ich brauche dringend ein paar Meinungen!

  • Hallo,

    der Grund meiner Anmeldung her ist leider sehr traurig.
    Unsre 8,5 jährige Boxerhündin hatte schon immer gesundheitliche Probleme. Immer haben wir sie wieder in den Griff bekommen. Sie ist ein herzensguter Kämpfer!
    Aktuell mussten wir sie im Februar einer Bandscheiben-OP unterziehen lassen. Sie hatte große Probleme aus der 2. Narkose wieder zu erwachen. Die 2. Narkose war nötig, weil sie nach 3 Tagen höllische Schmerzen bekam und man den Verdacht hatte, sie hätte sich das Zwischenwirbelgelenk gebrochen. Hat sich nicht bestätigt.
    Seit längerer Zeit hat sie einen resistenten Blasenkeim, der nicht auf die verschiedensten Antibiotika anschlägt. Zusätzlich hat sie eine Nierenzyste, die aber noch keine größeren Probleme macht. Blasen- und Nierenwerte sind "normal". Bereits als Junghund bekam sie eine Diskospondylitis, durch ein spät entdecktes Loch im Gaumen, die immer mal wieder aufflammt wenn ihr Immunsystem instabil wird.

    Nun ging es ihr nach der Bandscheiben-Op langsam besser, sie darf schon wieder kleinere Spaziergänge an der Leine machen. Zur Nachkontrolle erzählte ich, dass sie immernoch Blut pullert und was wir da noch machen können. Nach ein paar Untersuchungen kam nun heraus, dass sie ein bösartiges Analdrüsenkarzinom hat (mittelgradig im Fortschritt), mit mind 1 Metastase im Blasenlymphknoten.

    Ich werd mir in einer anderen Tierklinik mit Onkologie noch einen Rat holen, aber was sagt ihr??

    Wir wollen sie nicht quälen, wollen aber auch nichts unversucht lassen. Sie ist so toll, sie frisst, sie will überall dabei sein, sie freut sich wenn sie Gassi gehen kann und macht ihre Geschäfte schmerzfrei. Sie bekommt derzeit Metacam und noch ein AB gg den blöden Blasenkeim.

    Sind wir zu egoistisch wenn wir sie noch behandeln lassen? Eine Op ist sehr belastend für sie, es ist fraglich, ob sie die erneute Narkose verträgt, aber würdet ihr es dennoch versuchen??

    es ist schwer! Sie hat schon so viel durch, sie hat noch ein paar schöne Jahre verdient!

    Verzweifelte Grüße
    Anny

  • meine Meinung. Ein klares Nein zu weiteren Massnahmen.

    Was soll die arme Maus denn noch alles verkraften müssen? Sie ist doch schon aus der letzten Narkose kaum noch wach geworden und dann noch über eine Weitere nachdenken?

    Sorry. Mir tut das unendlich leid, das sie so krank ist aber für mich wäre jetzt der Punkt erreicht wo ich nicht weiter an ihr rumdoktern würde.

    Wie gesagt: meine Meinung

  • Solche Fragen sind immer extrem schwierig.
    Ich bin der Meinung: Solange sich der Hund nicht quält und er eine realistische Chance auf ein weiteres, artgerechtes und schönes Leben hat, durch die OP keine Risiken und/oder Folgeschäden auftreten können und man das Leben des Tieres dadurch maßgeblich verlängert: Ja.
    Sollte dem nicht so sein: Nein.
    Aus egoistischen Motiven sollte man das Leiden eines Tieres sowieso schon mal gar nicht verlängern. Und da ist eben die Frage: Verlängert ihr ihr Leid, oder hat sie wirklich eine Chance auf noch viele, weitere und vorallem unbeschwerte Jahre nach dieser OP?
    Wenn das Karzinom sowieso schon gestreut hat, würde ich den Hund wahrscheinlich eher von ihrem Leiden erlösen und ihr keine weitere OP zumuten.

  • Zitat

    Ich bin so traurig... es ist schwer, die "richtige" Entscheidung zu treffen!

    es ist immer schwer. Ich habe mich damals für meine Angar entschieden und sie gehen lassen. Sie hatte einen großen Tumor im Hals. Keine OP hätte ihr helfen können. Meine TÄ hat mir eine Chemo vorgeschlagen, weil sie meine Verzweiflung gesehen hat. Aber mal ganz ehrlich. Mindestens 10 Anwendungen, den Hund jedes mal in Vollnarkose legen? Nein!!

    Angar hatte ein tolles Leben, sie war 11,5 Jahre, für einen Schäferhund schon gut und dann sollte ich sie weiter quälen? Von ihrem schwachen Herz mal ganz abgesehen. Nein, irgendwann ist gut.

    Dessen musst du dir auch im Klaren sein. Wenn du deine Maus in die Onkologie gibst steht jedes mal eine Vollnarkose im Raum. Und das bei der Vorgeschichte?

    Da bräuchte ich nicht lange drüber nachdenken so schwer es auch wäre.

  • Zitat

    Sie ist so toll, sie frisst, sie will überall dabei sein, sie freut sich wenn sie Gassi gehen kann und macht ihre Geschäfte schmerzfrei.

    Das sind alles Zeichen für Lebensqualität. Darum würde ich die Hündin auf jeden Fall weiter behandeln und nicht gleich aufgeben. Eine Operation würde ich ihr aber wahrscheinlich nicht mehr zumuten.

    Ich kann Dir noch die klassische Homöopathie ans Herz legen. Wir nehmen immer alte Hunde aus dem Tierschutz auf und hatten schon viele Hunde, die Krebs hatten. In den meisten Fällen konnte die Homöopathie einen Stillstand der Krebserkrankung erreichen, teilweise haben sich die Tumore unter der Behandlung auch verkleinert.

    Die Pflegehündin meiner Freundin hat mit Metastasen in der Lunge noch ganze 2 Jahre gelebt. Selbst der Husten ist unter der Behandlung fast weg gewesen.

    Hier gab es einen Thread mit dem gleichen Thema, vielleicht findest Du dort noch Tipps:
    https://www.dogforum.de/analdrusenkarz…rt-t174599.html

  • ich würde sagen,solange sich ihr gesundheitszustand ncith dramatisch verschlchtert, würd eich sie in ruhe lassen, ihr aber keine starapzierenden untersuhcungen ud Ops mehr zumuten,
    sie ist mit 8,5 jahren durchaus ncith alt. aber bei so einer Krankenvorgeschichte würd eich es nicht mehr zumuten wollen.

  • Zitat

    meine Meinung. Ein klares Nein zu weiteren Massnahmen.

    Was soll die arme Maus denn noch alles verkraften müssen? Sie ist doch schon aus der letzten Narkose kaum noch wach geworden und dann noch über eine Weitere nachdenken?

    Sorry. Mir tut das unendlich leid, das sie so krank ist aber für mich wäre jetzt der Punkt erreicht wo ich nicht weiter an ihr rumdoktern würde.

    Wie gesagt: meine Meinung

    Wie kannst du denn das sagen ohne zu wissen was wenn überhaupt gemacht werden würde???!!!!

    Ich denke das man das nicht pauschal sagen kann, es kommt 1. darauf an welche wirkliche (Heilungs-)Chance ich habe bei dem Krebs, wenn es nur um ein paar Wochen/Monate Verlängerung geht dann würde ich es lassen, (aufgrund ihres schlechten Allemgienzsutandes, sonst wahrscheinlich nicht) wenn aber die Möglichkeit gegeben ist dass sie noch ein paar Jahre hätte dann würde ich wahrscheinlich nichts unversucht lassen wenn ja wenn sie es gut verträgt!!!!

  • Gib mal in der Suchmaschine "heel krebstherapie hund" ein.
    Gut sein soll auch Leinöl mit Lignan und der Verzicht auf Kohlenhydrate http://www.barfers.de/barf_bei_krebs.html.

    Ein Rat geben finde ich sehr schwer. Ich würde eine zweite Meinung einholen und dann Für und Wider abwägen und entscheiden. Leicht ist das nicht :-/

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