Hundeschule Nummer Vier...
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Nur interessehalber zur Reflektion:
Was habt ihr denn so gemacht, und woran ist es deiner Meinung nach gescheitert? (bzw. weshalb wurde dann eine andere Hundeschule gesucht)
Puh, also das wird länger

Hundeschule 1...
hat uns super geholfen beim Thema Aggression gegen Menschen allgemein (gegen uns, gegen fremde Menschen und vor allem gegen Besucher). Außerdem habe ich viel gelernt über das was meinem Hund Spaß macht - Spurensuche, Nasenarbeit generell, Beschäftigung auch im Haus.
Auch beim Thema Kind / Hund - (Einschätzung ob Risiko und Verhaltenstipps) hat uns die Trainerin viel geholfen. Ging alles gewaltlos.
Daher fühle ich mich ihr auch noch sehr verbunden und finde es schade, dass bei solchen "Banalitäten" wie Leinenführigkeit mit einer Retrieverleine die hinter den Ohren fixiert wird und dann Leinenrucks gearbeitet wird ("das tut dem Hund nicht weh"). Hier sind wir auch nicht weiter gekommen, ebenso nicht was das Leinenpöbeln angeht. Methoden der Wahl waren schönfüttern der anderen Hunde und wenn das nicht mehr half die Wasserflasche.Hundeschule 2...
da war ich nur kurz (u.a. weil meine Tochter grade geboren war) - hier habe ich etwas gelernt über Kommunikation von Hunden untereinander und wir haben den Rückruf verbessern können. Ich bin aber mit der Methode der Leinenführigkeitsübungen nicht klar gekommen (man brauchte 2 Hände fürs üben, die hat man aber nicht, wenn eine Hand den KiWa schiebt ;-)) und auch das empfohlene Bögen laufen gegen das Leinenpöbeln hat uns nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht.Hundeschule 3...
war an sich super und wir haben durch sie rausgefunden, dass mein Hund eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Durch die richtige tierärztliche Einstellung hat sich Bens ständige Unruhe im Haus gelegt, was uns als Familie extrem entlastet hat. Außerdem sind wir mit dem Thema Leinenführigkeit einen großen Schritt weitergekommen.
Wahrscheinlich wäre ich auch noch dort (würde auch nicht ausschließen, dass ich dort nochmal Stunden nehme), wenn die Methoden nicht so sehr komplex und zeitintensiv wären (sie arbeitet nach Cumcane). Ich habe das Training schließlich wegen der Geburt meines zweiten Kindes unterbrochen.Bei Hundeschule 2 und 3 ist es also zum Einen an der Praktikabilität der Methoden für mich im Alltag mit 2 Kindern gescheitert, zum Anderen aber auch, weil mich die Methoden über Wochen/Monate trainiert (auch ohne Kinder- hab mich da häufig "freigeschaufelt"!) nicht so weit vorwärts gebracht haben, wie ich mir das gewünscht hätte. Also habe ich irgendwann beschlossen, dass mir das zu aufwändig ist und ich derzeit lieber mit dem Management der Probleme lebe.
Nachdem es mit der Leinenpöbelei nun wieder schlimmer geworden ist und immer mehr Hunde auftauchen, mit denen Ben sich nicht versteht, nun also Versuch Nr. 4.
Verbleibende Baustellen sind das Leinenpöbeln und schlechte Abrufbarkeit bei bestimmten Hunden (mit denen er leider nicht verträglich ist - ist ca 1 % der Hunde die wir treffen, aber dann geht er ab und fängt eine Prügelei an).Hundeschule 4...
hier wurde gesagt, dass Ziel sein wird, dass sich mein Hund mir anschließt und mir die Situationen mit den anderen Hunden überlässt. Es wird nicht mit Leckerlis gearbeitet. Ich bin sehr gespannt, mir ist bisher aber alles was gesagt wurde schlüssig, daher - man darf gespannt sein :-) - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich war in 3 Hundeschulen. Und bei jeder entsetzt. Ich hab irgendwann den Glauben daran verloren. Bis auf die Welpenstunden bin ich dann nie wieder in eine gegangen. Ich hatte zig Gespräche, und laaange Gespräche mit Hundetrainerinnen, wo ich auch bei so mancher Ansicht einfach nur schockiert war. Schlussendlich habe ich inzwischen so an die 100 Bücher. Mit 15 hab ich damit angefangen sie aus der Bibliothek auszuleihen, inzwischen kauf ich sie mir
Auch da gibt es natürlich Unterschiede. Aber ich arbeite danach und bisher klappt es gut. Das einzige Problem, zu dem ich allein schon 4 Bücher hab, ist Filou seine Leinenaggression. Sämtliche Methoden scheitern. Bzw.funtkionieren nur kurz -
Weil Leinenaggression kein isolierters Problem ist sondern sehr komplex. Nur das pöbeln "weg zu machen"
ohne an die Ursache zu gehen wird nicht helfen.
Und ungeduldig sein und das mal eben schnell nebenbei zu beheben wird auch nicht klappen, das liegt dann
aber nicht an der Hundeschule.Hundeschule 4 hört sich für mich interessant an. Berichte dann mal. Ein solches Vergehen hat bei meinem Pöbler
auch geholfen. Wie wird das denn da umgesetzt? -
Zitat
Ich war in 3 Hundeschulen. Und bei jeder entsetzt. Ich hab irgendwann den Glauben daran verloren. Bis auf die Welpenstunden bin ich dann nie wieder in eine gegangen. Ich hatte zig Gespräche, und laaange Gespräche mit Hundetrainerinnen, wo ich auch bei so mancher Ansicht einfach nur schockiert war. Schlussendlich habe ich inzwischen so an die 100 Bücher. Mit 15 hab ich damit angefangen sie aus der Bibliothek auszuleihen, inzwischen kauf ich sie mir
Auch da gibt es natürlich Unterschiede. Aber ich arbeite danach und bisher klappt es gut. Das einzige Problem, zu dem ich allein schon 4 Bücher hab, ist Filou seine Leinenaggression. Sämtliche Methoden scheitern. Bzw.funtkionieren nur kurzDas mit den Büchern find ich auch noch einen brauchbaren Weg, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich bei der Umsetzung in ein konkretes Training am Hund halt ggf. doch auch mal Fehler einschleichen bzw. Fragen offen wären, die einem dann halt keiner beantwortet. Aber grundsätzlich bin ich auch so ein Bücherwurm

Mit der Leinenaggression habe ich das Gefühl, dass das echt ein nicht so leicht zu lösendes Problem ist.
Ich hab mich auch schon oft gefragt, warum wir die Aggression gegen Menschen bei Ben so gut in den Griff bekommen haben und dieses Artgenossen-Thema so unglaublich schwierig ist. -
Schau z.B. mal hier unter "Was mich an anderen Hundehaltern nervt" Da sind einige Beiträge, da kommt so viel
Aggression gegen andere Hundehalter die sich nicht so verhalten wie wir es gerne hätten rüber, dass es einen
schon wundert, wenn der Hund das nicht übernimmt. Wenn er sich an seinen Menschen orientiert, dann lernt
er: Artgenosse=hohe Aggressivität. Da fängt es manchmal schon an.
Dann die Hunde die immer "Guten Tag" sagen sollten und zu jedem Hund hin durften, weil sie brauchten ja Sozialkontakte. Diese Hunde protestieren dann, wenn sie das plötzlich nicht mehr sollen.
Dann gibt es Hunde die wirklich unsicher sind wie sie Artgenossen einzuschätzen haben, aus welchen Gründen
auch immer.
Dann gibt es Hunde die wirklich keine anderen Hunde dulden, jedenfalls keine Geschlechtsgenossen und die nicht
gelernt haben dass aggressives Verhalten nicht die einzige Lösung ist.
Und, und, und.
Da kann es keine einheitliche Patentlösung geben. -
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Weil Leinenaggression kein isolierters Problem ist sondern sehr komplex. Nur das pöbeln "weg zu machen"
ohne an die Ursache zu gehen wird nicht helfen.
Und ungeduldig sein und das mal eben schnell nebenbei zu beheben wird auch nicht klappen, das liegt dann
aber nicht an der Hundeschule.Hundeschule 4 hört sich für mich interessant an. Berichte dann mal. Ein solches Vergehen hat bei meinem Pöbler
auch geholfen. Wie wird das denn da umgesetzt?Mach ich - momentan sind wir da ja noch ganz am Anfang. Mir hat nur der Ansatz und die Fragen die gestellt wurden erst mal gut gefallen.
Im ersten Schritt soll ich zuhause eine ganze Menge durcheinander bringen. Das heißt alle Gewohnheiten, die der Hund hat - Abläufe die ihm wichtig sind etc. verändern. Grade habe ihn z.B. mit in den Flur genommen wo er normalerweise sein Futter bekommt. Dann hab ich ihn aber einfach wieder mit reingenommen. Futter gibt heute später oder auch mal gar nicht.
Außerdem habe ich den Platz für sein Schlafkissen mehrfach verändert die letzten Tage. Dann soll ich z.B. mal alles für einen Spaziergang vorbereiten - mit Hund aus der Haustür raus und dann - och nee - wir gehen doch wieder rein. Solche Dinge. Dafür wurden andere Regeln, die wir eigentlich mal aufgestellt hatten (Hund geht auf seinen Platz, wenn wir essen) wieder aufgehoben.
Ziel ist, dass der Hund sein Bild von mir erst mal verändert und nochmal die Erfahrung macht, dass ich über alles was passiert entscheide. Erst dann wird mit dem nächsten Baustein weiter gemacht.Den Ansatz fand ich ziemlich gut, weil ich mir schon die ganze Zeit gedacht hat, dass sich im Bild das der Hund von mir hat etwas ändern muss - wie soll er sich mir sonst vertrauensvoll anschließen und mir die Hundebegegnungen überlassen?
Wie gesagt, ich bin gespannt wie es weiter geht.YorkieFan, wie war das denn bei euch mit dem Training gegen Leinenpöbelei?
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Das Training war lang und erfolgreich
.
Bei meinem Hund war es fehlende Erfahrung mit anderen, fremden Hunden. Seine Lösung war aggressiv nach
vorne gehen und regelrecht hysterisch ausflippen. Im Freilauf hat er andere Hunde, besonders große Rüden,
dann von hinten angegriffen. Nicht sehr witzig.
Ich war dann natürlich auch, vorsichtig gesagt, sehr angespannt bei Hundesichtung, Und habe auch so eine
aggressive Grundstimmung aufgebaut. Das habe ich aber gar nicht wirklich bemerkt. Und so alles noch schlimmer
gemacht.
Training ging für meinen Hund über kontrollierten Hundebegegnungen mit absolut souveränen Hunden. Training
der Ansprechbarkeit meines Hundes, egal was um ihn rum vorging. Wenn ich was von ihm möchte hat er sich mir
zuzuwenden.
Er bekam ein passendes Alternativverhalten, nämlich nicht nach vorne gehen, sondern hinter mir. Er kann sich
drauf verlassen dass ich ihm beistehe.
Meine Unsicherheit bei Hundesichtung schwand im gleichen Masse wie das pöbeln aufhörte, Mein Hund von sich aus
Blickkontakt suchte und hinter mir Schutz sichte.
Im Freilauf geht er anderen Hunde aus dem weg und hat damit gute Erfahrungen gemacht.
So die Kurzform. -
Ok, wenn es mit Hundeschule Nr. 4 nicht klappt, dann buch ich bei dir ne Stunde!!
Das hört sich super an, genauso würde ich mir das auch vorstellen. Lange Trainingsdauer schreckt mich nicht, die letzten vier Jahre Management waren auch lang
Das mit der Übertragung der Stimmung kenn ich - ich weiß das auch, kann es aber leider wenig beeinflussen. Ich hab halt kein Bild im Kopf, wie ein guter Ablauf aussieht und spanne mich daher automatisch ein Stück weit an (zumindest wenn der entgegenkommende Hund mir "problematisch" erscheint).
Ben wurde direkt am Anfang zweimal bei mir an der Leine gebissen, da muss sich schon einiges tun, damit sich bei ihm wieder Vertrauen einstellt, denke ich. -
Zitat
(zumindest wenn der entgegenkommende Hund mir "problematisch" erscheint).
Dazu sagte mir mal eine Trainerin: Dein Hund denkt dahin wohin du schaust

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Hab ich mir beim Schreiben auch gedacht, dass das ja ganz schlau ist von mir - und ich war dann auch noch stolz, dass ich meinen Hund so gut einschätzen und lesen kann, dass ich schon vorher weiß bei welchem er gleich abgeht und bei welchem nicht

Du hast natürlich recht, wahrscheinlich verursache ich es oder verstärke es zumindest dadurch, ich Schäfchen.
Also, danke! - Wieder was gelernt - den Spruch merke ich mir!
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