing gemacht habe, therapiert in seinen anderen Kursen unter anderem Artgenossenaggression mit Schockhalsband, wie ich aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern entnehmen konnte.
Eine weitere Trainerin, bei der ich nur mal zugeguckt hatte, sagte mir auf die Frage, warum sie den überforderten Haltern mit dem hyperaktivem Hund keine Tipps gegeben hätte, wie sie da mal ein bisschen Ruhe reinbringen können: Der Hund müsse erstmal kastriert werden, damit das Sinn machen würde. So würde er nur alle nerven.
Und trotzdem: Wenn ich mich mit anderen Kunden dieser Trainer unterhalten habe, waren alle hochzufrieden mit dem Rat der vermeintlichen Fachleute und dem Trainingsergebnis. Bei einem einfachen Hund kann man als Trainer offenbar nicht allzuviel falsch machen - die paar Sachen im Hunde-Einmaleins lernen die meisten irgendwie trotzdem und die meisten Halter fühlen sich scheinbar überall gut beraten, so lange es nur mit ausreichend Selbstbewusstsein vorgetragen wird.
Aber bei einem Hund, der anders tickt, sind die Feld-Wald-und Wiesentrainer ganz schnell mit ihrem Latein am Ende. Und wie heißt es so schön im Volksmund: "Wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach zuschlagen."
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Es kommt auch ein bisschen drauf an, was die Leute erwarten. Frage mal warum die in die Hundeschule
gehen, dann wirst du meist als Antwort bekommen: Damit mein Hund nicht und er Leine zieht, Sitz und Platz
lernt. Und das möglichst schnell und ohne Aufwand.
Die wenigsten interessieren sich für Theorie und was dahinter steckt, wie Hunde ticken. Hier in einer HuSchu wurden
regelmäßig Theorieseminare angeboten. Die Trainer waren oft auf verschiedenen Fortbildungen und wollten das
dort vermittelte auch weitergeben. Das Interesse war gering, bzw. es kamen immer die gleichen Leute. -
Zitat
Und trotzdem: Wenn ich mich mit anderen Kunden dieser Trainer unterhalten habe, waren alle hochzufrieden mit dem Rat der vermeintlichen Fachleute und dem Trainingsergebnis.Naja, das dürfte in der Natur der Dinge liegen, denn Du hast vermutlich die gefragt, die da geblieben und nicht die, die weggeblieben sind.

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