Jungrüde kommt nicht runter (wortwörtlich)
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Hallo ihr Lieben,
unser Hund (Labrador-Vizsla) ist nun gerade ein Jahr alt geworden. Ja, ich weiß, tollstes Alter
Er ist ein absluter Wusel! Zuhause geht´s inzwischen, da ist er ruhig und entspannt. Wenn wir nach Hause kommen freut er sich, aber hält sich im Rahmen.ABER wenn wir irgendwo anders sind..
Die Leute (die er von beginn an kennt) werden angesprungen, an Klamotten wird gezogen, die Hand/Arm/Handgelenk festgehalten ... und dann ist natürlich das Geschrei groß (haben alle sonst keinen Kontakt zu Hunden und demnach auch null Verständnis dafür).
Er rennt dann ständig hin und her, dann geht´s wieder von vorne los mit dem anspringen.. usw. usw.
Meist dauert es mindestens eine gute Stunde, bis er so langsam runter kommt.Dabei ist es egal, ob das draußen oder drin stattfindet. Er lässt sich durch nichts ablenken. Oft ist er dann so gestresst, dass sein Fell total zu schuppen beginnt.
[edit: er macht das auch bei mir. Wenn er bei meinem Freund an der Leine läuft und sie auf mich warten und dann komm ich dazu, zerrt er wie blöd zu mir und springt dann an mir hoch inkl. irgendwas festhalten (Jacke, Pulli, Hand/Arm, ... ) ]
Und ich weiß einfach nicht, wie ich ihm helfen kann.
Aufgrund seines Verhaltens muss er dann auch oft Zuhause bleiben, statt mitzukommen
Müssen wir das alle einfach durchstehen, bis er älter und ruhiger wird?

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Hallo,
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Konditionierte Entspannung heißt hier das Zauberwort. Entweder mit einer Decke oder einem Duft verknüpft oder auch beides.
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oder mal die schilddrüse untersuchen lassen
unser war noch viel schlimmer,
er hat eine sdu und ist jetzt auf medikamente eingestellt und damit erheblich ruhiger geworden.allerdings ist auch das keine zauberei.... und die lösung allen übels.
konsequente erziehung zur abhilfe des unerwünschten verhaltens ist zusätzlich notwendig.am besten mit fachlicher hilfe
lg kirsten
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oder auch ein Wort.
Bei meinem Hibbel war es ein ganz sanftes, langgezogenes "Easy" -
Wenn die SD in Ordnung ist dem Hund sofort beim kleinsten Anzeichen zeigen das es Unerwünscht ist. Wenn ihr das nicht hin bekommt, sucht euch einen Trainer.
Ist der Hund sonst ausgelastet und auch nicht unter- oder überfordert?
Auch Überforderung kann in Stress ausarten. Vielleicht ist es aber auch einfach mangelnde Erziehung. -
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Du sagst, dass er Zuhause Ruhe halten kann. Macht er das freiwillig oder kannst Du den Zeitpunkt und den Ort bestimmen (z.B. ins Körbchen schicken und er bleibt da, EGAL was Du tust, also auch unter Ablenkung).
Wenn das nicht geht, würde ich Zuhause anfangen und einen Begriff einführen, der den Hund im Freiraum begrenzt (also eine Stelle, an die er sich begeben soll - bei mir heißt das "ab auf die Decke") und ihn somit runter kommen lässen.
Dieses Kommando muss dann in JEDER Situation erst mal Zuhause klappen, also zum Beispiel auch, wenn es an der Tür klingelt, wenn Besuch kommt usw.Wenn das funktioniert, kannst Du weiter üben, indem Du das Kommando generalisierst, also dass der Hund lernt, dieses Verhalten auch in anderen Situationen zu zeigen. Zum Beispiel, wenn Du Dich bei einem Spaziergang auf eine Bank setzst und dem Hund eine Stelle zuweist, auf die er bleiben soll, egal ob im Sitz, Platz oder Handstand - ein Dressurkommando wie Sitz oder Platz würde ich nur dann geben, wenn der Hund es auch befolgen kann in der jeweiligen Situation. Am einfachsten wäre es natürlich, wenn man das Verhalten auf ein Objekt bezieht, also auf eine bestimmte Decke, auf der er sich aufhalten soll. Die Frage ist, ob es im Alltag praktikabel ist, die Decke dann überall mit hin zu nehmen, wo der Hund Ruhe halten soll. Aber eine Decke mit nehmen kann man auf jeden Fall in die Kneipe, ins Cafe oder eben auch zu Freunden, die man besucht.
Momentan würde ich es eher so halten, dass, wenn der Hund mit zu Freunden zu Besuch kommt, Du ihn einfach an der Leine behältst und im damit die Möglichkeit des Freiraums, aber auch die Möglichkeit, sich unnötig hoch zu pushen nimmst. Wenn Du ihn da einfach machen lässt und er findet das lustig, alle Leute anzuspringen und die schreien dann noch so schön und wedeln mit den Händen, wir das Verhalten damit womöglich eher verstärkt und der Hund weiter hoch gepusht. Nimmst Du die Energie raus, indem er an der Leine bleibt, kannst Du das verhindern.
Ansonsten üben wie oben beschrieben und dann kann man das Verhalten auch später nutzen, denn genau DAS ist mit Erziehung gemeint.
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Ich persönlich meine, weil ich selbst so einen Hund habe, dass es ADHS oder halt ähnliche Symptome, beim Hund gibt. Ich meine, dass man sehr aufpassen muss, weil ich denke, es könnte zum Teil Impfnebenwirkungen sein. Bei meinem Hund fing es in der Nacht nach der 2. SHP Impfung an.
Ich würde und mache das selbst so, 1. einen TA zu Rate ziehen, dann Kräuterheilkundlich was machen...da gibt es viel...(evt. Heilpraktiker hinzuziehen) und ich würde das Futter überprüfen.
Getreide steht im Verdacht, einen Cerebralallergie zu verschulden.
Die Tierärztin Vera Biber hat dazu bücher veröffentlicht. (google mal einfach)
Und dann natürlich mitttel Verhaltenstherapie einwirken. Immer davon ausgehend, das Zwang nichts nutzen kann, WENN der Hund nicht anders KANN.
Eine konsequente klare Linie fahren und immer ruhig bleiben, dann kann man solch einen Kasper sogar noch geniessen lernen
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Vielen Dank für eure Antworten! :)
Ihr habt mir schon sehr geholfen. -
Versuchs ggf auch mal mit einem Thundershirt. Kostet zwar einiges aber wenns dir nicht gefällt findest du sicher einen dankbaren Abnehmer bei Ebay oder im Kleinanzeigenmarkt.
ZitatWenn die SD in Ordnung ist dem Hund sofort beim kleinsten Anzeichen zeigen das es Unerwünscht ist.
Ich würde es anders machen - beim kleinsten Anzeigen dem Hund zeigen was erwünscht ist.
Zuhause kleinschrittig(!) aufbauen, dass er sich ablegen kann und Impulskontrolle entwickeln kann und dann sowas kleinschrittig generalisieren. -
Hört sich so an als ob Du ziemlich passiv bist bei der ganzen Sache. Klingt für mich nach einem Hund, dem der Leitfaden für diese Situation absolut fehlt und der nichts anderes weiß als Stressverhalten zu zeigen und zu "schnullern" (typisches Übersprungsverhalten aus Stress bei Labbis).
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