Hund als bester Freund

  • Hmm, wenn man das hier so ließt, dann habe ich wohl auch einen schlimmen Fehler gemacht, als ich mir einen Hund als Freund angeschafft habe (anschaffen ist nen doofes Wort, was anderes fällt mir nur grad nicht ein!)

    Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel persönliche, schlimme Erlebnisse/Ereignisse in meinem Leben verarbeiten müssen. Ich litt unter schwersten Deppressionen und dachte, es gibt nichts in meinen Leben, für das es sich noch zu Leben lohnt.
    Das fing ich an mich näher mit dem Thema Hund zu beschäftigen. Ich überlegte viele Wochen darüber nach und seit fast 4 Wochen ist nun mein kleiner Kuschelzwerg bei mir.
    Vielleicht war es falsch, dass ich den Hund wollte, weil ich einfach einsam bin, weil es nichts gibt, was mein Leben wirklich lebenswert macht. Aber mir gehts jetzt wesentlich besser.
    Gut ich bin kein Kind, sondern schon 32.

    Ich finde die TE sollte sich gemeinsam mit ihrer Familie Gedanken darüber machen, ob eine Hund ihre Familie (und nicht nur einem Kind!) bereichern würde. Oder ob er nur als "noch mehr Arbeit" angesehen wird.
    Erwägt alle Vorteile und bedenkt alle Verantwortung, und Erziehung die mit dem Hund verbunden ist. Vor allen auch der Besuch einer Hundeschule.
    Und wenn ihr dann gemeinsam zu dem Entschluss kommt, dass der Hund das ist, was eure Familie komplettiert, dann steht dem doch nichts mehr im Wege.
    Nur halt über einen seriösen Züchter und eine für eure Familiensituation geeignete/empfehlenswerte Rasse, da würde ich nochmal genauer drüber nachdenken an eurer Stelle. Nicht einfach nur nen Hund nehmen, sondern gut drüber nachdenen, welche Charaktereigenschaften welche Rassen haben, und was ihr genau von einem Hund erwartet.

  • Wooni: absolut deplatziert! Die meisten von uns haben den Hund aus 'egoistischen' Gründen, das muss für den Hund nicht schlecht sein.

    Ich finde ein Hund könnte deinem Sohn, und allen andern in der Familie, die ja auch 'belastet' sind, viel Stabilität geben. Jemand, der immer frendlich und positiv ist. Aber ganz klar ist, dass dein Sohn nicht die Vrrantwortung übernehmen soll und kann, die liegt allein bei den Erwachsenen.
    Zur Rasse oder Mix möchte ich folgendes sagen. Ich fände einen Hund sehr gut, der einen 'will to please' hat, also alles für seine Menschen machen will und nicht nur zum Streicheln da ist, dafür wäre eine Katze vielleicht geeigneter.

    Es wäre für deinen Sohn sicher toll, wenn er dem Hund kleine Tricks lehren könnte, dass sie zu einem eingeschworenen Team werden könnten. Tricks und/oder auch so was Cooles wie Discdog (bin noch ganz begeistert von einem WE-Seminar). Sowohl Tricks, wie auch Discdog (und auch anderes) braucht nicht unbedingt Hören und Sprechen, das geht aucg über Zeichen.

  • Man stellt sich das mit "Hund als bester Kumpel" immer so romantisch vor. "You'll never walk alone" und so. Das Kind, der mit seinem besten Freund durch den Wald stromert und Abenteuer erlebt. Ich kann das gut nachvollziehen!

    Die Realität sieht meist etwas anders aus – schon, weil man heutzutage keinen 9jährigen mehr alleine mit dem Hund in den Wald schickt. Und weil die meisten Hunde nicht als Lebensziel haben, betüddelt zu werden und an Deiner Seite zu bleiben, sondern sich gern eigene Hobbies suchen.

    Vor allem aber wäre der Hund ein Familienhund und Dein kleiner Sohn hätte nicht das Monopol darauf. Was, wenn der Hund einen von den Erwachsenen oder eines der Geschwisterkinder bevorzugt? Das ist leider ziemlich wahrscheinlich, denn Hunde orientieren sich gern am souveränsten Familienmitglied. Und dann geht Deine Strategie nach hinten los… Wenn SEIN Hund lieber woanders sein mag - wie schrecklich für den Jungen!

    Wenn Ihr als Familie einen Hund haben möchtet, ist das total okay. Es wird auch Deinen Kindern sicher gut tun, in die Hundehaltung mit eingebunden zu werden. Aber verabschiede Dich von dem Gedanken, dass Ihr den Hund für den einen Sohn anschafft!

  • Ohne die anderen Beiträge gelesen zu haben:
    Ein Hund KANN ein toller Freund sein - auch für ein Kind. Mein Sohn ist 10 und mit Hunden großgeworden. Wir haben 3 Hunde und einer davon ist sein spezieller Freund. Er geht mit Gassi, übt Kunststücke und geht auch manchmal mit zur Hundeschule ( bei uns gibt es da sogar extra Kindergruppen). ABER alles unregelmäßig nach Lust und Laune und so ist das auch ok für uns. Es sind unsere Hunde und wir Eltern tragen die volle Verantwortung. Alle 3 wären ebenfalls da, wenn Sohnemann kein Interesse daran hätte. Von einem Kind in diesem Alter kannst du noch keine volle Übernahme der Verantwortung erwarten. Wir finden es toll, wenn unser Sohn unsere Leidenschaft "Hunde" teilt, würden ihn aber nicht in die Verantwortung zwingen. Mit anderen Worten: wenn ihr als Eltern auch einen Hund wollt und den Hauptpart übernehmen mögt, warum nicht :) .
    Die "Rasse" finde ich allerdings nicht unbedingt so geeignet. Zum einen würde ich zu einem etwas stabileren Kandidaten raten und zum anderen solltet ihr bitte unbedingt Abstand davon nehmen, einen Vermehrerwelpen aufzunehmen.

  • Zitat

    Puh... ich hatte nicht mit soviel Anfeindung gerechnet. Hast du überhaupt verstanden, um was es hier geht? Ich habe nie gesagt, dass ich ein Plüschtier zum Schmusen kaufen will. ich glaube ich werde hier in der Gesamtsituation völlig falsche verstanden. Wir bieten unserem Sohn alle Unterstützung, die wir nur auftreiben können. Er geht in Sportvereine, die Gruppendynamik erfordern und wird ausgegrenzt. Er lädt Kinder ein, die dann nicht kommen, auch nicht zu Kindergeburtstagen usw. mehr negative Erfahrungen kann man nicht machen. Klar zieht er sich zurück und knappert am Selbstbewusstsein. Aber solche solche Kommentare kann man sich dann auch sparen.


    Lg Nina

    Du liest aber auch nur das, was du lesen willst :???:

    Gut, der von dir zitierte Beitrag war - freundlich formuliert - grenzwertig. Aber es gab ja nun wirklich auch Beiträge ohne Anfeindungen mit sehr guten Tipps und Hinweisen. Warum gehst du nicht auf diese ein, sondern gehst auf den negativsten ein?

    Ich, nicht behindert (ich will damit mal jegliche körperlichen Defizite einschließen - ist in keiner Weise negativ gemeint), wurde auch gemobbt. In der Grundschule von den Mitschülern, in der Oberschule von den Lehrern. Heute - sechs Jahre nach meinem Abitur - fange ich langsam wieder an, Vertrauen in Menschen aufzubauen.

    Also mal aus der Perspektive einer Geschädigten: Das einzige, was mir geholfen hätte, wäre ein Schulwechsel gewesen. Dein Sohn hat es besser als ich es hatte: Du als Mutter weißt Bescheid. Bei mir war etwas irgendetwas zwischen "meine Mutter will es nicht so richtig mitbekommen" und "ich will es ihr nicht erzählen".

    Und nein: Ein Hund hätte mir auch nicht geholfen.

  • Dir muss absolut klar sein,das alle Arbeit an dir oder einem anderen Erwachsenen haengen bleiben wird.Wenn Du/Ihr bereit seid,Eure Urlaube und Freizeitaktivitaeten auf den Hund abzustimmen,Einschraenkungen hin zu nehmen,dann finde ich es eine tolle Chance fuer Deinen Sohn.Ich kann mir sehr gut vorstellen,das der Bub an Selbstbewusstsein gewinnt,wenn er mit dem Hund kleine Tricks machen kann,ihn (mit dir zusammen) ausfuehrt,der Hund auf Zuruf zu deinem Sohn gelaufen kommt etc.Wenn es ein Welpe sein soll,wuerde ich auf jeden Fall zusammen mit dem Sohn eine Hundeschule besuchen,damit er direkt mit anderen zusammen lernen kann,wie man mit dem Hund umgeht.
    Ich wuensche euch vile Glueck!
    lieber gruss

  • Zitat


    Zur Rasse oder Mix möchte ich folgendes sagen. Ich fände einen Hund sehr gut, der einen 'will to please' hat, also alles für seine Menschen machen will und nicht nur zum Streicheln da ist, dafür wäre eine Katze vielleicht geeigneter.

    Bei einer Katze wäre ich aber auch vorsichtig. Katzen haben ja nun wirklich sehr oft, sagen wir mal, ihren eigenen Kopf. Wenn man dann Pech hat, erwischt man so ein Exemplar, wie ich zu Hause sitzen habe. Schmusen und streicheln sind da nur bedingt möglich. In einem Moment lässt sie sich streicheln, im nächsten Moment hängt sie einem ohne Vorwarnung mit Zähnen und Krallen im Arm =)

  • Als Mutter und Hundebesitzerin kann ich Dir Folgendes berichten:
    Meine Kinder lieben unseren Hund (auch den, den wir vorher hatten), sie finden es toll, vor ihren Freundinnen mit ihm "anzugeben". Sie helfen gerne mal, ihm das Futter zuzubereiten, sie passen auch mal ein paar Minutenzu Hause auf ihn auf (er bleibt noch nicht gut alleine), aber das wars auch schon.
    Es ist ganz klar unser Familienhund, aber die Arbeit bleibt an meinem Mann und mir hängen. Wir haben auch noch Kaninchen, die in einem großen Außengehege Leben, auch da machen mein Mann und ich die Hauptarbeit, obwohl es die Kaninchen der Kinder sind.
    Das muss Dir einfach klar sein, dass Kinder in dem Alter nicht die Verantwortung für ein Tier übernehmen können. Also, ein Familientier ist eine großartige Sache, ich finde toll, dass meine Kinder mit Tieren aufwachsen, aber die Verantwortung ist ganz klar Sache der Eltern.
    LG, Eva

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