Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Like I said. Das drauf achten war auch schon vorher da.
    Ich finde aber auch nicht, dass man Trennen von zwei Kerlen, die sich nicht mehr grün sind, als normalen Aufwand einer Mehrhundehaltung hinstellen kann. Das ist bestensfalls noch Notfallmanagement, was sich ja nicht ewig ziehen sollte.
    Gedankenlos Gassi ging mit den beiden Rüden nie, lag aber nicht daran, dass es zwei Rüden waren, sondern weil der eine Hund eben war, wie er war.

    gerade erst gesehen...

    Wenn man beide Hunde liebt und sie jeden für sich behalten möchte, ist es schon dauerhafter Mehraufwand. Entweder erzieherisch oder eben logistisch. Und jenachdem welchen Hundetyp man mag kommt das eben öfter mal vor.

    Diese Hunde sind wie sie sind - ja das stimmt- wenn man sie mag ist Mehrhundehaltung deswegen auch aufwändiger. Es liegt immer am einzelnen Individuum Hund und auch am Hundeführer, ob es klappt und wenn ja dann wie. :-)

  • ich glaube auch zwei Gebrauchshunde kann man nicht mit zwei Begleithunden vergleichen.

    wobei mein Staff kein Gebrauchshund ist, aber zwei seiner Sorte würden mich mehr als das doppelte an Zeit kosten. dafür zwei Zivas würden wenn sie sich vertragen einfach mitlaufen und happy sein das zu dürfen.

    dass mehrere Hunde wirklich problemlos miteinander laufen/wohnen können kenne ich so nur von Hütehunden, Jagdhunden und Begleithunden.
    bei meiner Rasse zb kenne ich mittlerweile einige Haushalte in denen die Hunde dauerhaft drinnen getrennt werden. das habe ich eine Weile gemacht und ja, das ist ein mega Aufwand.

  • Gibt es denn etwas, was ihr mit einem Hund alleine oft gemacht habt, und dann mit zwei/drei/vier nicht mehr?
    Zb Besuche, Ausflüge o. a.?


    Ich glaube, das kommt auch total auf den Hundetypen an
    Meine zwei sind groß und "nicht zu übersehen". Ich gehe nicht mehr mit den Hunden ins Restaurant oder in Geschäfte. Nicht weil die sich so schlecht benehmen, sondern weil die einfach Platz benötigen. Wenn ich im Futterladen mit den Hunden vorm Regal stehe, ist der Gang voll und niemand kommt mehr vorbei. Im Restaurant kann ich sie nicht unter einen 2er Tisch quetschen. Das geht logistisch einfach nicht. Und so zieht sich das eigentlich durch alle Bereiche... an meinem (Menschen)Alltag können sie nicht teilnehmen, ohne dass es für mich anstrengend wird.

    Aber das finde ich gar nicht schlimm. Ich habe "Hundezeiten" in denen ich Ausflüge und Dinge mit den Hunden machen kann, wo sie nicht stören. Und wenn ich dann mal in die Innenstadt ins Restaurant will, bleiben sie halt zuhause. Da das eh nicht oft vorkommt, finde ich das nicht schlimm.
    Eher im Gegenteil: als ich nur einen Hund hatte, hatte ich öfters ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihn nicht mitgnommen habe. Jetzt, wo sie zu zweit sind, finde ich das weniger schlimm. In meiner Abwesenheit beschäftigen sie sich auch viel miteinander, so dass ich nicht immer der Entertainer sein muss.

  • Lucy war ja gerade die letzten Jahre ein total unkomplizierter Hund, Einschränkungen gab es da nur durch ihre Größe. Und dennoch merke ich, dass ich jetzt mit nur noch 3 Hunden doch wieder mehr alle dabei habe, wo ich vorher mehr aufgeteilt habe. Es ist schon was anderes, ob man mit 3 statt mit 4 Hunden durch die Stadt läuft oder bei Freunden aufschlägt (wobei man hier fast 1 Hund streichen könnte und 2 statt 3 sagen könnte, da Smilla so klein und "unauffällig" ist, dass sie kaum zählt in solchen Situationen. Also es kommt da sicher stark auf Größe und Wesen des Hundes an). Auch mache ich wieder mehr kleine Übungseinheiten einfach so zwischendurch, was tricksen oder Nasenarbeit, da es auch einen Unterschied macht, ob jeder Hund 3 andere Hunde "abwarten" muss oder nur 2 und es natürlich auch in einen kleineren Zeitrahmen passt.

    Wirklich komplizierter finde ich mehrere Hunde aber nicht, es sind da doch die individuellen Dinge, die an sich kaum anders wären, wäre es nur ein Hund (wie Grisus recht ausgeprägte Unverträglichkeit mit Fremdhunden). Aber ich habe da wohl den Vorteil, Hundetypen zu haben, die sich mehr an mir orientieren als untereinander. Unerwünschte Gruppendynamik gibt es da wenig, weder bei Fremdhunden noch bei Wild, eher im Gegenteil, gerade Joey hat sich sehr viel an erwünschtem Verhalten abgeschaut. Dennoch wäge ich natürlich ab, ob sich in bestimmten Situationen Baustellen überschneiden und ob ich das nicht lieber erst mal getrennt versuche oder auch einfach einen Bogen drum mache...
    So hätte Joey sicher mehr Hundekontakt, wäre Grisu nicht dabei. Das meinte ich ja anfangs schon: Einschränkungen für die Hunde gibt es sicher. Aber auch viel positives, sie haben sich (gerade für Grisu sehr wichtig!) und geben sich viel.

    Ein vierter Hund wird hier in der aktuellen Konstellation aber nicht wieder einziehen (Grisu ist körperlich angeschlagen und tut sich mit jedem Neueinzug erst mal schwer, der darf jetzt seine "Rente" genießen ;) , Smilla ist chronisch sehr krank und muss möglichst stressfrei leben und Joey ist ein Junghund mit sehr viel Energie, die einfach noch viel Aufmerksamkeit braucht).

  • Ich kenne es ja kaum mit nur einem Hund und möchte es, glaube ich, auch nicht. Klar fallen 2 Große mehr auf als einer, aber die Vorteile überwiegen für mich.
    Ich habe aber auch das Glück, dass ich bisher immer sehr verträgliche, nicht im Ansatz futterneidische oder sonst wie für das Zusammenleben nicht "taugliche" Hunde hatte. Teilweise liefen neben meinen Dreien bis zu 5 Gasthunde hier mit. Ich fand das immer super (das war natürlich immens Mehraufwand :ugly: ).
    In der jetzigen Konstellation muss ich zwangsläufig über kurz oder lang getrennte Spaziergänge mit Pax machen, weil Schoko ja über 10 Jahre älter ist. Noch geht es prima, aber wer weiß, wie lang noch.
    Ich könnte auch wieder einen dritten ab, aber da streikt meine liebster Mensch, ist aber auch ok.

  • Ich sehe es wie die meisten hier: Kommt einfach darauf an, was für Hunde da sind.

    Jetzt nur noch mit Rusty und Rhydian ist eigentlich keine Mehrarbeit mehr da. Beide haben kein Problem mit Artgenossen, haben das selbe Bewegungspensum - ich kann einfach beide überall mit hin nehmen. Sie sind in ihrer Art einfach total stressfrei und ich muss im Großen und Ganzen auf nichts besonders aufpassen.
    Die einzige "Mehrarbeit" ist quasi der doppelte Zeitaufwand im Sport beim Trainieren.

    Vorher mit Balou - also mit einem alten, schlecht sozialisierten Hund - war es schon deutliche Mehrarbeit. Er konnte ja auf die Spaziergänge nicht mehr mit, war nicht mit anderen Hunden verträglich. Mit ihm lief also entweder alles extra oder ich musste es so anpassen, dass es auch für ihn passt.
    Aufgrund der schlechten Sozialverträglichkeit musste auch im Haus viel geregelt werden, man konnte nichts einfach so laufen lassen.

    Mit zwei/drei Hunden fühle ich mich aktuell nicht eingeschränkter als vorher nur mit einem. Ich passe vieles so an, dass die Hunde einfach mitkönnen und wen es mal nicht geht, dann bleiben sie eben Zuhause.
    In Urlaub fahren wir bisher nur zu meinen Eltern nach Bayern, da ist es mit den Hunden dann sowieso kein Problem. Und wenn wir es nächstes Jahr mal schaffen "richtigen" Urlaub zu machen, dann wird der auch "hundegerecht" ausfallen - ohne die Hunde ist es für mich einfach kein Urlaub, deswegen muss dann einfach so lange gesucht werden bis man was gefunden hat, bei dem alle Hunde mit dürfen.

  • Gibt es denn etwas, was ihr mit einem Hund alleine oft gemacht habt, und dann mit zwei/drei/vier nicht mehr?
    Zb Besuche, Ausflüge o. a.?

    Laska ist ein Kann-überall-mit-Hund und Naruto das Gegenteil.
    Mit Laska musste ich mir nie Gedanken machen wo und wie lange wir irgendwo hingehen, sie war fast immer dabei.
    Naruto ist ein Angsthund und viel zu leicht zu stressen, da klappt das nur sehr selektiv.
    Wenn mein Freund zu Hause ist bleibt Naruto bei ihm und Laska und ich unternehmen was.
    Geht das nicht, gehe ich alleine oder gar nicht.

  • Ehrlich gesagt nehme ich die Hunde nur dann mit, wenn es um hundedinge geht (hundegassi, hundeplatz, hundetreffen usw.) bei allem anderen bleiben sie daheim, warten im Auto oder ich bringe sie zu meinen Bekannten und Freunden zum Sitten.

    Shoppen, Restaurantbesuch, Konzerte, Sportveranstaltungen, Kino usw. mach ich ohne sie.
    a) sind es einfach viele Hunde und ich will niemanden nerven bzw. andere stören und b) genieße ich es auch mal sehr ohne den vierbeinigen Anhang unterwegs zu sein.
    Die Hunde kommen mal sehr gut ohne mich aus und ich auch mal sehr gut ohne sie. 3-5 Hunde schleppt man nicht mehr einfach so überall hin mit. Alleine der Platz den sie im Restaurant z.b. benötigen. Zudem ist es trotz gut erzogenen Hunden mit mehrhunden eben auch immer mehr managment.
    Mit einem Hund ist man im Restaurant noch gerne gesehen, wenn ich da mit 2 aussies, dem kelpie, dem Terrier und dem rumänischen kleinteil aufschlage um etwas zu essen, benötige ich ja fast 2 Tische, nur um die Hunde zu verräumen. Also das tu ich weder dem Restaurant, noch den Hunden und erst recht nicht mir an.

    Oder beim shoppen, was und wie soll ich mit 3-5 Hunden im H&M eine Hose anprobieren und kaufen? Also sorry, aber was haben meine Hunde vom hosenkauf? Mal in den Fressnapf mitnehmen 1-2 Hunde ist kein Ding, aber selbst denen mute ich nicht alle Hunde zu.

    Ich lebe und liebe die mehrhundehaltung, meine Umgebung und Umwelt versuche ich so wenig wie möglich mit meinem hundefimmel zu belasten und zu stören.

    Lg

  • @Bella1234
    Wir mussten ihn am Samstag gehen lassen. Ich habe zwar schon ein paar Mal angesetzt, aber konnte bis jetzt noch keinen "Abschiedsbeitrag" für/über ihn verfassen, auch wenn ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war und wir ihn vor weiteren, noch größeren Schmerzen bewahrt haben. Er stand schon kurz vor einem Darmverschluss wegen einem Tumor. Am Freitag sah er mich an und da wusste ich dann ganz genau, dass er nicht mehr kann und will. Wir hatten noch auf ein gemeinsames Wochenende gehofft, aber dann arbeitete die Zeit rasant gegen uns und wir mussten ihn erlösen :( :

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