Hundeschule Nummer Vier...
-
-
Tja, ich will mit meinem auch in einer Hundeschule. Einfach auch um ein Feedback zu bekommen, ob das, was ich da mache, ganz ok ist. Dass sich die Schulen und die Trainer so unterscheiden, hätte ich gar nicht gedacht.
ZitatTrainer Nr. 3, bei dem ich mal versehentlich ein angeblich gewaltloses Leinenführigkeitsseminar gemacht habe, führte (während des Seminars!) einen Hund am (verdeckten!) Stachler.
Das gibt's ja überhaupt nicht! Und das wurde von den Teilnehmern akzeptiert?!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Hundeschule Nummer Vier...*
Dort wird jeder fündig!-
-
So, dieses Thema wäre auch gescheitert. Nach der vierten Stunde hab ich meinen Hund soweit, dass er mich wieder anknurrt und der Lösungsansatz des Trainers im Telefonat eben war, dass man ihn in nächster Zeit ein paar mal auf den Rücken werfen soll, wenn er knurrt. Ich bin so enttäuscht, ich dachte ich höre nicht richtig.
Das wars dann mit Hundetraining, ich habs echt leid. Viel Geld zum Fenster raus, sonst nix.

-
Was ist denn passiert`? Magst du erzählen wie es nach dem Aufstellen neuer Regeln weiter
ging? -
Erst ganz harmlos mit Vorübungen zur Leinenführigkeit - da sollten wir immer wieder mal während dem Spaziergang Übungen einbauen, wo man ganz viele unkommentierte Richtungswechsel macht. Sowohl an der Schleppleine als auch an der kurzen Leine. Dann kam letzte Stunde die Leinenführigkeit dazu. Da wird nach der Methode der Hund in einer bestimmten Reihenfolge an die kurze Leine genommen und soll sich dann ausschließlich nur noch auf den Menschen konzentrieren. Wenn er abgelenkt wird, soll man sofort den Hund mit der Leine am Rücken "anschwingen" - besser kann ich es nicht formulieren. Also nicht schlagen, sondern kurz anticken. Wenn er nicht reagiert, lieber etwas stärker, als dass es sich abnutzt. Der Gedanke ist, dass man die Aufmerksamkeit des Hundes wieder auf sich lenkt. Wenn der Hund sich zu einem umwendet, läd man körpersprachlich dazu ein in die andere Richtung zu gehen und vollzieht einen Richtungswechsel. So lernt der Hund, dass die Konzentration an der kurzen Leine nur beim Menschen sein soll.
Das ist für meinen Chaoten sehr sehr anstrengend, weil er generell Schwierigkeiten hat sich lange zu konzentrieren. Wir haben heute die Übung unter Ablenkung gemacht, das heißt die Trainerin hat einen Keks hingehalten und ich sollte mit Ben dran vorbei, wobei seine Aufmerksamkeit bei mir bleiben sollte.
Nachdem er immer wieder abgelenkt war, sollte ich ihm mit den Fingern in die Flanke fassen, also quasi zwacken, damit ich mal etwas deutlicher werde. Das war dann zuviel. Einmal hat er nur gequietscht, beim zweiten Mal hat er nach mir geschnappt. Dabei hat er sich unglücklicherweise in meinem Jackenärmel mit dem Zahn verhakt, ich war echt durch nach der Stunde. Die Trainer haben mir dann gesagt, dass ich den Maulkorb auftrainieren soll und wir die Übung nochmal machen sollten, weil es nicht sein kann, dass der Hund nach mir schnappt.Heute abend wollte mein Mann Ben von seinem Platz schicken, weil er das Kissen sortieren wollte, da hat er ihn angeknurrt. Das ganze Training ist einfach über seinem Level.
Ich fand die Idee mit der Konzentration bei mir ja gar nicht so schlecht, vielleicht hätte es sogar geklappt, wenn ich ihm mehr Zeit zum Üben gelassen hätte und die Zeit Ablenkung langsamer gesteigert hätte. Aber das in die Flanke fassen - muss sich das ein Hund wirklich gefallen lassen?
Ich habe ganz kritisch mit den Trainern diskutiert, das war schon ok. Aber die Aktion mit dem auf den Boden werfen geht halt spätestens für mich gar nicht. :/
-
Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist einem Hund seinen gewohnten Alltag durcheinanderzubringen und ihn dann noch über Straße zur Leinenführigkeit zu bringen. Mein bereits verstorbener Hund hat mir damals auch mit den Zähnen gezeigt, dass ich so nicht mit ihm umgehen sollte und ich bin ihm sehr dankbar dafür.
Übrigens, wenn jemand sagt, der arbeitet nicht über Belohnung, dann tut er es oft über Strafe. Muss man sich eben überlegen, ob man das so will. Gerade die Leinenführigkeit ist etwas, was ich persönlich niemals über Strafe trainieren würde, weil meine Hunde sich bei mir wohlfühlen sollen...
-
-
Das ist genau das Problem, es wird natürlich gesagt: "wir arbeiten nicht über Strafe" - der Hund soll sich mir einfach anschließen. Und darüber haben wir heute auch lange diskutiert, weil ich genau der Meinung ja auch bin - irgendeinen Grund hat der Hund, dass er zu mir kommt.
Aber ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll. Wenn mein Hund andere Hunde sieht, dann möchte er sie einfach nur kontrollieren. Kurz hin, kontrollschnuffeln, weiter. Futter ist ihm da völlig egal, verbales Lob ohnehin, wir haben lange geübt erst auf große Distanzen das ganze Thema "schön zu clickern", dann Abstand verringern etc.
Drei Dinge habe ich trotz monatelangem Training nie geschafft: Abrufbarkeit auf kurze Distanzen, Abrufbarkeit bei seinen Lieblingsfeinden (er rennt dann auf mehrere hundert Meter hin und fängt eine Prügelei an) und vorbeilaufen an Hunden generell an der Leine. Absitzen lassen und der andere läuft vorbei geht, genauso andersrum.
Ich hab zwei kleine Kinder, für mich sind das einfach Themen die mich im Alltag massiv einschränken. Schleppleine geht am KiWa nicht, soll ich einen lauffreudigen Dalmi-Mix nun nur noch an der kurzen Leine laufen lassen? Und es sind Gründe den Hund nicht gerne überall hin mitzunehmen, das heißt es ist ja auch für ihn weniger Lebensqualität. Ich weiß einfach nicht weiter.
-
Ja, ich glaube Dir, dass Dich das wirklich einschränkt. Und es tut mir sehr leid, dass Du über keinen Trainer gestolpert bist, der Euch wirklich helfen kann.
Im Grunde beschreibst Du ein sehr gängiges Problem, mit dem man sich als privater Hundetrainer eigentlich permanent auseinandersetzen muss. Umso erschreckender finde ich, dass Du keinen gefunden hast, der Dir ein sinnvolles Training bieten konnte, dass Du auch in Deinen Alltag integrieren kannst. Was es in meinen Augen sicher geben würde

-
Sag sowas nicht, ich glaub ich möchte lieber denken, dass das Problem nicht lösbar ist, sonst hau ich noch Geld für Versuch Nummer Fünf raus

-
Zitat
Heute abend wollte mein Mann Ben von seinem Platz schicken, weil er das Kissen sortieren wollte, da hat er ihn angeknurrt. Das ganze Training ist einfach über seinem Level.
/Das ist tatsächlich ein Problem, vor allem bei zwei kleinen Kindern im Haus. Hast er das früher nie gemacht?
Wie hat dein Mann denn versucht ihn runter zu schicken.Dass dein Hund sich auf dich konzentrieren kann und er ansprechbar ist, ist die Voraussetzung zur Lösung
deines Hunde-Begegnungs-Problems. Es hätte aber sicher noch andere Möglichkeiten gegeben als ihn
anzufassen. -
Zitat
Sag sowas nicht, ich glaub ich möchte lieber denken, dass das Problem nicht lösbar ist, sonst hau ich noch Geld für Versuch Nummer Fünf raus

Falls du einen fünften Versuch wagen magst: http://www.easy-dogs.net/
Die dürften in deiner Nähe sein?
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!